Schüssler Salz Nr. 1 Calcium Fluoratum

Schüssler Salz Nr. 1 Calcium Fluoratum

Das Schüssler Salz Nr. 1 kommt als Fluorid oder Flussspat in der Natur vor. Für industrielle Zwecke wird es gezielt abgebaut, in reiner Form ist es nur nach einer chemischen Aufbereitung verfügbar.

Es ist nur schwer bis gar nicht wasserlöslich und trägt daher keinesfalls zur Diskussion um gefährliches Fluorid bei – das für sich genommen bekanntlich die Neigung zu Karies herabsetzt.Calcium dagegen wird, zusammen mit Phosphat und Vitamin D, für den Aufbau und die Gesunderhaltung des Skeletts benötigt.

Die Verbindung Calcium Fluoratum wird überwiegend in der Potenz D12 verwendet. Das bedeutet ein Verhältnis 1:1012 zwischen der reinen Substanz und dem Verdünnungsmittel, im Regelfalle Milchzucker. Bei den Potenzen D6 bis D24 etwa sind immer noch Anteile der Ausgangssubstanz nachweisbar

Zugeordnet wird das Schüssler Salz Nr. 1 der Stabilität und Elastizität des Gewebes, sei es im Skelett, im Zahnschmelz, in Sehnen und Bändern oder umhüllenden Strukturen wie Haut, Bindegewebe oder den Wänden von Blutgefäßen. Nachgewiesen wurde Calziumfluorid bereits im 19. Jahrhundert von mehreren Wissenschaftlern in allen genannten Gewebe- und Haltestrukturen des menschlichen Körpers.

Eine Funktion ist dabei besonders hervorzuheben: Calcium Fluoratum hilft, das Keratin zu binden, eine Gruppe von Fasern bildenden Strukturproteinen, die besonders in der Haut, in Nägeln und Haaren zu finden sind.

Eingesetzt wird das Mineralsalz Calcium Fluoratum beispielsweise bei der unterstützenden Behandlung von

  • Narben
  • Karies
  • vielen Bänder- und Sehnenschwächen oder –defekten
  • Muskelverkrampfungen und –Verhärtungen
  • Überbeinen, Arthrose
  • Instabilen Gefäßwänden – die sich etwa durch Krampfadern oder Besenreißer bemerkbar machen
  • Vielen Hautproblemen und -erkrankungen wie Ekzemen, verfrühter Hautalterung, Schwangerschaftsstreifen
  • Verhärtungen von Drüsen oder Lymphknoten
  • Knochen- und Zahnerkrankungen

Dabei wird die Nr. 1 entsprechend mit anderen Salzen kombiniert, je nach Problemlage.

  • bei Erkrankungen, die die Knochen betreffen, mit Calcium Phosphoricum (Nr. 2)
  • bei Arthrose oder Sehnenerkrankungen mit Silicea (Nr. 11)
  • bei Muskelverspannungen oder –verhärtungen mit Nr. 7, Magnesium Phosporicum.

Erwähnung finden sollten in diesem Zusammenhang auch die Schüssler Salben, die die gleichen Mineralsalze enthalten wie die Tabletten und ihre Wirkung durch die Haut entfalten.

Unterstützend bei einer Diät beispielsweise können die Schüssler Salben Nr. 1 und Nr. 11 angewendet werden: Sie helfen, indem sie überdehnte Hautpartien wieder elastisch machen und straffen. Die Salben sollten bis zu dreimal täglich aufgetragen werden. Auch Umschläge damit sind empfehlenswert. Bei der Anwendung im Bereich Bänder, Sehnen und Gelenke wurde zuweilen die sogenannte „Erstverschlechterung“ beobachtet, die auch der homöopathische Behandler kennt.

Einige Anhaltspunkte für die richte Anwendung liefern etwa die Merkmale aus Schüsslers „Antlitzanalyse“:

  • geplatzte Äderchen und Besenreiser
  • übermäßig oder auffallend glänzende Haut
  • schuppige oder rissige Haut im Gesicht oder an den Händen
  • chronische Zahnfleischerkrankungen, Zahnfleischschwund, Parodontose

Schüssler selbst notierte keine sogenannten Modalitäten für die Anwendung der Nr. 1. Grundsätzlich ergab die Erfahrung einen Hinweis auf die Wirksamkeit der Nr. 1 immer dann, wenn Beschwerden sich bei Wärme bessern, bei feucht-kaltem Wetter dagegen verschlimmern.

Umstritten, wenn auch höchst interessant ist die Zuweisung des Salzes zu bestimmten wesenstypischen Eigenschaften. Diese führen nach Ansicht einiger Heilbehandler einen erhöhten Verbrauch von Calcium Fluoratum und damit mögliche Mangelerscheinungen auf folgende Umstände zurück:

Mangelnde Flexibilität und Anpassungsfähigkeit oder im Gegenteil, die Unfähigkeit, sich gegen Forderungen von außen in gesunder Weise abzugrenzen, sich von schädlichen Einflüssen zu trennen oder sich davor zu schützen, oder die Neigung, sich allzu übertrieben an Lebensumstände oder gesellschaftliche Forderungen anzupassen, die dem Individuum nicht wirklich gut tun.

Zusammengefasst bedeutet dies, dass Calcium Fluoratum auch helfen könnte, eine jeweils zu durchlässige oder zu verhärtete „Seelenhülle“ samt den damit einhergehenden psychischen oder physischen Beschwerden unterstützend zu behandeln.