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Dick oder nicht dick?

Dick oder nicht dick?

Gelegentlich klaffen die eigene Wahrnehmung und die Wirklichkeit weit auseinander. So verhält es sich häufig auch bei der Frage: Bin ich fit und habe ich Idealgewicht – oder bin ich zu dick? Eine US-Studie, die aktuell im Amerikanischen Journal für Präventivmedizin publiziert wurde, beschäftigte sich mit diesem Thema:

Wer zugeben kann, dass er übergewichtig ist, befindet sich fast schon auf dem Weg zurück zu einem gesunden Körpergewicht, so der Leiter der Studie, Dr. Jian Zhang vom Jiann-Ping Hsu College für Öffentliche Gesundheit an der Georgia Southern University. Wer dagegen bestehendes Übergewicht für einen Normalzustand hält, wird auch kaum Anstrengungen unternehmen, etwas daran zu ändern.

Schlankheitskult in den Medien führte zu einer Gegenreaktion

Das Kernproblem dabei ist die Selbstwahrnehmung. In den letzten 20 Jahren wurden immer mehr Heranwachsende übergewichtig. Fettleibigkeit wurde dabei fast zur „Pandemie“. Doch in den Medien, von der Industrie der Diätprodukte bis hin zu den Ärzten erhielten allzu üppig ernährte Personen ohnehin beständig und massiv die Botschaft, sie seien nicht „in Ordnung“ und müssten schlanker werden. Das führte allerdings nicht zu mehr Ess- und Bewegungs-Disziplin. Im Gegenteil weigern sich immer mehr Menschen sich weigern, sich ihr Übergewicht überhaupt erst einzugestehen.

Die Daten einer Untersuchung von Jugendlichen aus den Jahren 1988 bis 1994 wurden für die aktuelle Studie herangezogen, bei der eine neue repräsentative Anzahl an Probanden befragt wurde. Dabei wurden die Selbstwahrnehmung der Teilnehmer und die tatsächliche Entwicklung des Körpergewichtes verglichen. Die Frage lautete: Siehst du dich als fett, übergewichtig oder normalgewichtig an? Der Ist-Zustand der Testpersonen wurde anhand des Body-Mass-Indexes (BMI) ermittelt.

Dabei trat klar zutage: Die Wahrscheinlichkeit einer korrekten Selbstwahrnehmung war bei übergewichtigen bis fettleibigen Probanden im Untersuchungszeitraum zwischen 2007 und 2012 um 29% gesunken, gegenüber der Situation bei den Studienteilnehmern aus den Jahren 1988 bis 1994.

Auch eine soziale Vergleichstheorie kommt als Erklärung in Frage. Individuen vergleichen sich stets mit den Menschen in ihrer Umgebung. Je mehr übergewichtige Freunde sie haben, desto positiver und normaler empfinden sich dicke Menschen ihrerseits.

Dr. Zhang und seine Kollegen fassen zusammen: Sich des eigenen Übergewichtes bewusst zu werden, ist der erste Schritt zu Anstrengungen, abzunehmen. Doch die wachsende Tendenz, das eigene Körpergewicht nicht realistisch einzuschätzen, stellt eine Gefahr für Heranwachsende dar: Je „normaler“ sie die eigene Fettleibigkeit finden, desto geringer der Druck, abzunehmen, die Ernährung neu zu überdenken und auf ein Idealgewicht hinzuarbeiten. Es gilt, so sagen die Wissenschaftler, neue Wege zu finden, jungen Menschen ein positives Verhältnis zum eigenen Körper und zugleich eine realistische Einschätzung desselben zu vermitteln, um sie zu einer gesunden Lebensweise zu motivieren.

Nur bei Durst trinken soll Gesundheitsrisiken reduzieren

Nur bei Durst trinken soll Gesundheitsrisiken reduzieren

Ein guter Flüssigkeitshaushalt im Körper ist wichtig, doch zu viel trinken kann gefährlich sein und in Ausnahmefällen sogar zum Tod führen. Ein Expertenteam hat neue Leitfäden veröffentlicht, um den tödlichen Überkonsum an Flüssigkeiten  zu vermeiden. Daher sollen vor allem Sportler nur dann trinken, wenn sie wirklich durstig sind.

Zu viel Wasser oder Sportgetränke können zu einer schweren Erkrankung führen. Die Nieren sind dann nicht mehr in der Lage die hohe Menge an Flüssigkeit zu verarbeiten und auszuscheiden. Dabei wird im Körper das Natrium stark verdünnt, was zu gefährlichen Schwellungen der Zellen führen kann.

Einfache Symptome der so genannten EAH sind Schwindel, Übelkeit und Schwellungen. In schweren Fällen kann es zu Verwirrung, Krämpfen, Koma oder sogar zum Tod kommen. Aktuell, berichtet die Studie, seien ungefähr 14 Sportler an dieser Erkrankung verstorben. Nicht nur anstrengende Sportarten sind dabei betroffen, sondern auch Sportler die Yoga ausüben, können daran erkranken. Die Empfehlung hierbei lautet, dass es ein einfaches Mittel gegen diese Krankheit gibt: Folgen Sie einfach Ihrem natürlichen Durstgefühl.

Der natürliche Durst sorgt dafür, dass der Körper weder überhydriert, noch dass er dehydriert. Es sollte stets ein gutes Mittelmaß gefunden werden. Bei heißen Temperaturen wird empfohlen mehr zu trinken als sonst, da durch das Schwitzen mehr Flüssigkeit vom Körper verbraucht wird. So können Hitzekrämpfe oder ein Hitzschlag vermieden werden.

Dabei sollte konsequent auf das Durstgefühl gehört werden, damit der Körper ausreichend, aber nicht viel zu viel Flüssigkeit erhält.

Trinken ohne Durst kann katastrophale Auswirkungen haben

Laut Dr. Winger kann eine leichte Dehydrierung bei Sportlern toleriert werden. Viele Athleten verlieren bis zu 3% ihres Körpergewichtes während der Ausübung des Sportes, ohne dass dies ihre Leistung beeinträchtigen würde.

Doch genau diese ungenauen Aussagen können dazu führen, dass gefährliche Verhaltensweisen umgesetzt werden. Zumindest kann keine pauschale Empfehlung ausgesprochen werden. Jeder sollte auf seinen Körper hören, aber nicht der weitverbreiteten Meinung folgen, dass man mit dem Trinken nicht warten sollte, bis man durstig ist. Der Körper signalisiert genau, wann er etwas benötigt und so sollten sich Sportler auf diese Signale sensibilisieren. Bei schweren Fällen der EAH kann eine Kochsalzlösung helfen, um lebensbedrohliche Zustände zu behandeln.

Das Expertenteam hat es sich zum Ziel gesetzt, dass kein Sportler mehr an den Folgen der EAH sterben soll. Dabei wird erforscht, welche langfristigen gesundheitlichen Probleme sich bei einem übermäßigen Trinkverhalten ergeben können, und wie EAH konkret behandelt werden kann. Des Weiteren werden Ideen und Konzepte entwickelt, um EAH vorzubeugen.

 

Amerikaner nehmen zu wenig Obst und Gemüse zu sich

Amerikaner nehmen zu wenig Obst und Gemüse zu sich

Eine neue Studie zeigt, dass viele Amerikaner den nationalen Empfehlungen zur Ernährung nicht nachkommen und zu wenig Obst und Gemüse konsumieren.

Das Center for Disease Control and Prevention (CDC) aus den USA kommt in seiner Analyse zu dem Schluss, dass nur 13,1 % der erwachsenen US-Bürger genug Obst und lediglich 8,9% genug Gemüse essen.

Die Analyse wurde in ganz USA durchgeführt und zeigt dabei starke Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesstaaten. In Kalifornien werden mit 17,7 % am meisten Obst und mit 13 % am meisten Gemüse verzehrt. Ganz unten stehen Tennessee beim Obstkonsum mit nur 7,5 % und Mississippi im Gemüsekonsum mit 5,5%.

Das Essen von Obst und Gemüse bietet jedoch eine gute Zufuhr von wichtigen Nährstoffen und reduziert gleichzeitig das Risiko für Herzkrankheiten, Schlaganfälle und bestimmte Krebserkrankungen. Außerdem hilft es bei der Gewichtsreduktion.

In einer Umfrage wurden Menschen zu verschiedenen Obst- und Gemüsesorten befragt, und wie oft sie diese essen. Dabei wurde das Obst und Gemüse in verschiedene Kategorien aufgeteilt.

 

Die Autoren verglichen die Antworten mit den empfohlenen Richtwerten, welche besagen, dass Erwachsene, die sich weniger als 30 Minuten am Tag aktiv bewegen täglich 1,5 – 2 Portionen Obst und 2 – 3 Portionen Gemüse pro Tag verzehren sollen. Wer sich aktiver bewegt und Sport treibt, kann sogar mehr Obst und Gemüse essen, da er einen erhöhten Kalorienbedarf hat.

 

Es müssen neue Wege gegangen werden.

Bei Umfragen im zeitlichen Rahmen von 2007 – 2010 wurde festgestellt, dass die US-Bevölkerung unter 1 Portion Obst und weniger als 1,5 Portionen Gemüse pro Tag verzehren. Damit erfüllen rund 76 % bei Obst und 87 % bei Gemüse nicht einmal die empfohlene Mindestmenge. Der Bericht erklärte zum Schluss, dass es den Anschein hat, als würden die Amerikaner auf diesen niedrigen Level des Obst und Gemüseverzehrs stehen bleiben.

Es sind wesentliche Anstrengungen erforderlich, um die Nachfrage der Verbraucher für Obst und Gemüse zu steigern. Dazu gehört auch eine wettbewerbsfähige Preisgestaltung, Werbung und Förderung in der Kinderbetreuung, den Schulen, in Lebensmittelläden, Gemeinden und weiteren Einrichtungen.

 

Folgende Tipps werden hierbei mit auf den Weg gegeben:

  • Füllen Sie die Hälfte Ihres Tellers mit Früchten und Gemüse
  • Jedes Produkt zählt, ob aus der Dose, getrocknet, gefroren oder frisch
  • Vergleichen Sie Lebensmitteletiketten auf Konserven, getrocknetem und gefrorenem Obst und Gemüse, und wählen Sie das Produkt mit dem niedrigsten Gehalt an Natrium und Zucker
  • Essen Sie einen Frucht- oder Gemüsesalat zum Mittag oder Abendessen
  • Essen Sie rohe Gemüsesticks anstelle von Chips
  • Genießen Sie trockene Früchte, wie Rosinen, Datteln oder Aprikosen als Snacks
  • Geben Sie gehacktes Gemüse wie Zwiebeln, Knoblauch und Sellerie in Suppen, Eintopf, Reis und Saucen

 

Weiterhin wurde durch eine Studie von CDC berichtet, dass der Konsum von zuckerhaltigen Getränken über 184.000 Todesfälle pro Jahr bei Erwachsenen weltweit verursacht. Die Studie definiert als zuckerhaltige Getränke unter anderem mit Zucker gesüßte Limonaden, Sport- und Energiegetränke, Fruchtgetränke (aber nicht 100% Fruchtsäfte), gesüßte Eistees und hausgemachte zuckerhaltige Getränke.

 

Neue Technik entdeckt frühe Stadien von gefährlichen Arterienablagerungen

Neue Technik entdeckt frühe Stadien von gefährlichen Arterienablagerungen

Mit Arteriosklerose wird eine Verstopfung der Arterien bezeichnet. Durch Fett und Kalk können diese Arterien so verengt werden, dass die Durchblutung gestört wird und der Körper schlecht mit Sauerstoff versorgt werden kann. Dies erhöht das Risiko einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden um ein Vielfaches. Wissenschaftler haben jetzt eine nicht-invasive Technologie entwickelt, welche frühe Stadien der Arteriosklerose erkennen kann. Dieses basiert auf einem preiswerten Verfahren, welches mit einem radioaktiven Mittel betrieben wird.

 

Forscher der Universitäten von Cambridge und Edinburgh in Großbritannien nutzten dafür ein System, welches bereits in den 1960er Jahren zur Erkennung von Knochenkrebs verwendet wurde. Nun wurde durch ein radioaktives Mittel versucht, die Bildung von Kalkablagerungen in Arterien zu erkennen.

Studienleiter Dr. Anthony Davenport, der Abteilung für Medizin an der Cambridge, sagt hierzu:

Diese neue Technik, ist die einzige denkbare Möglichkeit, welche durch nicht-invasive Weise frühe Stadien der Verkalkung der Arteriosklerose erkennen kann.

Er und seine Kollegen erwarten, dass die Technik – die Natriumfluorid in Kombination mit einer sehr geringen Menge des radioaktiven Indikators verwendet –  bei der Diagnose der Arteriosklerose und die Entwicklung neuer Medikamente zur Behandlung helfen kann.

 

Arteriosklerose kann gefährlich sein

Es besteht die Möglichkeit, dass die Ansammlungen von Fettablagerungen (auch „Plaques“ bezeichnet) allmählich verhärten und die Arterienwand verengen, und dann schließlich die Durchblutung und Sauerstoffversorgung einschränken. Eine weitere Möglichkeit ist, dass in einigen Fällen Stücke der Kalkablagerungen abbrechen können. Werden diese Stücke im Blutkreislauf weitertransportiert und erreichen das Gehirn oder Herz, so kann dies zu einem Schlaganfall oder Herzinfarkt führen. Je früher also erkannt werden kann, in welchem Stadium sich die Arteriosklerose befindet, desto schneller kann reagiert werden. Gleichzeitig werden auch die Chancen auf einen erfolgreiche Behandlung erhöht.

 

Für ihre Studie injizierte das Team Patienten das Mittel und beobachtete dann durch eine Computertomographie, wie der Indikator sich im Körper bewegte. Durch Messungen der Werte konnte dann festgestellt werden, wo sich in den Arterien jeweils Ablagerungen aufbauten. Diese detaillierte Untersuchung bestätigte, dass der 18F-NaF Indikator, wie er auch genannt wird, in der Lage ist Ablagerungen zu finden, welche sich in den Arterien und nicht im umliegenden Gewebe befinden. Diese effiziente Methode könnte laut Co-Autor, Dr. James Rudd, ein Kardiologe und Forscher an Cambridge, eine Revolution darstellen. Das System arbeitet kostengünstig und bietet eine hohe Effizienz. Abschließend erklärte er:

Dies wird es uns ermöglichen, aktuelle Behandlungen effektiver zu nutzen, um auch Patenten mit einem erhöhten Risiko schneller und effektiver behandeln zu können. Darüber hinaus kann diese Methode auch dazu genutzt werden, um zu testen, wie gut neue Medikamente wirken, welche zur Prävention gegen die Entwicklung von Arteriosklerose eingesetzt werden.

Fußballer haben ein erhöhtes Risiko für Gehirnerschütterungen

Fußballer haben ein erhöhtes Risiko für Gehirnerschütterungen

Einen Ball mit dem Kopf anzunehmen ist völlig normal beim Fußball, aber eine neue Studie hat belegt, dass dies die häufigste Ursache für Gehirnerschütterungen bei Fußballern ist.

Eine Gehirnerschütterung ist eine Art der traumatischen Hirnverletzung, die durch einen Schlag oder Stoß auf den Kopf verursacht wird. Sie stört die normalen Funktionen des Gehirns. Die erste Klage wegen einer Gehirnerschütterung beim Fußball gab es im Jahr 2011. Seitdem beschäftigen sich einige Studien mit dem Risiko von Gehirnerschütterungen beim Fußball. Eine neue Studie der JAMA Pediatrics hat ergeben, dass Fußball auch ein Risikofaktor für die Gesundheit von Kindern darstellt.

Der Sport fand in den letzten Jahren immer mehr Sportler. Die wachsende Popularität in den USA hat in den letzten 3 Jahrzehnten rasant zugenommen. Während 1969 – 1970 nur 48.200 Mädchen und Jungs Fußball spielten, waren es 2014 bereits 428.000.

Die Studie fand auch heraus, dass bei 68,8% der Jungen und bei 51,3% der Mädchen die häufigste Verletzung eine Gehirnerschütterung war. Kopfball wurde dabei als eine der die spezifischen Ursachen beim Fußball ausgemacht, welche am häufigsten zu einer Gehirnerschütterung führt. Fast ein Drittel der Jungs und etwa über ein Viertel der Mädchen litten nach dem Fußball an Gehirnerschütterungen.

 

Verbote würden nur eingeschränkte Wirkung zeigen

Die Ergebnisse belegen, dass ein Verbot für Kopfbälle das Risiko einer Gehirnerschütterung deutlich reduzieren würden. Doch das Verbot hätte nur begrenzte Wirksamkeit. Der Kontakt mit dem Ball und anderen Spielern ist beim Fußball unvermeidbar, sodass allein durch den Körperkontakt ein erhöhtes Verletzungsrisiko besteht. Ein Kopfball-Verbot ist sehr unwahrscheinlich, da vor allem der Kontakt zwischen den Sportlern ebenfalls sehr häufig zu Gehirnerschütterungen führt. Ein Kopfball-Verbot wäre nur dann wirksam, wenn auch der Körperkontakt unter den Sportlern reduziert werden könne.

Eine solche Verletzung ist ein unglücklicher Nebeneffekt bei solch intensiven Sportarten. Dennoch können mehrere Gehirnerschütterungen bei Kindern im Erwachsenenalter Spätfolgen mit sich bringen. Ein Helm wäre eine gute Möglichkeit, um den Kopf zu schützen, doch ob neue Ausrüstungen für den Fußballsport irgendwann einmal vorgeschrieben werden, bleibt abzuwarten.

 

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Studie findet Obst und Gemüse für Gewichtabnahme heraus

In den USA leiden 66 Prozent an Übergewicht oder Fettleibigkeit. Eine neue Studie fand nun heraus welches Obst und Gemüse sich optimal zur Gewichtabnahme sowie Einhaltung des Gewichts eignet. Die Ergebnisse wurden im Magazin PLOS Medicine veröffentlicht. Das Risiko eine chronische Krankheit erleiden erhöht sich mit Übergewicht oder Fettleibigkeit. Eine Änderung des Lebensstils in Verbindung mit einer Diät und Anpassung der Ernährung kann diesem Risiko entgegenwirken.

Die Umstellung der Ernährung mit weniger Kalorien, Zucker und Fett sowie mehr Bewegung versetzt betroffene Menschen in die Lage das eigene Gewicht und Körperfett besser zu steuern. Die Ernährungsrichtlinien des US-Landwirtschaftsministeriums und dem Department of Health and Human Services (HHS) mit Stand 2010 empfehlen den Verzehr einer Vielzahl von Obst und Gemüse, um das Risiko chronischer Krankheiten zu senken. Die Richtlinien sollen Erwachsenen und Kindern helfen ein gesundes Gewicht zu erreichen.

Die aktuelle Langzeitstudie von Dr. Monica Bertoia stellt fest, dass trotz der starken Beweise, dass diese Lebensmittel eine Herz-Kreislauf-Krankheit verhindern, sei deren Beitrag zur Aufrechterhaltung eines gesunden Körpergewichts noch nicht bewiesen.

Das Team rund um Dr. Bertoia-Team, von der Harvard TH Chan School of Public Health und Brigham & Womens Hospital in Boston stellte Hypothese auf, dass bestimmte Obst und Gemüse kann mehr oder weniger vorteilhaft für die Erhaltung oder Erreichung eines gesunden Körpergewichts sein.

Der Vorschlag des Forscherteams empfiehlt den Verzehr von Obst und Gemüse mit einem höheren Faseranteil oder einer niedrigen glykämischen Last, weil diese eher zu einem gesunden Gewicht führen würden, als wenn Früchte oder Gemüse mit niedrigen Faseranteil bzw. einer höheren glykämischen Last gegessen würden.

Im Rahmen der Studie nahmen drei prospektive Kohorten bestehend aus 133.468 amerikanischen Männern und Frauen teil, die vor allem einen Gesundheitsberuf ausübten. Ihr Beruf fokussierte sich auf Risikofaktoren chronischer Erkrankungen. Die Teilnehmer hatten ihrer Geschichte keine chronische Erkrankungen wie Diabetes, Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Es wurden allerdings Berichtigungen bei denjenigen vorgenommen, die während der Studie eine chronische Krankheit entwickelten. Die Studienteilnehmer mussten in Intervallen von 4 Jahren einen Fragebogen zu Gewichtsveränderungen zwischen den Jahren 1986 und 2010 ausfüllen.

Obst und Gemüse wurden mit einem Hochgehalt oder Niedriggehalt an Fasern oder einem niedrigen bzw. hohen GL-Gehalt eingestuft. Zur Ermittlung der Werte wurde durch Multiplizierung des Kohlenhydratgehalts von jedem Obst / Gemüse (Gramm pro Portion) durch den glykämischen Index des jeweiligen Obst / Gemüse berechnet.

Die Früchte wurden in Zitrusfrüchten, Melonen und Beeren und Gemüse in Kreuzblütler, grünes Blatt und Hülsenfrüchte, basierend auf einem vergleichbaren Nährstoffgehalt eingeordnet.

Nur ganze Früchte waren enthalten, wie Fruchtsaft dazu neigt, ohne Zusatz von Zucker enthalten. Unverarbeitete Kartoffeln wurden als Gemüse (gebacken, püriert usw.) gezählt, aber nicht gebraten.

Untersucht wurde der Zusammenhang zwischen Gewichtsveränderungen und der Einnahme eines bestimmten Obstes oder Gemüse. Es wurden Berichtigungen im Lebensstil wie Rauchen, körperliche Aktivität, Schlafzeit und TV-Genuss berücksichtigt. Die Änderung der Aufnahme von Lebensmitteln wie Bratkartoffeln, Saft, Vollkornprodukte, Süßigkeiten und Alkohol fand ebenfalls Berücksichtigung.

Eine Extraportion täglich verursachte den Ergebnissen zufolge einen Gewichtsverlust von 0,24 Kilogramm und eine zusätzliche Gemüse verursachte eine Gewichtsreduktion von 0,11 Kilogramm am Tag.

Besonders vBeeren, Äpfel und Birnen trugen zu einem höheren Gewichsverlust bei als Gemüse. Eine Gewichtszunahme wurde beim Verzehr von Kartoffeln, Mais, Erbsen, Karotten und Kohl festgestellt, weil es sich hierbei um stärkehaltiges Gemüse handelt, welches allerdings wertvolle Nährstoffe beinhaltet.

Die Forscher empfehlen ein täglichen Verzehr einer Extraportion Obst oder Gemüse um eine Gewichtsänderung herbeizuführen und um das Gewicht aufrechtzuerhalten.

 

Blutdruckmedikamente vor Schlafengehen reduzieren Diabetes-Risiko

 

Neuen Forschungsergebnissen zufolge kann die Einnahme von Blutdruck-Medikamenten vor dem Schlafengehen zu einer Reduzierung des Diabetes Typ 2 Risikos führen.

Die zwei Studien der spanischen Universität von Vigo untersuchte die Auswirkungen des Schlafzeit-Blutdrucks auf das neu aufgetretene Diabetes-Risiko. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Diabetologia veröffentlicht. Nach Angaben des CDC leidet in den USA einer von drei Erwachsenen an Bluthochdruck und dies entspricht 29 Prozent oder 70 Millionen der Gesamtbevölkerung. Von den Betroffenen haben nur 52 Prozent eine Kontrolle über den als Hypertonie bezeichneten Bluthochdruck.

Ein unkontrollierter Bluthochdruck kann zu einem metabolischen Syndrom, einer Sammlung von Krankheiten führen, die das Risiko von Herzerkrankungen, Diabetes und Schlaganfall erhöhen.

Nach durchschnittlich 5,9 Jahren hatte sich bei 190 der 2656 Teilnehmer der Diabetes Typ 2 entwickelt. Die Schlaf-Zeitblutdruckwerte waren ein signifikanter Marker für die Entwicklung von Diabetes, mit vorhergehenden Veränderungen im Blutdruck anstatt dass die Krankheit ausbricht. Basierend auf der ersten Studie könnte eine Senkung des Schlafzeit-Blutdrucks zu einem neuen Verfahren führen mit dem das Risiko einer neu aufgetretenen Diabetes verringert werden kann. Bei den Teilnehmern wurde eine Reduzierung des Diabetes-Risikos von 57 Prozent festgestellt, wenn sie vor dem Schlafengehen ein Blutdruck-Medikament eingenommen hatten.

Wie ein Big Mac im Körper nach einer Stunde wirkt

Mit über 36.000 Restaurants ist die Burger-Kette eine der weltweit Größten. Sicherlich kommt jeder einmal an den Punkt, an dem er hier einkehrt und sich einen Burger schmecken lässt. Eines der beliebtesten Produkte des Restaurants ist der Big Mac. Sicherlich weiss jeder, dass dieser Burger zwar lecker, aber nicht gerade eine gesunde Ernährungsweise ist. Nun zeigt eine Statistik auf, was im Körper nach einer Stunde nach dem Konsum eines solchen Burgers geschieht.

Ein Big Mac enthält 540 Kalorien und 25 Gramm Fett. Der Konsum dieses Sandwich allein – ohne Pommes und Limo, die oft als Begleiter im so genannten Menü mit konsumiert werden. Das macht über 25% des empfohlenen Tagesbedarfes an Kalorien eines Erwachsenen aus und liegt bei über 40% der empfohlenen täglichen Fettmenge.

Der Burger enthält außerdem ca. 940 mg Salz. Empfohlen wird eine Tagesmenge an Salz von maximal 1.500 mg. Während die meisten von uns wissen, dass der Verzehr des Burgers nicht besonders gesund ist, werden die Burger oftmals aus Bequemlichkeit genossen und ersetzen dadurch einen wichtigen Teil der eigentlich dringend nötigen Nährstoffe. Rund 50 Millionen Amerikaner besuchen fast jeden Tag ein Fastfood-Restaurant. Mehr als ein Fünftel frönt zweimal pro Woche Fast-Food.

Aber würden sie sich tatsächlich für diese Ernährung entscheiden, wenn sie wüssten, was sie ihrem Körper damit konkret antun?

Die Webseite Fast Food Menü Price hat eine Infografik veröffentlicht, die aussagt, wie ein Big Mac auf den Körper wirkt und zwar nach 10, 20, 30, 40 und 60 Minuten nach dem Verzehr.

 

Es braucht drei Tage um einen Big Mac zu verdauen

Nach 10 Minuten, nach dem Verzehr des Burgers, steigert der hohe Kaloriengehalt den Blutzuckerspiegel enorm. Zusätzlich setzt der Burger, w ie zahlreiche andere Junk-Food Produkte Chemikalien im Gehirn frei. DArunter auch Dopoamin, das für das Belohnungssystem im Gehirn verantwortlich ist und Glücksgefühle ausschüttet. Die Infografik sagt aus, dass dies mit dem Konsum von Kokain vergleichbar sei.

Nach 20 Minuten entsteht durch den hohen Fructose Anteil ein Suchtgefühl und der hohe Natriumgehalt sorgt gleichzeitig für eine Unterstützung, sodass man sich automatisch nach mehr sehnt.

Nach 30 Minuten beginnt der hohe Salzgehalt im Burger den Körper zu dehydrieren. Ein Symptom davon kann Hunger sein, sodass man Gefahr läuft weitere Nahrung zu sich zu nehmen. Wer sich oft nach dem essen eines Burgers hungrig fühlt, kann dies auf den Blutzucker im Körper zurückgeschlossen werden.

„Nach dem Verzehr der kalorienreichen Nahrung, kann der Körper als Insulinantwort den Blutzuckerspiegel senken, dies löst ein Hungergefühl aus,“ sagt die Infografik aus. Darüber hinaus suggeriert sie klar, dass durch den großen Fettanteil ein Burger dieser Art drei Tage braucche, um vollständig verdaut zu sein. Als wichtige Botschaft wird dem Konsumenten mit auf den Weg gegeben, den Burger nicht regelmäßig zu genießen. Hin und wieder sei jedoch im Rahmen einer sonst gesunden Ernährung erlaubt.

 

 

Neuartige Forschungsmethode verrät Essgewohnheiten

Die mobile Technologie bietet neue Möglichkeiten, um zu überblicken, wann welche Menschen was wo essen. Dies soll nun zur Förderung einer gesunden Ernährung und besseren Essgewohnheiten genutzt werden.

Die Forscher setzten für ihre Studie eine Handy-App, um Daten über die täglichen Ess- und Trinkgewohnheiten von über 150 Teilnehmern zu sammeln. Die Studie dauerte 3 Wochen und brachte faszinierende Ergebnisse zum Vorschein. Satchidananda Panda, leitende Autor der aktuellen Studie und Associate Professor an Salk Institute, spezialisierte sich bei seiner Studie auf die Zusammenhänge zwischen dem circadianen Rhythmus des Menschen, also seiner inneren Uhr und seiner Gesundheit. Seine Arbeit konzentriert sich auf die körpereigenen Gene, Moleküle und Zellen. Er sagt: „Sie alle halten den Körper im Gleichgewicht zur eigenen inneren Uhr.“

Das erklärte Ziel des Projektes war es, einen Weg zu finden, die Auswirkungen des Zeitpunkts der Nahrungsaufnahme bei Menschen objektiv zu studieren. Danach folgte eine Beurteilung, ob dies die innere Uhr beeinflussen würde.

Panda und Erstautor Shubhroz Gill, ein Postdoktorand in Panda-Gruppe, hatte die Hypothese aufgestellt, dass eine zeitgesteuerte Nahrungsaufnahme, nach konkretem Zeitplan den so genannten Stoffwechsel-Jetlag verhindern könne. Dieser kann auftreten, wenn unregelmäßige Essenszeiten der Fall sind. Panda hatte zuvor bei einem Experiment an Mäusen festgestellt, dass die Veränderung der Essenszeiten Übergewicht und Krankheiten verhindern könne.

 

Eine App zur Bilanzierung der menschlichen Essgewohnheiten

Gill und Panda entwickelten eine App, um die gewünschten Daten zu sammeln. Die App erfasste neben der konsumierten Lebensmittel und deren Menge auch Metadaten, w ie beispielsweise wo das Essen konsumiert wurde und einen zeitlichen Stempel. Erinnerungen wurden täglich an die Teilnehmer versendet.

Zur Studie wurden freiwillige Teilnehmer im Alter von 21- 55 Jahre ausgewählt. Die über die App gesammelten Daten zeigten, dass die meisten Menschen über einen Zeitraum von 15 Stunden pro Tag mehr essen und nur 25% am Vormittag an Kalorien verbrauchen und 33% ihrer Kalorien nach 18 Uhr verbrauchen.

Das brachte die Feststellung hervor, dass die meisten Menschen in einem 15 Stunden Zeitraum pro Tag Nahrung zu sich nehmen. Dies brachte die Forscher zu ihrer eigentlichen Frage: Könnte eine solche App den Menschen helfen, gesünder und ausgewogener zu leben und sich danach zu ernähren?

Um dies zu testen, wählten sie acht übergewichtige Personen aus, welche für einen bestimmten Zeitraum Nahrung aufnehmen durften. Die Zeitspanne war auf maximal 11 Stunden pro Tag begrenzt. Dabei wurden Empfehlungen zur Veränderung ihrer herkömmlichen Ernährung gegeben. Nach 16 Wochen hatten die Probanden im Durchschnitt 3,5% Übergewicht verloren. Sie sagten alle aus, dass sie körperlicher aktiver waren und besser schlafen könnten. Jetzt soll die App optimiert werden, sodass sie für alle zugänglich gemacht werden kann. Gleichzeitig werden noch weitere Forschungen in diesem Bereich angstrebt.