Zusammenhang zwischen Aggression und gewalttätigen Videospielen, aber nicht zu krimineller Gewalt

Zusammenhang zwischen Aggression und gewalttätigen Videospielen, aber nicht zu krimineller Gewalt

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Zusammenhang zwischen Aggression und gewalttätigen Videospielen, aber nicht zu krimineller Gewalt

Ein neuer Bericht sagt aus, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Spielen gewalttätiger Videospiele und Aggression gibt. Allerdings gibt es nicht genügend Hinweise darauf, dass diese Verbindung sich auch auf kriminelle Gewalt umlegen lässt. Die Forschung zeigt, einen konsistenten Zusammenhang zwischen gewalttätigen Videospielen und aggressivem Verhalten und aggressiver Kognition

Darüber hinaus wird das spielen der gewalttätigen Videospiele mit negativem sozialen Verhalten, Einfühlungsvermögen sowie einer Neigung zu Aggression verbunden.

Vorsitzender der Task Force Mark Appelbaum, emeritierter Professor in der Abteilung für Psychologie an der University of California-San Diego, sagt aus, dass die Verbindung zwischen Gewalt in Videospielen und erhöhte Aggression der Spieler ein sehr weit erforschtes Gebiet ist

„Die Wissenschaftler haben den Einsatz von Gewalt-Videospielen für mehr als 2 Jahrzehnten untersucht“, erklärt er, „aber bis jetzt gibt es nur sehr begrenzte Forschungen darüber, ob gewalttätige Videospiele dazuführen, dass Menschen dadurch auch zu Handlungen krimineller Gewalt animiert werden.

Die Task Force überprüfte vier Metaanalysen zu gewalttätigen Videospielen im Jahr 2005. Diese Meta-Analysen enthielten 170 Forschungsartikel

Prof. Appelbaum glaubt, dass die Überprüfungen sehr tiefgründig sind. „Zwar gibt es einige Unterschiede zwischen den einzelnen Studien, doch es gibt ein starkes und konsistent allgemeines Muster aus vielen Jahren der Forschung, das das Vertrauen in unsere allgemeine Schlussfolgerung rechtfertigen kann“, sagt er

Allerdings stellt er fest, dass, wie bei den meisten Bereichen der Wissenschaft, das Bild von dieser Forschung komplexer ist, als die sonstigen Informationen, die für die breite Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.

 

Gewalt-Videospiele „ein einziger Risikofaktor

Gewalttätige Videospiele sind seit langem ein Thema in den Medien, vor allem mit der Bedeutung, dass gewalttätige Spiele wie Grand Theft Auto und Call of Duty in den letzten Jahren zunehmen und beliebter werden. Da diese relativ neue Form der Medien sich rasch weiter verbreitet, so wachsen damit auch die Sorgen um deren Einfluss, insbesondere auf kleine Kinder. Mehr als 90% der Kinder in den USA spielen Videospiele. Diese Zahl stieg auf rund 97% bei den Jugendlichen im Alter von 12-17.

Die Forscher vermuten auch, dass Informationen über die Auswirkungen von Videospielen auf verschiedene Geschlechter und die Auswirkungen der Spieldauer auf die Entwicklung eines Kindes derzeit fehlen. Dafür werden weitere Studien benötigt. Sie erklären, dass nicht ein einzelner Risikofaktor eine Person konsequent aggressiv oder gewalttätig macht, sondern dass es eine Ansammlung von mehreren Risikofaktoren ist. „Die Forschungen zeigen, dass der übermäßige Konsum von Videospielen einen großen Risikofaktor darstellt“, schließen sie. Der Ruf nach altersgerechten Spielen wird daher immer lauter. Wie jedoch kontrolliert werden soll, dass Jugendliche oder Kinder die gewalttätigen Videospiele nicht spielen, bleibt offen.

 

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