Nur bei Durst trinken soll Gesundheitsrisiken reduzieren

Nur bei Durst trinken soll Gesundheitsrisiken reduzieren

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Nur bei Durst trinken soll Gesundheitsrisiken reduzieren

Ein guter Flüssigkeitshaushalt im Körper ist wichtig, doch zu viel trinken kann gefährlich sein und in Ausnahmefällen sogar zum Tod führen. Ein Expertenteam hat neue Leitfäden veröffentlicht, um den tödlichen Überkonsum an Flüssigkeiten  zu vermeiden. Daher sollen vor allem Sportler nur dann trinken, wenn sie wirklich durstig sind.

Zu viel Wasser oder Sportgetränke können zu einer schweren Erkrankung führen. Die Nieren sind dann nicht mehr in der Lage die hohe Menge an Flüssigkeit zu verarbeiten und auszuscheiden. Dabei wird im Körper das Natrium stark verdünnt, was zu gefährlichen Schwellungen der Zellen führen kann.

Einfache Symptome der so genannten EAH sind Schwindel, Übelkeit und Schwellungen. In schweren Fällen kann es zu Verwirrung, Krämpfen, Koma oder sogar zum Tod kommen. Aktuell, berichtet die Studie, seien ungefähr 14 Sportler an dieser Erkrankung verstorben. Nicht nur anstrengende Sportarten sind dabei betroffen, sondern auch Sportler die Yoga ausüben, können daran erkranken. Die Empfehlung hierbei lautet, dass es ein einfaches Mittel gegen diese Krankheit gibt: Folgen Sie einfach Ihrem natürlichen Durstgefühl.

Der natürliche Durst sorgt dafür, dass der Körper weder überhydriert, noch dass er dehydriert. Es sollte stets ein gutes Mittelmaß gefunden werden. Bei heißen Temperaturen wird empfohlen mehr zu trinken als sonst, da durch das Schwitzen mehr Flüssigkeit vom Körper verbraucht wird. So können Hitzekrämpfe oder ein Hitzschlag vermieden werden.

Dabei sollte konsequent auf das Durstgefühl gehört werden, damit der Körper ausreichend, aber nicht viel zu viel Flüssigkeit erhält.

Trinken ohne Durst kann katastrophale Auswirkungen haben

Laut Dr. Winger kann eine leichte Dehydrierung bei Sportlern toleriert werden. Viele Athleten verlieren bis zu 3% ihres Körpergewichtes während der Ausübung des Sportes, ohne dass dies ihre Leistung beeinträchtigen würde.

Doch genau diese ungenauen Aussagen können dazu führen, dass gefährliche Verhaltensweisen umgesetzt werden. Zumindest kann keine pauschale Empfehlung ausgesprochen werden. Jeder sollte auf seinen Körper hören, aber nicht der weitverbreiteten Meinung folgen, dass man mit dem Trinken nicht warten sollte, bis man durstig ist. Der Körper signalisiert genau, wann er etwas benötigt und so sollten sich Sportler auf diese Signale sensibilisieren. Bei schweren Fällen der EAH kann eine Kochsalzlösung helfen, um lebensbedrohliche Zustände zu behandeln.

Das Expertenteam hat es sich zum Ziel gesetzt, dass kein Sportler mehr an den Folgen der EAH sterben soll. Dabei wird erforscht, welche langfristigen gesundheitlichen Probleme sich bei einem übermäßigen Trinkverhalten ergeben können, und wie EAH konkret behandelt werden kann. Des Weiteren werden Ideen und Konzepte entwickelt, um EAH vorzubeugen.

 

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