Aroniasaft Wirkung

Aroniasaft Wirkung - Welche ist zu erwarten?

Die Beeren der heckenartigen Aronia Pflanze bildet die Grundlage des Aroniasaftes. Dieser findet sich nicht nur aufgrund seines äußerst bekömmlichen, leicht herben Geschmacks in den Regeln hiesiger Reformhäuser und Getränkemärkte. Vielmehr sind es die zahlreichen, gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe und deren Wirkung auf unseren Organismus, die für die steigenden Absatzzahlen dieses flüssigen Naturprodukts verantwortlich sind.

Da es in der breiten Bevölkerung ebenso unwahre Heilsgeschichten wie unbegründete Bedenken bezüglich der Wirkung des Aroniasaftes gibt, möchten wir Ihnen im Folgenden die Wirkungsweisen, welche durch medizinische Studien belegt wurden, näher bringen.

 

Wirkung #1: Aroniasaft fördert die Blutbildung

Unser Blut setzt sich im Wesentlichen aus den roten Blutkörperchen (Erythrozyten), den weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und den Blutplättchen zusammen. Liegt eine dieser Molekülgruppen nicht im ausreichenden Maße vor, so kann dies zu schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Wunden können sich nicht mehr schließen, das Immunsystem ist entmachtet und die Blutbildung gehemmt. Insbesondere die Blutbildungsstörung kann binnen weniger Stunden einen tödlichen Verlauf nehmen, das toxische Stoffwechselprodukte nichtmehr aus der Blutbahn geschwemmt werden können, was schlussendlich in einer handfesten Blutvergiftung mündet.

Die Wirkung des Aroniasaftes besteht nun genau darin, diesem Horrorszenario vorzubeugen. Denn die hohe Dosis an gelösten Eisen-Ionen im Aroniabeerensaft sorgt für eine stetige Blutneubildung und sie fördert insbesondere die Synthese der Erythrozyten. Um diesen positiven Effekt sicher zu stellen, reicht übrigens bereits ein großer Schluck Aroniasaft pro Tag.

Wirkung #2: Aronia hilft bei Erkältungen, Grippe und Bronchitis

Durch die wahre Fülle an Vitaminen und Spurenelementen kann das körpereigene Immunsystem viel effektiver auf Verbrecherjagd, in unserem Fall auf Bakterienjagd, gehen. Denn diese Mikronährstoffe aktivieren sogenannte Fresszellen, die in den Zellen und vor allem in der Blutbahn gezielt nach schädlichen Mikroorganismen Ausschau halten und diese bei Kontakt sofort eliminieren.

Außerdem werden die klassischen Erkältungssymptome wie Husten, Heißerkeit und Schnupfen abgemildert. Jedoch darf die Wirkung des Aroniasafts in diesem Zusammenhang nicht überschätzt werden – liegt ein ausgewachsener, fiebriger Infekt vor, so reicht der reine Konsum von gepressten Aroniabeeren möglicherweise nicht mehr aus. In solchen Situationen gilt es unverzüglich einen Hausarzt aufzusuchen, um mit diesem die weitere Therapie zu besprechen.

Wirkung #3: Aroniasaft reguliert den Blutzucker

Wahrscheinlich den größten Nutzen können Diabetiker aus dem regelmäßigen Genuss der Aroniabeerensaftes ziehen. Diabetes mellitus ist eine der großen Volkskrankheiten unserer Zeit, von der alleine in Deutschland einige Millionen Menschen betroffen sind. Um das Krankheitsbild kurz zu umreißen: Bei Diabetes liegt aus unterschiedlichen Ursachen eine Insulinresistenz vor, so dass der Blutzucker nicht mehr aus dem Blut in die Zellen befördert wird. Unbehandelt kann ein zu hoher Blutzucker innerhalb weniger Minuten zu einem lebensgefährlichen, glykämischen Schock führen, der sich in einem Koma-ähnlichen Zustand äußert.

Daher ist es für Diabetiker essentiell, dass sie ihren Blutzucker stets auf einem stabilen Niveau halten. Und genau hier kommt die Aroniasaft Wirkung ins Spiel. Denn die enthaltenen Anthocyane bewirken, dass der Blutzuckerspiegel auf einem gut verträglichen Level stabilisiert wird. Darüber hinaus besitzt Aronia selbst kaum Kohlenhydrate, die den positiven Effekt der Anthocyane untergraben würden. Folglich handelt es sich beim Aroniasaft um ein ideales Getränk für Zuckerkranke. Allerdings muss der Konsum zwingend mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden, da die Wirkung von zeitgleich eingenommenen, blutzuckerwirksamen Medikamenten über das Maß hinaus verstärkt werden könnte.

Wirkung #4: Aroniasaft als Krebsprophylaxe

Was wohl die Wenigsten vermuten würden, ist die Tatsache, dass Aroniasaft tatsächlich die Bildung von Tumoren unterbinden kann. Grund hierfür sind die Antioxidantien, welche hochkonzentriert im Aroniasaft vorkommen. Diese Moleküle wirken als sogenannte Radikalfänger und binden hochreaktive Teilchen, ehe sie zelluläres Gewebe beschädigen oder gar eine Mutation im Erbgut veranlassen. Allerdings handelt es sich bei den zahlreichen Geschichten, in denen der rote Aroniasaft die Heilung von Krebspatienten bewirkt haben soll, leider nur um Märchen.