Alzheimer – Medizinaktuell.info https://www.medizinaktuell.info Thu, 17 May 2018 17:10:19 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.7 https://www.medizinaktuell.info/wp-content/uploads/2015/12/logo_header.png Alzheimer – Medizinaktuell.info https://www.medizinaktuell.info 32 32 Forscher finden Punkt, wo das Gehirn den Zeit und Ort von Erinnerungen speichert https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/198-forscher-finden-punkt-wo-das-gehirn-den-zeit-und-ort-von-erinnerungen-speichert.html https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/198-forscher-finden-punkt-wo-das-gehirn-den-zeit-und-ort-von-erinnerungen-speichert.html#respond Fri, 21 Aug 2015 00:00:00 +0000 http://medi.fwpshop.org/news/beitrag/198-forscher-finden-punkt-wo-das-gehirn-den-zeit-und-ort-von-erinnerungen-speichert-html.html Forscher finden Punkt, wo das Gehirn den Zeit und Ort von Erinnerungen speichert   Ein Forscherteam der Ohio State University entdeckte erstmals den Punkt im Gehirn, wo der Ort und die Zeit einer Erinnerung gespeichert werden. Die Ergebnisse wurden in den Proceedings der Nationalen Akademie der Wissenschaften veröffentlicht. Wie Senior-Autor Per Sederberg, Assistant Professor für

The post Forscher finden Punkt, wo das Gehirn den Zeit und Ort von Erinnerungen speichert appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
Forscher finden Punkt, wo das Gehirn den Zeit und Ort von Erinnerungen speichert

 

Ein Forscherteam der Ohio State University entdeckte erstmals den Punkt im Gehirn, wo der Ort und die Zeit einer Erinnerung gespeichert werden. Die Ergebnisse wurden in den Proceedings der Nationalen Akademie der Wissenschaften veröffentlicht. Wie Senior-Autor Per Sederberg, Assistant Professor für Psychologie an der Ohio State und Kollegen feststellten, zeichnet sich ein Teil des Hippocampus zum Halten von Informationen bezüglich »wann und wo« der Erinnerungen verantwortlich

Die Studie befasste sich damit wie Erinnerungen gespeichert werden über einen längeren Zeitraum. Um ihre Ergebnisse zu erreichen wurden neun Frauen im Alter von 19 bis 26 Jahren mit einem Smartphone, welches sie für einen Monat mit einem Band um den Hals trugen. Jedes Smartphone verfügte über eine benutzerdefiniert Lifeblogging-App, die Bilder nach dem Zufallsprinzip aufnahm. Die App erfasste eine Reihe von Informationen inklusive dem Datum zu jedem Bild, Ort und ob der Träger sich zum Zeitpunkt der Aufnahme bewegte

Am Ende der einmonatigen Phase der Studie wurde das Gehirn der Teilnehmerinnen per funktioneller Magnetresonanztomographie gescannt. Beim Scan wurden ihnen 120 Bilder ihrer Aufnahmen für jeweils 8 Sekunden gezeigt. Sie wurden während dieser Zeit gebeten sich an das Ereignis zu erinnern und dazu aufgefordert die Erfahrung zu erleben.

In einem nächsten Schritt wurden die Fotos von jedem Teilnehmer in Paare gruppiert, indem die Bilder in jedem Paar für mindestens 16 Stunden und 100 Meter auseinandergenommen und mit den Gehirnscan-Daten verglichen. Laut Sederberg führen verschiedene Speicher zu unterschiedlichen Mustern der Gehirnaktivität. Je größer die Differenz zwischen zwei Speichern sei, desto größer würde der Unterschied in der Hirnaktivität ausfallen. Nach Angaben von Sederberg sind der Raum und die Zeit sehr stark in den Vorstellungen der Erinnerungen verwoben

Der linke vordere Hippocampus gibt ein umfassendes Bild wo und wann Erinnerungen auftreten. Frühere Studien zufolge verweisen auf den hinteren Bereich des Hippocampus, der für eine Feinabstimmung der Erinnerung bezogen auf Ort und Zeit verantwortlich ist. Der Hippocampus würde Sederberg nach die Zeit und Platz für mindestens einen Monat der Erinnerungen repräsentieren. Die Erinnerungen würden im Raum eine Distanz von bis zu 30 Kilometern überspannen. Es sei ein Zielmechanismus gefunden worden, der das allgemeine Wesen der Erinnerung darstellt

Die Ergebnisse könnten den Forschern zufolge dabei helfen die Mechanismen besser zu verstehen, die hinter dem Gedächtnisverlust bei Menschen stehen die an der Alzheimer-Krankheit leiden. Der Hippocampus sei einer der ersten Bereiche der dabei beschädigt würde. Personen mit Alzheimer vergessen Erfahrungen und Menschen, weil sie nicht dazu in der Lage sind ihre alten Erinnerungen abzurufen

Das Team hofft die Theorie durch Wiederholung ihrer Studie in allen Altersgruppen sowie Einzelpersonen mit dem frühen Stadium einer Demenz zu testen. Sie planen dafür Studien mit einer Dauer von bis zu einem Jahr, um ein besseres Verständnis darüber zu gewinnen wie Erinnerungen vom Gehirn gespeichert werden. Die Forschungen würden Sederberg zufolge ein Jahrzehnt oder länger dauern und sei nur der erste Schritt.

 

The post Forscher finden Punkt, wo das Gehirn den Zeit und Ort von Erinnerungen speichert appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/198-forscher-finden-punkt-wo-das-gehirn-den-zeit-und-ort-von-erinnerungen-speichert.html/feed 0
Kann ein Schlaf auf der Seite das Risiko von Alzheimer reduzieren? https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/161-kann-ein-schlaf-auf-der-seite-das-risiko-von-alzheimer-reduzieren.html https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/161-kann-ein-schlaf-auf-der-seite-das-risiko-von-alzheimer-reduzieren.html#respond Fri, 14 Aug 2015 00:00:00 +0000 http://medi.fwpshop.org/news/beitrag/161-kann-ein-schlaf-auf-der-seite-das-risiko-von-alzheimer-reduzieren-html.html Kann ein Schlaf auf der Seite das Risiko von Alzheimer reduzieren? In einer neuen Studie wurde die Schlafhaltung in Verbindung mit neurodegenerativen Erkrankungen wie Autismus und Parkinson untersucht. Die Schlafhaltung beeinflusse den Ergebnissen zufolge wie gut das Gehirn die Abfallprodukte wegräumen kann. Die Ansammlung von Abfallprodukten sind hauptverantwortlich für die beiden genannten Erkrankungen.  Die Ergebnisse

The post Kann ein Schlaf auf der Seite das Risiko von Alzheimer reduzieren? appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
Kann ein Schlaf auf der Seite das Risiko von Alzheimer reduzieren?

In einer neuen Studie wurde die Schlafhaltung in Verbindung mit neurodegenerativen Erkrankungen wie Autismus und Parkinson untersucht. Die Schlafhaltung beeinflusse den Ergebnissen zufolge wie gut das Gehirn die Abfallprodukte wegräumen kann. Die Ansammlung von Abfallprodukten sind hauptverantwortlich für die beiden genannten Erkrankungen.  Die Ergebnisse wurden bisher noch nicht am Menschen getestet.

Wie die Forscher bezüglich der Studienergebnisse berichten, kann ein Schlaf in der seitlichen oder Seitenlage im Vergleich zum Schlaf auf dem Rücken oder Bauch dem Gehirn helfen Abfallprodukte besser zu entfernen, wodurch die Entwicklung neurodegenerativer Erkrankungen reduziert werden könnte.

Die Forschung zeigt immer öfter, wie wichtig Schlaf für die Gesundheit des Gehirns ist  und Studien zufolge arbeitet das Gehirn bei der Beseitigung von Abfallprodukten besser im Schlaf als wachen Zustand. Schlechter Schlaf führt den Forschern zufolge zu einem erhöhten Risiko an Demenz zu erkranken.

Die Frage ob sich die Schlafhaltung auf den Abtransport von Abfallprodukten durch das Gehirn auswirkt, stellte sich das Team von Helene Benveniste, Professorin für Anästhesiologie an der Stony Brook University in New York. Im Rahmen ihrer Studie setzten die Forscher ihren Fokus auf ein komplexes System des Gehirns, welches Schadstoffe entfernt und sowohl die normale Funktion der Zellen als auch Gewebe sicherstellt.

Das System wird glymphatic pathway genannt und ist Zerebrospinalflüssigkeit-Filter (CSF), durch das Gehirn sich mit der interstitiellen Flüssigkeit (ISF) austauscht und Abfälle löscht. Der Prozess ähnelt dem Lymphsystem, welches Abfälle aus Organen in anderen Teilen des Körpers transportiert. Der Glymphatic Pathway arbeitet während des Schlafs am effizientesten und räumt potenziell giftige Chemiekalien inklusive Beta-Amyloid und Tau-Proteine aus dem Gehirn. Diese Proteine sind ein bekanntes Merkmal der Alzheimer-Krankheit.

Das Team verwendete dynamische Kontrastmagnetresonanztomographie (MRI) und Computermodelle um den CSF-ISF Austausch im Gehirn von betäubten Nagetieren in drei Positionen zu messen: Seiten (Liegen auf der Seite), anfällig (liegt auf dem Bauch) und in Rückenlage (liegend auf der Rückseite).

Die Analyse zeigte, dass das Glymphatic System am effizientesten arbeitet, wenn die Nagetiere auf der Seite liegen und nicht wenn sie sich in Bauchlage oder Rückenlage befinden.

Basierend auf diesen Erkenntnissen zog Prof. Benveniste die Schlussfolgerung, dass die Schlafqualität und Körperhaltung bei der Standardisierung künftiger diagnostischer bildgebender Verfahren bezüglich des CSF-ISF-Transports inklusive Beurteilung der Schädlichkeit der Proteine besonders berücksichtigt werden sollte.

Die seitliche Schlafposition ist bei Menschen und Tieren am beliebtesten, wie die Forscher mit Interesse feststellten.

The post Kann ein Schlaf auf der Seite das Risiko von Alzheimer reduzieren? appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/161-kann-ein-schlaf-auf-der-seite-das-risiko-von-alzheimer-reduzieren.html/feed 0
Kaffeekonsum und Risiko einer kognitiven Beeinträchtigung https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/126-kaffeekonsum-und-risiko-einer-kognitiven-beeintraechtigung.html https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/126-kaffeekonsum-und-risiko-einer-kognitiven-beeintraechtigung.html#respond Wed, 05 Aug 2015 00:00:00 +0000 http://medi.fwpshop.org/news/beitrag/126-kaffeekonsum-und-risiko-einer-kognitiven-beeintraechtigung-html.html Kaffeekonsum und Risiko einer kognitiven Beeinträchtigung Frühere Studien bestätigten stets, dass Kaffeekonsum das Risiko einer kognitiven Beeinträchtigung im Alter reduzierte. Doch eine neue Untersuchung ergab, dass dieser schützende Effekt an die Konsumgewohnheiten und deren Veränderungen über die Jahre geknüpft ist Senioren, die über etwa 3,5 Jahre hinweg auf mehr als eine Tasse täglich steigerten, erhöhten

The post Kaffeekonsum und Risiko einer kognitiven Beeinträchtigung appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
Kaffeekonsum und Risiko einer kognitiven Beeinträchtigung

Frühere Studien bestätigten stets, dass Kaffeekonsum das Risiko einer kognitiven Beeinträchtigung im Alter reduzierte. Doch eine neue Untersuchung ergab, dass dieser schützende Effekt an die Konsumgewohnheiten und deren Veränderungen über die Jahre geknüpft ist

Senioren, die über etwa 3,5 Jahre hinweg auf mehr als eine Tasse täglich steigerten, erhöhten ihr Demenz-Risiko gegenüber Personen, die ihren Kaffeekonsum drastisch senkten.

Untersucht wurden in der aktuellen Studie fast 1500 Probanden zwischen 65 und 84 Jahren, die an einer allgemeinen Altersstudie in Italien teilnahmen

Unter Milder Kognitiver Einschränkung (MCI für Mild Cognitive Impairment) versteht man ein Nachlassen der kognitiven Fähigkeiten, wie Erinnerungsvermögen und Denkvermögen. Geschätzte 10 bis 20% der Senioren über 65 allein in den USA könnten darunter leiden. Die Symptome werden unter anderem als Risikofaktor für Alzheimer gewertet, der bekanntesten Form von Demenz.

Wer seinen Kaffeekonsum in der Beobachtungsperiode von 3,5 Jahren drastisch steigerte, ging ein um 50% erhöhtes Risiko einer MCI ein, verglichen mit Personen, die ihren Kaffeekonsum konstant hielten oder gar reduzierten.

Doch die Probanden, die weiterhin ihr moderates Quantum an Kaffee tranken – etwa eine oder zwei Tassen täglich – reduzierten ihr MCI-Risiko im Vergleich zu Altersgenossen, die selten oder gar keinen Kaffee tranken.

Wer dagegen mehr als zwei Tassen Kaffee täglich trank, ging das gleiche Risiko ein, seine kognitiven Fähigkeiten einzubüßen wie Nicht-Kaffeetrinker.

Das Wissenschaftlerteam fasste zusammen:
Die Italienische Langzeitstudie zum Thema Altern ergab, dass kognitiv normale Ältere die selten oder nie Kaffee tranken, und die, die ihren Kaffeekonsum plötzlich auf mehrere Tassen täglich steigerten, ein gleich hohes Risiko eingingen, an milder Demenz zu erkranken.

Kaffee hat offenbar neuroprotektive Eigenschaften und Wirkungen, wie auch frühere Studien bestätigten – auch Schwarztee wirkt ganz ähnlich.

Offenbar sind beide Getränke in der Lage, vor allem die schädlichen Auswirkungen von Beta-Amyloiden zu reduzieren.

Die exakten Mechanismen hinter dem neurologischen Schutzeffekt mäßigen Kaffeekonsums sind noch unbekannt und reine Theorie.

Koffein könnte die Aktivierung von Adenosin- A2A-Rezeptoren verhindern – das wiederum verringert die Schäden durch Beta-Amyloiden, einem Protein-Abfallprodukt, das sich im Gehirn von Alzheimerpatienten ansammelt und die Verbindung zwischen Nervenzellen unterbricht und behindert

Das Team stellte fest, dass auch bei Tierversuchen ein bestimmtes Koffein-Quantum notwendig ist, um bestimmte A2AR-Rezeptoren in ihrer Aktivität zu reduzieren. Größer angelegte Studien mit längerer Beobachtungszeit werden folgen, um möglicherweise eine Ernährungsform zu finden, die Demenz und Alzheimer verlangsamen oder verhindern könnte.

 

The post Kaffeekonsum und Risiko einer kognitiven Beeinträchtigung appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/126-kaffeekonsum-und-risiko-einer-kognitiven-beeintraechtigung.html/feed 0
Alzheimer-Patienten können von einer frühen Behandlung mit neuartigen Wirkstoff profitieren https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/105-alzheimer-patienten-koennen-von-einer-fruehen-behandlung-mit-neuartigen-wirkstoff-profitieren.html https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/105-alzheimer-patienten-koennen-von-einer-fruehen-behandlung-mit-neuartigen-wirkstoff-profitieren.html#respond Fri, 31 Jul 2015 11:15:00 +0000 http://medi.fwpshop.org/news/beitrag/105-alzheimer-patienten-koennen-von-einer-fruehen-behandlung-mit-neuartigen-wirkstoff-profitieren-html.html Alzheimer-Patienten können von einer frühen Behandlung mit neuartigen Wirkstoff profitieren Wissenschaftler haben festgestellt, dass Patienten mit leichter Alzheimer-Krankheit die eine frühe Behandlung mit einem neuen Medikament namens Solanezumab (Sola) erhalten mehr profitieren als zu einem späteren Zeitpunkt. Die Studie, die auf der Alzheimer Association Conference in Washington D.C. veröffentlicht wurde, ist die erste klinische Studie

The post Alzheimer-Patienten können von einer frühen Behandlung mit neuartigen Wirkstoff profitieren appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
Alzheimer-Patienten können von einer frühen Behandlung mit neuartigen Wirkstoff profitieren

Wissenschaftler haben festgestellt, dass Patienten mit leichter Alzheimer-Krankheit die eine frühe Behandlung mit einem neuen Medikament namens Solanezumab (Sola) erhalten mehr profitieren als zu einem späteren Zeitpunkt. Die Studie, die auf der Alzheimer Association Conference in Washington D.C. veröffentlicht wurde, ist die erste klinische Studie zur Alzheimer-Krankheit zur verzögerten Behandlungsmethode. Im aktuellen Fall wurden Patienten in zwei verschiedenen Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe erhielt die Solanezumab-Behandlung über einen Zeitraum von 18 Monaten, während die zweite Gruppe mit einem Placebo behandelt wurde. Nach 18 Monaten begann die Placebo-Gruppe mit der verzögerten medikamentösen Behandlung. Die verzögerte Medikation lief zwei weitere Jahre lang.

Diese neue Analysemethode erlaubte es dem Forscherteam zu beurteilen, ob Solanezumab wirkte und das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen kann, wie Studienautor Liu Hong-Seifert, PhD berichtete. Die Alzheimer-Krankheit ist eine tödlich verlaufende neurologische Erkrankung, die Demenz und einen fortschreitenden Gedächtnisverlust zur Folge hat. Nach Einschätzung von Experten sind in den USA rund 5,3 Millionen Menschen an Alzheimer erkrankt

Der Schaden tritt ein, wenn sich Proteine im Gehirn festsetzen und die als Plaques bekannte Strukturen bilden. Diese Strukturen blockieren die Verbindungen zwischen Nervenzellen und sorgen schlussendlich für eine Zerstörung dieser Zellen. Das Gehirngewebe löst sich quasi auf und wird zu einem Schwamm. Solanezumab ist eine Form der Behandlung, die als potentielle Therapie für Patienten mit milden Formen der Alzheimer-Krankheit untersucht. Die Proteine werden hierbei gebunden und werden als Amyloid-Beta bezeichnet, so dass diese gelöscht werden, bevor sie sich aufbauen können und Plaques im Gehirn bilden können

Die Ergebnisse entstammen aus der Zweitanalyse von Daten aus drei Studien. Die Studien Expedition und Expedition 2 waren in Phase 3 identisch. Sie dauerten jeweils 18 Monate. Die verzögerte Startphase der Medikation erhielt den Namen Expedition-Ext, wo die Placebo-Gruppen zeitlich verzögert Solanezumab verabreicht bekamen. Im Rahmen der Studien wurden 581 Patienten mit leichter Alzheimer-Krankheit erfasst und die Studie abgeschlossen. Die Anzahl der Patienten setzte sich aus 295 aus der frühen Startgruppe und 286 aus der verzögerten Gruppe zusammen

Die Forscher fanden heraus, dass Unterschiede in der Wahrnehmung und Funktion zwischen den beiden Gruppen vorhanden waren und zwar an beiden 108 Wochen haltbar (28 Wochen nach der verzögerte Startphase) und 132 Wochen (52 Wochen nach der verzögerte Startphase). Diese Unterschiede wurden als statistisch nicht signifikant eingestuft

Die Ergebnisse zeigten, dass Patienten die zu Beginn die Behandlung verzögert hatten, die Patienten mit dem frühen Behandlungsbeginn nicht mehr einholen konnten. Eine frühere Behandlung kann den Angaben zufolge das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen nd die Symptome vermindern

Wie Co-Autor Dr. Paul Aisen, Direktor der Alzheimer-Therapeutic Research Institute an der University of Southern California (San Diego) ausführt, unterstützen die Ergebnisse den potenziellen Nutzen die Behandlung mit Solanezumab eher früher als später durchzuführen

Das Medikament wird von der Eli Lilly and Company hergestellt, deren Forschungsberater Liu-Seifert mitteilte, dass ihre Ergebnisse das Studiendesign unterstützen und die nächste Stufe der Versuche mit Namen Expedition3 im Oktober 2016 starten wird. Die Ergebnisse der Studie sind in der Zeitschrift Alzheimer’s & Dementia unter dem Titel Translationale Forschung & klinische Interventionen veröffentlicht worden.

 

The post Alzheimer-Patienten können von einer frühen Behandlung mit neuartigen Wirkstoff profitieren appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/105-alzheimer-patienten-koennen-von-einer-fruehen-behandlung-mit-neuartigen-wirkstoff-profitieren.html/feed 0
Das Alter kann die Blutgefäße vor oxidativem Stress schützen https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/104-das-alter-kann-die-blutgefaesse-vor-oxidativem-stress-schuetzen.html https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/104-das-alter-kann-die-blutgefaesse-vor-oxidativem-stress-schuetzen.html#respond Thu, 30 Jul 2015 11:15:00 +0000 http://medi.fwpshop.org/news/beitrag/104-das-alter-kann-die-blutgefaesse-vor-oxidativem-stress-schuetzen-html.html Das Alter kann die Blutgefäße vor oxidativem Stress schützen Forscher haben festgestellt, dass sich Blutgefäße mit zunehmendem Alter anpassen, um Schäden durch oxidativen Stress zu vermeiden. Oxidativer Stress kann zu vielen Krankheiten führen. Darunter auch Bluthochdruck, Diabetes, bestimmte Krebsarten, Herzkrankheiten, Alzheimer und anderen altersbedingten Erscheinungen. Dieser Stress schädigt Zellen. Diese Schädigung ergibt sich aus einem

The post Das Alter kann die Blutgefäße vor oxidativem Stress schützen appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
Das Alter kann die Blutgefäße vor oxidativem Stress schützen

Forscher haben festgestellt, dass sich Blutgefäße mit zunehmendem Alter anpassen, um Schäden durch oxidativen Stress zu vermeiden.

Oxidativer Stress kann zu vielen Krankheiten führen. Darunter auch Bluthochdruck, Diabetes, bestimmte Krebsarten, Herzkrankheiten, Alzheimer und anderen altersbedingten Erscheinungen. Dieser Stress schädigt Zellen. Diese Schädigung ergibt sich aus einem Ungleichgewicht zwischen der Produktion von reaktiver Sauerstoffspezies (ROS) und der Bindung von Antioxidantien

In einer Studie wurde veröffentlicht, dass Forscher an der University of Missouri School of Medicine in Columbia, erklären, wie Tests an Mäusen offenbaren, dass es tatsächlich einen signifikanten Schutz gegen oxidativen Stress gibt. Es gibt Hinweise darauf, dass ein gesundes Altern eine adaptive Reaktion im Körper auslösen kann, welche sich positiv auf den oxidativen Stress und die Blutgefäße auswirkt.

 

Oxidativer Stress führte zu extrem hohem Calcium in den Blutgefäßen der jüngeren Mäuse

Um zu überprüfen, wie sich der Alterungsprozess auf die Blutgefäße bei oxidativem Stress auswirkt, untersuchten die Forscher die inneren Bereiche der kleinen Widerstandsarterien bei Mäusen. Diese Blutgefäße regulieren die Menge an Blut, sowie das Gewebe und kontrollieren dem systemischen Blutdruck. Das Team verwendete männliche Mäuse im Alter von 4 und 24 Monaten, was vergleichsweise dem menschlichen Alter von Anfang 20 bis Mitte der 60 entspricht. Zu erst wurden die Mäuse im ruhigen Zustand, ohne Stress untersucht. Später wurde dann künstlich Stress erzeugt und die Mäuse wurden erneut untersucht

Die Ergebnisse zeigten, dass 20 Minuten nach dem oxidativen Stress eine extrem hohe Konzentrationen von Calcium in den Endothelzellen der jüngeren Mäuse, im Vergleich zu den älteren Mäusen, festgestellt wurde

„Diese Feststellung ist wichtig“, Prof. Segal sagt: „denn wenn die Calziumkonzentration zu hoch wird, können Zellen schwer beschädigt werden.

Er schließt daraus: „Diese Ergebnisse stehen im Gegensatz zu der allgemeinen Überzeugung, dass das Alter die Funktion des Endothels beeinflusst.

Obwohl weitere Studien nötig sind, um diesen Mechanismus eindeutig nachzuweisen, liefert diese Studie Belege dafür, dass der Körper durch einen gesunden Alterungsprozess in der Lage ist sich selbst umzustellen und bei oxidativem Stress anzupassen.

 

 

The post Das Alter kann die Blutgefäße vor oxidativem Stress schützen appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/104-das-alter-kann-die-blutgefaesse-vor-oxidativem-stress-schuetzen.html/feed 0
Hoher TV-Konsum und wenig Aktivität sind negativ für kognitive Fähigkeiten https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/047-hoher-tv-konsum-und-wenig-aktivitaet-sind-negativ-fuer-kognitive-faehigkeiten.html https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/047-hoher-tv-konsum-und-wenig-aktivitaet-sind-negativ-fuer-kognitive-faehigkeiten.html#respond Wed, 29 Jul 2015 11:15:00 +0000 http://medi.fwpshop.org/news/beitrag/047-hoher-tv-konsum-und-wenig-aktivitaet-sind-negativ-fuer-kognitive-faehigkeiten-html.html Hoher TV-Konsum und wenig Aktivität sind negativ für kognitive Fähigkeiten Nach einer aktuellen Studie des Northern California Institute of Research and Education (NCIR) führen ein starker TV-Konsum und zu wenig körperliche Aktivität im späteren Leben zu einer negativen Beeinträchtigung der kognitiven Fähigkeiten. Die Ergebnisse der Studie präsentierte die Studien-Mitautorin Tina Hoang auf der Alzheimer’s Association

The post Hoher TV-Konsum und wenig Aktivität sind negativ für kognitive Fähigkeiten appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
Hoher TV-Konsum und wenig Aktivität sind negativ für kognitive Fähigkeiten

Nach einer aktuellen Studie des Northern California Institute of Research and Education (NCIR) führen ein starker TV-Konsum und zu wenig körperliche Aktivität im späteren Leben zu einer negativen Beeinträchtigung der kognitiven Fähigkeiten. Die Ergebnisse der Studie präsentierte die Studien-Mitautorin Tina Hoang auf der Alzheimer’s Association International Conference (AAIC) in Washington D.C. gemeinsam mit ihren Kollegen.

 

Laut den im Jahr 2008 verabschiedeten staatlichen Leitlinien der US-Regierung sollten Erwachsene im Alter von 18 bis 64 Jahren mindestens 150 Minuten lang aerob aktiv sein oder 75 Minuten intensiv pro Woche trainieren. Wie das CDC berichtet, erfüllt jedoch nur einer von fünf Erwachsenen diese Erfüllungen. Ein Mangel an körperlicher Aktivität und Bewegungsmangel können zu Übergewicht, Diabetes Typ 2 und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Die Forschung fand zudem heraus, dass ein solches Verhalten sich auch nachteilig auf die Hirnfunktionen auswirken kann. Körperliche Aktivität kann früheren Forschungen zufolge einem kognitiven Verfall und Demenz entgegenwirken. Hoang und Kollegen verweisen jedoch darauf, dass bisher nur wenig über die körperliche Aktivität im frühen Erwachsenenalter bekannt sei und wie sich dies im späteren Leben auf die Hirnfunktionen auswirke.

 

Im Rahmen der Studie wurden mehr als 3200 Personen zwischen 18 und 30 Jahren erfasst, die Teil der koronaren Herzrisikoentwicklung bei jungen Erwachsenen (CARDIA) Studie waren. In der Studie wurde hoher TV-Konsum mit über vier Stunden definiert und geringe körperliche Aktivität mit weniger als 300 Kalorien pro 50 Minuten Sitzung. Diese Definition bezieht sich auf drei TV-Sitzungen wöchentlich. Wenn Teilnehmer dieser Festlegung entsprachen und mehr als zwei Drittel der Assessments erfüllten, wurde dies langfristiges Muster genommen, welches hohen TV-Konsum und geringe körperliche Aktivität verbindet.

 

Am Ende der 25 Jahre dauernden Studie nahmen die Teilnehmer an Tests teil, die ihre kognitiven Fähigkeiten überprüften, inklusive Gedächtnis, exekutive Funktionen und Verarbeitungsgeschwinidgkeit. Von den Teilnehmern hatten 17 Prozent dem Langzeitmuster entsprechend eine geringe körperliche Aktivität über die 25 Jahre gerechnet und 11 Prozent dem langfristigen Muster entsprechenden hohen TV-Konsum. Bei drei Prozent wurden beide Langzeitmeister festgestellt.

 

Die Forscher stellten fest, dass ein hoher Fernsehkonsum und geringe körperliche Aktivität unter den Teilnehmern unabhängig voneinander mit deutlich schlechteren kognitiven Funktion in der Lebensmitte verbunden. Bei Patienten die beide Faktoren erfüllten, wurde eine zwei mal schlechtere kognitive Funktion in der Mitte des Lebens festgestellt.

 

Die Forschung zeigt, dass Alzheimer und andere Demenzerkrankungen sich über mehrere Jahrzehnte entwickeln. Eine Steigerung der körperlichen Aktivität und Verminderung des sesshaften Verhaltens beginnend im frühen Erwachsenenalter kann sich erheblich auf die Gesundheit auswirken.

The post Hoher TV-Konsum und wenig Aktivität sind negativ für kognitive Fähigkeiten appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/047-hoher-tv-konsum-und-wenig-aktivitaet-sind-negativ-fuer-kognitive-faehigkeiten.html/feed 0
Demenz und vollwertige Ernährung in Pflegeinstitutionen https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/044-demenz-und-vollwertige-ernaehrung-in-pflegeinstitutionen.html https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/044-demenz-und-vollwertige-ernaehrung-in-pflegeinstitutionen.html#respond Tue, 28 Jul 2015 11:15:00 +0000 http://medi.fwpshop.org/news/beitrag/044-demenz-und-vollwertige-ernaehrung-in-pflegeinstitutionen-html.html Demenz und vollwertige Ernährung in Pflegeinstitutionen   Auf der internationalen jährlichen Konferenz der Amerikanischen Alzheimer-Gesellschaft präsentierte ein Team der Bournemouth Universität aufschlussreiche Ergebnisse.   Ein typisches Symptom für Demenz-Patienten ist oft ein unerklärlicher Gewichtsverlust – weitere Komplikationen folgen dann meist, inklusive einer Verschlechterung des mentalen wie des physischen Gesamtzustandes. An der Bournemouth Universität weisen aktuelle

The post Demenz und vollwertige Ernährung in Pflegeinstitutionen appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
Demenz und vollwertige Ernährung in Pflegeinstitutionen

 

Auf der internationalen jährlichen Konferenz der Amerikanischen Alzheimer-Gesellschaft präsentierte ein Team der Bournemouth Universität aufschlussreiche Ergebnisse.

 

Ein typisches Symptom für Demenz-Patienten ist oft ein unerklärlicher Gewichtsverlust – weitere Komplikationen folgen dann meist, inklusive einer Verschlechterung des mentalen wie des physischen Gesamtzustandes. An der Bournemouth Universität weisen aktuelle Studienergebnisse auf den akuten Zusammenhang zwischen guter Ernährung und Flüssigkeitsversorgung besonders in Pflegeheimen hin.

 

Die Untersuchung wurde in Großbritannien in der Grafschaft Dorset durchgeführt: In den örtlichen Pflegeheimen waren signifikante Unterschiede zwischen Kalorien- und Flüssigkeitsaufnahme im Tagesverlauf festzustellen. Die Heiminsassen erhielten zwischen 700 und 3000 kcal pro Tag – einige blieben dabei unterhalb des lebensnotwendigen Minimums.

 

Auch der Body Mass Index der Studienteilnehmer variierte stark. 40% der Patienten waren definitive untergewichtig. Die Flüssigkeitsaufnahme schwankte zwischen 372 Millilitern und 2,025 Millilitern pro Tag – die tägliche Mindestmenge liegt bei etwa 1500 Millilitern.

Die tägliche körperliche Aktivität und das Schlafverhalten wiesen große Unterschiede auf, die Ruhephasen erstreckten sich zwischen 6 und 23,7 Stunden: Wer unregelmäßig oder zu lange schläft, und sich kaum bewegt, hat selbstverständlich ein ganz anderes Eßverhalten als ein körperlich aktiver Mensch.

Für die Untersuchung erhielten alle Heiminsassen einen Aktivitäts-Monitor, der als Armband zu tragen und der in der Lage ist, den Energieverbrauch, die Schlafdauer und die physischen Aktivitäten objektiv aufzuzeichnen.

Die Studienleiterin, Dr. Jane Murphy, betonte, dass es zu den größten Herausforderungen des Heimpersonals gehört, Insassen mit Demenz zu regelmäßigem ausreichendem Essen anzuhalten. Diese Personen essen sehr viel langsamer als andere und ermüden dabei obendrein – andere verlieren ihren Appetit während der Mahlzeit und schwerere Fälle haben Probleme beim Kauen und Schlucken. Mit dem Fortschreiten der Demenz schwindet auch das gesunde Durst-Empfinden – bis zu einem Punkt, an dem die Betroffenen dehydrieren, ohne es wahrzunehmen.

Nicht nur die Qualität der Ernährung spielt eine wichtige Rolle bei der Versorgung von Demenzkranken. Auch ein geregelter Tagesablauf mit angemessenem Beschäftigungsprogramm und ausreichender körperlicher Aktivität – je nach den Fähigkeiten der Patienten ist wichtig. Dazu müssen Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme überwacht und die Betroffenen müssen gegebenenfalls dabei ermuntert oder unterstützt werden, um keine Verschlechterung ihres Gesamtzustandes zu erleiden.

Auf all diese Umstände muss das Pflegepersonal bereits in der Ausbildung vorbereitet werden und lernen, damit umzugehen. Demenz-Erkrankungen nehmen weltweit rapide zu, im gleichen Maße, wie auch in den Industrieländern die Lebenserwartung insgesamt ansteigt.

Die Studie zeigt, dass ein erhöhter Bedarf an Unterstützung besteht: Mehr und besser ausgebildetes Pflegepersonal wird dringend benötigt.

 

 

The post Demenz und vollwertige Ernährung in Pflegeinstitutionen appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/044-demenz-und-vollwertige-ernaehrung-in-pflegeinstitutionen.html/feed 0
Vorbeugung vor Alzheimer und Demenz durch Sport möglich https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/032-vorbeugung-vor-alzheimer-und-demenz-durch-sport-moeglich.html https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/032-vorbeugung-vor-alzheimer-und-demenz-durch-sport-moeglich.html#respond Fri, 24 Jul 2015 11:15:00 +0000 http://medi.fwpshop.org/news/beitrag/032-vorbeugung-vor-alzheimer-und-demenz-durch-sport-moeglich-html.html Vorbeugung vor Alzheimer und Demenz durch Sport möglich Eine Untersuchung der medizinischen Fakultät der University of Kansas lässt den Schluss zu, dass Senioren durchaus aktiv gegen Alzheimer oder Demenz vorbeugen können. Im Alzheimer-Zentrum der Universität führte man dazu eine sechs Monate dauernde Studie mit einer repräsentativen Anzahl an gesunden Probanden ab 65 durch. Dabei wollte

The post Vorbeugung vor Alzheimer und Demenz durch Sport möglich appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
Vorbeugung vor Alzheimer und Demenz durch Sport möglich

Eine Untersuchung der medizinischen Fakultät der University of Kansas lässt den Schluss zu, dass Senioren durchaus aktiv gegen Alzheimer oder Demenz vorbeugen können. Im Alzheimer-Zentrum der Universität führte man dazu eine sechs Monate dauernde Studie mit einer repräsentativen Anzahl an gesunden Probanden ab 65 durch.

Dabei wollte man feststellen, welche Auswirkung regelmäßiges Fitness-Training auf die kognitiven Fähigkeit und deren Erhaltung hätten – und wieviel davon insgesamt nötig wäre, um Verbesserungen nachweisen zu können. Ein Teil der Probanden stellte die Kontrollgruppe, in der keinerlei kontrolliertes Aerobic-Training stattfand. Eine Gruppe führte etwa 150 Minuten pro Woche ein Übungsprogramm durch, eine zweite Gruppe trainierte 75 Minuten pro Woche, eine dritte je 225 Minuten.

 

Gesunder Geist im fitten Körper

Alle aktiven Gruppen profitierten, insbesondere bei improvisierten Aufgaben, die das visuelle und räumliche Vorstellungsvermögen forderten: Dabei mussten etwa die Anzahl und Entfernung verschiedener Objekte voneinander angegeben werden. Weitere Veränderungen zeigten sich auch bei der allgemeinen Aufmerksamkeit und der Fähigkeit, sich zu konzentrieren und auf Themen oder Aufgaben zu fokussieren.

Ganz offensichtlich waren die Erfolge umso größer, je mehr die Probanden trainierten. Die Unterschiede ließen sich jedoch mehr an der Trainingsintensität als an der jeweils investierten Zeit festmachen. Dabei greifen die üblichen Bedingungen, mit denen die Fitness normalerweise angehoben wird: Puls- und Atemwerte müssen mehrmals in einen höheren Bereich katapultiert werden – moderate Anstrengung ist dafür notwendig und nützlich.

Insgesamt wurden 16 unterschiedliche Tests der kognitiven Leistungen durchgeführt, wie etwa der Fähigkeit, sich eine Liste von Begriffen zu merken, oder logisch zu argumentieren. Gemessen wurden auch die Fitness des Herz- und Atmungssystems, vor allem die durch das Training anwachsende maximale Sauerstoffaufnahme, und weitere körperliche Gesundheitsparameter.

Eine Verbesserung von Herz- und Lungenfunktion erwies sich dabei als besonders guter Indikator für kognitive Verbesserungen.

Einige teils über 80jährige Studienteilnehmer gaben an, mitzumachen, weil sie sich davon mehr Motivation erhofften. Denn häufig sind Senioren geistig noch sehr rege, scheuen aber körperliche Anstrengung. Der Zusammenhang zwischen guter körperlicher Verfassung und einen leistungsfähigen, regen Gehirn war vielen bis zum Zeitpunkt der Studie nicht klar.
Doch die Angst vor Alzheimer oder Demenz sitzt vielen im Nacken: Häufig litten oder leiden nahe Verwandte und Freunde an Gedächtnisschwund. Die Chance, selbst zu erkranken, ist naturgemäß hoch, wenn das Leiden bereits in der Familie vorkam.

Die Forscher am KU Alzheimer’s Disease Center beschäftigen sich bereits seit vielen Jahren mit einem möglichen Zusammenhang zwischen körperlicher Fitness und Aktivität und dem Gehirnstoffwechsel. Eine ganze Anzahl weiterer Studien sollen folgen, um herauszufinden, wie sich Alzheimer verhindern oder zumindest verlangsamen lässt.

The post Vorbeugung vor Alzheimer und Demenz durch Sport möglich appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/032-vorbeugung-vor-alzheimer-und-demenz-durch-sport-moeglich.html/feed 0
In der Rückenmarkflüssigkeit befindet sich die Information zu Alzheimer https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/023-in-der-rueckenmarkfluessigkeit-befindet-sich-die-information-zu-alzheimer.html https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/023-in-der-rueckenmarkfluessigkeit-befindet-sich-die-information-zu-alzheimer.html#respond Wed, 22 Jul 2015 11:15:00 +0000 http://medi.fwpshop.org/news/beitrag/023-in-der-rueckenmarkfluessigkeit-befindet-sich-die-information-zu-alzheimer-html.html In der Rückenmarksflüssigkeit befindet sich die Information zu Alzheimer Veränderungen in der Rückenmarkflüssigkeit, in den mittleren Lebensjahren, kann voraussagen, ob der Mensch ein Risiko zur Entwicklung Alzheimer in sich trägt. So könnten diese Personen bereits nach der Erkennung behandelt werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Washington University in St. Louis. Senior-Autor Anne

The post In der Rückenmarkflüssigkeit befindet sich die Information zu Alzheimer appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
In der Rückenmarksflüssigkeit befindet sich die Information zu Alzheimer

Veränderungen in der Rückenmarkflüssigkeit, in den mittleren Lebensjahren, kann voraussagen, ob der Mensch ein Risiko zur Entwicklung Alzheimer in sich trägt. So könnten diese Personen bereits nach der Erkennung behandelt werden.

Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Washington University in St. Louis. Senior-Autor Anne Fagan, Professor für Neurologie sagt hierzu:

Es ist zu früh, um diese Biomarker zu verwenden, denn wir können noch nicht definitiv sagen, ob einzelne Personen an Alzheimer erkranken werden. Aber wir arbeiten darauf hin!

 

Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz. Dabei wird nach und nach ein Teil des Gehirns zerstört, sodass ein Gedächtnisverlust sich nach und nach aufbaut. Schließlich ist es irgendwann nicht einmal mehr möglich ein Gespräch zu führen oder unabhängig zu leben.

Auch jüngere Menschen können diese Krankheitsform bereits entwickeln, doch in der Regel treten die ersten Symptome ab dem 60. Lebensjahr auf. Das Risiko an der Krankheit zu leiden steigt mit dem Alter an.

Wissenschaftler können nicht genau definieren, wie es zu Alzheimer kommt, aber es wird vermutet, dass es mit einem Prozess der Proteine im Gehirn zusammenhängt, bei denen Ablagerungen und Verklumpungen auftreten.

 

Laut des Centers for Disease Control and Prevention leiden rund 5 Millionen Amerikaner an Alzheimer.

Für die Studie wurden über 10 Jahre Daten von 169 Menschen gesammelt. Diese lagen im Altersbereich zwischen 45 und 75 und waren kognitiv gesund. Die Probanden wurden in drei Altersgruppen eingeteilt: Alter von 45 – 54 Jahre, 55 – 64 Jahre und 65 – 74 Jahre.

 

Biomarker Auswertung

Jeder Teilnehmer unterzog sich mindestens zwei klinischen Untersuchungen während der Studiendauer. Dazu gehörten auch Gehirn-Scans und Analyse von Biomarkern sowie die Einschätzung der kognitiven Funktionen. Frühere Studien verbanden mit Alzheimer bereits die Daten der Biomarker. Bei Menschen im mittleren Alter können diese aufschlussreiche Informationen über ein potentielles Alzheimerrisiko geben. Durch die Biomarkeranalyse wurde festgestellt, dass im Rückenmark wichtige Informationen hierzu zu finden sind. Das Sinken des Beta-Amyloid-42 sintk ab dem 45. Lebensjahr. Dieser Prozess dauert bis ca. zum 54 Lebensjahr an und bietet Aufschluss darüber, ob später Alzheimer entstehen kann. Daher schließen die Forscher daraus, dass eine Erkennung des Alzheimerpotentials ab der mittleren Lebensphase möglich ist.

Alzheimer ist ein langer Prozess, und das heißt, wir müssen die Menschen eine lange Zeit beobachten, um Einblick in diesen Prozess zu erhalten.

Mittlerweile wurde festgestellt, dass es eine Möglichkeit gibt, durch die „Reparatur“ der DNA, Alzheimer zu behandeln oder zu verhindern. Konkrete Behandlungsmethoden dieser Variante stehen jedoch noch nicht zur Verfügung.

The post In der Rückenmarkflüssigkeit befindet sich die Information zu Alzheimer appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/023-in-der-rueckenmarkfluessigkeit-befindet-sich-die-information-zu-alzheimer.html/feed 0