„Frauen Viagra“ von der FDA zugelassen

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„Frauen Viagra“ von der FDA zugelassen

Das so genannte Frauen Viagra, das erste Medikament um sexuelle Funktionsstörungen bei Frauen vor der Menopause zu behandeln, hat die Zulassung von der US Food and Drug Administration erhalten.

Ein Zustand der sich durch geringes sexuelles Verlangen äußert hat dazu geführt, dass eine Pille entwickelt wurde, welche auch als Frauen Viagra bezeichnet wird. Das Produkt wird von Sprout Pharmaceuticals hergestellt. Es soll für die Behandlung von vermindertem sexuellem Verlangen (HSDD) eingesetzt werden. Nun erhielt das Medikament grünes Licht von der Federal Drug Agentur.

Es wird geschätzt, dass etwa 1 von 10 Frauen HSDD entwickeln und bis zu 40% Erfahrung it dem Zustand haben, welcher zu einem bestimmten Zeitpunkt in ihrem Leben auftrat oder auftritt. Psychologische Faktoren wie geringes Selbstwertgefühl, Stress oder psychischen Probleme können ein Auslöser für ein geringes sexuelles Verlangen auslösen. Dabei spielen auch hormonelle Veränderungen oder körperliche Faktoren wie Müdigkeit oder Lebensgewohnheiten eine Rolle.

Während die genauen Mechanismen die dazu führen können, bislang unbekannt sind, glaubt Sprout Pharmaceuticals, dass es ein Ungleichgewicht der chemischen Reaktionen im Gehirn, welche für die sexuelle Lust verantwortlich sind, dafür verantwortlich sind und durch das Medikament korrigiert werden können.

Die US Food and Drug Administration (FDA) sagt, dass eine 100-mg-Dosis des Medikaments einmal täglich vor dem Schlafengehen eingenommen werden sollte. Die Patienten sollten den Einsatz abbrechen, wenn sie keine Verbesserung der sexuellen Lust innerhalb von 8 Wochen erleben.

„Die FDA ist bestrebt die Gesundheit von Frauen zu schützen und zu fördern,“ so die Studienleiterin. Und sagt weiterhin: „Und wir sind entschlossen, die Unterstützung der Entwicklung von sicheren und wirksamen Behandlungen für weibliche sexuelle Dysfunktion auszubauen.“

Das Präparat darf nur durch zertifizierte Fachkräfte des Gesundheitswesens verschrieben und durch Apotheken ausgegeben werden.

Um die Zulassung zu erreichen wurde eine Studie und breit gefächerte Analyse durchgeführt. Dabei wurden 2.400 Frauen im durchschnittlichen Alter von 36 Jahren als Teilnehmerinnen gewonnen. Sie alle litten unter HSDD. Sie wurden in 2 Gruppen aufgeteilt. Der Zeitraum der Studie dauerte 24 Wochen an. Die eine Gruppe erhielt einen Placebo, die andere Gruppe bekam eine 100 mg Dosis jeden Tag vor dem Schlafengehen verabreicht.

Die Frauen, die das Präaprat einnahmen berichteten über eine bescheidene Zunahme der sexuellen Lust und die Anzahl der sexuellen Ereignisse während der Studiendauer, sowie eine Verringerung des schlechten Gefühls als Folge des niedrigen sexuellen Wunsches.

Es wurden auch die häufigsten Nebenwirkungen bewertet. Diese waren vor allem: Übelkeit, Schwindel, Müdigkeit, Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit und Mundtrockenheit.

Das Medikament wurde aufgrund schwerer Nebenwirkungen wie niedrigem Blutdruck und Bewusstseinsverlust nach dem Genuss von Alkohol bereits 2010 und 2014 abgelehnt. Nun wird das  Präparat, das den Namen Flibanserin trägt, als Risikobewertung auf den Markt. Eine konkrete Prüfung durch einen Arzt, ob das Medikament tatsächlich eingenommen werden kann muss daher zwingend erfolgen, um die Gesundheit und den allgemeinen Zustand der Betroffenen nicht zu gefährden.

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