Mobbing – Medizinaktuell.info https://www.medizinaktuell.info Thu, 17 May 2018 17:10:19 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.8 https://www.medizinaktuell.info/wp-content/uploads/2015/12/logo_header.png Mobbing – Medizinaktuell.info https://www.medizinaktuell.info 32 32 Stubenhocker laufen Gefahr gemobbt zu werden https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/035-stubenhocker-laufen-gefahr-gemobbt-zu-werden.html https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/035-stubenhocker-laufen-gefahr-gemobbt-zu-werden.html#respond Mon, 27 Jul 2015 11:15:00 +0000 http://medi.fwpshop.org/news/beitrag/035-stubenhocker-laufen-gefahr-gemobbt-zu-werden-html.html Stubenhocker laufen Gefahr gemobbt zu werden   Nach einer Studie, die im »Journal of Developmental & Behavioral Pediatrics« veröffentlicht wurde, laufen Stubenhocker die oft vorm Fernseher sitzen Gefahr später das Opfer von Mobbing zu werden. Untersucht wurde der Zusammenhang zwischen dem TV-Schauen im Alter von 29 Monaten und selbst berichteten Mobbing im Alter von 12

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Stubenhocker laufen Gefahr gemobbt zu werden

 

Nach einer Studie, die im »Journal of Developmental & Behavioral Pediatrics« veröffentlicht wurde, laufen Stubenhocker die oft vorm Fernseher sitzen Gefahr später das Opfer von Mobbing zu werden. Untersucht wurde der Zusammenhang zwischen dem TV-Schauen im Alter von 29 Monaten und selbst berichteten Mobbing im Alter von 12 Jahren.

 

Wie Studienautorin Prof. Linda Pagani von der University of Montreal berichtet, ist es plausibel, dass frühe Lebensgewohnheiten mit wenig interaktiven Erlebnissen wie zum Beispiel TV-Konsum zu einem Defizit im sozialen Verhalten führen. Laut der American Academy of Pediatrics (AAP) sitzen Kinder in den USA durchschnittlich sieben Stunden vor Unterhaltungsmedien wie den Fernseher, Computer und anderen elektronischen Geräten. Ein übermäßiger Medienkonsum hätte zur Folge, dass die Aufmerksamkeit negativ beeinträchtigt würde, es zu Übergewicht und Schwierigkeiten in der Schule kommt.

 

Viele Umfragen fanden heraus, dass der Anteil der Kinder die mit 5 Monaten bereits irgendeine Form von Video konsumieren bei 40 Prozent liege und dieser Anteil bei Kindern ab zwei Jahren auf 90 Prozent steigen würde. Die Zeit die vor dem Bildschirm verbracht wird, ist Zeit die für eine Interaktion mit der Familie fehlt, wo Kinder den sozialen Umgang erlernen. Ein früher Fernsehkonsum führe Prof. Pagani zufolge dazu, dass Kinder Entwicklungsdefizite aufweisen und sie daher in der Schule leichter ein Mobbing-Opfer werden könnten. Wie Sie weiter ausführt, könne Fernsehen zu schlechten Blickkontakt-Gewohnheiten führen. Der Blickkontakt sei jedoch der Grundstein für soziale Interaktionen und Freundschaften.

 

Im Rahmen der Studie beobachteten Prof. Pagani und ihre Kollegen das Aufwachsen von 991 Mädchen und 1006 Jungen. Die TV-Sehgewohnheiten der teilnehmenden Kinder im Alter von 29 Monaten wurden von ihren Eltern berichtet. Über ihre Mobbing-Erfahrungen in der 6.Klasse berichteten die Kinder selbst. Die Forscher fanden einen engen Zusammenhang zwischen einem frühen TV-Konsum und späteren Mobbing.

 

Die AAP empfiehlt, dass Kinder und Jugendlich täglich maximal 1 bis 2 Stunden vor dem Fernseher und anderen elektronischen Medien verbringen sollten. Die konsumierten Medieninhalte sollten jedoch eine hohe Qualität haben und dem Alter angemessen sein. Die Wissenschaftler stellten zudem fest, dass Kinder die Hälfte eines Tages mit Grundbedürfnissen wie Schlafen und Essen verbringen. Die übrigen Stunden sollten in den Aufbau von Beziehungen und sinnvollen Aktivitäten wie Spielen investiert werden. Das Spielen würde die Kreativität der Kinder fördern und Eltern die Möglichkeit geben zu beobachten wie ihr Nachwuchs mit anderen sozial interagiert. Bestimmte soziale Verhaltensweisen könnten die Eltern dann fördern oder korrigieren.

 

Mobbing im Kindesalter kann langfristig die mentale Gesundheit gefährden und im schlimmsten Fall sogar Depressionen verursachen. Die Selbstachtung würde zudem niedrig ausfallen.

 

 

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Cybermobbing unter Kids https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/028-cybermobbing-unter-kids.html https://www.medizinaktuell.info/news/beitrag/028-cybermobbing-unter-kids.html#respond Thu, 23 Jul 2015 11:15:00 +0000 http://medi.fwpshop.org/news/beitrag/028-cybermobbing-unter-kids-html.html Cybermobbing unter Kids In einer namhaften Zeitschrift für Pädiatrie wurden die Ergebnisse einer aktuellen Analyse der Universität von Alberta, Kanada, zum Thema Cybermobbing publiziert. Dafür zog man die Daten von 36 überwiegend in den USA durchgeführten Studien heran, in denen die Folgen des Cybermobbings auf Kinder und Jugendliche in den Social Media untersucht wurden. Die

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Cybermobbing unter Kids

In einer namhaften Zeitschrift für Pädiatrie wurden die Ergebnisse einer aktuellen Analyse der Universität von Alberta, Kanada, zum Thema Cybermobbing publiziert. Dafür zog man die Daten von 36 überwiegend in den USA durchgeführten Studien heran, in denen die Folgen des Cybermobbings auf Kinder und Jugendliche in den Social Media untersucht wurden. Die betroffenen Heranwachsenden waren zwischen 12 und 18 Jahre alt.

Das Ergebnis ist erschreckend: Etwa 23% aller Kinder und Jugendlichen waren bereits einmal das Opfer von Cybermobbing, von Schikanen über Social Media ausgesetzt. Der Bericht weist auch auf den engen Zusammenhang zwischen Mobbing im Netz und Depressionen oder anderen psychischen Störungen hin. 

 

Neue Dimension für Schikanen

Schikanen in der Schule und die daraus folgenden schweren Belastungen für die Opfer sind ein bekanntes Problem. Über die Social Media im Internet kommt eine völlig neue Dimension hinzu: Angriffe gegen unliebsame Mitschüler etwa können anonym und kaum kontrollierbar ausgeführt und per Verbreitung im Netz sogar öffentlich gemacht werden. 

Über 50% aller Jugendlichen bewegen sich heute ganz selbstverständlich täglich oft über Stunden im Netz und in den genannten Social Media, überwiegend in Facebook.

Heranwachsende reagieren sehr stark auf Gruppendruck, verfügen zugleich aber noch nicht über ausreichende Erfahrung und Fähigkeiten zur Abgrenzung und zur Selbstkontrolle. Daher sind die Folgen heftiger Cyber-Angriffe oftmals nicht abzusehen. Spott, Beleidigungen, Anschuldigungen, Drohungen, sowie die unbegrenzte Verbreitung höchst privater Details gehören zum Instrumentarium des Cybermobbings. Die „Angreifer“ sind schwer zu fassen und kaum zu bremsen, die Verletzungen, die sie zufügen, gehen tief.

Noch existieren nicht viele Untersuchungen zum Thema, doch einige Studien befassen sich bereits mit den Folgen dieser Verhaltensweisen: Depressionen, niedrige Selbsteinschätzung, Suchtverhalten und sogar Selbstverletzungen oder Suizidgedanken können auf diesem Wege ausgelöst werden.

 

Überwiegend Mädchen betroffen

Die Verfasser der Studie fanden heraus, dass überwiegend Mädchen von den Internet-Mobbingaktionen betroffen sind. Freundschafts- und Liebesangelegenheiten waren in den meisten Fällen die „Aufhänger“ oder Auslöser für die Attacken.

Die Verbreitung von Tratsch, Gerüchten und verfänglichen Fotos sowie Beschimpfungen gehören zum Waffenarsenal der Cybermobber. Die Angegriffenen versuchen dem zunächst mit Nichtbeachtung zu begegnen, indem sie beispielsweise die Angreifer „blockieren“, ihnen also keinen Zugriff mehr auf ihr Profil und ihren Freundeskreis gestatten. Letztlich, so glaubten die Opfer, könnten sie sich jedoch nicht effektiv wehren und fühlen sich ausgeliefert – eine bittere, oft folgenreiche Erfahrung.

Trotz aller Vorzüge: Die Cyber-Welt birgt massive Gefahren für Jugendliche. Nicht nur die Opfer des Mobbings, auch die Aggressoren müssen mit Folgen für ihre mentale Gesundheit rechnen.

Noch ist nicht ganz klar, ob direkte Zusammenhänge zwischen Mobbing-Aktionen und Angststörungen bei den Opfern bestehen. Eindeutig aber ist Cybermobbing eine häufige Ursache für schwere jugendliche Depressionen.

Anhand der Studienergebnisse lassen sich nicht nur die Ursachen für solche Interaktionen aufdecken, sondern auch Präventionswege und Strategien dagegen entwickeln, um Schaden zu vermeiden.

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