Social Media – Angstzustände und Depressionen bei vielen Teenagern

Social Media – Angstzustände und Depressionen bei vielen Teenagern

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Eine Studie wirft aktuell Licht auf die Nutzung der “Social Media” speziell bei Teenagern. Der Drang, 24  Stunden täglich präsent zu sein, um nichts zu verpassen, wirkt sich auf das Schlafverhalten aus und führt unweigerlich zu mentalen Problemen, wie Angstzuständen und Depressionen.

Beteiligt an der Untersuchung waren Dr. Heather Cleland Woods und Holly Scott von der Universität Glasgow, UK. Die Ergebnisse präsentierten sie auf der Jahreskonferenz der Britischen Psychologischen Gesellschaft, Abteilung Entwicklungs- und Sozialpsychologie in Manchester.

467 Teenager im Alter zwischen 11 und 17 Jahren wurden gebeten, einen Fragebogen auszufüllen. Dabei galt es, Fragen zum Selbstvertrauen, zu Ängstlichkeit, Depressionen und Schlafqualität zu beantworten. Auch das jeweilige Engagement in Social Media und auf anderen Plattformen wurde abgefragt. Die tägliche Nutzungsdauer war von besonderem Interesse. Eine der Fragen lautete „ Wie lang benutzt du Social Media noch nach dem Zeitpunkt, zu dem du eigentlich bereits schlafen wolltest?“

Die fraglichen Social Media Plattformen, die die Heranwachsenden nutzen, waren beispielsweise Facebook, Twitter, Tumblr, Pinterest, Instagramm oder auch Youtube.

Junge Menschen, die diese Medien nutzten und sich hier stark emotional engagierten, schliefen durchwegs schlechter, hatten weniger Selbstvertrauen, litten verstärkt unter Ängsten und Depressionen – im Vergleich zu Gleichaltrigen, die auch andere Interessen hatten und sich weniger stark einbrachten. Ganz besonders stark betroffen waren Teenager, die noch bis in die Nacht hinein „surften“.

Dr. Woods erklärte das folgendermaßen: „Es besteht ein gewisser Druck, sieben Tage die Woche 24 Stunden lang verfügbar zu sein. Können Mails oder Posts nicht sofort beantwortet werden, entsteht eine gewisse Ängstlichkeit und geradezu Panik, nicht teilnehmen zu können und etwas zu verpassen.

Dieser Druck kann generelle Ängstlichkeit und Depression verursachen, die Schlafqualität beeinträchtigen und so das Problem weiter verstärken.

Dr. Woods fasst zusammen: “Generell wirkt sich die Verwendung von Social Media auf die Schlafqualität aus. Wer noch spät nachts im Internet präsent ist, ist besonders stark betroffen. Häufig handelt es sich dabei um Individuen, die sich auch emotional engagieren. Eltern sollten daher die Zeit, die ihre heranwachsenden Kinder im Internet verbringen, stärker kontrollieren.

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