Unzureichender Schlaf erhöht Herzinfarkt-Risiko

Unzureichender Schlaf erhöht Herzinfarkt-Risiko

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Nach einer neuen Studien kann ein unzureichender Schlaf vor allem bei Menschen des jungen und mittleren Alters das Risiko die frühen Anzeichen einer Herzerkrankung erhöhen. Die Ergebnisse wurden im Magazin Arteriosclerosis, Thrombosis and Vascular Biology veröffentlicht. Die Studienautoren fanden heraus, dass zuviel Schlaf, zu wenig Schlaf oder eine schlechte Schlafqualität zu einer erhöhten Menge an Kalzium in den Koronararterien führt und eine arterielle Steifigkeit verursacht. Wie Co-Studienautor Dr. Chan-Won Kim, ein Klinik-Professor am Kangbuk Samsun Krankenhaus der Universität Sungkyunkwan School of Medicine in Seouln berichtet, sei unzureichender Schlaf ein weit verbreitetes Problem und eine mögliche Quelle schlechter Gesundheit, einschließlich der sichtbaren Zeichen der Krankheit wie Herzinfarkt.

Laut früheren Studien führt ein langer ausreichender Schlaf oder ein zu langer Schlaf nicht zu einem erhöhten Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (CVD). Die Verbindung zwischen Schlaf und dem Risiko von CVD konnte bisher nicht endgültig geklärt werden.

Im Rahmen der Studie mussten 47.309 Personen mittleren Alters ihre Schlafdauer und Schlafqualität in einem Fragebogen eintragen. Jeder Teilnehmer wurde einer Gesundheitsprüfung unterzogen, um die arterielle Steifigkeit und die koronale Kalzium-Menge im Herzen zu messen. Das Vorhandensein von Kalzium in den Koronararterien zeigte die Anwesenheit früher koronarer Läsionen.  Die Forscher hatten die arteriellen Steifigkeit durch Beobachten der Geschwindigkeit des Impulses zwischen den Arterien des Oberarms und des Knöchels gemessen.

Unzureichender Schlaf wurde auf erhöhte Kalzium-Werte in den Koronararterien des Herzens zurückgeführt. Bei Teilnehmer, die fünf Stunden oder weniger Schlaf aufgeschrieben hatten wurde eine 50 Prozent höhere Menge Kalzium in den Koronararterien festgestellt, als bei jenen die sieben Stunden Schlaf hatten. Eine mehr als 70 Prozent höherer Kalzium-Menge wurde bei den Teilnehmern festgestellt, die neun oder mehr Stunden pro Tag schliefen, gegenüber denen die nur 7 Stunden geschlafen haben. Schlechte Schlafqualität führte im Vergleich zur guten Schlafqualität zu einer 20 Prozent höheren Menge an Kalzium in den Koronararterien.

Basierend auf den Studienergebnissen wurden die geringsten Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Erwachsenen verzeichnet, die sieben Stunden am Tag schliefen und eine gute Schlafqualität aufgewiesen hatten. Ein unzureichender Schlaf ist mit einer Mehrzahl kardiovaskulärer Gesundheitsprobleme verbunden, wie erhöhter Blutdruck und ein gestörter Glukosestoffwechsel.

Auf Grundlage der Studie verweisen die Forscher auf die Wichtigkeit des Schlafes bezogen auf die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems. In Zukunft könnte für Ärzte die Beurteilung der Schlafqualität notwendig sein, wenn sie kardiovaskulärer Risiko und den Gesundheitszustand von Männern und Frauen bewerten.

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