Erektile Dysfunktion – 2015 in Deutschland ein Tabu, aber auch ein Problem

Erektile Dysfunktion – 2015 in Deutschland ein Tabu, aber auch ein Problem

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Es wurde eine umfangreiche Studie durchgeführt, welche Fragebögen von 3.429 männlichen Teilnehmern auswerteten. Die Studie dauerte über 4 Monate und die Teilnehmer wiesen alle ein Alter über 18 Jahre auf. Das Ziel der Umfrage war es, in Erfahrung zu bringen, wie die männliche Bevölkerung Themen wie Potenz und potenzsteigernde Mittel sowie Libido bewerten. Wichtig war es auch, zu erkennen, wie viele Männer tatsächlich regelmäßig oder unregelmäßig zu potenzsteigernden Mitteln greifen.

Dabei lag die prozentuale Altersverteilung bei 17 % der 18 – 25 Jährigen, bei 42 % der 26 – 35 Jährigen sowie bei 36 % der 36 – 50 Jährigen. 4 % der Befragten hatten ein Alter zwischen 51 und 65 Jahren. Ein Prozent lag über 65 Jahre. Die Kernfragen wurden dabei langsam eruiert. Somit wurden die Teilnehmer auch nach ihrer eigenen sexuellen Aktivität gefragt. Dabei gaben 73 % der Befragten an, dass sie regelmäßig zu einer oder mehreren Partnerinnen sexuellen Kontakt pflegen. Lediglich 18 % gaben in der Umfrage an an einer erektilen Dysfunktion (ED) zu leiden. Dennoch sind 18 % bei der Anzahl der Befragten ein hoher Wert.

Nur 8 % der Betroffenen haben den Gang zum Arzt gewählt. Auf die Frage, ob sie potenzsteigernde Mittel nehmen würden gaben 62 % an, dass sie dies tun. 87 % der Befragten, welche Mittel zur Potenz- oder Libidosteigerung einnahmen konnten bestätigen, dass sie eine Wirkung feststellen konnten. Eine wichtige Frage war auch der Punkt, ob den Betroffenen der Grund für ihre vorliegende ED bekannt sei. Darauf antworteten lediglich 34 % mit ja. Demnach wissen 66 % der Betroffenen nicht warum sie an ED leiden, oder kennen die Ursache dafür nicht.

Es erklärten jedoch auch 91 %, dass sich ihr Beziehungsstatus durch ED nicht verändert habe. Dies zeigt, dass ED zwar heute noch ein großes Tabuthema ist, über das nur wenige sprechen, und auch nicht viele zum Arzt gehen, doch es trifft offenbar auch auf Verständnis, wenn das Thema innerhalb einer Beziehung angesprochen wird. Die Studie konnte aufzeigen, dass der Durchschnitt durchaus mit dem Thema persönlich bereits in Berührung gekommen ist, und dass auch Potenzmittel offensichtlich die erste Wahl darstellen, sofern Probleme in diesem Bereich auftreten. Aufklärungsarbeit ist jedoch noch immer nötig, denn die Zahl der wenigen Betroffenen, die einen Arzt aufsuchen oder den Grund für ihre ED nicht kennen, könnte durch Aufklärungen deutlich gesenkt werden.

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