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Tanzfitness – Workout für Körper, Seele und Geist

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Seit das Tanzfitness-Programm Zumba die Welt erobert hat, ist Tanzfitness in aller Munde und zählt weltweit über 14 Millionen in 180 Ländern wöchentlich. Die Geschichte der Tanzfitness reicht jedoch bis in das Jahr 1969 zurück, als in den USA von Judi Sheppard mit Jazzercise das Original aller Party-Workouts ins Leben gerufen wurde. Es vereint Tanzbewegungen mit Fitnesselementen wie alle heutigen Tanzfitness-Programme rund um den Globus. Auf dem Markt haben sich Zumba, Piloxing, Jazzercise, Bokwa, Kapow, fit, Urbhanize und Salsation erfolgreich etabliert.

Was ist Tanzfitness?

Bei Tanzfitness werden Tanzbewegungen mit Fitnesselementen unter Einsatz von Musik auf effiziente Weise miteinander kombiniert. Die Kombination sorgt für ein ganzheitliches Workout, welches Körper, Seele und Geist in Einklang bringt. Nach einer Stunde Tanzfitness verlässt man mit einem Lächeln auf dem Gesicht den Kursraum, was bei klassischen Fitnessübungen zum Beispiel auf dem Crosstrainer oder Steppbrett nicht immer der Fall ist.

Eine Stunde Tanzfitness verbraucht je nach persönlicher Kondition und Fitnesslevel bis zu 1000 Kalorien. Die Tanzbewegungen verbunden mit Fitnesselementen wie Kniebeugen oder dem V-Step beanspruchen den gesamten Körper. Die Kondition, Ausdauer, das körperliche und seelische Wohlbefinden erfahren eine Verbesserung. Das Selbstbewusstsein, Selbstsicherheit sowie körperliche Selbstwahrnehmung gewinnen an Plus. Der Po, Körpermitte, Beine, Arme und Bauch werden geformt. Der Körper erfährt durch die Tanzbewegungen eine Straffung, das Selbstbewusstsein wird gesteigert und das Körpergefühl verbessert.

Für die Teilnahme an Tanzfitness sind keine Vorkenntnisse im Tanzen erforderlich, da sich die Tanzschritte einfach erlernen lassen. Geleitet wird ein Tanzfitness-Kurs durch einen Instruktor (Trainer), der die einzelnen Tanzschritte und Fitnessbewegungen vorgibt begleitet von Cueing. Der Fachbegriff Cueing bedeutet übersetzt „Handzeichen geben“ und erleichtert den Teilnehmern das Folgen der Tanzschritte. Nach zwei bis drei Kursstunden sitzen die Tanzschritte der Choreografien und gewinnt an Selbstvertrauen.

Zum Ende einer Stunde erfolgt der Cool Down, bei dem der Körper gestreckt und mit einer Atemübung abgeschlossen wird. Begleitet wird das sportliche Tanzen je nach Tanzfitness-Programm von internationaler, lateinamerikanischer, Hip Hop, Streetdance, Eurodance, 80er, 90er oder Chart Musik.

Getanzt wird zu den Tanzstilen Merengue, Salsa, Reggaeton, Cumbia, Streetdance, Bollywood, Cha Cha Cha, Mambo, Rumba, Samba, Tango, Swing, Rock and Roll, Belly Dance, Boca, Soca, Hip Hop, Flamenco und vielen weiteren Stilen.

Positive Nebeneffekte von Tanzfitness für den Alltag resultieren in einem stärkeren Selbstbewusstsein und einer gestiegenen Lebensfreude, die einen dazu verleitet zum Beispiel einfacher auf die Tanzfläche einer Disco zu gehen. Bei Sportvereinen, Fitnesscentern und Tanzstudios werden Tanzfitnesskurse angeboten. Im Rahmen einer kostenlosen Schnupperstunde findet man relativ schnell heraus, ob Tanzfitness einem gefällt oder sich doch lieber für das klassische Fitnesstraining auf dem Crosstrainer entscheiden sollte.

Kontaktlinsen als Brillenersatz

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Als Alternative zu Brillen haben sich Kontaktlinsen auf dem Markt mittlerweile fest etabliert, korrigieren zahlreiche Formen von Fehlsichtigkeiten. Die heutigen modernen Kontaktlinsen beheben Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Hornhautverkrümmungen und Altersweitsichtigkeiten. Sie lassen sich individuell an den jeweiligen Träger bezüglich Nutzungsdauer und Stabilität anpassen. Zur Auswahl stehen harte und weiche Kontaktlinsen. Die Tragedauer kann sich bei einer optimalen Sauerstoffdurchlässigkeit auf bis zu 30 Tage belaufen, ohne dass die Kontaktlinsen einmal rausgenommen werden müssen.

Kontaktlinsen für unterschiedliche Fehlsichtigkeiten

Die Fehlsichtigkeiten Kurz-, und Weitsichtigkeit sind in ihrer optischen Wahrnehmung unterschiedlich ausgeprägt. Besteht eine Kurzsichtigkeit (Myopie), kann der Betroffene alle Objekte die sich in seiner nahen Umgebung befinden scharf sehen. Wenn sich ein Objekt in weiterer Entfernung befinden sollte, erfordert dies Kontaktlinsen oder eine Brille zur Korrektur der Fehlsichtigkeit. Bei Kurzsichtigkeit ist das Bild erst vor der Netzhaut scharf zu sehen. Der Gegensatz liegt Weitsichtigkeit (Hyperopie) vor, denn dort würde das Objekt erst sehr weit hinter der Netzhaut scharf zu sehen sein.

Die Kontaktlinsen sorgen für eine Korrektur, indem sie die Brechkraft des betroffenen Auges anpassen und wieder eine klare scharfe Sicht auf die Dinge in nah oder Fern erlauben. Im Vergleich zu einer Brille lassen sich Kontaktlinsen einfacher auf die Augen des Betroffenen einstellen. Unregelmäßige Hornhautoberflächen sind damit ebenfalls kompensierbar.

Die Kontaktlinse verbindet sich direkt mit der Hornhaut des Auges und schwimmt auf der Tränenflüssigkeit. Vor dem Einsetzen wird die Kontaktlinse mit einer Gleitflüssigkeit versehen. Das Auge gewöhnt sich nach einer gewissen Zeit an die Sehhilfe und erzeugt ausreichend Tränenflüssigkeit.

Aufbau und Vorteile

Eine Kontaktlinse ist eine Kunststofflinse, die eine Wölbung aufweist und fast alle Sehschwächen ausgleichen kann. Im Vergleich zu einer Brille stört eine Kontaktlinse nicht im Gesicht. Als störend wird eine Brille bei allen Aktivitäten empfunden, bei denen sich bewegt wird wie Tanzen, Laufen, Radfahren oder Ballsportarten. Der Kunststoff der Linse kann weich bis hart sein und der Durchmesser der künstlichen Linse kann bei acht bis zehn Millimetern liegen, wobei weiche Varianten größer sein können. Im Auge fällt eine Kontaktlinse nicht auf, weil sie quasi unsichtbar ist. Die Sauerstoffdurchlässigkeit spielt eine entscheidende Rolle und gewährleistet eine ausreichende Sauerstoffversorgung der Hornhaut.

Auf dem Markt sind weiche, harte Kontaktlinsen, Gleitsichtkontaktlinsen, Tageslinsen, Wochenlinsen, Monatslinsen und Jahreslinsen erhältlich. Die Kosten sind vom Durchmesser, Tragedauer, Kunststoffbeschaffenheit (hart oder weich) und der festgestellten Sehschwäche abhängig.

Vor dem Kauf einer Kontaktlinse sollte der Besuch eines Augenarztes statt findensein. Der Augenarzt stellt fest, welche DK-Werte die Augen haben und unterstützt einem dabei die richtigen Kontaktlinsen zu finden.

Günstige Kontaktlinsen in guter bis sehr Qualität finden sich im Internet zum Beispiel bei Misterspex.de. Über die Plattform Preisgenial können noch einmal ein paar Euros beim Kontaktlinsen-Kauf gespart werden.

Rotlichtlampen und ihre Wirkungsweise

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Im medizinischen Bereich gewinnen Rotlichtlampen mit ihrer Infrarotstrahlung wegen ihrer positiven Wirkungen verstärkt an Bedeutung. Das Licht der Rotlichtlampen dient der Linderung körperlicher wie seelischer Beschwerden. Zum Einsatz kommt das Infrarotlicht in der Physio- und Psychotherapie.

Die Wärmestrahlen des roten Lichts helfen gegen allerlei Beschwerden und zählen physikalisch zu den elektromagnetischen Wellen. Die wackelnden Teilchen der Wärmestrahlen breiten sich mit Lichtgeschwindigkeit aus und reagieren mit den Schwingungen der Teilchen des menschlichen Körpers. Als Ergebnis dieser Schwingungen auf gleicher Ebene ist die Erzeugung von Wärme, die angenehm auf den Körper wirkt.

Bei einer Rotlichtlampe setzt sich das Licht aus dem sichtbaren roten Licht und unsichtbaren Infrarotstrahlen zusammen. Das Infrarotlicht dringt wenige Millimeter in die Haut und Gewebe ein, was in einer Erhöhung der Temperatur resultiert. Als Reaktion erweitern sich die Blutgefäße und die Durchblutung wird gefördert.

Beschwerden lösen sich auf

Die Rotlichtlampe löst Muskelverspannungen, lindert Halsschmerzen und Entzündungen in den Nasennebenhöhlen bauen sich schneller ab. Der Kreislauf gewinnt wie einer sportlichen Aktivität an Fahrt und entschlackt, indem Stoffwechselabfälle wie zum Beispiel Säuren aus dem Körper gelangen. Gesunde Organe werden dazu angeregt aktiver zu werden und führt zu einer besseren Stoffwechselaktivität.

Von einer Rotlichttherapie profitiert das Immunsystem, welches gestärkt wird und stärkt die Selbstheilungsfähigkeit des Körpers. Bei Entzündungen verbessert sich der Heilungsprozess spürbar. Zahlreiche Sportverletzungen, Verspannungen und Verkrampfungen lassen sich mit einer Rotlichtlampe behandeln.

Auf seelischer Ebene wirkt das rote Licht gegen Müdigkeit und Niedergeschlagenheit, weil die Farbe die Psyche zu mehr Aktivität anregt. Gegen Stress ist das Rotlicht auf Grund seiner entspannenden Wirkung ebenso effektiv. Körper und Geist kommen mit einer Rotlichtlampe wieder in Einklang.

Der Abstand zwischen Haut und Rotlichtlampe sollte wegen ihrer Wirkungsweise bei rund 40 Zentimetern liegen und die Rotlichtherapie maximal 20 Minuten dauern. Bei Beachtung dieser Regel zeigen die Wärmestrahlen ihre beste Wirkung. Die Rotlicht-Therapie kann mehrmals täglich durchgeführt werden. Generell empfiehlt sich ein ruhiger Ort für die Wärmebehandlung.

Gefahren

Der Einsatz einer Rotlichtlampe in der Schmerztherapie und gegen andere Beschwerden birgt gewisse Gefahren. Die unsichtbaren Infrarotstrahlen können die Augen schädigen, auch wenn sie geschlossen sind. Zum Schutz der Augen empfiehlt sich das Tragen einer Schutzbrille.

Auf Rotlicht sollte bei akuten Entzündungen, Blutgerinnsel und Fieber generell verzichtet werden. Der Grund? Die Beschwerden können sich durch das Infrarotlicht verschärfen und wer die Wärme nicht richtig spürt, sollte zugunsten seiner Gesundheit auf eine Rotlichtlampe verzichten. Im schlimmsten Fall kann das Licht der Rotlichtlampe zu Hautverbrennungen führen.

Fazit

Eine Rotlichtlampe hat eine positive Wirkung auf Körper, Seele und Geist. Bei regelmäßiger Anwendung können Beschwerden sogar ganz verschwinden, wenn genannte Regeln beachtet und eingehalten werden. Im Handel sind Rotlichtlampen zum Beispiel vom Hersteller Medisana für weniger als 100 Euro erhältlich.

Leicht gestresste Jugendliche haben im späteren Leben höheres Hypertonie-Risiko

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In den USA entwickelt sich der Bluthochdruck zu einem wachsenden und großen Problem. Eine neue Studie begleitete 1,5 Millionen Jugendliche bis ins Erwachsenenalter, um die Rolle psychologischer Parameter auf die Wahrscheinlichkeit für Bluthochdruck untersuchen zu können. Nach den Daten des CDC leidet einer von drei Amerikanern an Bluthochdruck und entspricht rund 70 Millionen Betroffenen.

Dauerhafter Bluthochdruck erhöht das Risiko für Herzanfälle und Schlaganfälle, was zwei der Haupttodesursachen der Vereinigten Staaten sind. Bis zum Jahr 2025 wird des Schätzungen zufolge 1,5 Milliarden Menschen geben, die an Bluthochdruck und den damit verbundenen Krankheiten zu leiden haben.

Der Hauptgrund für den Anstieg dieses Krankheitsbildes sind die sitzende Lebensweise, Übergewicht und eine ungesunde Ernährung. Psychologische Faktoren wie Kindheitstrauma, Ungeduld, Feindseligkeit, finanzielle Belastungen, Depressionen und Angstzustände spielen neuesten Forschungen nach ebenso eine Rolle. Die aktuelle Studie, welche im Magazin Heart veröffentlicht wurde, untersuchte die psychologischen Aspekte und die Auswirkungen auf den Bluthochdruck in der Zukunft.

Der leitende Studienautor Dr. Casey Crump und sein Team von der Icahn School of Medicine in New York haben die psychologischen Effekte im frühen Erwachsenenalter und seine späteren Auswirkungen auf den Bluthochdruck analysiert. Untersucht wurde die Widerstandsfähigkeit gegen Stress.

Zur Untersuchung der Parameter nutzte das Team das schwedische Nationalregister für Krankheiten, indem die gesundheitlichen Folgen von mehr als 1,5 Millionen Menschen, die zwischen 1969 und 1997 in die Armee eingezogen wurden. Im Rahmen der ärztlichen Untersuchung wurden die neuen Rekruten psychologisch getestet. Die Fähigkeit des Menschen mit Stress umzugehen wurde mit einem Interview von 20 bis 30 Minuten Dauer festgestellt. Jeder Rekrut wurde mit einer 1 bis 9 bewertet, wobei eine 9 für eine besonders hohe Widerstandsfähigkeit gegen Stress steht.

Diese medizinische Untersuchung war Standard für alle 18-jährigen in dem Land und betraf 97 Prozent der gesamten männlichen Bevölkerung. Die Forscher ermittelten ein Durchschnittsalter von 47 Jahren ab dem Bluthochdruck im späteren Leben auftreten könnte. Insgesamt wurde bei 6 Prozent der Männer ein Bluthochdruck festgestellt. Dr. Crump teilte die schwedischen Männer in fünf Stresskategorien auf mit einem eindeutigen Ergebnis. Alle Männer mit einer niedrigen Resistenz gegen Stress hatten ein 40 Prozent höheres Risiko einen Bluthochdruck zu entwickeln.

Abschließend resultiert das Forscherteam, dass der Umgang mit Stress im jungen Erwachsenenalter sich spürbar auf die Möglichkeit auswirkt im späteren Leben an Bluthochdruck zu leiden. Zwei Faktoren können das Risiko von Bluthochdruck im späteren Leben senken. Der erste Faktor ist das Hochschulniveau und der zweite Faktor eine Nachbarschaft mit einem höheren sozioökonomischen Status. Generell kann sich ein gesundes Körpergewicht eher positiv auf das individuelle Bluthochdruck-Risiko auswirken.

Quelle:
http://www.medicalnewstoday.com/articles/305879.php

2,6 Millionen Totgeburten im Jahr 2015 – Rate zu hoch

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Die Zahl der Totgeburten belief sich im Jahr 2015 weltweit auf 2,6 Millionen und diese Rate ist nach Einschätzung von Experten zu hoch. Die Rate entspricht rund 7200 Totgeburten pro Tag und sei im Vergleich zur Müttersterblichkeit eine zu hohe Quote.

Das Ergebnis stammt einer aus fünf Arbeiten bestehenden Analyse mit dem Titel »Ending Preventable Stillbirth«. Als Totgeburt gilt ein Kind, wenn es während des letzten Trimesters der Schwangerschaft oder nach 28 Wochen Schwangerschaft stirbt. Die Hälfte aller Totgeburten treten während der Geburt auf.

An der Studie waren insgesamt 216 Experten von über 100 Organisationen aus 43 Ländern beteiligt. Der »The Every Newborn Action Plan« sieht bis 2030 eine Senkung der Totgeburten auf 12 oder weniger pro 1000 Geburten vor. Ein Großteil, und zwar 98 Prozent der Totgeburten treten in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen (LMIC) auf. Sie bleiben dennoch auch ein Problem für Länder mit hohen Einkommen (HIC).

Die leitende Co-Studienautorin Prof. Joy Lawn von der London School of Hygiene & Tropical Medicine und ihre Kollegen stellten fest, dass die weltweite durchschnittliche Totengeburt-Rate von 2000 bis 2015 von 24,7 auf 18,4 Prozent fiel. Auf jährlicher Basis bedeutet dies eine Reduktion von 2 Prozent pro Jahr. Die Niederlande verzeichnete mit einer jährlichen Reduzierung von 6,8 Prozent seit dem Jahr 2000 die größte Reduktion von Totgeburten im internationalen Vergleich.

Die Niederländer erreichten dies durch Verbesserungen in der Schwangerenvorsorge und Pflege bei der Geburt, einer umfassenden perinatale Prüfung sowie einem Fokus auf die Gesundheit von Frauen vor und während der Schwangerschaft. In Kambodscha, Bangladesch und Ruanda fiel die Rate um 3,6, 3,4 bzw. 2,9 Prozent. Die Zahl der Geburten konnte Ruanda verdoppeln, die Gesundheitseinrichtungen und Schwangerschaftsvorsorge in der Qualität verbessern.

Nur 7,4 Prozent der Fälle ergeben sich aus angeborenen Missbildungen. Zahlreiche Erkrankungen, die mit Totgeburten in Verbindung stehen, lassen sich behandeln. Es wurden mütterliche Infektionen wie Malaria (8,8 %) und Syphilis (7,7 %) festgestellt. Bei über 10 Prozent der Fälle spielen nicht übertragbare Krankheiten, der Lebensstil und die Ernährung eine wichtige Rolle. In 3,7 Prozent der Fälle war die Mutter über 35 Jahre alt. Eine Präeklampsie und Eklampsie traten bei 4,7 Prozent der Totgeburten auf, während sich 14 Prozent auf verlängerte Schwangerschaften beziehen.

In Ländern der Sub-Sahara und dabei vor allem in jenen, wo Konflikte und Notsituationen herrschen, erfolgt die Reduktion der Totengeburt-Rate langsamer. Die Rate in Nigeria beläuft sich auf 42,9 pro 1000 Lebendgeburten mit einer durchschnittlichen Reduzierung von 1,3 Totgeburten pro 1000 Geburten jährlich seit dem Jahr 2000. Bei dieser Geschwindigkeit wird es 160 Jahre dauern bis die durchschnittliche Frau aus einem subsaharischen afrikanischen Land die gleiche Chance auf eine Lebendgeburt erhält wie eine Frau aus einem Land mit hohen Einkommen.

Die geringste Totengeburten-Rate hat Island mit 1,3 Totgeburten pro 1000 Geburten und in den USA wird jedes dritte von tausend Babys tot geboren. In Pakistan herrscht mit 43,1 Totgeburten je 1000 Lebendgeburten die höchste Rate.

Zur Verminderung der Totengeburten-Rate empfehlen die Studienautoren vor allem Bildung, Bekämpfung der Armut, eine Verbesserung des Zugangs zur Gesundheitsversorgung und einer kulturell angemessenen Schwangerschaftsvorsorge. Die Forscher fordern eine umfangreiche Klassifizierung und Erforschung der Ursachen der Totgeburten in Ländern mit hohen Einkommen, sowie Maßnahmen um Frauen zu helfen die eine Schwangerschaft mit einem normalen Körpergewicht beginnen.

Quelle:
http://www.medicalnewstoday.com/articles/305241.php

Kostengünstige Alternative zur gegenwärtig üblichen Behandlung von Staphylokokken-Infektionen des Blutes.

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Auf der 55. Interdisziplinären Konferenz Antimikrobieller Heilmittel und Chemotherapie (IAAC/ICC) in San Diego, Kalifornien, präsentierte man kürzlich folgende Ergebnisse:

Patienten, bei denen das auf Methicillin ansprechende Bakterium Staphylococcus aureus (MSSA) behandelt wurden, reagierten gleich gut auf Nafcillin und Cefazolin. Cefacolin verursachte weitaus weniger Nebenwirkungen.

Dieses Resultat, kombiniert mit der Kostenersparnis bei der Verwendung von Cefazolin, qualifiziert das Medikament als erste Wahl für die meisten Infektionen mit MSSA im Blut, berichtet Maggie Monogue, Beauftragte für Klinische Pharmazie am Hartford Zentralkrankenhaus für Infektionsforschung und Entwicklung.

Im Laborversuch reagierten schwere MSSA Infektionen, die sogar Herz oder Knochen beeinträchtigen können, auf die Behandlung mit Cefazolin schlechter, weil bestimmte Enzyme die Wirkung beeinträchtigen. Diese Enzyme verändern und zerstören die Struktur des Antibiotikums und machen das Medikament im Einsatz gegen MSSA-Infektionen unbrauchbar. Im Gegensatz zu vorangegangenen Untersuchungen beweist eine neue Studie nun, das Cefazolin mindestens ebenso wirkungsvoll wie andere Substanzen verwendet werden kann.

Im Rahmen dieser Studie wurden 142 Patienten mit MSSA Blutinfektionen untersucht. 71 Patienten erhielten jeweils Nafcillin und Cefazolin. Nafcillin schlug bei etwa 14%, also 10 der Patienten fehl, Cefazolin nur bei 8,7%, also sechs Patienten.

Monogue berichtet: “In beiden Gruppen war die bakterielle Belastung etwa gleich hoch. Das legt nahe, dass die dem Antibiotikum entgegenwirkenden Enzyme im klinischen Versuch keine so große Rolle spielen wie die Labortests erwarten ließen.“

Zusätzlich traten bei Nafcillin wesentlich mehr Nebenwirkungen auf – 19,7% im Vergleich zu 7% bei der Cefazolin-Gruppe. Dabei wurden überwiegend Nierenschädigungen beobachtet.

Die Resultate sind vor allem für das Gesundheitswesen bedeutsam: Nafcillin ist etwa zehnmal teurer als Cefazolin und treibt die Behandlungskosten bei Infektionen in die Höhe. Billigere Alternativen werden dringend gesucht. Da zudem Cefazolin von den Patienten besser vertragen wird und in geringerer Dosis wirkt, profitieren sowohl die Krankenhäuser als auch die Kranken von seiner bevorzugten Verwendung.

 

Abendlicher Kaffee bringt innere Uhr aus dem Takt

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Ein Forscherteam des Medical Research Laboratory of Molecular Biology in Großbritannien und der University of Colorado haben entdeckt wie sich Koffeinkonsum auf die innere Uhr auswirken kann. Die innere Uhr würde durch einen abendlichen Kaffee aus dem Takt geraten.

Der zirkadiane Rhythmus oder innere Uhr arbeitet in der Zelle des Körpers, beeinflussen Gene zu verschiedenen Zeiten damit wir Menschen uns dem externen Kreislauf von Tag und Nacht anpassen können. Das schläfrig machende Hormon Melatonin basiert auf einen bestimmten Auslöser und wird zum Beispiel durch das Dimmen von Licht freigesetzt.

Die Störung des Rhythmus, durch Schichtarbeit, Jetlag oder Schlafstörungen, kann zu einer Reihe von Schlafzuständen führen, mit Folgewirkungen wie Herzerkrankungen, Typ-2-Diabetes, Alzheimer-Krankheit und bestimmten psychiatrischen Erkrankungen.

Der Genuss eines doppelten Espresso drei Stunden vor dem Schlafengehen kann die innere Uhr zurückdrehen und einen Anstieg des Hormons Melatonin verzögern. Nach Angaben des CDC erhalten 25 Prozent der US-Bevölkerung keinen ausreichenden Schlaf und knapp 10 Prozent würden an chronischer Schlaflosigkeit leiden.

Die Teilnehmer der Studie wurden einem hellen oder trüben Licht ausgesetzt. Helles Licht wie Koffein ist ein bekannter Reiz welcher die zirkadiane Phase verlängern kann.

Drei Stunden vor dem Schlafengehen erhielten die Teilnehmer den Gegenwert eines doppelten Espreesso oder ein Placebo. Später wurde ihr Speichel untersucht zur Festellung wie viel Melatonin produziert worden war. Bei denen die Koffein erhalten hatten, kletterte der Melatonin-Spiegel rund 40 Minuten später im Vergleich zu den Teilnehmern, die ein Placebo bekamen.

Zur Bestätigung der Ergebnisse versetzte das britische Forscherteam menschliche Zellen mit Koffein in einem Labor und stellten die gleiche Verzögerung in der circadianen Uhr fest. Wie die Ergebnisse zeigen, wirkt sich das Koffein direkt auf die Adenosin-Rezeptoren aus, die in allen Körperzellen vorkommen. Das Niveau des wichtigen intrazellularen Botenstoffs zyklischem Adenosinmonophosphat (cAMP) erhöht sich dabei.

Die cAMP-Moleküle spielen eine zentrale Rolle im Innenleben der inneren Uhr des Körpers, weshalb biochemische Wirkungen von Koffein mit einer Verzögerung des zirkadianen Rhythmus in Verbindung stehen. Nach den Worten des leitenden Forschers Dr. John O’Neill des Medical Research Council (MRC) Laboratory of Molecular Biology, helfen die Erkenntnisse zu verstehen wie die 24-Stunden-Uhr des Körpers beeinflusst werden kann. Das Wissen wie sich Koffein auf die innere Uhr auswirkt, könnte bei der Behandlung von Jetlag auf internationalen Reisen helfen.

 

Forschung führt zu Medikamenten, die sicherer sind: Drei Innovationen machen Hoffnung

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Aktuell riskiert einer von drei Patienten schwere Nebenwirkungen der Medikamente, die er einnimmt.

Diese Neben- und Wechselwirkungen können gefährlich für Patienten sein und eine Last für das Gesundheitswesen, für politische Entscheider und die Pharma-Industrie. Doch vielversprechende Durchbrüche bei der Neuentwicklung von Medikamenten und bei der Gesundheitsüberwachung können die Medikamenten-sicherheit in Zukunft verbessern.

Nebenwirkungen existieren, seit Menschen Medikamente einnehmen. Doch gegenwärtig sind stellen sie ein wachsendes Risiko und eine Last für die Gesundheitssysteme dar. Ein Grund ist, dass die Präparate als solche immer komplexer in ihrer Wirkung werden, ein anderer, dass eine alternde Gesellschaft auch mehr Medikamente einnimmt.

Schätzungsweise einer von sieben Patienten, die Medikamente einnehmen, geht das Risiko einer Nebenwirkung ein. Ein aktueller Report von der Britischen Pharmakologischen Gesellschaft richtete die Aufmerksamkeit auf viele Einweisungen ins Krankenhaus aufgrund von Nebenwirkungen, die dadurch erzeugten Mehrkosten im Gesundheitswesen belaufen sich auf hunderte Millionen Euro je Land und Jahr.

Nebenwirkungen von Medikamenten treten bei Patienten jeden Alters auf, obwohl die jüngsten und ältesten Kranken das größte Risiko eingehen. Sowohl in den Industrie- als auch in Entwicklungsländern existiert das Problem und sie beschränken sich auch nicht auf die Produkte der Pharmaindustrie, sondern können auch bei komplementären oder alternativen Therapien auftreten.

Wissenschaftler, die an der Entwicklung neuer Medikamente beteiligt sind, konzentrieren sich zunehmend und mit Erfolg auf die Identifikation möglicher Nebenwirkungen. Doch die gesamte Bandbreite aller möglichen, auch seltenen unerwünschten Reaktionen erfassen zu wollen, ist eine ehrgeizige Forderung. Mit eine Rolle spielen auch die Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, die parallel eingenommen werden und die in jedem menschlichen Organismus unterschiedlich miteinander interagieren können.

Glücklicherweise existieren drei neue Wege in der Medikamentenentwicklung und bei der Gesundheitsüberwachung, mit denen Pharmakologen und Ärzte diesen Herausforderungen entgegentreten können:

  • Medizinische Datenbanken, die zunehmend genutzt werden, um Patientendaten zu speichern – eine wichtige Quelle für Wissenschaftler

  • Informatik: Statistik-Programme, die gesammelte Patientendaten mit anderen Quellen vergleichen und auswerten können, beispielsweise medizinische Studien und sogar Social Media wie etwa Gesundheitsforen mit individuellen Erfahrungsberichten, um Beobachtungen und Erfahrungen in Bezug auf Nebenwirkungen aufzuspüren

  • Personalisierte Medizin, für deren Entwicklung auch genetische Informationen herangezogen werden, um auf individuelle Gegebenheiten, familiäre Disposition oder ethnische Besonderheiten eingehen zu können.

Informatik und große administrative Datenbanken ermöglichen es somit, neue Muster bei der Entstehung von Nebenwirkungen aufzuspüren. Im Labor und in epidemologischen Studien kann überprüft werden, ob und wie sich Risiken ergeben.” erklärt Michael Rieder, Professor für klinische Pharmakologie an der Universität von West Ontario, Kanada, einer der Autoren des Studienberichts. „Diese Innovationen eröffnen ein großes Potential, um Nebenwirkungen zu identifizieren, zu behandeln und hoffentlich auch bald verhindern zu können.“

 

 

Kein Zusammenhang zwischen Epilepsie bei Kindern und späteren psychischen Erkrankungen

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Jahrzehntelang studierten Experten die möglichen Zusammenhänge zwischen kindlicher Epilepsie und verschiedenen Verhaltensstörungen und psychischen Erkrankungen. Einige verfolgten die Hypothese, dass ein breites Spektrum von Funktionsstörungen im Gehirn mit der frühen Epilepsie in Korrelation gebracht werden könnte.

Eine neue Studie an jungen Erwachsenen förderte jedoch keine greifbare oder anhaltende Verbindung zwischen kindlicher Epilepsie und psychiatrischen Befunden oder Selbstmordtendenzen zu Tage. An der Studie beteiligt waren 257 junge Erwachsene mit kindlichen epileptischen Anfallsleiden. Man hatte ihren Lebenslauf nach dem Einsetzen der Epilepsie etwa 15 Jahre zuvor. Auch 134 Verwandte waren in die Beobachtung mit einbezogen worden.

“Nach unserem Wissen ist dies die erste Studie dieser Art über kindliche epileptische Anfallsleiden, bei der die Lebenszeit und die aktuellen psychiatrischen Befunde auch über die Kindheit hinaus untersucht und ermittelt wurden“, berichtet Dr. Anne Berg, leitende Autorin der vorliegenden Studie.

Untersucht hatte man neurotypische Epilepsie-Fälle – explizit keine Fälle, in denen etwa Gehirnverletzungen die Anfälle ausgelöst hatten. Zwei Kontrollgruppen waren mit einbezogen worden. Die Untersuchung wurde auf Basis von Diagnosen und Fragebögen durchgeführt. Dabei widmete man sich der Gesundheitsentwicklung über die 15 Beobachtungsjahre und die aktuelle Ermittlung mentaler Störungen.

Eine erhöhte Neigung zu Angstneurosen oder Selbstmordtendenzen bei der untersuchten Erwachsenengruppe mit kindlicher Epilepsie ließ sich in keinem Fall nachweisen.

 

Vaginalring aus Silikon: Schutz vor HIV und Herpes

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Erst kürzlich stellte man auf der 55. Interdisziplinären Konferenz über Antimikrobielle Heilmittel und Chemotherapie (IAAC/ICC) in San Diego, Kalifornien, ein neues Instrument vor. Es ist in der Lage, Medikamente an den Körper abzugeben, die sowohl gegen das HIV-Virus als auch gegen Herpes wirken.

Dabei handelt es sich um einen Silikonring, der in die Vagina eingeführt wird. Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Erfindung vor allem wirtschaftlich benachteiligten Frauen Schutz gewährt.

Der Vaginalring aus Silikon gibt wasserlösliche Moleküle wie Tenofovir ab, ein Präparat, das auf den aktivsten und häufigsten Erregerstamm des Humanen Immundefizienz Virus (HIV) anspricht, HIV-1. Zusätzlich wird auch Acylovir abgegeben, das den Herpes-Virus blockiert. Die Erfinder hoffen, dass der Vaginalring insbesondere stark gefährdete Frauen vor allem vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützen kann.

Entwickelt wurde das System an der Universität Jean Monnet in Saint Etienne, Frankreich, in Zusammenarbeit eines ganzen Teams von Virologen, Chemikern und einem Silikon-Ingenieur, der das Gerät entwarf, mit dem der Ring hergestellt wird.

Das Konzept der kontrollierten Freigabe aus polymeren Materialien existiert bereits seit den 1960er Jahren. Angewendet wurde es bereits erfolgreich für langfristig wirkende Steroide gegen Wechseljahresbeschwerden und zur Verhütung. Die Durchlässigkeit für medizinische Substanzen war ein wichtiger Punkt bei der Herstellung eines solchen Vaginalringes.

Die Schwierigkeit dabei ist, dass das Silikon ein wasserabweisender Stoff ist. Man umging das Problem, indem ein wasserbindender Bestandteil mit ins Silikon gemischt wurde – dieser erlaubt es, den medizinischen Präparaten aus ihren Reservoiren nach außen zu gelangen.

Die Ringe können Konzentrationen von zwischen 1,5 und 3,5 Milligramm Acylovir und drei bis fünf Milligramm Tenofovir pro Tag absondern, für eine Dauer von bis zu 50 Tagen insgesamt.

Mit dieser Dosierung lassen sich Infektionen mit HIV-1, Hepatitis B und Genital-Herpes abwehren. Der Ring beweist einmal mehr die Fähigkeit des Silikons, die wasserlöslichen Virostatika über längere Zeit in ausreichender Konzentration zu speichern und wohldosiert abzugeben.

Momentan wird geplant, die Vaginalringe im klinischen Test zu erproben. Bei Erfolg sollen sie in großer Zahl und zu sehr niedrigen Kosten produziert werden können.

Der Kostenfaktor spielt eine große Rolle, wenn man die Zielgruppe vor Augen hat: In Ländern mit niedrigem Einkommen rangieren sexuell übertragbare Virusinfektionen bei Frauen sehr weit oben. Die meisten werden schon sehr früh in ihrem sexuellen Leben damit konfrontiert, Männer infizieren sich im Durchschnitt erst sieben bis zehn Jahre später. „Für Frauen ist es bislang beinahe unmöglich, sich entsprechend zu schützen“, berichtet die Autorin der Studie über die Entwicklung des Vaginalrings, Meriam Memmi. „Die Benutzung von Kondomen setzt die Kooperation des Mannes voraus. Über die Verwendung der Vaginalringe entscheidet die Frau.“