Probiotische Formel kann Schlüssel zur Kuhmilchallergie sein

Probiotische Formel kann Schlüssel zur Kuhmilchallergie sein

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In den entwickelten Ländern wachsen die Nahrungsmittelallergien und weltweit leiden drei Prozent aller Kinder an der Kuhmilchallergie. Einer neuen Forschung zufolge sind strukturelle Unterschiede in den Darmbakterien verantwortlich dafür, dass manche Kinder keine Toleranz erwerben.

Bei einigen Babys wurde von einem Team bestehend aus Forschern von drei Universitäten aus den USA und Italien festgestellt, dass sie eine Toleranz gegenüber Kuhmilch entwickelt hatten.

Nach Angaben des CDC sind Allergien die sechste Hauptursache für chronische Erkrankungen in den USA. Die jährlichen Kosten für die über 50 Milllionen betroffenen US-Bürger belaufen sich für das Gesundheitssystem auf mehr als 18 Milliarden US-Dollar. Eine CDC-Studie aus dem Jahr 2013 ermittelte, dass Nahrungsmittelallergien bei Kindern von 1997 bis 2007 um 18 Prozent zulegten. Zwischen 1997 und 2011 kletterte der Wert um 50 Prozent.

Das National Institute of Allergy and Infectious Diseases berichtet, dass eine Kuhmilch-Allergie vor allem bei Kleinkindern und Säuglingen innerhalb von Tagen bis Monaten nach der Geburt auftritt. Bei den Symptomen handelt es sich um Nesselsucht, Ekzeme, Bauchschmerzen, Blut im Stuhl, Koliken, Schlaflosigkeit und schlechtes Wachstum.

In einer früheren Forschungsarbeit untersuchte Roberto Berni Canani und seine Kollegen von der Universität von Neapel die Reaktion von Kindern mit Kuhmilch-Allergie auf probiotischen und nichtbiotischen Formeln. Die erste Gruppe wurde mit der probiotischen Bakterienspezies Lactobacillus rhamnosus GG (LGG) behandelt, während die Vergleichsgruppe einer Behandlung mit einer nichtbiotischen Formel unterzogen wurde.

Diejenigen, welche die probiotischen Formel nahmen entwickelten ein höheres Maß an Toleranz, was darauf hindeutet, dass diese Formel hilfreich bei der Überwindung der Kuhmilchallergie ist.

Das Team von Cathryn Nagler, PhD, Bunning Nahrungsmittelallergie-Professor an der University of Chicago führte eine Studie durch in deren Rahmen die Beziehung zwischen einer probiotischen Behandlung und Darmbakterienzusammensetzung untersucht wurde. Es wurde festgestellt, dass Unterschiede in der Bakterienstruktur sich auf die Entwicklung von Allergien auswirken. Bei Kindern welche die probiotische Formel erhielten wurde eine Toleranz gegenüber Kuhmilch festgestellt.

Diejenigen, bei denen eine Toleranz festgestellt wurde, entdeckte man eine höhere Konzentrationen bestimmter Stämme von Bakterien, insbesondere die kurzkettige Fettsäuren, wie Butyrat. Diese Bakterien helfen, die inneren Bedingungen (Homöostase) im Darm zu kontrollieren.

Nach den Ergebnissen sind bestimmte Bakterien für die Entwicklung einer Toleranz gegenüber Kuhmilch bei Kindern verantwortlich. Das nächste Ziel der Forscher ist die Entwicklung klinischer Behandlungen basierend auf den bisherigen Erkenntnissen.

 

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