Mate Tee – Koffein in welcher Menge enthalten?

Mate Tee – Koffein in welcher Menge enthalten?

Das Südamerikanische Kultgetränk Mate steckt nicht nur voller Aromen und pharmazeutischer Wirkstoffe, sondern es weist auch einen gehörigen Koffein-Gehalt auf. Mitunter deshalb wird das Heißgetränk auch in Deutschland immer beliebter, da es eine Abwechslung zu Energy Drinks und Kaffee bietet.

Was ist Koffein eigentlich?

Um die genaue Wirkungsweise und die Unterschiede zwischen Mate Tee und anderen aufputschenden Getränken zu verstehen, sollten wir uns Koffein als Biomolekül einmal genauer ansehen.

Koffein ist etwas ganz natürliches, das bereits in rund 120 unterschiedlichen Gewächsen nachgewiesen wurde. Ein Gewächs, in dem besonders viel Koffein vorkommt, ist der Mate-Strauch. Und genau dieser bildet in getrockneter sowie stark zerkleinerter Form ja auch die Grundlage für jeden Mate-Tee.

Chemisch betrachtet wird Koffein zu den Methylxanthinen gezählt, deren häufigste Trägerstoffe Kaffe, Cola und Kakao sind. Auch als pharmazeutisches Präparat wird Koffein zur Therapie von Asthma und anderen Erkrankungen seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt.

Im Übrigen wird die klassische Koffeinwirkung wie wir sie kennen (Erhöhung des Pulses, Aufmerksamkeitsverstärkung, Transpiration) durch sogenannte Additive wie Theophyllin und Theobromin zusätzlich verstärkt.

So viel Koffein steckt wirklich im Mate Tee

Wie neulich erst wissenschaftliche Studien belegen konnten, ist der Koffeingehalt eines Mate-Tees bei weitem nicht so hoch, wie man aufgrund der muntermachenden Wirkung vielleicht meinen mag. Vielmehr ist ein weiterer Stoff, der sich Matein nennt, für die Rolle des Mate-Tees als „Muntermacher Nummer 1“ verantwortlich. Matein gehört zu den Alkaloiden, einer der größten Gruppen an pflanzlichen Wirkstoffen, und ist in seiner aufputschenden Wirkung stärker einzuschätzen als das herkömmliche Koffein.

Vergleich: Kaffee vs. Mate-Tee

Natürlich ist es nun sehr interessant zu erfahren, was nun eigentlich mehr Koffein enthält – Kaffee oder Mate? Um hier nicht endlos mit Zahlen zu jonglieren, verraten wir Ihnen einfache direkt das Ergebnis: Mate-Tee hat mit 80mg etwa genauso viel Koffein wie ein schwacher Kaffe. Doch wie bereits erwähnt, sind es andere Inhaltsstoffe, welche die Wirkung des Mate-Tees subjektive deutlich intensiver erscheinen lässt als jene des herkömmlichen Kaffees.

Mate Tee und hoher Blutdruck – passt das zusammen?

Hoher Blutdruck gehört in unserer Gesellschaft zu einer klassischen Volkskrankheit – etwa jede dritte Person in Deutschland über 30 Jahre hat einen erhöhten Blutdruck. Mangelnde Bewegung, falsche Ernährungsweisen sowie ein allgemein ungesunder Lebensstil und Vorerkrankungen können die Ursachen für dieses tückische Symptom sein. Wer nun aber einen zu hohen Blutdruck besitzt und trotzdem ab und an einen Mate Tee genießen möchte, darf unbesorgt sein.

Denn Mate-Extrakte sorgen für eine Entspannung des Blutgefäßsystems und wirken einem zu hohen Druck sogar entgegen! Allerdings besteht diese positive Wirkung nur bei gelegentlichem Genuss – ein beständiger Konsum mehrmals täglich, wie er von einigen Bewohnern Südamerikas praktiziert wird, ist aus medizinischer Sicht nicht empfehlenswert.

Mate Tee und Krebs

Zwar ist der hohe Koffeingehalt, wie wir nun gesehen haben, kein Problem für unsere Gesundheit. Leider beinhaltet Mate-Tee allerdings eine hohe Dosis an cyclischen Kohlenwasserstoffen, welche nachweislich cancerogen sind – also die Bildung von Tumoren fördern. Speziell heißer Mate Tee kann das Risiko auf Speiseröhrenkrebs drastisch erhöhen! Dieser Gefahr sollte man sich bewusst sein und den Genuss dieses wohlschmeckenden Aufgussgetränks wohl dosieren – der eben doch wieder auf den guten alten Kaffee zurückgreifen.