Studie stellt Verdoppelung der Brustamputation bei Männern wegen Brustkrebs fest

Studie stellt Verdoppelung der Brustamputation bei Männern wegen Brustkrebs fest

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Einer Studie zufolge hat sich die Zahl der Brustamputationen bei Männern mit Brustkrebs in den Jahren 2004 bis 2011 verdoppelt. Die Studienergebnisse wurden im Magazin JAMA Surgery veröffentlicht.

Nach Angaben der American Cancer Society seien sich viele Menschen nicht bewusst, dass Männer Brustkrebs entwickeln können. In den USA beläuft sich der Anteil auf 1 Prozent aller Brustkrebsfälle. Der Brustkrebs ist einer Studie der American Society of Breast Surgeons aus dem Jahr 2012 nach bei Männern 100 mal seltener als bei Frauen und Männer würden diese Krebserkrankung weniger überleben. Bei Frauen mit invasivem Brustkrebs wurde eine Verzweifachung der Brustamputationen festgestellt. Von 2,2 Prozent im Jahr 1998 auf 11 Prozent im Jahr 2011.

In einer anderen Studie aus dem Mai 2014 stellten Forscher fest, dass eine Brustabnahme bei Frauen in den meisten Fällen unnötig sei, weil nicht ausreichend Hinweise für diese vermeintliche vorteilhafte Maßnahme existieren.

Die neueste Studie wurde von Dr. Ahmedin Jemal, Vizepräsident Überwachung und Versorgungsforschung an der American Cancer Society, gemeinsam mit Kollegen durchgeführt. Untersucht wurde ein invasiver Brustkrebs zu einem doppelten Anstieg der Brustamputationen bei Männern führt.

Das Team bewertete Daten aus dem nordamerikanischen Verband der Zentralkrebsregister (NAACCR). Sie identifizierten 6332 Männer, die für invasiven Brustkrebs in einer Brust zwischen 2004 und 2011 behandelt worden waren.

Die Ergebnisse der Analyse ergab, dass während dieser 7-Jahres-Zeitraum, die Rate der doppelte Brustamputation bei den Männern fast verdoppelt wurde, von 3 Prozent im Jahr 2004 auf 5,6 Prozent im Jahr 2011 und dies entspricht einem relativen Anstieg von 86,7 Prozent. Männer, die weiß waren oder eine private Krankenversicherung hatten, unterzogen sich eher der Prozedur und seien die gleichen Faktoren wie bei Frauen.

Gentests, eine Familiengeschichte von Brustkrebs, Magnetresonanztomographie (MRT) und Angst vor einem zweiten primären Brustkrebs wurden auch zu einer doppelten Brustamputation bei Frauen in Verbindung gebracht. Die Forscher verweisen jedoch darauf, dass keine Daten verfügbar sind mit denen feststellbar sei, ob diese Faktoren die Wahrscheinlichkeit einer Operation beeinflussen könnten.

Die Ergebnisse der Studie untermauern die Notwendigkeit einer besseren Kommunikation zwischen Ärzten und männlichen Patienten mit Brustkrebs, wenn über eine vorbeugende Operation entschieden werden soll.

 

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