Höherer Fischkonsum reduziert Depressions-Risiko

Höherer Fischkonsum reduziert Depressions-Risiko

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Nach einer Meta-Analyse kann ein höherer Fischkonsum das Risiko eine Depression zu erleiden reduzieren. Die Ergebnisse wurden im Journal of Epidemiology & Community Health veröffentlicht. Untersucht wurden relevante Studien der Jahre 2001 bis 2014.

Wie die Autoren schreiben, kann ein hoher Fischkonsum vorteilhaft in der primären Prävention von Depression sein. Es seien jedoch weitere Studien erforderlich, ob diese Zuordnung abhängig von der Art des Fisches ist. Die Krankheit Depression wirkt sich weltweit auf 350 Millionen Menschen aus und sei die führende Ursache von Behinderungen in aller Welt. Zur Zeit sieht so aus, als würde die Depression sich bis zum Jahr 2020 als international zweithäufigste Ursache für Krankheiten entwickeln.

Die aktuellen Formen der Behandlung sind nicht zufriedenstellend wegen der schlechten Compliance-Raten und zahlreicher möglicher Nebenwirkungen. Zahlreiche Forscher sind deshalb daran interessiert wie sich die Faktoren des Lebensstils auf das Risiko einer Depression auswirken können.

Einer dieser Faktoren ist die Ernährung, weil frühere Studien zwischen einer Depression und Nahrungsaufnahme eine Verbindung sehen. In der aktuellen Meta-Analyse wurde festgestellt, dass eine gesunde Ernährung zu einem reduzierten Risiko der Erkrankung führt. Laut einer Studie vom August 2015 senkt die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren in Fischöl das Risiko von Psychosen.

Im Rahmen der Analyse wurden 16 geeignete Artikeln identifiziert, die Daten aus 26 Studien mit insgesamt 150.278 Teilnehmern beinhalteten. Diese Studien zählten 10 Teilnehmer aus Europa und sieben Teilnehmer in Nordamerika. Die übrigen Studienteilnehmer stammten aus Asien, Ozeanien und Südamerika.

Die Forscher fanden  heraus, dass in europäischen Studien es einen signifikanten Zusammenhang zwischen einem hohen Verzehr von Fisch und einem 17 Prozent geringeren Risiko für Depression gibt im Vergleich zu einem geringen Fischkonsum. Bei Männern wurde eine Risikoreduzierung von 20 Prozent festgestellt und bei Frauen fiel das Depressions-Risiko um 16 Prozent geringer aus. Die Unterschiede in der Fischart, der Konservierung und Zubereitungsart könnte ein entscheidender Faktor sein, der in den untersuchten Studien beobachtet worden war.

Wie die Forscher vermuten könnten die Omega 3 Fettsäuren die Struktur der Hirnmembranen Dopamin und Serotonin im Körper verändern. Diese beiden Neurotransmitter spielen offenbar eine Rolle bei der Depression. Hochwertiges Eiweiß, Vitamine und Mineralien kann darüber hinaus eine schützende Wirkung gegenüber Depressionen haben.

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