Parkinson mit existierenden Medikamenten verlangsambar

Parkinson mit existierenden Medikamenten verlangsambar

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Parkinson mit existierenden Medikamenten verlangsambar

Forscher haben ein neues Mittel entdeckt, welches lange Zeit für die Behandlung von Leberkrankheiten genutzt wurde und helfen kann die Wirkungen von Parkinson zu verlangsamen. Die Ursodeoxycholsäure (UDCA) zeigte positive Auswirkungen auf die Nervenzellen von Fruchtfliegen mit Mutationen im LRRK2-Gen – die häufigste vererbte Ursache der Parkinson-Krankheit. Die Studie ist eine gemeinsame Arbeit von Forschern des Sheffield Institute for Translational Neuroscience (SITRAN) und der Universität York. Die Ergebnisse wurden im Magazin Neurology veröffentlicht.

Wie Studienautorin Dr. Heather Motiboys vom SITRAN berichtet, habe die UDCA positive Auswirkungen auf das Gewebe des LRRK2-Trägers mit Parkinson-Krankheit gezeigt und ebenso bei asymptomatischen LRRK2-Trägern. In beiden Fällen hätte sich die mitochondriale Funktion verbessert, indem der Sauerstoffverbrauch und der zellulare Energielevel erhöht wurde.

Die Mitochondrien versorgen Zellen mit Energie, die sie zur Durchführung ihrer Arbeit benötigen. Die LRRK2-Genmutation reduziert den Energielevel und zeichnet zu verschiedenen Erkrankungen des Nervensystemen mitverantwortlich. Dazu zählen Parkinson und die Motoneuronenerkrankung. In den USA sind dem  National Institute of Neurological Disorders and Stroke (NINDS) mindestens 500.000 Menschen an der Parkinson-Krankheit erkrankt. Die Störung zeigt sich durch Gliederschütteln, vor allem wenn der Körper ruhig ist und zwar zusammen mit langsamen Bewegungen. Die Symptome werden im Verlauf der Zeit schlimmer.

Dr. Oliver Bandman, Professor für Bewegungsstörungen der Neurologie an der Universität von Sheffield berichtet, dass die UDCA dabei hilft nicht nur die LRRK2-Parkinsonkrankheit zu lindern sondern auch andere Parkinson-Formen und andere neurologische Erkrankungen.

Bei Fruchtfliegen mit LRRK2-Gendefekt stellten die Wissenschaftler als Folge den Verlust der Sehfunktion fest. Die Forscher fütterten die Fliegen mit UDCA, wodurch sie ihre Sehkraft wiedererlangen konnten. Das  Füttern der Fruchtfliegen mit UDCA verlangsame laut Dr. Chris Elliott, von der University of York, die Geschwindigkeit mit welcher sich das Fliegenhirn verkleinert.

Wie er weiter ausführt, könnte das mitochondriale Rettungsmittel eine vielversprechende neue Strategie für die krankheitsmodifizierende Therapie bei LRRK2 bezogenen Parkinson sein. Seit Jahrzehnten bereits befinde sich Dr. Bandman zufolge UDCA schon im medizinischen Einsatz. Da das Medikament schon genehmigt wurde, könnte dies erhebliche Mengen Geld und viel Zeit sparen. Mit UDCA könnte die Parkinson-Krankheit schnell behandelt werden.

Die Studie wurde teilweise von der Wohltätigkeitsorganisation Parkinson-UK finanziert, die Menschen mit neurologischen Erkrankungen unterstützt. Der Direktor von Parkinson-UK, Dr. Arthur Roach zeigte sich erfreut über die Ergebnisse verwies auf den dringenden Bedarf von Behandlungsmöglichkeiten der Parkinson-Krankheit.

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