Hoher TV-Konsum und wenig Aktivität sind negativ für kognitive Fähigkeiten

Hoher TV-Konsum und wenig Aktivität sind negativ für kognitive Fähigkeiten

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Hoher TV-Konsum und wenig Aktivität sind negativ für kognitive Fähigkeiten

Nach einer aktuellen Studie des Northern California Institute of Research and Education (NCIR) führen ein starker TV-Konsum und zu wenig körperliche Aktivität im späteren Leben zu einer negativen Beeinträchtigung der kognitiven Fähigkeiten. Die Ergebnisse der Studie präsentierte die Studien-Mitautorin Tina Hoang auf der Alzheimer’s Association International Conference (AAIC) in Washington D.C. gemeinsam mit ihren Kollegen.

 

Laut den im Jahr 2008 verabschiedeten staatlichen Leitlinien der US-Regierung sollten Erwachsene im Alter von 18 bis 64 Jahren mindestens 150 Minuten lang aerob aktiv sein oder 75 Minuten intensiv pro Woche trainieren. Wie das CDC berichtet, erfüllt jedoch nur einer von fünf Erwachsenen diese Erfüllungen. Ein Mangel an körperlicher Aktivität und Bewegungsmangel können zu Übergewicht, Diabetes Typ 2 und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Die Forschung fand zudem heraus, dass ein solches Verhalten sich auch nachteilig auf die Hirnfunktionen auswirken kann. Körperliche Aktivität kann früheren Forschungen zufolge einem kognitiven Verfall und Demenz entgegenwirken. Hoang und Kollegen verweisen jedoch darauf, dass bisher nur wenig über die körperliche Aktivität im frühen Erwachsenenalter bekannt sei und wie sich dies im späteren Leben auf die Hirnfunktionen auswirke.

 

Im Rahmen der Studie wurden mehr als 3200 Personen zwischen 18 und 30 Jahren erfasst, die Teil der koronaren Herzrisikoentwicklung bei jungen Erwachsenen (CARDIA) Studie waren. In der Studie wurde hoher TV-Konsum mit über vier Stunden definiert und geringe körperliche Aktivität mit weniger als 300 Kalorien pro 50 Minuten Sitzung. Diese Definition bezieht sich auf drei TV-Sitzungen wöchentlich. Wenn Teilnehmer dieser Festlegung entsprachen und mehr als zwei Drittel der Assessments erfüllten, wurde dies langfristiges Muster genommen, welches hohen TV-Konsum und geringe körperliche Aktivität verbindet.

 

Am Ende der 25 Jahre dauernden Studie nahmen die Teilnehmer an Tests teil, die ihre kognitiven Fähigkeiten überprüften, inklusive Gedächtnis, exekutive Funktionen und Verarbeitungsgeschwinidgkeit. Von den Teilnehmern hatten 17 Prozent dem Langzeitmuster entsprechend eine geringe körperliche Aktivität über die 25 Jahre gerechnet und 11 Prozent dem langfristigen Muster entsprechenden hohen TV-Konsum. Bei drei Prozent wurden beide Langzeitmeister festgestellt.

 

Die Forscher stellten fest, dass ein hoher Fernsehkonsum und geringe körperliche Aktivität unter den Teilnehmern unabhängig voneinander mit deutlich schlechteren kognitiven Funktion in der Lebensmitte verbunden. Bei Patienten die beide Faktoren erfüllten, wurde eine zwei mal schlechtere kognitive Funktion in der Mitte des Lebens festgestellt.

 

Die Forschung zeigt, dass Alzheimer und andere Demenzerkrankungen sich über mehrere Jahrzehnte entwickeln. Eine Steigerung der körperlichen Aktivität und Verminderung des sesshaften Verhaltens beginnend im frühen Erwachsenenalter kann sich erheblich auf die Gesundheit auswirken.

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