Krebs – Medizinaktuell.info https://www.medizinaktuell.info Thu, 17 May 2018 17:10:19 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.7 https://www.medizinaktuell.info/wp-content/uploads/2015/12/logo_header.png Krebs – Medizinaktuell.info https://www.medizinaktuell.info 32 32 Aspirin kann Übergewichtigen helfen das Krebsrisiko zu minimieren https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/204-aspirin-kann-uebergewichtigen-helfen-das-krebsrisiko-zu-minimieren.html https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/204-aspirin-kann-uebergewichtigen-helfen-das-krebsrisiko-zu-minimieren.html#respond Mon, 24 Aug 2015 00:00:00 +0000 http://medi.fwpshop.org/news/beitrag/204-aspirin-kann-uebergewichtigen-helfen-das-krebsrisiko-zu-minimieren-html.html Aspirin kann Übergewichtigen helfen das Krebsrisiko zu minimieren Nach einer standardisierten Studie könnte das erhöhte Krebsrisiko bei übergewichtigen Menschen durch eine normale Dosis Aspirin reduziert werden. Im Rahmen der auf 10 Jahre angelegten Studie wurden die Auswirkungen des Medikaments auf 937 Menschen mit dem Lynch-Syndrom untersucht. Bei dem Syndrom handelt es sich um eine genetische

The post Aspirin kann Übergewichtigen helfen das Krebsrisiko zu minimieren appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
Aspirin kann Übergewichtigen helfen das Krebsrisiko zu minimieren

Nach einer standardisierten Studie könnte das erhöhte Krebsrisiko bei übergewichtigen Menschen durch eine normale Dosis Aspirin reduziert werden. Im Rahmen der auf 10 Jahre angelegten Studie wurden die Auswirkungen des Medikaments auf 937 Menschen mit dem Lynch-Syndrom untersucht. Bei dem Syndrom handelt es sich um eine genetische Erkrankung welche das Krebsrisiko insbesondere an Darmkrebs und Gebärmutterkrebs erhöht. Die Forscher fanden heraus, dass Patienten mit Übergewicht ein doppelt so hohes Risiko haben an Darmkrebs zu erkranken. Jedoch sei dieser Effekt durch eine normale Dosis Aspirin umkehrbar. Die Studienergebnisse wurden im Journal of Clinical Oncology veröffentlicht. Finanziert wurde die Studie von UK Medical Research Council, Cancer Research UK, Bayer Pharma und der Europäischen Union.

 

Wie Studienautor Sir John Brand, Professor für klinische Genetik an der britischen Universität Newcastle berichtet., würden viele Menschen mit dem Gewicht kämpfen aber mit der Einnahme von Aspirin könnte das zusätzliche Krebsrisiko eingedämmt werden.

 

Für die Studie untersuchte ein internationales Forscherteam aus über 43 Zentren in 16 Ländern die Fortschritte der Teilnehmer mit Lynch-Syndrom. Die Teilnehmer erhielten täglich für zwei Jahre jeweils zwei Aspirin (600 mg) oder ein Placebo. Zehn Jahre später hatten 55 Teilnehmer Darmkrebs entwickelt. Bei den übergewichtigen Patienten stellten die Forscher ein 2,75 höheres Krebsrisiko fest als bei Normalgewichtigen. Es wurde festgestellt, dass das Risiko bei den Teilnehmern an Dickdarmkrebs zu erkranken gleich hoch war, wenn sie zwei Aspirin täglich einnahmen unabhängig davon ob bei Ihnen ein Normalgewicht oder Übergewicht bestand.

 

Jede Einheit die über den gesunden BMI-Index hinausgeht erhöht das Krebsrisiko um 7 Prozent, wie John Mathers, Professor für Humanernährung an der Universität Newcastle berichtete. Da die Vorteile von Aspirin vor den frühesten Stadien der Tumorentwicklung erkannt wurden, glaubten die Forscher dass das Medikament auch Zellen beeinflussen kann, die Krebs verursachen. Laut Prof. Brand wurde ein Mechanismus bei Menschen gefunden, wo Aspirin genetisch beschädigte Stammzellen den programmierten Zelltod herbeiführen kann und hätte Auswirkungen auf den Krebs.

 

Eine andere Möglichkeit sei, dass die Acetylsalicylsäure die Entzündungsreaktion unterdrückt, die durch Übergewicht erhöht wird. Es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass ein erhöhter Entzündungsprozess mit einem erhöhten Risiko von Krebs in Verbindung steht.

 

Nach Angaben der Wissenschaftler sei eine weitere Forschung erforderlich, um den durch Aspirin herbeigeführten Schutz gegenüber einem hohen BMI genauer bestimmen zu können. Professor Brand verweist jedoch darauf, einen Arzt vor der Einnahme von Aspirin zu konsultieren, weil das Medikament eine Reihe von Magenbeschwerden wie Geschwüre verursachen kann. Sollte jemand in seiner Familiengeschichte allerdings Krebs vorherrschen, so sei es denkbar die Kostenvorteile abzuwägen, besonders weil es überall erhältlich sei.

 

Das Forscherteam plant nun eine umfassende Studie mit 3000 Teilnehmern aus der ganzen Welt, um die Auswirkungen von Aspirin und seiner Schutzfunktion besser bewerten zu können. Getestet werden soll, ob auch niedrigere Dosen Aspirin die gleiche Schutzwirkung haben könnten.

The post Aspirin kann Übergewichtigen helfen das Krebsrisiko zu minimieren appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/204-aspirin-kann-uebergewichtigen-helfen-das-krebsrisiko-zu-minimieren.html/feed 0
Brustkrebszellen über den Blutkreislauf verteilt https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/185-brustkrebszellen-ueber-den-blutkreislauf-verteilt.html https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/185-brustkrebszellen-ueber-den-blutkreislauf-verteilt.html#respond Wed, 19 Aug 2015 00:00:00 +0000 http://medi.fwpshop.org/news/beitrag/185-brustkrebszellen-ueber-den-blutkreislauf-verteilt-html.html Brustkrebszellen über den Blutkreislauf verteilt Mittels bildgebender Verfahren in Echtzeit identifizierten Wissenschaftler einen neuen Eintrittsweg in der Wand von Blutgefäßen, die es Krebszellen erlauben, sich zu verbreiten. So können beispielsweise Zellen von Brustkrebs-Tumoren in anderen Körperregionen „streuen“. Diese Entdeckung unterstützt auch aktuelle Tests, mit deren Hilfe sich die Ausbreitung von Brustkrebs besser vorhersagen lässt. Das

The post Brustkrebszellen über den Blutkreislauf verteilt appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
Brustkrebszellen über den Blutkreislauf verteilt

Mittels bildgebender Verfahren in Echtzeit identifizierten Wissenschaftler einen neuen Eintrittsweg in der Wand von Blutgefäßen, die es Krebszellen erlauben, sich zu verbreiten. So können beispielsweise Zellen von Brustkrebs-Tumoren in anderen Körperregionen „streuen“.
Diese Entdeckung unterstützt auch aktuelle Tests, mit deren Hilfe sich die Ausbreitung von Brustkrebs besser vorhersagen lässt. Das könnte vielen Frauen unnötige operative und belastende Therapien ersparen und zu neuen Wegen im Kampf gegen den Krebs führen.

Die Untersuchung wurde am Albert Einstein Krebszentrum und am Montefiore Einstein Zentrum für Krebsversorgung in New York durchgeführt. Im Tierversuch wurden Mäuse eingesetzt, denen menschliches Brustgewebe implantiert worden war.

Das Forscherteam entdeckte dabei, dass sich Brustkrebs ausbreitet, wenn drei verschiedene Zellarten in direktem Kontakt miteinander gelangen: Dazu gehören endotheliale Zellen, ein Zelltypus, der die Innenwände von Blutgefäßen gewissermaßen auskleidet und eine Art Gewebebarriere darstellt, Perivaskuläre Makrophagen – eine Zellgattung, die zum körpereigenen Immunsystem zählt, und Tumorzellen, die besonders viel Mena produzieren, ein Protein, das die Fähigkeit der Krebszellen verstärkt, in anderes Gewebe einzudringen.

Die Stelle, an der alle drei Zellarten miteinander in direkten und dauerhaften Kontakt kommen, bildet eine ideale Umgebung für die Bildung von Metastasen und in genau diesem „Mikroklima“ treten Tumorzellen in die Blutbahn ein.

Es ist bereits seit längerer Zeit bekannt, dass Blutgefäße innerhalb von Tumoren unnormal durchlässig für andere Zellen sind. Doch was erzeugt oder reguliert diese Durchlässigkeit? Die TMEM Makrophagen scheinen dafür verantwortlich zu sein, vermutet Allison Harney, Post-Doktorand am Albert Einstein Kolleg für Medizin.

Die neue Studie legt nahe, dass die TMEM Makrophagen ein Protein freisetzen, das ein vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktor ist, also lokale Veränderungen an den Gefäßwänden und deren Durchlässigkeit in Gang setzt. Der Effekt tritt nur zeitweise en, kann aber lange genug dauern, um Krebszellen in den Blutstrom gelangen zu lassen – damit gelangen sie vom primären Tumor in weit entfernte Körperregionen, um dort Metastasen entstehen zu lassen.

Die Wissenschaftler beobachteten auch erstmals, dass die übergangsweise Durchlässigkeit der Blutgefäße und der Eintritt der Tumorzellen in den Blutstrom gleichzeitig und ausschließlich dort auftreten, wo auch TMEM-Makrophagen vorliegen.

Für diese Entdeckung wurden hochauflösende Photonenmikroskope verwendet, um damit primäre Brustkrebstumore bei Mäusen und in Mäuse implantiertem menschlichem Brustgewebe aufzufinden.

Die Entdeckung eines einzigartigen Durchganges, der Tumorzellen erlaubt, in den Blutstrom zu gelangen, eröffnet neue therapeutische Möglichkeiten, sagt Studienleiter John Condeelis.

Die meisten Todesfälle durch Brustkrebs gehen auf das „Streuen“ von Tumoren über die Blutbahn zurück, das in der Entstehung neuer Metastasen in anderen Regionen des Körpers führt.

The post Brustkrebszellen über den Blutkreislauf verteilt appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/185-brustkrebszellen-ueber-den-blutkreislauf-verteilt.html/feed 0
Eine Vorrichtung unter dem Schreibtisch soll das Sitzverhalten in Büro verbessern https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/176-eine-vorrichtung-unter-dem-schreibtisch-soll-das-sitzverhalten-in-buero-verbessern.html https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/176-eine-vorrichtung-unter-dem-schreibtisch-soll-das-sitzverhalten-in-buero-verbessern.html#respond Tue, 18 Aug 2015 00:00:00 +0000 http://medi.fwpshop.org/news/beitrag/176-eine-vorrichtung-unter-dem-schreibtisch-soll-das-sitzverhalten-in-buero-verbessern-html.html Eine Vorrichtung unter dem Schreibtisch soll das Sitzverhalten in Büro verbessern Die meisten Büroangestellten verbringen ihren Arbeitsalltag im Sitzen. Dieses dauerhafte sitzen kann zu einer ganzen Reihe von gesundheitlichen Problemen führen. Jetzt haben Forscher der University of Iowa einen einfachen, aber potenziell effektiven Weg erarbeitet, um die körperliche Aktivität unter diesen Angestellten zu erhöhen. Sie

The post Eine Vorrichtung unter dem Schreibtisch soll das Sitzverhalten in Büro verbessern appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
Eine Vorrichtung unter dem Schreibtisch soll das Sitzverhalten in Büro verbessern

Die meisten Büroangestellten verbringen ihren Arbeitsalltag im Sitzen. Dieses dauerhafte sitzen kann zu einer ganzen Reihe von gesundheitlichen Problemen führen. Jetzt haben Forscher der University of Iowa einen einfachen, aber potenziell effektiven Weg erarbeitet, um die körperliche Aktivität unter diesen Angestellten zu erhöhen.

Sie stellen eine tragbare Pedalvorrichtung unter jeden Schreibtisch. Die Studie sagte aus, dass Büro-Mitarbeiter, welche diese Vorrichtung unter ihrem Schreibtisch hatten, ihre körperliche Aktivität erhöhten. Somit könnte dieses Gerät dazu beitragen, dass die Gesundheit gesteigert werden könne.

Studien-Co-Autor Lucas Carr, Assistant Professor für Gesundheit und menschliche Physiologie und Mitglied der Obesity Research and Education Initiative an der Universität von Iowa, und seine Kollegen präsentierten ihre Ergebnisse auf der Jahrestagung 2015 Sdr ociety of Behavioral Medicine in San Antonio, TX, in diesem Jahr.

Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass vieles und langes Sitzen, das das Risiko von zahlreichen gesundheitlichen Problemen fördern kann. Dazu zählen auch Fettleibigkeit, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Im Juni berichtete Medical News Today, dass der Mangel an körperlicher Aktivität sogar Auswirkungen auf die psychische Gesundheit haben kann und die Erhöhung der Gefahr von Angstzuständen fördert.

Büroangestellte sind eine Gruppe für ein besonders hohes Risiko für sitzbedingte Gesundheitsprobleme. Eine Umfrage unter Büroangestellten hat ergeben, dass fast die Hälfte der Frauen und fast 40% der Männer weniger als 30 Minuten zu Fuß gehen während der Arbeit.

 

Hohe Nutzung der Pedalvorrichtung führte zu Gewichtsverlust, bessere Konzentration und weniger Krankheitstage

Den Ansatz der Vorrichtung hat das Forscherteam 16 Wochen lang untersucht. Dabei statteten sie 27 übergewichtige Büroangstellte mit der Vorrichtung aus. Die Forscher analysierten die Zeit, welche jeder einzelne Mitarbeiter das Pedal nutzte. Die Auswertung und Kontrolle fand über einen Monitor statt, welcher an das Gerät angeschlossen war. Im Durchschnitt nutzten die Mitarbeiter die Pedale 50 Minuten am Tag, während der 16-wöchigen Studiendauer. Darüber hinaus erhielt jeder Mitarbeiter drei Mal pro Woche eine Email mit der Erinnerung, die Haltung regelmäßig zu ändern, und Tipps wie sie den Arbeitsalltag körperlich aktiver gestalten könnten.

Die Vorrichtung ist wie eine Art Fahrrad aufgebaut. Dabei können die Mitarbeiter immer wieder in die Pedale treten. Die Studie zeigte, dass die Mitarbeiter sich besser fühlten und sogar an Gewicht verloren. Darüber hinaus kam es zu weniger Krankheitstagen unter den Teilnehmern und eine bessere Konzentration konnte ebenfalls festgestellt werden. Die Teilnehmer wurden dabei auch untereinander verglichen. Wer weniger radelte, verlor weniger Gewicht und war auch weniger konzentriert.

The post Eine Vorrichtung unter dem Schreibtisch soll das Sitzverhalten in Büro verbessern appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/176-eine-vorrichtung-unter-dem-schreibtisch-soll-das-sitzverhalten-in-buero-verbessern.html/feed 0
Unglaublich: Ärzte sagen gegen krebskranke Patienten aus – zugunsten der Tabak-Industrie https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/173-unglaublich-aerzte-sagen-gegen-krebskranke-patienten-aus-zugunsten-der-tabak-industrie.html https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/173-unglaublich-aerzte-sagen-gegen-krebskranke-patienten-aus-zugunsten-der-tabak-industrie.html#respond Mon, 17 Aug 2015 00:00:00 +0000 http://medi.fwpshop.org/news/beitrag/173-unglaublich-aerzte-sagen-gegen-krebskranke-patienten-aus-zugunsten-der-tabak-industrie-html.html Unglaublich: Ärzte sagen gegen krebskranke Patienten aus – zugunsten der Tabak-Industrie Eine neue Studie fördert erschreckende Details zu Tage: Eine Gruppe von Ärzten hat offensichtlich vor Gericht zugunsten der Tabakindustrie ausgesagt – gegen krebskranke, todgeweihte Patienten. Dabei wurde wiederholt behauptet, dass deren Raucher-Gewohnheiten nichts zur Erkrankung beitrugen. Als Auslöser für die Krebserkrankungen wurden Mundspülungen oder

The post Unglaublich: Ärzte sagen gegen krebskranke Patienten aus – zugunsten der Tabak-Industrie appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
Unglaublich: Ärzte sagen gegen krebskranke Patienten aus – zugunsten der Tabak-Industrie

Eine neue Studie fördert erschreckende Details zu Tage: Eine Gruppe von Ärzten hat offensichtlich vor Gericht zugunsten der Tabakindustrie ausgesagt – gegen krebskranke, todgeweihte Patienten. Dabei wurde wiederholt behauptet, dass deren Raucher-Gewohnheiten nichts zur Erkrankung beitrugen.

Als Auslöser für die Krebserkrankungen wurden Mundspülungen oder der Verzehr von gesalzenem Fisch angeführt, nicht aber der Tabakkonsum.

Die Stanford-Universität untersuchte den Fall: Eine Gruppe von sechs Gesundheitsexperten fungierte als Gutachter vor Gericht. Dabei führten sie eine Kombination von Umweltfaktoren als wahrscheinliche Auslöser von Krebs im Kopf- und Halsbereich an – schweren Nikotin-Konsum dagegen erachteten sie als zweitrangig an.

Dr. Robert Jackler, Autor und Leiter der Studie, berichtet, wie schockiert er über die Bereitwilligkeit dieser Mediziner war, die hier auf unwissenschaftliche Weise die Klagen todkranker Patienten abweisen halfen. Dr. Jackler ist Professor für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und –Chirurgie. Für seine Untersuchung analysierte er Fälle, in denen zwischen 2009 und 2014 Patienten die Tabakindustrie für entstandene Gesundheitsschäden verklagt hatten. Alle Patienten waren schwere Langzeit-Raucher mit Krebs im Mundbereich, im Kehlkopf und Speiseröhre.

In den jeweiligen Gerichtsverhandlungen wurde darüber debattiert, ob jeweils der Tabakkonsum der Kläger den Krebs ausgelöst hatte oder nicht. Dr. Jackler konsultierte Experten und holte Gutachten für jeden Fall ein, bevor er noch wissenschaftliche Literatur wälzte, um zu sehen, ob die jeweiligen Zeugenaussagen und Gutachten auch von Fakten untermauert waren.

Dabei kam er zu dem Schluss, dass für die Erstellung der Gutachten keine wissenschaftlichen Methoden eingesetzt worden waren.

Die Tabak-Konzerne R. J. Reynolds, Philipp Morris und Lorillard bezahlte den sechs als Gutachter zertifizierten Hals-Nasen-Ohrenspezialisten erkleckliche Summen, um in über 50 Fällen zu Gunsten der Tabakindustrie auszusagen.

Die Aussagen dieser Gutachter waren auch in unterschiedlichen Fällen inhaltlich erstaunlich ähnlich aufgebaut, Teil einer Strategie, die Rechtsprechung von Urteilen gegen das Rauchen abzubringen.

Eine ausführliche Liste von potentiellen Risikofaktoren wie Alkohol, Diesel-Abgasen, Maschinenöl, gesalzenem Fisch, dem Rückfluss von Magensäure, Mundspülungen und sogar dem Leben in der Großstadt wurde angeführt, um ein Urteil gegen das Rauchen als Krebsauslöser bei den Klägern zu erschüttern und zu verhindern.

Dr. Jackler betont, dass diese Taktik einen großen Makel aufweist: Millionen von Nichtrauchern sind regelmäßig den gleichen Umweltfaktoren ausgesetzt – und werden nicht krank.

Wäre die Umwelt Schuld an Krebs im Mund- und Halsbereich, wären auch Nichtraucher sehr viel häufiger von diesen Krebsarten betroffen.

Die Studie von Dr. Jackler legt nahe, dass die Tabak-Konzerne bereit sind, einiges für entsprechend gefärbte Urteile zu tun. Eine Ärztin gibt an, dass die Anwälte eines der Unternehmen ein vorgefertigtes Gutachten für sie erstellt hätten, das sie nur noch hätte unterschreiben müssen – andere, frei erstellte Gutachten wären dagegen rundweg abgelehnt worden.

Ein Gutachten im Sinne der Tabakkonzerne zu erstellen, ist eine lukrative Sache. Einer der Ärzte berichtete von allein 100.000 USD in einem einzigen Fall.

Der aktuelle Stand der Wissenschaft wiederum bestätigt: Rauchen ist in über 50% der betreffenden Krankheitsfälle – Mundhöhlen-, Speiseröhren- oder Kehlkopfkrebs – der Auslöser. Die Erkrankung auf andere äußere Einflüsse zu schieben ist einfach nicht plausibel.

Bereits 2012 waren mehrere der großen Tabakkonzerne per Gerichtsbeschluss dazu aufgefordert worden, die Konsumenten darüber aufzuklären, dass Rauchen die Gesundheit gefährdet und dass in Zigaretten Substanzen enthalten sind, die die Suchtgefahr steigern.

 

The post Unglaublich: Ärzte sagen gegen krebskranke Patienten aus – zugunsten der Tabak-Industrie appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/173-unglaublich-aerzte-sagen-gegen-krebskranke-patienten-aus-zugunsten-der-tabak-industrie.html/feed 0
10 Gesundheitsrisiken bei starkem Alkoholkonsum https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/166-id-10-gesundheitsrisiken-bei-starkem-alkoholkonsum.html https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/166-id-10-gesundheitsrisiken-bei-starkem-alkoholkonsum.html#respond Thu, 13 Aug 2015 00:00:00 +0000 http://medi.fwpshop.org/news/beitrag/166-id-10-gesundheitsrisiken-bei-starkem-alkoholkonsum-html.html 10 Gesundheitsrisiken bei starkem Alkoholkonsum Zu viel Alkohol, regelmäßig konsumiert, ist schädlich für Ihre Gesundheit. Alkohol ist eine Droge, die sich auf den gesamten Organismus auswirkt. Dabei variieren die nachteiligen Auswirkungen für jeden Einzelnen. Die Menge des konsumierten Alkohols, genetische Veranlagung, Geschlecht, Body-Mass-Index und der allgemeine Gesundheitszustand haben Einfluss darauf, wie die Gesundheit einer Person

The post 10 Gesundheitsrisiken bei starkem Alkoholkonsum appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
10 Gesundheitsrisiken bei starkem Alkoholkonsum

Zu viel Alkohol, regelmäßig konsumiert, ist schädlich für Ihre Gesundheit. Alkohol ist eine Droge, die sich auf den gesamten Organismus auswirkt. Dabei variieren die nachteiligen Auswirkungen für jeden Einzelnen.

Die Menge des konsumierten Alkohols, genetische Veranlagung, Geschlecht, Body-Mass-Index und der allgemeine Gesundheitszustand haben Einfluss darauf, wie die Gesundheit einer Person auf chronischen übermäßigen Alkoholkonsum reagiert. Wenn der Körper mehr Alkohol aufnimmt, als er verstoffwechseln kann, gelangt der Überschuss in den Blutkreislauf. Das Herz zirkuliert das Blut und somit den Alkohol in den ganzen Körper, was zu Veränderungen in der Chemie und der normalen Körperfunktionen führt

Selbst ein einmaliger Alkoholexzess kann erhebliche Folgen für den Körper haben, schwere Schäden verursachen und sogar tödlich enden. Mit der Zeit kann übermäßiger Alkoholkonsum zur Entwicklung vieler chronischer Erkrankungen und anderen schweren gesundheitlichen Problemen führen.

 

Zahlen und Fakten über regelmäßigen schweren Alkoholkonsum

 

 

Hier sind einige wichtige Punkte zum regelmäßigen schweren Alkoholkonsum.

 

• Übermäßiger Alkoholkonsum ist die vierthäufigste vermeidbare Todesursache in den Vereinigten Staaten.

• Die Definition von schweren Trinkens sind etwa acht Drinks oder mehr pro Woche für Frauen, und 15 oder mehr für Männer.

• Je Anlass, mehr als drei Drinks für Frauen, und mehr als vier für Männer gilt als starker Alkoholkonsum.

• Rauschtrinken bedeutet fünf Getränke oder mehr für Männer, oder vier oder mehr für Frauen, was für ein einziges Mal definiert wird.

• Jeder Alkohol der von schwangeren Frauen konsumiert wird, gefährdet das Kind übermäßig.

• Alkohol ist konsequent mit Gewaltverbrechen verbunden.

• 4% der globalen Krankheitslast ist auf Alkohol zurückzuführen.

• Alkoholkonsum kann erhebliche Schäden für die Gesundheit anderer außer dem Trinker verursachen.

• 59,7 Mio. Personen (fast ein Viertel der Befragten) gaben an, Kampftrinker zu sein und 17 Millionen Menschen berichtet, starkem Alkoholkonsum nicht abgeneigt zu sein.

• Menschen, die bereits in jungen Jahren trinken, sind viermal häufiger gefährdet zu Alkoholismus zu neigen, als diejenigen, die Alkohol erst ab einem Alter von 21 Jahren trinken.

• Individuelle Unterschiede beim Alkohol-Stoffwechsel kann bei einigen Menschen ein höheres Risiko für gesundheitliche Probleme darstellen.

• Je nach Körpergewicht, kann der Blutalkoholspiegel bereits nach nur zwei Getränke stark ansteigen und gefährlich hoch werden.

• Die Mehrheit des Alkoholabbaus erfolgt in der Leber; Doch auch andere Organen tragen zum Alkohol-Stoffwechsel bei.

• Forschungen legen nahe, dass die toxische Wirkung, welche vom Alkohol auf den Körper ausgeht, ein krebserregendes Nebenprodukt während des Alkohol-Stoffwechsels produzieren kann.

 

Die 10 häufigsten gesundheitlichen Risiken bei regelmäßigem starken Alkoholkonsum, sind:

1. Leber-Erkrankungen

2. Pankreatitis

3. Krebs

4. Geschwüre und Magen-Darm-Probleme

5. Fehlfunktionen im Immunsystem

6. Gehirnschäden

7. Unterernährung und Vitaminmangel

8. Osteoporose

9. Herzerkrankungen

10. Unfälle und Verletzungen.

 

The post 10 Gesundheitsrisiken bei starkem Alkoholkonsum appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/166-id-10-gesundheitsrisiken-bei-starkem-alkoholkonsum.html/feed 0
Menschen, die würzig essen, leben länger https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/154-menschen-die-wuerzig-essen-leben-laenger.html https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/154-menschen-die-wuerzig-essen-leben-laenger.html#respond Wed, 12 Aug 2015 00:00:00 +0000 http://medi.fwpshop.org/news/beitrag/154-menschen-die-wuerzig-essen-leben-laenger-html.html Menschen, die würzig essen, leben länger Nach einer neuen Studien leben Menschen länger, die regelmäßig gewürzte Nahrung essen und senken das Risiko an spezifischen Todesursachen zu sterben. Die Beobachtungsstudie wurde im BMJ veröffentlicht und berichtet, dass Menschen deren tägliche Ernährung regelmäßig aus gewürzten Speisen besteht, ein geringeres Risiko haben einen Tod durch Krebs, koronarer Herzkrankheit

The post Menschen, die würzig essen, leben länger appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
Menschen, die würzig essen, leben länger

Nach einer neuen Studien leben Menschen länger, die regelmäßig gewürzte Nahrung essen und senken das Risiko an spezifischen Todesursachen zu sterben. Die Beobachtungsstudie wurde im BMJ veröffentlicht und berichtet, dass Menschen deren tägliche Ernährung regelmäßig aus gewürzten Speisen besteht, ein geringeres Risiko haben einen Tod durch Krebs, koronarer Herzkrankheit oder Atemwegserkrankungen zu erleiden.

Zahlreiche frühere Studien berichten von den gesundheitlichen Vorteilen von Gewürzen wie Paprika und anderen. Bestimmte bioaktive Mittel in Gewürzen wie Capasaicin seien vorteilhaft wirksam bei Krankheiten wie Fettleibigkeit und Herzkreislauferkrankungen.

Diese Studien deuten offenbar daraufhin, dass Gewürze wichtig für die menschliche Gesundheit sind aber derzeit gibt es einen Mangel an Beweisen bezüglich der Auswirkungen auf die krankheitsspezifische und Gesamtmortalität von Bevölkerungsstudien.

Zur Lösung dieses Problems wurde von einem Forscherteam der chinesischen Akademie der Wissenschaften nun basierend auf einem Datensatz von der China Kadoorie Biobank eine prospektive so genannte Kohortenstudie durchgeführt. Erfasst wurden über eine halbe Million Erwachsene aus unterschiedlichen Regionen Chinas.

Die Forscher folgten insgesamt 487.375 Teilnehmern zwischen 30 und 79 Jahren, die in regelmäßigen Abständen auf Krankheiten untersucht wurden. Jeder der Teilnehmer, der an der Studie zwischen 2004 und 2008 teilnahm, musste einen Fragebogen über ihre Gesundheit und Konsum von stark gewürzten Speisen, roten Fleisch, Gemüse und Alkohol ausfüllen. Im Rahmen der Follow-Up-Studie wurden 5 Prozent der überlebenden Teilnehmer zufällig im Jahr 2008 erneut befragt, um zu beurteilen ob die Fragebogenergebnisse den exakten Verbrauch vom scharfen Essen im Laufe der Zeit wiedergeben. Laut den Studienautoren mit Verweis auf die Fragebögen sei der Verbrauch scharfen Essens konsequent gewesen. Innerhalb der Follow-Up-Studie wurden 20.224 Todesfälle gezählt, wobei die Teilnehmer durchschnittlich 7,2 Jahre beobachtet worden waren.

Nach Beobachtungen der Forscher kamen 14 Prozent der Teilnehmer weniger wahrscheinlich Tode, weil sie 3 bis 7 mal wöchentlich stark gewürzte Speisen gegessen hatten, als Teilnehmer die würzige Nahrungsmittel weniger als einmal pro Woche zu sich nahmen. Teilnehmer, die stark gewürzte Speisen  einmal oder zweimal pro Woche gegessen hatten setzten sich einem Sterberisiko von 10 Prozent aus im Vergleich zu Teilnehmern, die weniger als einmal wöchentlich würzige Speisen gegessen hatten.

Häufiger Verzehr von stark gewürzte Speisen war auch mit einem niedrigeren Risiko für Tod durch Krebs, koronare Herzkrankheit und Krankheiten des Atmungssystems verbunden. Diese reduzierten Risiko war noch ausgeprägter bei den weiblichen Teilnehmerinnen als bei den männlichen Teilnehmer.

In Bezug auf würzige Speisen fiel den Forschern auf, dass die am häufigsten verwendeten Gewürze der Teilnehmer frische und getrocknete Chilischoten waren. Die Teilnehmer welche regelmäßig frischen Chili gegessen hatten, setzten sich einem geringeren Risiko aus an Krankheiten wie Krebs, Diabetes oder einer koronaren Herzkrankheit zu sterben.

Die Autoren warnen davor basierend auf den Ergebnissen der Studie kausale Schlüsse zu ziehen, weil es sich um eine Beobachtungsstudie handelte und weitere Studien erforderlich seien.

The post Menschen, die würzig essen, leben länger appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/154-menschen-die-wuerzig-essen-leben-laenger.html/feed 0
Neue Behandlung gegen Hautkrebs https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/151-neue-behandlung-gegen-hautkrebs.html https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/151-neue-behandlung-gegen-hautkrebs.html#respond Tue, 11 Aug 2015 00:00:00 +0000 http://medi.fwpshop.org/news/beitrag/151-neue-behandlung-gegen-hautkrebs-html.html Neue Behandlung gegen Hautkrebs     Durch eine Zell- und DNA-Manipulation bei Hautkrebs-Patienten könnte Hautkrebs erstmals auf schnelle und effektive Weise geheilt werden. Eine neue Zell- und Gen-Therapie wurde erstmals im klinischen Test erprobt. Ort des Geschehens ist das Königliche Hospital Adelaide in Südaustralien, Studienleiter Professor Michael Brown, Direktor der Krebs-Abteilung und sein Team. Das

The post Neue Behandlung gegen Hautkrebs appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
Neue Behandlung gegen Hautkrebs

 

 

Durch eine Zell- und DNA-Manipulation bei Hautkrebs-Patienten könnte Hautkrebs erstmals auf schnelle und effektive Weise geheilt werden.

Eine neue Zell- und Gen-Therapie wurde erstmals im klinischen Test erprobt. Ort des Geschehens ist das Königliche Hospital Adelaide in Südaustralien, Studienleiter Professor Michael Brown, Direktor der Krebs-Abteilung und sein Team.

Das Immunsystem erkennt nicht automatisch Tumore als gefährlich – schließlich entstehen sie aus körpereigenem Material. Aus diesem Grunde werden Tumorzellen von den weißen Blutkörperchen selten angegriffen, wie dies etwa bei einem Virus geschehen würde. Würde nun die DNA in den weißen Blutkörperchen oder T-Zellen neu programmiert, könnte sie die Tumorzellen als gefährlich identifizieren und zerstören.

Wer bislang die Diagnose eines fortgeschrittenen Melanoms erhielt, hatte eine Lebenserwartung von kaum fünf Jahren. Allenfalls gezielte Immuntherapien konnten diese Spanne verlängern.

Experten in Houston, Texas, erprobten die DNA-Veränderung zunächst an Mäusen. Die neue genetische Programmierung pflanzt sich in allen T-Zellen fort, wenn bestimmte Wachstumsfaktoren beigefügt wurden, so, dass die neuen T-Zellen sich unter Laborbedingungen stark vermehrten. Die ersten menschlichen derart behandelten Zellen wurden konserviert und erneut getestet, bevor man sie den Patienten über die Venen injizierte. Die Patienten wurden daraufhin über sechs Wochen lang wöchentlich untersucht – danach vierteljährlich. Alle Ergebnisse des klinischen Versuchs mit menschlichen Patienten erwiesen sich bislang als sicher.

Die Idee für diese neue Behandlungsform entstand, nachdem Professor Michael Brown ähnliche Techniken in Houston kennengelernt hatte, angewendet an einer Krebsart, die vor allem Kinder befällt und als Neuroblastom bezeichnet wird.

Die Gen-Behandlung ist ein sehr komplexer Prozess und bislang fehlte auch die notwendige Technologie, sie durchzuführen. Der nächste klinische Versuch soll weitere 12 Patienten einschließen und über einen Verlauf von drei Jahren hinweg alle relevanten Daten sammeln.

Der Ansatz, Tumorgewebe auf dem Weg über das körpereigene Immunsystem der Kranken zu behandeln, ist vollkommen neuartig. Jede Therapie ist individuell auf den jeweiligen Patienten und seine DNA abgestimmt. 

The post Neue Behandlung gegen Hautkrebs appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/151-neue-behandlung-gegen-hautkrebs.html/feed 0
Moderne Nuklearunfälle – das Risiko ist eher mentaler Natur https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/145-moderne-nuklearunfaelle-das-risiko-ist-eher-mentaler-natur.html https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/145-moderne-nuklearunfaelle-das-risiko-ist-eher-mentaler-natur.html#respond Mon, 10 Aug 2015 00:00:00 +0000 http://medi.fwpshop.org/news/beitrag/145-moderne-nuklearunfaelle-das-risiko-ist-eher-mentaler-natur-html.html Moderne Nuklearunfälle – das Risiko ist eher mentaler Natur Moderne Nuklearunfälle sind seltener physischer Natur. Vor allem die Psyche leidet, so ein aktueller Artikel in der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“. Und während weltweit die physischen Gefahren der Radioaktivität anerkannt sind, sind die mentalen Folgen doch noch weitaus größer als angenommen. Mit Bezug auf das neueste

The post Moderne Nuklearunfälle – das Risiko ist eher mentaler Natur appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
Moderne Nuklearunfälle – das Risiko ist eher mentaler Natur

Moderne Nuklearunfälle sind seltener physischer Natur. Vor allem die Psyche leidet, so ein aktueller Artikel in der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“.

Und während weltweit die physischen Gefahren der Radioaktivität anerkannt sind, sind die mentalen Folgen doch noch weitaus größer als angenommen.

Mit Bezug auf das neueste Reaktorunglück in Fukushima, schreibt Dr. Koichi Tanigawa von der Medizinischen Fakultät der Universität Fukushima:

 Die Strahlendosis, der die Bevölkerung beim Reaktorunglück in Fukushima ausgesetzt war, war relative niedrig. Wir konnten bislang nur wenige Auswirkungen auf die physische Gesundheit feststellen noch erwarten wir weitere. Was sich allerdings sehr negative auf das Leben der Betroffenen auswirkte, waren die psychischen und sozialen Probleme, die sich beispielsweise aus der unterschiedlichen Risikowahrnehmung ergaben.

Aktuell sind 437 nuklear betriebene Elektrizitätswerke weltweit in Betrieb, doch Unfälle, wie etwa 2011 in Fukushima, sind selten.

Vier weitere schwere Unfälle, die auf einer Skala mit einer Fünf oder höher bewertet wurden, wurden seither verzeichnet: Kyshtym in Russland im Jahr 1957, Windskale Piles in Großbritannien im gleichen Jahr, 1979 ein Unfall in Three Mile Island in den USA und Chernobyl in Russland im Jahr 1986.  

Im Jahr 2006 berichtete das Chernobyl Forum der Vereinten Nationen (UN), dass die mentalen Schäden in der Gesellschaft mit am schwerwiegendsten waren. Schlechte Kommunikation zu den Gesundheitsrisiken verschlimmerte die Probleme noch. Die Zahlen derjenigen, die in der Folge Depressionen entwickelten oder am Posttraumatischen Stress-Syndrom leiten, schlagen noch heute in der Statistik zu Buche.

Ganz ähnlich verhält es sich mit Fukushima. Die Gesundheitsüberwachung der Stadt berichtet dass die Zahl der Erwachsenen mit Stress-Symptomen bei umgesiedelten Personen um etwa fünf Mal höher liegt als bei der übrigen Bevölkerung, nämlich bei etwa 14,6% im Vergleich zu 3%.

Wiederholte Umsiedelung und Entwurzelung bedeuten ernsthafte Gesundheitsprobleme für die verwundbarsten Mitglieder der Gesellschaft. Besonders bei älteren Menschen verdreifachte sich die Sterberate in den drei Monaten nach der Umsiedelung.

In einem weiteren Artikel zum Thema diskutieren Wissenschaftler der medizinischen Fakultät der Universität Fukushima Möglichkeiten, die Millionen Bewohner der betroffenen Region besser vor den Folgen eines erneuten Unfalls zu schützen.

Bessere Information für Eltern, die ein erhöhtes Krebsrisiko für ihre Kinder befürchten, könnte ein Schritt zu einem verbesserten Schutz der Bevölkerung sein. Ebenso sollten Evakuierte mehr Hilfe erhalten, um sich an neuen Wohnorten einzuleben.

Fukushima lehrte die Betroffenen einige wichtige Lektionen, so die Autoren der Studie. Verlässliche Kommunikation der Lage und der Risiken sind ein wichtiger Teil der Arbeit für die Opfer eines nuklearen Unfalles. Tatsächlich sind nur sehr wenige Menschen in einer solchen Situation in Lebensgefahr. Information über die Gesundheitsrisiken ist dann eine der Hautaufgaben der Ärzte. Auch die Umsiedlung vieler gefährdeter Menschen in Heimen und Krankenhäusern muss gründlich geplant und auch medizinisch vorbereitet werden.

Die langfristigen Auswirkungen nach einem radioaktiven Angriff wie in Hiroshima und Nagasaki oder nach einem Unfall wie in Chernobyl sind Gegenstand eines Berichtes, der an der Universität von Hiroshima erstellt wurde. Die Sterberate war stark erhöht, wie eine Langzeitstudie an 94.000 Überlebenden der Atombombenabwürfe fünf Jahre nach dem Ereignis, also ab 1950, bis heute bewiesen.

Krebserkrankungen waren mit einer hohen Strahlendosis verbunden – und umso signifikanter, je jünger die Betroffenen waren, die dieser Dosis ausgesetzt waren.

Nach Chernobyl waren vor allem Kinder einem erhöhten Risiko von Schilddrüsenkrebs ausgesetzt – vor allem Kinder, die Nahrung und Wasser aus den verstrahlten Gebieten zu sich genommen hatten. Erbliche Schäden konnten bislang nicht festgestellt werden.

The post Moderne Nuklearunfälle – das Risiko ist eher mentaler Natur appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/145-moderne-nuklearunfaelle-das-risiko-ist-eher-mentaler-natur.html/feed 0
Wissenschaftler entdecken neues mutierendes Gen – verantwortlich für Melanom https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/144-wissenschaftler-entdecken-neues-mutierendes-gen-verantwortlich-fuer-melanom.html https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/144-wissenschaftler-entdecken-neues-mutierendes-gen-verantwortlich-fuer-melanom.html#respond Mon, 10 Aug 2015 00:00:00 +0000 http://medi.fwpshop.org/news/beitrag/144-wissenschaftler-entdecken-neues-mutierendes-gen-verantwortlich-fuer-melanom-html.html Wissenschaftler entdecken neues mutierendes Gen – verantwortlich für Melanom Genetische Mutationen sind teilweise mit für die Entstehung von Melanomen, gefährlichem und hoch aggressivem Hautkrebs. Viele Gene und deren Veränderungen wurden bereits entdeckt. Bei etwa 30% aller Melanome waren jedoch die genetischen „Bösewichter“ bislang noch nicht identifiziert worden. Eine neue Studie hat nun eine Untergruppe von

The post Wissenschaftler entdecken neues mutierendes Gen – verantwortlich für Melanom appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
Wissenschaftler entdecken neues mutierendes Gen – verantwortlich für Melanom

Genetische Mutationen sind teilweise mit für die Entstehung von Melanomen, gefährlichem und hoch aggressivem Hautkrebs. Viele Gene und deren Veränderungen wurden bereits entdeckt. Bei etwa 30% aller Melanome waren jedoch die genetischen „Bösewichter“ bislang noch nicht identifiziert worden. Eine neue Studie hat nun eine Untergruppe von Mutationen enträtselt. Die Forscher der Yale Universität in New Haven, Connecticut, USA, hoffen, auf dieser Basis neue, gezieltere Therapiemöglichkeiten entwickeln zu können.

Dazu wurden 200 genetische Veränderungen in 200 Gewebeproben von Patienten untersucht. Das Team umfasste Experten der Genetik, Pharmakologen, Onkologen und Biologen mit Spezialkenntnissen zur Computerauswertung der Ergebnisse. Teil des Experiments waren auch Tests, wie einzelne Tumorzellen mit unterschiedlichem Entstehungshintergrund jeweils auf Krebsmedikamente reagierten.

Das Maligne Melanom ist zwar relative selten, geht jedoch in vielen Fällen tödlich aus. Fast 200.000 Fälle pro Jahr allein in Deutschland und allein 2012 3000 Todesfälle mit dieser Diagnose sind alarmierend.

Pigmentbildende Hautzellen, als Melanozyten bezeichnet, sind der Ausgangspunkt der Erkrankung. Noch ist nicht klar, was genau geschieht – treffen jedoch bestimmte Muster genetischer Veränderungen zusammen, reduziert sich die Fähigkeit der Haut, der UV-Bestrahlung und deren schädlicher Einwirkung zu widerstehen. Somit kann die Sonneneinstrahlung auf die DNA der Zellen einwirken. Die Zellteilung und Zell-Replikation läuft nun anders ab, es bilden sich Tumorzellen anstelle von gesunden Zellen.

Einer der Schlüsselfaktoren für die Entstehung eines Malignen Melanoms ist ein häufig mutierendes Gen mit der Bezeichnung NF1. Studienleiter Michael Krauthammer, Professor für Pathologie, berichtet dazu: “Bei etwa 45% aller Melanome verliert das Gen NF1 seine Funktion, das dann die Entstehung von Krebszellen auslöst“.

Vor allem bei älteren Patienten greift die NF1-Mutation. Es scheint das dritthäufigste Gen zu sein, das sich häufig verändert. Für sich allein genommen, löst das noch keinen Krebs aus. Erst im Zusammentreffen mit einigen anderen genetischen „Sprüngen“ bei der Zellteilung steigt das Krebsrisiko.

Etwa 100 Gene fanden sich bislang nur in malignen Melanom-Zellen und sind vermutlich Auslöser. Sie dienen nicht nur der präzisen Diagnose, sondern auch als Ziel einer individuellen Krebsbehandlung. Ob und wie gut diese jeweils wirkt, hängt wiederum von zusätzlichen Faktoren ab, die künftig noch zu erforschen sind.

The post Wissenschaftler entdecken neues mutierendes Gen – verantwortlich für Melanom appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/144-wissenschaftler-entdecken-neues-mutierendes-gen-verantwortlich-fuer-melanom.html/feed 0
Neue Studie enthüllt Selbstkorrekturmechanismen bei fehlerhafter Zellteilung https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/138-neue-studie-enthuellt-selbstkorrekturmechanismen-bei-fehlerhafter-zellteilung.html https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/138-neue-studie-enthuellt-selbstkorrekturmechanismen-bei-fehlerhafter-zellteilung.html#respond Fri, 07 Aug 2015 00:00:00 +0000 http://medi.fwpshop.org/news/beitrag/138-neue-studie-enthuellt-selbstkorrekturmechanismen-bei-fehlerhafter-zellteilung-html.html Neue Studie enthüllt Selbstkorrekturmechanismen bei fehlerhafter Zellteilung Zellen sind in der Lage, Aneuploidie zu korrigieren. Die Aneuploidie ist ein Fehler bei der Gen-Replikation, bei der die notwendige Chromosomenzahl entweder über- oder unterschritten wird. Je nachdem, bei welchen Zellen beziehungsweise Genomen der Defekt auftritt, sind Embryonen nicht lebensfähig oder kranke, Krebszellen, entstehen und vermehren sich. An

The post Neue Studie enthüllt Selbstkorrekturmechanismen bei fehlerhafter Zellteilung appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
Neue Studie enthüllt Selbstkorrekturmechanismen bei fehlerhafter Zellteilung

Zellen sind in der Lage, Aneuploidie zu korrigieren. Die Aneuploidie ist ein Fehler bei der Gen-Replikation, bei der die notwendige Chromosomenzahl entweder über- oder unterschritten wird. Je nachdem, bei welchen Zellen beziehungsweise Genomen der Defekt auftritt, sind Embryonen nicht lebensfähig oder kranke, Krebszellen, entstehen und vermehren sich.

An der Amherst-Universität in Massachusetts, USA, führte ein Team von Zellbiologen unter Thomas Maresca eine Untersuchung durch, um die Mechanismen bei der Fehlsteuerung und Korrektur der Zellteilung besser zu verstehen.

Zellen verfügen über eine Korrekturfunktion, die hilft, Fehler bei der Zellteilung in einem frühen Stadium zu verhindern, also Defekte wie falsche Chromosomenverteilung oder Aneuploidie. Insbesondere die Aneuploidie ist vermutlich verantwortlich für die Tumorentstehung und das Tumorwachstum in bestimmten Zellen. Auch bei der Entwicklung von Embryonen können solche genetischen Defekte etwa das Down-Syndrom auslösen, wenn es in den über das Geschlecht entscheidenden Zellen stattfindet.

Erstmals enthüllte die Studie unter Maresca die Rolle eines Enzyms namens Aurora A Kinase (AAK) bei Korrekturprozessen. Ebenso bedeutsam ist die Position des jeweiligen Chromosoms und wie sich dies auf den Zellteilungsprozess auswirkt.

Maresca erklärt den Prozess: Wenn eine Zelle sich auf die Zellteilung vorbereitet, durchläuft sie mehrere Stadien, um sicherzugehen, dass jedes replizierte Chromosom sich sorgfältig für sich abtrennt – je eine Kopie eines Chromosoms bewegt sich zu unterschiedlichen Zell-Polen, um hier Teil unterschiedlicher Tochter-Zellen zu werden.

Als Kinetochor oder Zentromer wird eine komplexe Protein- und DNA-Struktur bezeichnet, an die bei Zellteilungsvorgängen der sogenannte Spindelapparat ansetzt – dessen Fasern, auch Mikrotubuli genannt, docken hier an und die eigentliche schrittweise Zellteilung beginnt. Eine Art „Spindel“ fungiert nun wie ein Richter im Boxring, der zwei Kontrahenten trennen muss. Jedes replizierte Chromosom reiht sich entsprechend auf, während die Spindel jeweils Kopien der einzelnen Abschnitte ordnet, bevor sich die Zelle endgültig in zwei neue Tochter-Zellen teilt.

Dieser Prozess läuft nicht immer problemlos ab. Gelegentlich schließen sich die Mikrotubuli an den falschen Polen oder Enden des Kinetochors an – dann kommt es zur Aneuploidie, die Chromosomen werden in falscher Anzahl angeordnet.

Krebszellen entstehen häufig auf diese Weise, und wenn diese Fehler bei der Zellteilung nach der Befruchtung einer Eizelle auftreten, ist der Embryo möglicherweise nicht lebensfähig oder entwickelt sich unzulänglich.

Allerdings kommt auch ein Korrekturprozess in Gang – dabei werden Mikrotubuli vom Kinetochor getrennt und der Teilungsprozess startet von neuem. Einer der wichtigsten Regulatoren dieses Vorgangs, die Aurora B Kinase (ABK) modifiziert biochemische Substrate und andere Proteine, die die Proteine des Kinetochors zwingt, die „falschen“ Mikrotubuli wieder freizugeben.

Ein naher Verwandter der ABK, AAK, ist in hoher Konzentration an den Polen der „Spindel“ zu finden, doch bislang war ihre Funktion noch unbekannt. AAK, so wurde erst jetzt erkannt, unterbricht die Interaktionen zwischen dem Kinetochor und den Mikrotubuli der Spindel.

Für die Untersuchung verwendete das Team Zellen einer Fliegenart, der Drosophila. Bei Zusammenarbeit mit einem Labor in Virginia konnte der gleiche Prozess aber auch bei Säugetierzellen beobachtet werden, die sich von den Vorgängen in den Zellen der Fruchtfliege nicht unterschieden. Kollegen von einem Institut für Zellbiologie in Edinburgh, UK, haben Beweise für gleiche Abläufe in menschlichen Zellen aus Gewebekulturen.

Erste Hinweise über diese Mechanismen sind bereits seit 10 Jahren bekannt, doch die Zusammenhänge kamen erst jetzt zu Tage.

 

 

The post Neue Studie enthüllt Selbstkorrekturmechanismen bei fehlerhafter Zellteilung appeared first on Medizinaktuell.info.

]]>
https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/138-neue-studie-enthuellt-selbstkorrekturmechanismen-bei-fehlerhafter-zellteilung.html/feed 0