Schlechtes Denkvermögen erhöht Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall

Schlechtes Denkvermögen erhöht Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall

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Schlechtes Denkvermögen erhöht Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall

Die Ergebnisse einer neuen Studie verweisen darauf, dass eine Reihe von Denkfähigkeiten bezüglich Planung, Argumentation und Problemlösung  eventuell in Zusammenhang mit einem höheren Risiko für einen Herzinfarkt und Schlaganfall in Verbindung stehen. Die Studie wurde im Magazin Neurology veröffentlicht.

Jedes Jahr erleiden in den USA rund 735.000 Menschen einen Herzinfarkt und rund 795.000 einen Schlaganfall. Ein Herzinfarkt tritt auf, wenn die Herzkranzgefäße, welche das Herz mit Blut versorgen blockiert sind und,dem Herzen Sauerstoff kosten. Bei einem Schlaganfall ist der Blutfluss zum Gehirn blockiert.

Die Hauptrisikofaktoren für einen Herzinfarkt sind  hoher Blutdruck, hohe Cholesterinwerte, Übergewicht und Adipositas und Rauchen. Der neuesten Studie von Dr. Benham Sabayan und Kollegen des Leiden University Medical Center in den Niederlanden offenbart, dass kognitive Funktionen das Risiko einer Person beeinflussen kann.

Wie Dr. Sabayan ausführt, stehen das Herz und die Gehirnfunktion wohl enger in Zusammenhang als es bisher den Anschein hatte. Die Ergebnisse lassen sich seinen Worten zufolge allerdings nicht unmittelbar in der klinischen Praxis umsetzen, jedoch sollte die Beurteilung der kognitiven Funktion ein Teil der Bewertung des zukünftigen kardiovaskulären Risikos sein.

Die Forscher analysierten die Daten von 3926 Personen mit einem durchschnittlichen Alter von 75 Jahren, die noch keinen Herzinfarkt, Schlaganfall oder Demenz hatten. Die Teilnehmer wiesen aber in ihrer Geschichte Herzerkrankungen auf oder zeigten drei Risikofaktoren für Diabetes, Tabakkonsum oder Bluthochdruck.

Im Rahmen der Studie nahmen die Teilnehmer an vier Tests teil, die ihre Exekutivfunktionen bewerteten. Die Probanden wurden dann in eine von drei Gruppen eingeordnet, in Abhängigkeit davon ob ihre Scores über einen Zeitraum von drei Jahren niedrig, mittel oder hoch waren. Sie wurden bezüglich Herzinfarkt und Schlaganfall überwacht.

Es kam während der Follow-Up-Studie zu 375 Herzinfarkten und 155 Schlaganfällen, was 31 Herzinfarkten und 12 Schlaganfällen pro 1000 Personenjahren entspricht. Die Forscher ermittelten, dass Personen mit niedrigen Exekutivfunktionen einem 85 Prozent höheren Risiko ausgesetzt sind, einen Herzinfarkt zu erleiden und beim Schlaganfall soll sich die Risikoquote auf 51 Prozent belaufen.

Von den 1309 Personen mit geringen Exekutivfunktionen hatten 176 in den drei Jahren der Follow-Up-Phase der Studie einen Herzinfarkt erlitten, während von den 1308 Personen mit hoher Punktzahl nur 93 einen Herzinfarkt aufwiesen. Dies entspricht einer Rate von 44 Herzinfarkte pro 1.000 Personenjahre für Menschen mit niedrigem Exekutivfunktion und 22 Herzinfarkte pro 1.000 Personenjahre für Personen mit hohen Führungsaufgabe. Einen Schlaganfall erlitten 69 Personen mit niedriger Exekutivfunktion, während es bei Menschen mit hoher Führungsaufgabe nur 48 waren.

Laut Dr. Sabayan basierend auf den Ergebnissen seien Performance-Tests auf Denken und dem Gedächtnis ein Maß für die Gesundheit des Gehirns. Niedrigere Werte der Denktests zeigen hingegen eine schlechte Funktionsweise des Gehirns. Bei Menschen mit höheren Führungsaufgaben bestehe hingegen eine höhere Wahrscheinlichkeit einen Schlaganfall zu erleiden. Niedrige Testergebnisse deuten auf ein höheres Risiko für Herzinfarkte hin.

Die Forscher verweisen trotz ihrer statistisch signifikanten Ergebnisse darauf, dass die relativen Risiken für Herzinfarkt und Schlaganfall bei Menschen mit niedrigen Führungsaufgaben klein seien.

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