Undichte Impfstoffe könnten mehr gefährliche Krankheiten anspornen

Undichte Impfstoffe könnten mehr gefährliche Krankheiten anspornen

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Undichte Impfstoffe könnten mehr gefährliche Krankheiten anspornen

Eine neue Studie berichtet über Tests mit einem Virus, welches die Ausbreitung von Stämmen bei Geflügeln vermindern und so einen tödlichen Verlauf verhindern kann, indem ein undichter Impfstoff zum Einsatz kommt

Zahlreiche Impfstoffe – wie die Impfstoffe gegen Pocken, Kinderlähmung, Masern, Mumps und Röteln – sind perfekt. Weil sie die Art und Weise wie das Immunsystem funktioniert imitieren. Sie stoppen nicht nur die Krankheit sondern auch die Ausbreitung auf andere Personen

Jedoch gibt es Impfstoffe, die unvollkommen oder undicht sind, die während der Impfung eines Einzelnen um ihn vor Krankheit zu schützen, es nicht verhindern kann, dass der Erreger überlebt und sich in der Bevölkerung verbreitet. Hypothetisch gesprochen gibt dies gibt Erregern eine Chance sich zu entwickeln und in einer impffreien Welt würden Krankheitserreger aussterben, weil sie ihre Wirte töten

Die Studie entstand in Zusammenarbeit zwischen einer internationalen Gruppe von Andrew Read, einem Biologie-Professor an der Penn State University und Venugopal Nair, einem Professor, der am Institut Pirbright an einem avivären Virenerkrankungs-Programm arbeitet und leitet. Die Idee undichter Impfstoffe stammt von Prof. Read und wurde zum ersten mal vor zehn Jahren vorgeschlagen aber gilt als eine umstrittene Theorie

Die Veröffentlichung der Studie erfolgte im Magazin PLOS Biology. Das Team führte dabei Experimente mit verschiedenen Stämmen eines Herpes-Virus durch, welches die Marek-Krankheit bei Geflügeln verursacht. Das Virus greift die Nerven an, löst Lähmungen aus und verbreitet Tumore. Die Ergebnisse zeigen, dass Vögel die gegen diese Krankheit mit einem modernen Impfstoff geimpft wurden, das Virus weitergegeben haben. Einige der milderen Stämme der Marek-Krankheit töteten rund 50 Prozent der geimpften Vögel innerhalb von zwei Monaten aber die virulanten Stämme wurden in viel kürzerer Zeit zu 100 Prozent getöet. In umgeimpften Herden, brannten die virulanten bzw. heissen Virenstämme selbst aus, weil ihre Wirte schnell getötet wurden, bevor sie Zeit hatten sich auszubreiten. Bei einem Test der virulenten Stämme in Herden, wo sich geimpfte und ungeimpfte Vögel befanden, hatten geimpfte Vögel mehr Zeit, um den Virus zu entwickeln und ihn zu bverbreiten

Prof. Nair hat daraus eine Schlussfolgerung geschlossen. Seinen Worten nach zeige seine Forschung, dass die Verwendung undichter Impfstoffe die Entwicklung heißer fieser Virenstämme fördern und den nicht geimpften Individuen einem größeren Risiko aussetzen

Besorgt über die Entwicklung von Impfstoffen der nächsten Generation zur Bekämpfung von Krankheiten des Menschen zeigt sich Prof. Read, weil er einige von ihnen undicht sein könnten und die Entwicklung mehr virulenter Stämme anspornen könnte. Er stellte zudem fest, dass sich ungeimpfte Personen einen größerem Risiko aussetzen und zwar sich mit einem heißen Virenstamm zu infizieren

Vor wenigen Wochen wurde der weltweit erste Impfstoff gegen Malaria entwickelt und von der Europäischen Arzneimittelagentur freigegeben. Der Impfstoff RTS, S mit dem Markennamen Mosquirix soll der Empfehlung der Agentur zufolge Kindern im Alter von 6 Wochen bis 17 Monaten gegeben werden. In Afrika bilden Kinder den Großteil der jährlich 600.000 durch Malaria getöteten Menschen, die von Moskitos übertragen wird.

 

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