Mate Tee – Zubereitung erfolgt wie folgt!

Mate Tee – Zubereitung erfolgt wie folgt!

Schon längst gilt Mate Tee auch außerhalb des panamerikanischen Kontinents als ebenso gesundes wie schmackhaftes Heißgetränk. Das Besondere dabei ist allerdings, dass sich die Inhaltsstoffe sowie die Zubereitung über die letzten 2.000 Jahre kein bisschen verändert haben. Auch an seiner Popularität hat der Mate Tee nichts eingebüßt: Laut einer repräsentativen Umfrage gaben über 80% aller Südamerikaner an, mindestens einmal pro Woche einen Mate Tee zu sich zu nehmen, viele von ihnen sogar täglich!

Dank seiner gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe und dem ganz eigenen, leicht bitteren Geschmack weckt das Aufgussgetränk auch das Interesse von europäischen Teegenießern. Manchenorts hat der Mate Tee aufgrund seines hohen Koffein-Gehalts sogar bereits die populäre Cola als ‚flüssigen Muntermacher Nummer 1‘ abgelöst.

Ohne Mate Blätter keinen Tee

Bevor es an die Zubereitung des argentinischen Nationalgetränkes geht, müssen erst die pflanzlichen Bestandteile herangeschafft werden – die großen Blätter des Mate-Strauches.

Dabei gibt es prinzipiell zwei unterschiedliche Herangehensweisen, um an die kostbaren Blätter zu gelangen: Entweder man begibt sich in die Wälder Südamerikas und pflückt das Blattwerk von wild lebenden Sträuchern, oder aber man kultiviert die Mate-Sträucher auf riesigen Anlagen, um sie nach einigen Jahren zu entlauben. Doch aufgrund der gehobenen Ansprüche der Mate-Pflanze an Bodenbeschaffenheit, Temperatur und Luftfeuchtigkeit gestaltet sich letzteres als äußerst mühselig und langwierig. Zahlreiche Missernten haben in den letzten Jahren etlichen Landwirten und Plantagenbesitzern stark zugesetzt. Eine optimale und dauerhaft rentable Methode für den künstlichen Anbau scheint bis heute noch nicht gefunden worden zu sein.

Wenn man es dennoch geschafft hat und die wertvollen Mate-Blätter in Händen hält, müssen diese anschließend in mehreren Schritten fermentiert und getrocknet werden. Der damit einher gehende Entzug jeglicher Feuchtigkeit dient der deutlich längeren Haltbarkeit und wirkt dem physikalischen Effekt entgegen, dass die Inhaltsstoffe beim Übertritt in die Gasphase abhandenkommen.

Mate Zubereitung – Eine südamerikanische Tradition

Die eigentliche Zubereitung startet mit dem Einfüllen der Yerba (so werden die getrockneten Mate-Blätter bezeichnet) in die Kalebasse. Letzteres ist ein rundliches Trinkgefäß, welches aus den Stilenden von Flaschenkürbissen gefertigt wird.

Im nächsten Schritt legt man einen Strohhalm (Bombilla) aus Aluminium oder Bambus in die Kalebasse. Das Besondere an diesem Trinkrohr ist ein Sieb am unteren Ende. Das hat den Hintergrund, dass die freischwimmenden Yerba-Reste nicht mit eingesaugt werden sollen.

Anschließend wird heißes Wasser mit einer Temperatur von 70 bis 95 Grad Celsius langsam in die Kalebasse gefüllt. Hierbei muss besonders vorsichtig vorgegangen werden, um die Mate-Blätter nicht zu stark aufzuwirbeln. Denn sonst würde sie allesamt nur auf der Oberfläche schwimmen und könnten nicht mehr ihre gesamten Wirkstoffe an das Wasser abgeben.

Ist die Kalebasse leergetrunken, so kann sie erneut mit heißem Wasser aufgegossen werden. Das geht dann so lange, bis alle Wirk- und Geschmackstoffe der Mate-Blätter ausgeschwemmt sind. Erkennen können Sie das daran, dass sich keinerlei Luftbläschen mehr beim Aufgießen bilden.

Alternativen

Traditionell wird Mate ganz ohne Zusatzstoffe serviert. Doch um den zugegebenermaßen bitteren Geschmack auch für Touristen attraktiver zu gestalten, findet man heute in vielen Kalebassen auch Süßstoffe wie Stevia oder Honig. In Europa wird Mate auch gerne mit Fruchtsäften vermischt.