Mukoviszidose: Hefe-Studie bringt erstaunliche Ergebnisse zum Vorschein

Mukoviszidose: Hefe-Studie bringt erstaunliche Ergebnisse zum Vorschein

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Hefe hilft, um die Ursache der Mukoviszidose zu bekämpfen. Eine neue Studie zeigt, wie ein kleines Molekül in Hefezellen mit fehlerhaften Ionenkanälen im Körper agieren kann. Dabei arbeitet das Molekül an der Stelle eines fehlenden Proteins, so dass sie wieder funktionieren können.

Die Studie wurde von Forschern der University of Illinois in Urbana-Champaign, in der Zeitschrift der American Chemical Society veröffentlicht.

Alle Organismen sowie Mikroben im menschlichen Körper, werden durch so genannte Protein-Pumpen und Kanäle versorgt, die Ionen durch die Zellmembranen transportieren. Fehlerhafte Ionenkanäle in Zellen sind häufig der Grund für viele derzeit noch unheilbare Krankheiten des Menschen.

Mukoviszidose wird durch eine genetische Mutation verursacht, die einen Teil der Proteine, aus denen sich Ionenkanäle bilden, beeinflusst. Dies führt zu Funktionsstörungen. Das Ergebnis ist eine dicke Ansammlung von Schleim in der Lunge und anderen Organen, so dass das Atmen schwer fällt.

Aktuelle Behandlungen für Mukoviszidose korrigieren jedoch nicht die zugrunde liegende Ursache. Zu gängigen Methoden der Behandlungen gehören Inhalationsmittel, Enzymergänzungen und das Reinigen der Atemwege, was in der Regel nur mit Hilfe getan werden kann.

Hefe ist ein nützliches organisches Produkt, das für die Erforschung der menschlichen Gesundheit und Krankheiten genutzt wird. Hefe verhält sich sehr ähnlich zu menschlichen Zellen. In der neuen Studie wurde erforscht, wie ein kleines Molekül die fehlenden Proteine ersetzen kann und damit die Funktionen im Ionenkanal verbessern kann.

Hier wurde gezielt für Patienten mit einer zystischen Fibrose und ähnlichen Krankheiten geforscht. Das Molekül – Amphotericin B – wurde ursprünglich aus Bakterien extrahiert und wurde bislang dafür verwendet, um Pilzinfektionen zu behandeln.

In der Studie fügten die Forscher das Molekül zum Zellwachstum hinzu und stellten fest, dass die Hefe annähernd so gut wuchs wie im normalen Vorgang des menschlichen Körpers.

„Wir können von einer kräftigen und nachhaltigen Wiederherstellung durch das Hefe-Zellwachstum berichten. Wir konnten durch Ersetzen von fehlenden Proteins Ionentransporter durch das kleine Molekül imitieren.“ Die Forscher sagen aber auch, dass weitere Forschungen nötig sind, um das Molekül künftig für eine Behandlung bei Krankheiten wie Mukoviszidose einsetzen zu können. Doch sie bietet laut der Autoren der Studie einen „Rahmen für die Verfolgung einer solchen therapeutischen Strategie.“

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