Ginseng Wirkung – Wogegen er wirklich hilft!

Ginseng Wirkung – Wogegen er wirklich hilft!

Seit über 2000 Jahren sind die Wurzeln des Panax Ginseng als effektives Heilmittel gegen zahlreiche Krankheitssymptome bekannt. Doch um die Wirkungsweise dieser natürlichen Wunderknollen zu verstehen, müssen wir uns kurz die inhaltlichen Substanzen auf biochemischer Ebene vergegenwärtigen.

Das alles steckt in den Wurzeln des Ginsengs

Nach heutigem Stand der Wissenschaft besitzen die knolligen Wurzeln der schmächtigen Ginseng-Pflanze folgende, medizinisch wirksame Inhaltsstoffe:

  • Ginsenoide
  • Polyacetylene
  • Peptidoglykane
  • Phytosterole
  • Ätherische Öle

Hierbei sind sowohl was ihre Seltenheit als auch was ihre besondere Wirkungsweise angeht die Ginsenoide hervorzuheben. Denn dabei handelt es sich um sogenannte sekundäre Pflanzenwirkstoffe, welche ausschließlich in den Pflanzen der kleinen Ginseng-Familie vorkommen. Der Ginsenoid-Gehalt der Wurzeln steigt dabei mit zunehmendem Alter der Pflanze massiv an, weshalb die älteren Wurzeln auch mitunter zu horrenden Preisen über die Ladentheken dieser Welt wandern.

So wirken die Inhaltsstoffe im menschlichen Körper

Prinzipiell haben die Wirkstoffe des Panax Ginseng eine eher aufputschende Wirkung, ohne dabei Koffein oder Taurin zu besitzen. Somit wird insbesondere in der asiatischen Medizin gerade bei Müdigkeit und Schwächeanfälle ein bitterer Ginseng-Tee verschrieben, der die Trägheit aus den Körpern vertreiben soll.

Ganz konkret helfen die Ginsenoide beim Senken des Blutzuckerspiegels, weshalb Ginseng-Tabletten gerne Diabetes Typ II Patienten verschrieben werden. Jedoch darf hier in keinem Fall eine Selbstmedikation erfolgen, da sonst die Gefahr des Unterzuckers und damit auch der plötzlichen Ohnmacht droht.

Die Phytosterole tragen gemeinsam mit dem bunten Mix an ätherischen Ölen dazu bei, dass lästiger Mundgeruch endlich verschwindet. Dies erreichen die Inhaltsstoffe, in dem sie den Mund- und Rachenraum von bakteriellen Erregern säubern und zudem die Magenschleimhaut beruhigen. Denn oftmals sitzen die ursächlichen Geruchsbildner gar nicht direkt im Mund, sondern befinden sich tief im Magen-Darm-Trakt und werden durch leichtes, häufig unbemerktes Sodbrennen über die Speiseröhre in den Rachenraum befördert. Wer also einen beruhigten, gesunden Magen in sich trägt, braucht sich in aller Regel nicht mit unangenehmen Mundgeruch plagen.

Das wahrscheinlich häufigste Einsatzgebiet des roten Ginsengs liegt im Bereich der Infekt-Therapie. Haben Bakterien und/oder Viren den menschlichen Organismus befallen, so sorgen die Pflanzenwirkstoffe für eine rasche Stärkung des Immunsystems sowie der Aufrechterhaltung der Schleimhäute im nasalen sowie oralen Bereich. So haben es die Erreger ungleich schwerer, sich im Körper zu reproduzieren und können häufig schon in wenigen Tagen ohne Rückstände ausgestoßen werden. 

Gesund für Geist und Körper

Nicht nur auf physischer Ebene können die inhaltlichen Komponenten des Ginsengs eine Menge bewirken. So haben erst neulich medizinische Studien belegt, dass auch bei leichten Depressionen die gezielte Gabe von Ginseng-Konzentrat als Stimmungsaufheller eingesetzt werden können. Allerdings ist die Wirkung bei einer bereits fortgeschrittenen, psychischen Erkrankung nicht stark genug, um die klassische Medizin zu ersetzen.

Nebenwirkungen sind selten

Da es sich bei Ginseng um ein reines Naturprodukt handelt, sind negative Begleiterscheinungen äußerst selten. Wie jedes pflanzliche Erzeugnis, so kann auch der Ginseng Allergien auslösen, welche sich meist in einem Kratzen im Hals oder in leichten Hautausschlägen offenbaren.

Schwerwiegender sind die Nebenwirkungen bei Personen, die neben Ginseng-Tabletten zeitgleich Blutverdünner oder blutzuckersenkende Medikamente zu sich nehmen. Hier gilt es, sich vorab beim Hausarzt zu informieren, um kein Risiko einzugehen.