In der Rückenmarkflüssigkeit befindet sich die Information zu Alzheimer

In der Rückenmarkflüssigkeit befindet sich die Information zu Alzheimer

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In der Rückenmarksflüssigkeit befindet sich die Information zu Alzheimer

Veränderungen in der Rückenmarkflüssigkeit, in den mittleren Lebensjahren, kann voraussagen, ob der Mensch ein Risiko zur Entwicklung Alzheimer in sich trägt. So könnten diese Personen bereits nach der Erkennung behandelt werden.

Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Washington University in St. Louis. Senior-Autor Anne Fagan, Professor für Neurologie sagt hierzu:

Es ist zu früh, um diese Biomarker zu verwenden, denn wir können noch nicht definitiv sagen, ob einzelne Personen an Alzheimer erkranken werden. Aber wir arbeiten darauf hin!

 

Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz. Dabei wird nach und nach ein Teil des Gehirns zerstört, sodass ein Gedächtnisverlust sich nach und nach aufbaut. Schließlich ist es irgendwann nicht einmal mehr möglich ein Gespräch zu führen oder unabhängig zu leben.

Auch jüngere Menschen können diese Krankheitsform bereits entwickeln, doch in der Regel treten die ersten Symptome ab dem 60. Lebensjahr auf. Das Risiko an der Krankheit zu leiden steigt mit dem Alter an.

Wissenschaftler können nicht genau definieren, wie es zu Alzheimer kommt, aber es wird vermutet, dass es mit einem Prozess der Proteine im Gehirn zusammenhängt, bei denen Ablagerungen und Verklumpungen auftreten.

 

Laut des Centers for Disease Control and Prevention leiden rund 5 Millionen Amerikaner an Alzheimer.

Für die Studie wurden über 10 Jahre Daten von 169 Menschen gesammelt. Diese lagen im Altersbereich zwischen 45 und 75 und waren kognitiv gesund. Die Probanden wurden in drei Altersgruppen eingeteilt: Alter von 45 – 54 Jahre, 55 – 64 Jahre und 65 – 74 Jahre.

 

Biomarker Auswertung

Jeder Teilnehmer unterzog sich mindestens zwei klinischen Untersuchungen während der Studiendauer. Dazu gehörten auch Gehirn-Scans und Analyse von Biomarkern sowie die Einschätzung der kognitiven Funktionen. Frühere Studien verbanden mit Alzheimer bereits die Daten der Biomarker. Bei Menschen im mittleren Alter können diese aufschlussreiche Informationen über ein potentielles Alzheimerrisiko geben. Durch die Biomarkeranalyse wurde festgestellt, dass im Rückenmark wichtige Informationen hierzu zu finden sind. Das Sinken des Beta-Amyloid-42 sintk ab dem 45. Lebensjahr. Dieser Prozess dauert bis ca. zum 54 Lebensjahr an und bietet Aufschluss darüber, ob später Alzheimer entstehen kann. Daher schließen die Forscher daraus, dass eine Erkennung des Alzheimerpotentials ab der mittleren Lebensphase möglich ist.

Alzheimer ist ein langer Prozess, und das heißt, wir müssen die Menschen eine lange Zeit beobachten, um Einblick in diesen Prozess zu erhalten.

Mittlerweile wurde festgestellt, dass es eine Möglichkeit gibt, durch die „Reparatur“ der DNA, Alzheimer zu behandeln oder zu verhindern. Konkrete Behandlungsmethoden dieser Variante stehen jedoch noch nicht zur Verfügung.

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