Chronische Erkrankungen können das Demenz-Risiko erhöhen

Chronische Erkrankungen können das Demenz-Risiko erhöhen

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In einer Studie mit Senioren mit multiplen chronischen Erkrankungen ließ sich ein Zusammenhang zwischen diesen chronischen Beschwerden und leichter kognitiver Einschränkung oder Demenz erkennen.

Das beteiligte Wissenschaftlerteam untersuchte 2176 kognitiv normal leistungsfähige Testteilnehmer, die im Durchschnitt 78,5 Jahre alt waren und verfolgte ihre Entwicklung etwa vier Jahre lang. Die Testpersonen, die an mehr als einer chronischen Erkrankung litten, hatten eine um 38% höhere Chance, an Demenz zu erkranken. Wer vier oder mehr chronische Einschränkungen aufzuweisen hatte, dessen Demenz-Risiko stieg sogar um 61%. Beide Gruppen wurden verglichen mit vollkommen gesunden oder kaum beeinträchtigen Testpersonen. Das Demenz-Risiko lag bei Männern höher als bei Frauen.

Diese Daten legen nahe, dass der Kampf gegen chronische Krankheiten auf lange Sicht auch zur Erhaltung der mentalen Fitness und Gesundheit beiträgt.

“Wir waren nicht in der Lage, die Mechanismen zu untersuchen, durch die chronische Mehrfacherkrankungen zu kognitiven Abbauvorgängen beitragen – dennoch decken sich die Studienergebnisse mit der Hypothese, dass multiple Krankheitsursachen zu einem Abbau der kognitiven Fähigkeiten im fortgeschrittenen Alter beitragen. Das unterstreicht einmal mehr die Bedeutung wirksamer Prävention“. sagt Dr. Rosebud Roberts dazu, leitender Autor der Studie für das Journal der Amerikanischen Geriatrie-Gesellschaft und ergänzt: „Werden chronische Krankheiten diagnostiziert, sollten sie auch möglichst effektvoll behandelt werden.“

 

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