Achtsamkeitsmeditation steht mit falscher Erinnerung in Verbindung

Achtsamkeitsmeditation steht mit falscher Erinnerung in Verbindung

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Einer neuen Studie zufolge kann sich die Achtsamkeitsmeditation negativ auf das Erinnerungsvermögen des Menschen auswirken. Zahlreiche andere Forschungen hingegen sehen in dieser Form der Meditation Vorteile für den Körper und Geist.

Die Ergebnisse der Studie wurden im Magazin Psychological Science veröffentlicht. Die Personen welche die Achtsamkeitsmeditation nutzen hätten demnach weniger Erinnerungen als jene die keine Meditation durchführen. Im Rahmen einer Achtsamkeitsmeditation werden störende und negative Gedanken beseitigt, um das Bewusstsein auf Sinne und Gefühle zu fokussieren.

Der Studienautor Brent M. Wilson vom Department of Psychology der University of California-San Diego (UCSD) und seine Kollegen wollten mit ihrer aktuellen Studie ergründen wie sich die Achtsamkeitsmeditation auf das Erinnerungsvermögen eines Menschen auswirkt. Wie das Team erklärt würden Erinnerungen aus einer internen und externen Quelle stammen. Eine externe Quelle sei zum Beispiel der Verzehr eines Pfannkuchens, während eine interne Quelle mit einer Erinnerung in Verbindung steht wie der Gedanke an ein Essen wie ein Pfannkuchen zum Frühstück.

Laut Wilson seien Erinnerungen und reale Erfahrungen sehr ähnlich, wodurch Menschen schwer bestimmen können welche sie tatsächlich erlebt haben und welche eine falsche Erinnerung sein könnte. Das Forscherteam führte drei Experimente durch, um festzustellen wie Achtsamkeitsmeditation sich auf die Fähigkeit auswirkt zu denken und an reale Erfahrungen zu erinnern. Im ersten Versuch wurden 153 Teilnehmer zufällig in zwei Gruppen eingeteilt.

Eine Gruppe wurde verpflichtet eine Achtsamkeitsmeditation mit 15 Minuten Dauer durchzuführen und sich dabei auf die Atmung zu konzentrieren, um sich von ablenkenden Gedanken zu befreien. Die zweite Gruppe wurde dazu aufgefordert zu chillen und 15 Minuten frei zu denken.

Als Teil dieses Experiment wurden die Teilnehmer dann aufgefordert, eine Liste von 15 Worten zu erstellen, um das Wort »Müll«, wie Müll, Müll und Abfälle im Zusammenhang zu analysieren und sich daran zu erinnern, wie viele Wörter es waren. Das Team stellte fest, dass das wichtige Schlüsselwort »Papierkorb« nicht in der Liste enthalten war.

Die Forscher fanden heraus, dass 39% der Teilnehmer in der Achtsamkeitsmeditation Gruppe fälschlicherweise berichteten, dass das Wort »Müll« auf der 15-Wortliste enthalten war, verglichen mit nur 20% der Teilnehmer in der zweiten Gruppe.

Im zweiten Experiment wurden 140 Teilnehmer gebeten, vor einer 15-minütigen Achtsamkeitsmeditation oder 15 Minuten des freien Denkens zu analysieren und sich an Wörter aus der 15-Wort-Liste zu erinnern. Die Forscher fanden heraus, dass Achtsamkeitsmeditationen zu einem größeren Rückruf ungenauer Erinnerungen führen kann.

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