CDC warnt vor Genuss von Marihuana nach Tod eines Schülers

CDC warnt vor Genuss von Marihuana nach Tod eines Schülers

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CDC warnt vor Genuss von Marihuana nach Tod eines Schülers

Der Fall eines 19 Jahre alten Schülers, der von einem Balkon fiel nachdem er Marihuana-Kekse genossen hatte, hat das Center for Disease Control (CDC) dazu  veranlasst dies als Beispiel zu nehmen vor dem Verzehr von Marihuana und den damit verbundenen Gefahren zu warnen.

Die Marihuana-Einnahme über Kekse wurde als Hauptgrund für den Tod des Schülers festgestellt, der von einem Balkon aus dem vierten Stock eines Hotels in Colorado sprang und zwar nachdem er einen ganzen Keks gegessen hatte. Der Polizeibericht ging zunächst davon aus, dass der Verstorbene nur ein Stück des Kekses gegessen hatte, wie es die Verkäuferin der Kekse ihn empfohlen hatte. Er hatte jedoch noch nicht das Gefühl auf die Auswirkungen. Rund 30 bis 60 Minuten nach dem Essen aß der den Rest des Kekses.

In den nachfolgenden zwei Stunden wurde der Schüler immer feindseliger und sprach unberechenbarer. Etwa 2,5 Stunden nach dem Keks-Verzehr sprang der Mann vom Balkon in den Tod.

Die Autopsie fand 7,2 Nanogramm Tetrahydrocannabinol (THC) – die hochintensive Verbindung in Marihuana – pro Milliliter Blut im Körper des Verstorbenen. Der gesetzliche Grenzwert für THC liegt in Colorado bei 5,0 ng / mL.

 

Die psychoaktiven Wirkungen von Marihuana bezogen auf eine Person zu bestimmen, die ein essbares Marihuana-Produkt zu sich nahm kann schwierig sein. Die Inhaltsstoffe werden über das Essen im Vergleich zum Rauchen nur langsam vom Körper aufgenomen. Es dauert ein bis zwei Stunden, um eine THC-Spitzenkonzentration zu erreichen, während dies mit dem Rauchen nur fünf bis zehn Minuten dauert.

Die Menschen, die in ihrer Freizeit Marihuana konsumieren müssen dem CDC zufolge die richtigen Dosierstufen kennen, wenn das Rauschmittel über Essen statt Rauchen eingenommen wird. Der Konsum einer großen Dosis THC kann zu einem Rausch größeren Umfangs führen und ein erhöhtes Risiko unerwünschter psychologischer Effekte haben.

Laut dem Polizeibericht habe die Verkäuferin den Schüler beim Kauf der Kekse über den genauen Verzehr aufgeklärt. Der Keks sollte in sechs Teilen aufgeteilt werden, wobei jedes Sechstel jeweils eine Portion von 10 mg THC enthielt. Leider bleibt unklar, ob die Verkäuferin ihn auch darüber informierte, wie lange er zwischen den Portionen warten soll.

In den USA ist Colorado einer der Bundesstaaten wo alle Personen ab 21 Jahren Marihuana zu sich nehmen dürfen. Vor über einem Jahr im Januar 2014 hatte dort die erste freie Verkaufsstelle für Marihuana eröffnet und war zwei Monate vor dem Tod des Schülers.

Wie Dr. Robert Glatter, Notarzt, gegenüber HealthDay berichtete, sei die Menge des Rauschmittels, die von der verstorbenen Person eingenommen nicht tödlich. Der 19-jährige hätte einige Kekse essen und einen euphorischen Zustand erreichen können oder vielleicht ein Angstgefühl haben. Doch dies sei nicht tödlich. Seiner Vermutung nach könnte der Schüler an einer Prädisposition gelitten oder eine psychologische Erkrankung gehabt haben. Der genaue Grund für die Reaktion auf den Keks bleibt unklar, weil über den psychischen Zustand des jungen Mannes nur wenig bekannt sei.

Nach dem Bericht der Polizei fiel der Verstorbene nicht durch psychologische Probleme auf, hatte keine Alkoholprobleme und noch nie illegale Drogen zu sich genommen. Der Bundesstaat Colorado passte im Februar die Kennzeichnungspflicht auf Verpackungen von Marihuana-Produkten an, um das Risiko eines Überkonsums zu minimieren. Frei essbare Marihuana-Produkte dürfen den neuen Vorschriften zufolge maximal 10 mg THC enthalten oder eine 10 mg Portion eindeutig gekennzeichnet sein.

Das CDC empfiehlt Bundesstaaten, die ebenfalls den Konsum von Marihuana legalisiert haben, die Kennzeichnungspflichten anzupassen verbunden mit dem Ziel ein Überkonsum zu verringern.

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