Neuer Blutmarker kann Mütter erkennen, die am stärksten an postpartaler Depression leiden

Neuer Blutmarker kann Mütter erkennen, die am stärksten an postpartaler Depression leiden

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Neuer Blutmarker kann Mütter erkennen, die am stärksten an postpartaler Depression leiden

Die Freude über die Geburt eines Babys kann oft der Beginn einer postpartalen Depression bei Müttern sein. Ein neuer Blutmarker, den Forscher entwickelt haben, könnte die am stärksten betroffenen Frauen identifizieren.

Bei der Postpartalen Depression (PPD) handelt es sich um eine spezielle Form der Depression, die einige Frauen erleiden können, die eine Geburt hinter sich haben. Nach einer Studie aus dem Jahr 2013 leidet eine von sieben Müttern im Jahr der Geburt darunter. Weitere 22 Prozent der Mütter empfanden im Jahr danach zu einem bestimmten Punkt depressive Stimmungen.

Die PPD-Symptome sind folgende, die Mütter empfinden und sie auch gegen das eigene Kind entwickeln können:

Taubheitsgefühl und getrennt von ihrem Baby

Unbegründete Ängste über ihr Baby und sein Wohlbefinden

Dauerhafte Sorge über das Baby, dass es irgendwie Schaden nehmen könnte

Schuldgefühl, dass Sie sich nicht um ihr Baby kümmern kann

Frühere Forschungsergebnisse identifizierten das Hormon Oxytocin als Grund für die depressiven Verstimmungen nach der gesunden Geburt eines Kindes. Das Oxytocin im Gehirn wird wegen seiner Auswirkungen manchmal als Liebeshormon bezeichnet.

Einer Studie aus dem Jahresanfang zufolge, zeigte wie das Hormon den Prozess der sozialen Informationen bei Mäusen erhöht, woraufhin Mütter auf Notrufe ihrer Nachkommen reagierten.

Bei Mütten, die an PPD leiden wurde ein geringerer Level von Oxytocin festgestellt. Wie die Depression kann PPD nur schwer diagnostiziert werden, wenn der Leidende die Anzeichen versteckt. In einer neuen Studie, die in der Zeitschrift Frontiers in Genetics veröffentlicht wurde, wird von einem neuen Marker im Blut berichtet, welcher die Erkennung von PPD erleichtern könnte.

Senior-Autor Prof. Jessica Connelly, von der University of Virginia, arbeitete mit Teams aus verschiedenen Institutionen in den USA und England zusammen. Es wurden 545 Mütter untersucht, von denen 269 PPD-Fälle waren und 276 nicht geprüft worden sind.

Forscher vermuten dass der Rezeptor Oxytocin eine Rolle spielt, weil es eine Bedeutung in der Entwicklung mütterlichen Verhaltens zu haben scheint. Sie identifizierten eine Beziehung zwischen den genetischen und epigenetischen Markierungen in Oxytocin, die das Risiko von postpartalen Depression steigert.

Die Ergebnisse würden Prof. Connelly zufolge helfen die Behandlung von PPD zu unterstützen. Die Forscherin hofft, dass ihre Arbeiten auch Frauen helfen werden, die noch nie eine Depression hatten.

Die Autoren der Studie betonen, dass die Ergebnisse nur der erste Schritt bezüglich der Entwicklung weiterer Kenntnisse von PPD seien. Die Ergebnisse sollten nun in anderen bevölkerungsbezogenen Stichproben wiederholt werden.

Wie Erstautorin Aleeca Bell von der University of Illinois berichtet, müssen ihre Daten repliziert werden aber sie sei sich sicher, dass  der erkannte Oxytocin-Rezeptor-Marker für Kliniken nützlich sein wird, die damit Frauen erkennen können, die Gefahr laufen an PPD zu erleiden. Die Krankheit wird am häufigsten mit einer Kombination aus Antidepressiva und kognitive Verhaltenstherapie (CBT) behandelt.

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