Könnte der MERS Ausbruch in Südkorea auch woanders passieren?

Könnte der MERS Ausbruch in Südkorea auch woanders passieren?

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Könnte der MERS Ausbruch in Südkorea auch woanders passieren?

In den letzten 2 Monaten kam es zu einem MERS-coV Ausbruch in Südkorea. Zu Beginn dieser Woche erklärte das Land praktisch frei vom Killer-Virus zu sein.

In Südkorea gibt es nach dem erneuten Ausbruch kein bestätigtes Ende. Aktuell wurden in den vergangenen 28 Tagen keine weiteren Neuinfektionen gemeldet.

„Dies ist die Beurteilung der medizinischen Experten und der Regierung, die Menschen können sich nun sicher fühlen“, sagte Ministerpräsident Hwang Kyo-ahn in einer Regierungssitzung am Dienstag, nachdem die letzte Person aus der Quarantäne am Vortag entlassen wurde.

Der Ausbruch hatte im ganzen Land für große Alarmbereitschaft gesorgt. Schulen wurden geschlossen, Touristen wurde angeraten das Land zu verlassen oder es nicht zu bereisen. Bisher gab es 185 bestätigte Fälle im Land, 36 ​Menschen starben an dem Virus. Während Südkorea ein Ende der Ausbruchswelle angekündigt hat, wollte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) dies so nicht bestätigen, denn ein Ende wäre nach 28 Tagen ohne irgendwelche Neuinfektionen gegeben – die letzte gemeldete Infektion in Südkorea war am 4. Juli 2015.

Es gibt zwei grundsätzliche Fragen, die nach dem Ausbruch angesprochen wurden: Wie kann das Virus eingedämmt werden, damit keine Neuinfektionen möglich sind? Und könnte ein ähnlicher Ausbruch in anderen Ländern, mit hoch entwickelten Gesundheitssystemen, auftreten?

 

Der Ursprung des Ausbruchs

MERS ist eine virale Erkrankung der Atemwege, die Krankheiten erreicht einen Schweregrad, der von einer einfachen Erkältung bis zu einem schweren akuten respiratorische Syndrom (SARS) reichen kann.

MERS ist eine Zoonose-Virus-Infektion, die vom Tier auf den Menschen übertragen wird. Die Mehrzahl der Fälle stammt aus dem Nahen Osten. Fälle außerhalb des Landes betrafen Touristen, welche das Land besucht hatten.

 

Wie kontrolliert Südkorea den MERS Ausbruch?

Die koreanische Regierung nutzte eine bewährte Methode, um die Ausbreitung des Virus zu bekämpfen. Mehr als 16.000 Menschen wurden in Quarantäne isoliert, einschließlich der Bewohner eines ganzen Dorfes, nachdem ein Fall von MERS betätigt wurde. Alle Personen in Quarantäne wurden regelmäßig überwacht.

Weiterhin wurden strenge Infektionskontrollmaßnahmen umgesetzt, wie beispielsweise das Abwischen der Supermarkt Wagens vor und nach Gebrauch, die Desinfektion von Griffen an Zügen und U-Bahnen. Die Bürger erhielten Infektionskontroll-Leitlinien. Hier wurde empfohlen, öffentliche und überfüllte Orte zu meiden und in der Öffentlichkeit Gesichtsmasken zu tragen. Mehr als tausend Schulen im ganzen Land wurden vorübergehend geschlossen.

Der stellvertretende Generaldirektor für Gesundheitssicherheit bei der WHO Dr. Keiji Fukuda sagte, dass die Übertragung des Virus in der Schule nicht der Grund des Ausbruchs war.“ Die Schließung erfolgte als Vorsichtsmaßnahme.

 

Sollte der Rest der Welt dies als „Weckruf“ sehen?

„Das ist die globale Herausforderung der modernen Zeit: eine Infektion […] können jetzt überall in der Welt sehr schnell auftreten“, warnt Dr. Fukuda. „In unserer vernetzten Welt können Krankheitserreger schneller reisen, und Ausbrüche können an unerwarteten Stellen auftreten“, sagt Dr. Shin Young-soo, WHO-Regionaldirektor für den westlichen Pazifik.

Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) sagt dazu: Mit nur zwei Fällen, die jemals in den USA berichtet wurden, stellt der MERS Virus ein sehr geringes Risiko für die breite amerikanische Öffentlichkeit dar. Beide Infizierte waren im Mai 2014 nach einer Saudi-Arabien Reise registriert worden.

Experten gehen davon aus, dass der MERS Ausbruch in Südkorea in seinem Umfang nicht außergewöhnlich ist. Dabei ziehen sie den Vergleich mit früheren Ausbrüchen in Saudi-Arabien, wo das Virus zuerst entdeckt wurde.

 

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