Erkältungen und Fieber erhöhen Schlaganfall-Risiko bei Kindern

Erkältungen und Fieber erhöhen Schlaganfall-Risiko bei Kindern

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Nach einer im Magazin Neurology veröffentlichten Studie steigt mit Fieber und Erkältungen bei Kindern zeitweise das Risiko einen Schlaganfall zu erleiden. Die Studie wurde von Dr. Heather J. Fullerton von der University of California San Francisco (UCSF) durchgeführt und nach Erkenntnissen ihres Teams können Routine-Impfungen einen gewissen Schutz vor Schlaganfall bieten.

Der Schlaganfall steht oft mit Erwachsenen in Verbindung aber in den USA erleiden 11 von 110.000 Kindern diese Krankheit. Die Krankheit zählt zur Top 10 der Todesursache von US-Kindern. Gemeinsame Risikofaktoren für Schlaganfall sind eine Herzerkrankung, angeborene Herzfehler, Immunstörungen, Kopftrauma oder Nackentrauma. Im August 2014 erklärte Dr. Fullerton und ihr Team dass Erkältungen sowie kleinere Infektionen kurzfristige Schlaganfall-Risikofaktoren für ein Kind sein können.

Die aktuelle Untersuchung basiert auf diesen Studienergebnissen und beinhaltet einen größeren Teil der Bevölkerung. An der Studie waren auch Kinder beteiligt deren Schlaganfall durch einen Gehirnscan nachgewiesen wurde. Insgesamt zählte sie 709 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Von diesen hatten 355 einen arteriellen ischämischen Schlaganfall (AIS) und 354 waren frei von Schlaganfall.

Das Team fand heraus, dass 18% der Kinder mit AIS hatten eine Infektion eine Woche vor ihrem Schlaganfall. Drei Prozent der Schlaganfall-freien Kinder hatten eine Infektion eine Woche bevor Interviews durchgeführt wurden. Oberen Atemwege – wie Erkältungen und Grippe sind am häufigsten festgestellt worden.

Kleinere Infektionen würden das Schlaganfall-Risiko nur kurzfristig erhöhen. Bei Kindern, die nur wenige oder einige Routineimpfungen erhalten haben, erlitten 7 mal häufiger einen Schlaganfall als diejenigen welche die meisten oder alle Impfungen bekommen haben. Eine gute Einhaltung der Impfpflicht kann den Ergebnissen zufolge das kurzfristige Schlaganfallrisiko reduzieren. Die Ergebnisse rechtfertigen nach Angaben der Studienautoren weitere Untersuchungen. Das Gesamtrisiko für einen Schlaganfall bei Kindern ist trotz der Ergebnisse noch immer extrem gering.

 

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