Stubenhocker laufen Gefahr gemobbt zu werden

Stubenhocker laufen Gefahr gemobbt zu werden

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Stubenhocker laufen Gefahr gemobbt zu werden

 

Nach einer Studie, die im »Journal of Developmental & Behavioral Pediatrics« veröffentlicht wurde, laufen Stubenhocker die oft vorm Fernseher sitzen Gefahr später das Opfer von Mobbing zu werden. Untersucht wurde der Zusammenhang zwischen dem TV-Schauen im Alter von 29 Monaten und selbst berichteten Mobbing im Alter von 12 Jahren.

 

Wie Studienautorin Prof. Linda Pagani von der University of Montreal berichtet, ist es plausibel, dass frühe Lebensgewohnheiten mit wenig interaktiven Erlebnissen wie zum Beispiel TV-Konsum zu einem Defizit im sozialen Verhalten führen. Laut der American Academy of Pediatrics (AAP) sitzen Kinder in den USA durchschnittlich sieben Stunden vor Unterhaltungsmedien wie den Fernseher, Computer und anderen elektronischen Geräten. Ein übermäßiger Medienkonsum hätte zur Folge, dass die Aufmerksamkeit negativ beeinträchtigt würde, es zu Übergewicht und Schwierigkeiten in der Schule kommt.

 

Viele Umfragen fanden heraus, dass der Anteil der Kinder die mit 5 Monaten bereits irgendeine Form von Video konsumieren bei 40 Prozent liege und dieser Anteil bei Kindern ab zwei Jahren auf 90 Prozent steigen würde. Die Zeit die vor dem Bildschirm verbracht wird, ist Zeit die für eine Interaktion mit der Familie fehlt, wo Kinder den sozialen Umgang erlernen. Ein früher Fernsehkonsum führe Prof. Pagani zufolge dazu, dass Kinder Entwicklungsdefizite aufweisen und sie daher in der Schule leichter ein Mobbing-Opfer werden könnten. Wie Sie weiter ausführt, könne Fernsehen zu schlechten Blickkontakt-Gewohnheiten führen. Der Blickkontakt sei jedoch der Grundstein für soziale Interaktionen und Freundschaften.

 

Im Rahmen der Studie beobachteten Prof. Pagani und ihre Kollegen das Aufwachsen von 991 Mädchen und 1006 Jungen. Die TV-Sehgewohnheiten der teilnehmenden Kinder im Alter von 29 Monaten wurden von ihren Eltern berichtet. Über ihre Mobbing-Erfahrungen in der 6.Klasse berichteten die Kinder selbst. Die Forscher fanden einen engen Zusammenhang zwischen einem frühen TV-Konsum und späteren Mobbing.

 

Die AAP empfiehlt, dass Kinder und Jugendlich täglich maximal 1 bis 2 Stunden vor dem Fernseher und anderen elektronischen Medien verbringen sollten. Die konsumierten Medieninhalte sollten jedoch eine hohe Qualität haben und dem Alter angemessen sein. Die Wissenschaftler stellten zudem fest, dass Kinder die Hälfte eines Tages mit Grundbedürfnissen wie Schlafen und Essen verbringen. Die übrigen Stunden sollten in den Aufbau von Beziehungen und sinnvollen Aktivitäten wie Spielen investiert werden. Das Spielen würde die Kreativität der Kinder fördern und Eltern die Möglichkeit geben zu beobachten wie ihr Nachwuchs mit anderen sozial interagiert. Bestimmte soziale Verhaltensweisen könnten die Eltern dann fördern oder korrigieren.

 

Mobbing im Kindesalter kann langfristig die mentale Gesundheit gefährden und im schlimmsten Fall sogar Depressionen verursachen. Die Selbstachtung würde zudem niedrig ausfallen.

 

 

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