Musik hilft Patienten sich nach Operationen zu erholen

Musik hilft Patienten sich nach Operationen zu erholen

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Musik hilft Patienten sich nach Operationen zu erholen

Einer Studie zufolge hilft Musik Patienten dabei sich nach einer Operation zu erholen und würde gleichzeitig die Heilung beschleunigen. Die Ergebnisse der Studie wurde in der Zeitschrift The Lancet veröffentlicht. Demnach empfanden Patienten die vor, während oder nach einem operativen Eingriff Musik hörten weniger Angst und Schmerzen, als Patienten die keine Musik gehört hatten.

Die verantwortliche Studienautorin Dr. Katharina Meads von der Brunel University in Großbritannien verwies darauf, dass Musik schon seit Jahrzehnten in Krankenhäusern bei Patienten verwendet wurde. Die Forscher fanden bei der Analyse früherer Studien heraus, wie Musik auf positive Weise die Schmerzlinderung und Angst während postoperativen Versorgung beeinflusst.

Im Rahmen ihrer Studie untersuchten Dr. Meads und ihre Kollegen insgesamt 72 Studien mit rund 7000 Patienten, die operiert wurden. Es wurde analysiert welche Rolle die Musik vor, während oder nach einer Operation spielt und wie sich auf die postoperative Genesung auswirkte.

Sie sahen wie Musik sich auf den Schmerz und die Angst der Patienten nach der Operation auswirkte. Der Bedarf an Schmerzmitteln und die Länge des Krankenhausaufenthalts wurde ebenfalls untersucht.

Bei Patienten die Musik hörten, wurden viel weniger Schmerzen festgestellt und sie benötigten eine geringere Menge Schmerzmittel. Die allgemeine Zufriedenheit der Patienten erlebte nach einer Operation durch das Hören von Musik eine deutliche Verbesserung. Auf den Krankenhausaufenthalt hatte das Musikhören allerdings keine spürbaren Auswirkungen.

Wie die Forscher feststellten, waren die Auswirkungen bei den Patienten am stärksten, die vor einer Operation Musik hörten. Bei Patienten, die während einer OP Musik hörten und unter Vollnarkose waren, führte das Musikhören zu reduzierten Schmerzen aber die Ergebnisse waren dennoch signifikanter wenn die Patienten bei Bewusstsein waren.

Eine größere aber keine signifikante Schmerzreduktion und reduzierten Einsatz von Schmerzlinderung wurde festgestellt, wenn die Patienten nach der Operation ihrer eigene Musik hören durften.

Laut Dr. Katharina Meads handele es sich bei Musik um eine nicht-invasive, günstige und sichere Intervention, die für Jedermann zugänglich sei der operiert werden soll. Die Patienten sollten die Möglichkeit erhalten die Art der Musik die sie hören möchten, selbst zu bestimmen, um den Nutzen für ihr Wohlbefinden zu maximieren. Die Kommunikation des Ärzteteams sollte Meads zufolge allerdings nicht durch Musik gestört werden.

Die Musik könnte Dr. Meads zufolge eine wirksame therapeutische Strategie für den Patienten sein sich nach einer Operation zu erholen. Ihrer Einschätzung nach habe Musik eine beruhigende Wirkung und würde ein Gefühl von Vertrautheit auslösen. In nächster Zeit plant ihr Team das Für und Wider der Einführung von Musik begleitend zu einem operativen Eingriff durch die Prüfung der Vorgehensweise an einer kleinen Anzahl von Müttern, die sich einem Kaiserschnitt unterziehen, zu untersuchen.

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