Behandlung von Magengeschwüren durch Beseitigung von Bakterien könnte Magenkrebsrisiko senken

Behandlung von Magengeschwüren durch Beseitigung von Bakterien könnte Magenkrebsrisiko senken

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Behandlung von Magengeschwüren durch Beseitigung von Bakterien könnte Magenkrebsrisiko senken

Durch eine neue Studie wurde festgestellt, dass die Beseitigung des Bakteriums Helicobacter pylori gemeinsam mit einer kurzen Gabe von Antibiotika könnte bereits das Risiko von Magenkrebs senken.

Das Bakterium, das rund zwei Drittel der Bevölkerung in sich trägt, ist die Hauptursache für Magengeschwüre, doch bei den meisten Menschen verursacht es keine Symptome

„Die Ergebnisse dieser systematischen Überprüfung liefert einen zunehmenden Hinweise darauf, dass diese Methode das Potenzial besitzt, Magenkrebs zu verhindern“, sagt Co-Autor der Studie Dr. Paul Moayyedi, Professor für Medizin an der McMaster University in Hamilton, Kanada

Magenkrebs und Magengeschwüre gelten weltweit als die dritthäufigste Ursache für den Krebstod. Nach Angaben der American Cancer Society (ACS), sterben in den USA jährlich schätzungsweise 10.720 Menschen an diesem Form des Krebs. Obwohl dieser Krebs als eine der häufigsten Todesursachen weltweit gilt, hat sich die Zahl der Todesfälle aufgrund von Magenkrebs in den letzten Jahrzehnte kaum vermehrt. Einige Ärzte gehen davon aus, dass es einen Zusammenhang mit der steigenden Behandlung durch Antibiotika beim Menschen gibt, welches H.Pylori Bakterien abtöten kann.

Das Bakterium lässt sich leicht durch eine einwöchige Gabe des Antibiotikums bekämpfen. Außerdem kann es auch mit weiteren Präparaten kombiniert werden

Für die Beurteilung der Ergebnisse analysierten Forscher Studien, in der Patienten mindestens 1 Woche einer H. pylori-Therapie unterzogen wurden. Eine Gruppe erhielt dabei ein Placebo-Präparat, die andere Antibiotika. Darunter waren zwei Krebspatienten. Die Teilnehmer wurden über einen Zeitraum von 2 Jahren begutachtet. Zur Beurteilung wurden insgesamt 6 Studien verwendet, welche Daten von über 6.500 Teilnehmern zur Verfügung stellten.

 

Relevante Erkenntnisse für Länder mit hoher Magenkrebsrate

Die Forscher entdeckten, dass 1,6% der Teilnehmer, welche gegen H. pylori behandelt wurden, Magenkrebs entwickelten. In der Placebo Gruppe, welche keine Behandlung erhielt waren es 2,4%. Die Forscher sehen hier einen hohen Zusammenhang zwischen Behandlung und Krebs.

Die Verbindung könnte durch die Veränderungen der Ascorbinsäurekonzentrationen und des Niveaus von reaktivem Sauerstoff im Darm liegen. Da diese beiden Faktoren als Hauptauslöser von einer H. pylori-Infektion gelten. Nun sind weitere Forschungen nötig, um den Effekt klar zu definieren und dessen Auswirkungen zu überprüfen.

 

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