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Wie Sie Ihr Baby richtig stillen

Stillen ist vorteilhaft für beide: Mutter und Kind. Doch für die erste Zeit und sogar danach, kann es beim Stillen zu Höhen und Tiefen kommen.

Das Stillen ist eine natürliche Körperfunktion, die Übung und Geduld braucht und manchmal sehr frustrierend sein kann. Vor allem, wenn Sie häufig stillen oder mehrere Kinder füttern müssen.

Es gibt viele verschiedene Positionen zum Stillen. Probieren Sie diese aus und finden Sie die Position, welche für Sie und Ihr Baby die komfortabelste darstellt. Die richtige Position ist wichtig, denn nur so kann das Baby richtig trinken und der Milchfluss funktioniert ohne Probleme.

Stellen Sie immer sicher, dass Sie sich wohlfühlen. Ob Sie lieber liegend oder sitzend stillen, spielt dabei nur für Sie eine Rolle, denn Sie und Ihr Baby entscheiden über die beste Position. Es gibt auch Hilfsmittel wie Kissen oder Möglichkeiten zur Förderung wie der Hautkontakt zwischen Mutter und Kind.

Haben Sie eine gute Position gefunden, so können Sie auf verschiedene Weise Ihr Baby halten. Stützen Sie mit einer Hand die Hüfte des Babys und mit der anderen Hand den Kopf. Die Nase des Babys muss immer frei bleiben. Führen Sie dann den Mund des Kindes vorsichtig zur Brustwarze. Sollte die Brustwarte wenig ausgeprägt sein, oder die Brust von der Form her Probleme machen, gibt es auch Stillhilfen wie Saugaufsätze speziell für stillende Mütter. Führen Sie Ihr Baby langsam an das Stillen heran und haben Sie mit sich und Ihrem Kind Geduld. Manchmal braucht es etwas Zeit, bis es funktioniert. Auch das Kind muss erst lernen, wie es an der Brust trinken kann.

 

Positionen für optimales Stillen

Körperkontakt

Legen Sie sich leicht geneigt nach hinten und entspannen Sie sich. Das Baby kommt nun leicht in Bäuchlingshaltung zur Brust. Halten Sie dabei das Kind in gutem Abstand, denn Kopf und Nacken müssen immer gestützt sein. Auch sollte das Kind möglichst flach liegen können, um sich nicht zu verschlucken. Auch hier immer darauf achten, dass die Nase frei bleibt.

 

Wiegenhaltung

So wie Sie Ihr Baby im Arm wiegen, können Sie es auch stillen. Diese Position ist bei vielen Müttern sehr beliebt und wird oftmals im Krankenhaus empfohlen. Die Position kann sowohl im Sitzen, als auch im Liegen durchgeführt werden. Achten Sie bei der liegenden Variante aber darauf, dass Sie und Ihr Baby weich gepolstert liegen können.

 

Doppelhaltung

Mit dieser Position können zwei Babys gleichzeitig gefüttert werden. Verwenden Sie hierfür ein Kopfkissen, dies kann von Vorteil für Sie sein. Ein Stillkissen unter den Armen kann die Arme entlasten und lässt diese nicht schwer werden. Legen Sie dabei ein Kind links an der Brust an, sodass die Beine unter Ihrem linken arm liegen, und das andere Baby in gleicher Position auf der rechten Seite, so dass die Beine unter dem rechten Arm verschwinden. Sollten Sie Probleme mit dem Stillen haben, so wenden Sie sich an Ihre Hebamme oder lassen Sie sich eine Stillberaterin empfehlen.

Kann Fischöl Schizophrenie und andere psychische Störungen verhindern?

Kann Fischöl Schizophrenie und andere psychische Störungen verhindern?

Wenn man der ersten Studie dieser Art Glauben schenken darf, dann können Omega-3-Fettsäuren in Fischöl ein effektives Mittel zur Senkung des Risikos für psychische Erkrankungen sein.

Die Studie wurde in Nature Communications veröffentlicht und beschreibt, wie eine 12-Wochen-Kur mit Omega-3-Nahrungsergänzungsmittel das langfristige Risiko der Entwicklung von psychotischen Störungen erheblich reduziert.

Die Verwendung von Fischöl ist bereit seit vielen Jahren eine übliche Methode, um das Wohlbefinden zu stärken. Doch nun zeigt die Studie, dass es auch unsere geistige Gesundheit positiv beeinflussen kann.

Fischöl enthält Omega-3-Fettsäuren, wie Eicosapentaensäure (EPA), Docosahexaensäure (DHA) und Alpha-Linolensäure (ALA), die wesentliche Bestandteile der Zellmembranen in unserem Körper darstellen und die eine Grundlage für die Produktion von Hormonen bilden.

Eine Gesundheitsbefragung durch die National Institutes of Health (NIH) fand heraus, dass Fischöl war das beliebteste Naturprodukt unter Erwachsenen und Kindern im Jahr 2012. Amerikaner geben im Schnitt etwa $ 1,2 Milliarden pro Jahr für Fischöl Pillen und Nahrungsmittelergänzungen aus. Die neue Studie folgt auf frühere Arbeiten des Forschungsteams im Jahr 2010, in dem sie erste Untersuchungen anstrebten, wie Omega-3 sich auf die Entwicklung von psychotischen Störungen auswirken kann.

Studienautor Prof. Paul Amminger, von der Universität von Melbourne in Australien und Kollegen analysierten Teilnehmer im Alter von 13 bis 25 Jahren, die ein erhöhtes Risiko für Psychosen und Schizophrenie aufwiesen. Insgesamt 81 Personen nahmen an der gemischten Studie teil. 41 davon nahmen für 3 Monate eine Fischöl-Kur ein. Die restliche Gruppe wurde mit einem Placebo versorgt. Nach den 3 Monaten wurden alle Teilnehmer für weitere 12 Monate überwacht. Zu diesem Zeitpunkt hatten 76 der 81 Teilnehmer die Studie erfolgreich beendet. Lediglich zwei der 41 Personen in der Fischöl-Gruppe zeigten eine psychotische Störung. Im Gegensatz dazu war die Zahl für die Placebo-Gruppe viel höher. 11 der 40 Teilnehmer entwickelten eine psychotische Störung.

 

Nur 10% entwickelten eine psychotische Störung innerhalb von 7 Jahren

7 Jahre nach Durchführung der Studie zeigten die Ergebnisse, dass die Mehrheit der Teilnehmer durch die Einnahme des Fischöls keine Anzeichen für psychische Störungen aufwiesen. Nur vier der 41 Teilnehmer aus der Gruppe, entwickelten später eine psychotische Störung. Wieder war die Zahl für die Placebo-Gruppe höher, wo 16 der 40 Teilnehmern eine psychische Störung entwickelten.

Prof. Amminger hofft, dass die Studie eine alternative Behandlung für psychotische Störungen bieten kann. Er sagt:

„Schizophrenie früh behandelt, kann zu besseren Ergebnisseen für die Patienten führen. Unsere Studie gibt Hoffnung, dass es Alternativen zu antipsychotischen Medikamenten gibt.“

Aspirin kann Übergewichtigen helfen das Krebsrisiko zu minimieren

Aspirin kann Übergewichtigen helfen das Krebsrisiko zu minimieren

Nach einer standardisierten Studie könnte das erhöhte Krebsrisiko bei übergewichtigen Menschen durch eine normale Dosis Aspirin reduziert werden. Im Rahmen der auf 10 Jahre angelegten Studie wurden die Auswirkungen des Medikaments auf 937 Menschen mit dem Lynch-Syndrom untersucht. Bei dem Syndrom handelt es sich um eine genetische Erkrankung welche das Krebsrisiko insbesondere an Darmkrebs und Gebärmutterkrebs erhöht. Die Forscher fanden heraus, dass Patienten mit Übergewicht ein doppelt so hohes Risiko haben an Darmkrebs zu erkranken. Jedoch sei dieser Effekt durch eine normale Dosis Aspirin umkehrbar. Die Studienergebnisse wurden im Journal of Clinical Oncology veröffentlicht. Finanziert wurde die Studie von UK Medical Research Council, Cancer Research UK, Bayer Pharma und der Europäischen Union.

 

Wie Studienautor Sir John Brand, Professor für klinische Genetik an der britischen Universität Newcastle berichtet., würden viele Menschen mit dem Gewicht kämpfen aber mit der Einnahme von Aspirin könnte das zusätzliche Krebsrisiko eingedämmt werden.

 

Für die Studie untersuchte ein internationales Forscherteam aus über 43 Zentren in 16 Ländern die Fortschritte der Teilnehmer mit Lynch-Syndrom. Die Teilnehmer erhielten täglich für zwei Jahre jeweils zwei Aspirin (600 mg) oder ein Placebo. Zehn Jahre später hatten 55 Teilnehmer Darmkrebs entwickelt. Bei den übergewichtigen Patienten stellten die Forscher ein 2,75 höheres Krebsrisiko fest als bei Normalgewichtigen. Es wurde festgestellt, dass das Risiko bei den Teilnehmern an Dickdarmkrebs zu erkranken gleich hoch war, wenn sie zwei Aspirin täglich einnahmen unabhängig davon ob bei Ihnen ein Normalgewicht oder Übergewicht bestand.

 

Jede Einheit die über den gesunden BMI-Index hinausgeht erhöht das Krebsrisiko um 7 Prozent, wie John Mathers, Professor für Humanernährung an der Universität Newcastle berichtete. Da die Vorteile von Aspirin vor den frühesten Stadien der Tumorentwicklung erkannt wurden, glaubten die Forscher dass das Medikament auch Zellen beeinflussen kann, die Krebs verursachen. Laut Prof. Brand wurde ein Mechanismus bei Menschen gefunden, wo Aspirin genetisch beschädigte Stammzellen den programmierten Zelltod herbeiführen kann und hätte Auswirkungen auf den Krebs.

 

Eine andere Möglichkeit sei, dass die Acetylsalicylsäure die Entzündungsreaktion unterdrückt, die durch Übergewicht erhöht wird. Es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass ein erhöhter Entzündungsprozess mit einem erhöhten Risiko von Krebs in Verbindung steht.

 

Nach Angaben der Wissenschaftler sei eine weitere Forschung erforderlich, um den durch Aspirin herbeigeführten Schutz gegenüber einem hohen BMI genauer bestimmen zu können. Professor Brand verweist jedoch darauf, einen Arzt vor der Einnahme von Aspirin zu konsultieren, weil das Medikament eine Reihe von Magenbeschwerden wie Geschwüre verursachen kann. Sollte jemand in seiner Familiengeschichte allerdings Krebs vorherrschen, so sei es denkbar die Kostenvorteile abzuwägen, besonders weil es überall erhältlich sei.

 

Das Forscherteam plant nun eine umfassende Studie mit 3000 Teilnehmern aus der ganzen Welt, um die Auswirkungen von Aspirin und seiner Schutzfunktion besser bewerten zu können. Getestet werden soll, ob auch niedrigere Dosen Aspirin die gleiche Schutzwirkung haben könnten.

Regelmäßige Blutdruck-Kontrollen bei Kindern kann späteren Bluthochdruck vermeiden

Regelmäßige Blutdruck-Kontrollen bei Kindern kann späteren Bluthochdruck vermeiden

Die Ursachen für Bluthochdruck im Erwachsenenalter könnte schon in jungen Kinderjahren liegen. Ein Forschungsteam startete dazu eine Studie unter Kindern und Jugendlichen der schwarzen, südafrikanischen Bevölkerung in der Stadt.

„Etwa ein Drittel bis die Hälfte der Kinder, die bereits in jungen Jahren oder während ihrer Kindheit Bluthochdruck zu irgendeinem Zeitpunkt aufwiesen, hatten im Alter von 18 Jahren bereits mit anhaltendem Bluthochdruck zu kämpfen. Der erhöhte Blutdruck lag bei den Kindern im Alter von 5 Jahren am niedrigsten. Im Alter von 14 Jahren jedoch, war der gemessene Wert des Blutdrucks am höchsten“ berichteten die Forscher.

Forscher aus der MRC / WITS Entwicklung für Health Research Unit (DPHRU) und der Abteilung für Ernährung der Universität von North Carolina in den USA veröffentlichten eine Studie mit dem Titel „Der Weg des Bluthochdrucks“ bei denen städtische, schwarze südafrikanische Kindern untersucht wurden: Geburt bis zwanzig Kohorte in der BMC Kinder- und Jugendmedizin.

Juliana Kagura (Doktorand am DPHRU), Professor Linda Adair (University of North Carolina und Honorarprofessor an der Wits), Dr. Mogi Musa (Postdoctoral Fellow an DPHRU), Professor Shane Norris (DPHRU) und Wits sowie der emeritierte Professor John Pettifor arbeiteten alles auf einem ausführlichen Bericht aus. Die Forscher sagen, dass Bluthochdruck ein rasant wachsendes Problem auf globaler Ebene darstellt. Dabei ist auch die Öffentlichkeit betroffen, denn das Spektrum der am häufigsten betroffenen Personengruppen liegt im niedrigen und mittleren Einkommenskreis.

Südafrika hat die höchste Prävalenz von Bluthochdruck bei Erwachsenen (78%), nach einem internationalen Bericht der Weltgesundheitsorganisation Strategic Advisory Group of Experts zu Folge. Diese hatten einen Ringversuch durchgeführt und veröffentlicht. Die Studie soll die erste in Südafrika sein, welche die Werte für einen erhöhten Blutdruck in der Kindheit und Jugend klassifiziert. Dabei werden detaillierte Diagramme des Blutdruckes erstellt. Hinzugezogen werden auch Details wie Alter, Geschlecht und Größe, um deutlich aufzuzeigen, dass bereits früh entstehender Bluthochdruck bis in das frühe Erwachsenenalter bestehen bleibt.

Bereits von Geburt an, wurden Babys anhand des Blutdruckes gemessen und analysiert. Dabei wurden Geburten bis zwanzig Kohorten in die Studie mit einbezogen. Darunter waren Daten von Kindern aus Soweto und Johannesburg, welche im Jahr 1990 geboren wurden. Die Forscher erklärten, dass etwa ein Drittel bis die Hälfte der dunkelhäutigen Teilnehmer mit erhöhtem Blutdruck registriert wurden. Diese Personen wurden beobachtet. Es wurde festgestellt, dass Kinder, welche bereits in frühen Kinderjahren den Bluthochdruck auch im jugendlichen Alter aufwiesen und ihn bis zum 18. Lebensjahr aufrecht erhielten.

Diese Studie lässt sich auch auf regelmäßige Untersuchungen umlegen. Anhand der Ergebnisse kann bestätigt werden, dass routinemäßige Blutdruck-Kontrollen bei Kindern eine Früherkennung ermöglichen können. Dadurch könnte bereits frühzeitig eine entsprechende Gefährdung festgestellt werden und die Kinder rechtzeitig behandeln. Dies kann dazu führen, dass ein dauerhaft hoher Blutdruck in späteren Lebensjahren, oder bis zum Lebensende vermieden werden kann. Auch Komplikationen und gesundheitliche Folgeerkrankungen aufgrund des Bluthochdruckes könnten so reduziert werden. „Diese Arbeit kann die Bedeutung der Routine-Blutdruckmessung bei Kindern zur Früherkennung von gefährdeten Kindern verdeutlichen. Die rechtzeitige Intervention zur Vermeidung von Komplikationen durch erhöhten Blutdruck können vermieden werden. Die Informationen der Messungen können auf Bluthochdruck hinweisen, und damit spätere Krankheiten vermeiden“ schließen die Forscher.

Einfacher Mechanismus steuert die innere Uhr für Aufwachen und Schlafen

Einfacher Mechanismus steuert die innere Uhr für Aufwachen und Schlafen

Nach mehr als einem Jahrzehnt der Forschung entdeckten Wissenschaftler den Mechanismus der sich für den Takt der inneren Uhr verantwortlich zeichnet und sowohl das Aufwachen als auch das Schlafen gehen regelt

Die Ergebnisse der Studie wurden im Magazin Cell veröffentlicht und könnten zur Entwicklung eines Medikaments führen mit dem Störungen der inneren Uhr wie Jetlag behandelt werden könnten. Wie der Lead-Autor Matthieu Flourakis und seine Kollegen feststellten, war der Mechanismus bei Fruchtfliegen und Mäusen gleich. Die Fliegen seien tagaktiv und die Mäuse nachtaktiv aber dennoch würde ihr Schlaf-Wach-Takt auf gleiche Weise gesteuert

Die Forschungsarbeit an der inneren Uhr begann im Jahr 2000 als der leitende Studienautor Dr. Ravi Allada, Neurowissenschaftler an der Northwestern University in Evanston (USA) eine mutierte Fruchtfliege untersuchte

Das Schlafbedürfnis wird von einem Körpersystem bestimmt, welches als Schlaf / Wach-Homöostase bekannt ist. Dieses System hilft Menschen dabei einzuschlafen und bestimmt wie viele Stunden man schläft. Die zirkadianen Neuronen sind Zellen im Gehirn und für den Schlaf-Wach-Zyklus verantwortlich. In der neuen Studie entdeckten die Forscher einen einfachen Schwingmechanismus, der in diesen Neuronen das Aufwachen und Schlafen steuert. Diese Neuronen seien sehr aktiv am Morgen aber zeigten abends nur sehr wenig Aktivität

Wie die Forscher herausfanden, bestand eine hohe Natriumkanalaktivität in den frühen Morgenstunden und verursachte eine höhere Aktivität bei den zirkadianen Neuronen, wenn das Tier aufwachte. Im Gegensatz dazu waren die Neuronen im Lauf des Tages weniger aktiv und führte zu einer Kaliumkanalaktivität, was das Tier dazu veranlasste zu schlafen

Der Mechanismus habe den Forschern zufolge zwei »Pedale«, weshalb sie ihn als Fahrrad-Mechanismus bezeichnen. Diese beiden Pedale würden innerhalb der 24 Stunden eines Tages nach unten und oben schwingen, wenn die innere Uhr eines Individuums mitteilt aufzuwachen oder schlafen zu gehen. Zum Test ob diese Mechanik des Tieres ähnlich wie beim Menschen sein könnte, untersuchte das Forscherteam den suprachiasmatischen Kern einer Maus, ein Bereich des Gehirns, der aus 20.000 Neuronen besteht und die innere Uhr steuert.

Laut Dr. Allada sei der zugrundelegende Mechanismus der den Schlaf-Wach-Zyklus steuert sehr alt und habe sich über mehrere hundert Millionen Jahre erhalten. Da dies bei einer Maus der Fall sei, könnte dies beim Menschen ebenso sein. Das Team glaubt, wenn sie die Funktionsweise des Fahrradmechanismus besser verstehen, sei es in Zukunft möglich, dass Menschen in der Lage sein könnten ihre innere Uhr zu ändern und wäre vor allem für jene interessant die sich in Schichtarbeit befinden.

 

 

Forscher finden Punkt, wo das Gehirn den Zeit und Ort von Erinnerungen speichert

Forscher finden Punkt, wo das Gehirn den Zeit und Ort von Erinnerungen speichert

 

Ein Forscherteam der Ohio State University entdeckte erstmals den Punkt im Gehirn, wo der Ort und die Zeit einer Erinnerung gespeichert werden. Die Ergebnisse wurden in den Proceedings der Nationalen Akademie der Wissenschaften veröffentlicht. Wie Senior-Autor Per Sederberg, Assistant Professor für Psychologie an der Ohio State und Kollegen feststellten, zeichnet sich ein Teil des Hippocampus zum Halten von Informationen bezüglich »wann und wo« der Erinnerungen verantwortlich

Die Studie befasste sich damit wie Erinnerungen gespeichert werden über einen längeren Zeitraum. Um ihre Ergebnisse zu erreichen wurden neun Frauen im Alter von 19 bis 26 Jahren mit einem Smartphone, welches sie für einen Monat mit einem Band um den Hals trugen. Jedes Smartphone verfügte über eine benutzerdefiniert Lifeblogging-App, die Bilder nach dem Zufallsprinzip aufnahm. Die App erfasste eine Reihe von Informationen inklusive dem Datum zu jedem Bild, Ort und ob der Träger sich zum Zeitpunkt der Aufnahme bewegte

Am Ende der einmonatigen Phase der Studie wurde das Gehirn der Teilnehmerinnen per funktioneller Magnetresonanztomographie gescannt. Beim Scan wurden ihnen 120 Bilder ihrer Aufnahmen für jeweils 8 Sekunden gezeigt. Sie wurden während dieser Zeit gebeten sich an das Ereignis zu erinnern und dazu aufgefordert die Erfahrung zu erleben.

In einem nächsten Schritt wurden die Fotos von jedem Teilnehmer in Paare gruppiert, indem die Bilder in jedem Paar für mindestens 16 Stunden und 100 Meter auseinandergenommen und mit den Gehirnscan-Daten verglichen. Laut Sederberg führen verschiedene Speicher zu unterschiedlichen Mustern der Gehirnaktivität. Je größer die Differenz zwischen zwei Speichern sei, desto größer würde der Unterschied in der Hirnaktivität ausfallen. Nach Angaben von Sederberg sind der Raum und die Zeit sehr stark in den Vorstellungen der Erinnerungen verwoben

Der linke vordere Hippocampus gibt ein umfassendes Bild wo und wann Erinnerungen auftreten. Frühere Studien zufolge verweisen auf den hinteren Bereich des Hippocampus, der für eine Feinabstimmung der Erinnerung bezogen auf Ort und Zeit verantwortlich ist. Der Hippocampus würde Sederberg nach die Zeit und Platz für mindestens einen Monat der Erinnerungen repräsentieren. Die Erinnerungen würden im Raum eine Distanz von bis zu 30 Kilometern überspannen. Es sei ein Zielmechanismus gefunden worden, der das allgemeine Wesen der Erinnerung darstellt

Die Ergebnisse könnten den Forschern zufolge dabei helfen die Mechanismen besser zu verstehen, die hinter dem Gedächtnisverlust bei Menschen stehen die an der Alzheimer-Krankheit leiden. Der Hippocampus sei einer der ersten Bereiche der dabei beschädigt würde. Personen mit Alzheimer vergessen Erfahrungen und Menschen, weil sie nicht dazu in der Lage sind ihre alten Erinnerungen abzurufen

Das Team hofft die Theorie durch Wiederholung ihrer Studie in allen Altersgruppen sowie Einzelpersonen mit dem frühen Stadium einer Demenz zu testen. Sie planen dafür Studien mit einer Dauer von bis zu einem Jahr, um ein besseres Verständnis darüber zu gewinnen wie Erinnerungen vom Gehirn gespeichert werden. Die Forschungen würden Sederberg zufolge ein Jahrzehnt oder länger dauern und sei nur der erste Schritt.

 

Was machen Energy-Drinks in unserem Körper? Eine 24h-Beobachtung

Was machen Energy-Drinks in unserem Körper? Eine 24h-Beobachtung

Noch im Jahr 2014 klassifizierte die WHO die sogenannten Energie Drinks als eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit. Zumal der Konsum stetig zunimmt. Nun hat erstmals ein Team aus Großbritannien in einer Infografik dargestellt, was ein Energy-Drink innerhalb von 24 Stunden nach dem Verzehr mit dem Körper macht.

Dazu wurden Informationen beispielsweise vom UK Nationalen Gesundheitsservice (NHS), von der US-Aufsichtsbehörde für Nahrungs- und Arzneimittelsicherheit, (FDA), und vom Hersteller des Trend-Getränks Red Bull genutzt. Die Infografik folgt auf eine andere, die kürzlich erstellt wurde, um die Wirkung von Coca Cola innerhalb von einer Stunde nach dem Verzehr zu demonstrieren.

Die neue Grafik beschreibt genau, wie eine Dose Red Bull über 24 Stunden hinweg im Körper wirkt.

Energy-Drinks werden als Getränk vermarktet, das die mentale und physische Leistungsfähigkeit steigert. Coffein ist die häufigste, stimulierende Zutat, je nach Marke sind auch andere Substanzen wie Guarana oder Ginseng enthalten.

Die Behörde zur Überwachung von Drogen und Mentale Gesundheit (SAMHSA), USA, schätzt den Anteil an Coffein und anderen „aufmunternden“ Bestandteilen in den Energy-Drinks auf zwischen 80 und über 500 Milligramm ein. Zum Vergleich: Eine gewöhnliche Tasse Kaffee enthält etwa 100 Milligramm Coffein.

Ähnlich wie in Limonade enthalten auch Energy-Drinks sehr viel Zucker. Eine Dose Red Bull mit 250 ml Gesamtinhalt ist mit guten 27,5 Gramm Zucker versetzt.

Zahlreiche Studien weisen darauf hin, dass Energiedrinks sich negative auf die Gesundheit auswirken. Eine Studie aus dem Jahr 2013 dokumentierte, dass die Herzfunktion von Erwachsenen sich dadurch verändert, andere, dass unter Umständen Gewohnheiten wie das Rauchen gefördert werden.

 

Doch was genau geschieht im Körper nach dem Trinken eines Energy-Drinks?

Folgt man der neuen Infografik, tritt Koffein etwa 10 Minuten nach der Aufnahme des Energy Drinks in die Blutbahn ein und treibt dabei Herzfrequenz und Blutdruck in die Höhe.

Innerhalb der nächsten 15 bis 45 Minuten erreicht der Koffein-Pegel in der Blutbahn seinen Höhepunkt. Man fühlt sich wacher, konzentrierter und energiegeladen.

Koffein ist eine “listige” Droge, die zeitweise die Reaktionswege von Adenosin blockiert. Adenosin ist Bestandteil der RNA, beeinflusst das Schlaf-Wachzentrum im Gehirn, hemmt viele belebenden Neurotransmitter und steuert das Müdigkeits-Empfinden.
Diese Wirkung des Koffeins gibt den entscheidenden Energie-Kick, und die Wohlfühl-Moleküle im Gehirn, wie etwa Dopamin, werden rascher freigesetzt. Das heißt, der Konsument des Energie-Getränks fühlt sich tatsächlich hellwach und tatkräftig.

Doch das gesamte Koffein wird innerhalb von maximal 50 Minuten absorbiert, die Leber gibt stattdessen mehr Zucker in den Blutstrom ab.

Nach etwa einer Stunde erfolgt eine Art „Zuckerschock“ – durch das entsprechend freigesetzte Insulin, das mittlerweile fleißig an der Arbeit war, erleidet der Konsument jetzt einen Zuckerschock: Heißhunger, oft auf Süßes, Unruhe, Erschöpfung, Konzentrationsschwäche sind die Symptome.

Zwischen fünf und sechs Stunden dauert es, bis 50% des Koffeins vollständig im Körper abgebaut ist – Frauen, die hormonelle Verhütungsmittel einnehmen, Schwangere, Kinder und Jugendliche, Menschen mit Lebererkrankungen oder Personen, die bestimmte Medikamente einnehmen müssen, benötigen doppelt so lange. Entsprechend stärker kann die Droge wirken, bei Heranwachsenden kann sie zu Angstzuständen oder Verhaltensauffälligkeiten führen.

Nach sieben bis zwölf Tagen hat sich der Organismus an eine regelmäßige Dosis Koffein gewöhnt und benötigt zunehmend mehr davon, um einen gleichbleibend starken Energie-Kick pro Portion zu erleben. Und: Koffein kann Entzugserscheinungen wie Kopfschmerzen, Nervosität und Verdauungsbeschwerden erzeugen. Diese können bis zu neun Tage lang anhalten – abhängig von den zuvor konsumierten Koffein-Mengen.

Der Energie-Kick bleibt nach einer Reihe von Tagen mit regelmäßigem Konsum aus, der Körper gewöhnt sich daran.

Diese Fakten ändern nichts an der ungebrochenen und weiter steigenden Beliebtheit dieser Art von Getränken auf dem Markt, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen.

 

Knochenbrüche heilen anders als bisher angenommen

Knochenbrüche heilen anders als bisher angenommen

 

Bislang hatte man angenommen, dass Fibrin – ein Protein, das auch an der Blutgerinnung beteiligt ist – für die Heilung von Knochen notwendig ist – Tatsächlich sind es nur einzelne Bestandteile des Fibrins, die für die Reparatur von Knochenbrüchen benötigt werden, das Fibrin also eher entzogen werden muss, damit sich neue Blutgefäße bilden und wieder miteinander verbinden. Das Vanderbilt Zentrum für Medizin an der Universität von Nashville, Tennessee, veröffentlichte aktuell eine Studie, die es womöglich notwendig macht, viele Standardwerke über Knochenheilung neu zu schreiben. Das Forscherteam geht davon aus, dass die Ergebnisse der Untersuchung künftig auch zu anderen Behandlungsmethoden bei Knochenfrakturen führen werden.

Jonathan Schoenecker, Assistenz-Professor für Orthopädische Chirurgie und Rehabilitierung an der Vanderbilt Universität, sagt, dass viele Medikamente zur Förderung der Knochenheilung auf Fibrin basieren – das mag in einigen Fällen helfen, meistens ist es aber überflüssig.

Die Natur benötigt das Fibrin nicht, um eine Fraktur zu heilen, stellt Schoenecker fest. Fibrin, ein Protein, das die Blutgerinnung etwa bei Verletzungen in Gang setzt, hat durchaus auch bei Frakturen eine Funktion: Brechen Knochen, zerreißen auch Blutgefäße. Fibrin stoppt auch diese Blutungen. Normalerweise liegt es in inaktiver Form vor, bekannt als Fibrinogen. Mit Hilfe eines Enzyms, Thrombin, verwandelt sich Fibrinogen in Fibrin, immer dann, wenn eine Blutung eintritt. So entsteht ein zähes Fasergewebe, das die roten Blutkörperchen am Platz hält und offene Verletzungen mit einer Blutkruste verschließt.

Die meisten Menschen wissen nicht, wie viele Blutgefäße in Knochensubstanz sitzen – und wie viele Blutgefäße bei einer Fraktur mit verletzt werden.

Bislang gingen Mediziner und Biologen davon aus, dass Fibrin auch bei der Bildung neuen Knochengewebes hilft, indem es eine Art Gerüst bildet. Doch im Tierversuch fand man heraus, dass Frakturen bei Mäusen auch ohne Vorhandensein von Fibrinogen glatt heilten.

In vorangegangenen Arbeiten benutzt man eine Art Computersimulation, um zu zeigen, dass die Heilung von Knochenfrakturen auch von der Neuverbindung von unterbrochenen Blutgefäßen abhängig ist. In der Tat sind es die Blutgefäße, die zuerst heilen, sich verbinden und dann erst neue Knochensubstanz sich bildet.
Professor Schoenecker nahm daraufhin an, dass allzu viel Fibrin bei dieser Neuverbindung von Blutgefäßen nur hinderlich sein könnte.

Tatsächlich bewies sich das im Tierversuch mit Mäusen: Fehlte ein bestimmter Faktor, der Fibrin ausschaltete, verbanden sich die Blutgefäße nicht sehr gut über die Frakturkanten hinweg und die Knochenheilung selbst verlangsamte sich.

Manipulierte man die Mäuse so, dass sie kein Fibrinogen bilden konnte, heilte die Fraktur in kürzester Zeit.

Das könnte, so Professor Schoenecker, erklären, warum starke Raucher, fettleibige oder Patienten mit Diabetes Schwierigkeiten bei der Heilung von Frakturen haben: All diese Faktoren verhindern, dass Fibrin im Bedarfsfall beiseitegeschoben wird.

Je weniger Fibrinogen vorliegt, desto besser heilen Knochen – Kindern, die nur 50% des Fibrinogen-Niveaus im Blut haben, im Vergleich zu Erwachsenen, haben mit einem Knochenbruch nur kurze Zeit zu kämpfen.

Könnte man also das Fibrinogen-Niveau senken – oder aber die Enzyme aktivieren, die Fibrin gezielt ausschalten können – würden auch bei Erwachsenen Frakturen in Rekordzeit heilen.

Ebenfalls im Tierversuch bestätigt. Mäuse, denen das entsprechende Enzym fehlte, bildeten Knochen innerhalb der Muskelstruktur, ein Phänomen, das als Hereotopische Ossifikation” bekannt ist, und das häufig nach orthopädischen Eingriffen auftritt.

Den Studienergebnissen zufolge müssten einige Medikamente, die derzeit verwendet werden, die Blutgerinnung zu verlangsamen oder zu verhindern, auch bei der Reparatur und Regeneration von Knochengewebe hilfreich sein.

 

Frauen reagieren eher auf romantische Stimmungen mit vollem Magen

Frauen reagieren eher auf romantische Stimmungen mit vollem Magen

Zwar sagt man schon immer: Liebe führt durch den Magen, doch eine neue Studie zeigt jetzt, dass diese These bei Frauen besonders zutreffend ist. Forscher haben festgestellt, dass das Gehirn bei Frauen bei vollem Magen besser auf romantische Stimmung reagiert.

„Wir haben festgestellt, dass junge Frauen mit und ohne eine Diäten-Historie, eine größere Gehirnaktivität aufwiesen, wenn sie romantische Bilder sahen, wenn sie zuvor gegessen hatten, als im Vergleich zu hungrigen Damen“, berichtet der erste Autor Alice Ely, ein Forschungsstipendiat an der Universität of California-San Diego School of Medicine

Frühere Studien hatten gezeigt, dass Menschen oft empfindlicher auf Reize wie Essen, Geld und Drogen reagieren, wenn sie hungrig sind. Dies war jedoch nicht in der neuen Studie der Fall

„Diese Daten legen nahe, dass das Essen junge Frauen sensibilisiert. Sie sehen die Lebensmittel als eine Form Belohnung“, sagt Ely. „Es unterstützt auch eine Verbindung zwischen Essen und Sex.

Ely und ihre Kollegen an der Drexel University in Philadelphia, PA, hatten zuvor eine Pilotstudie veröffentlicht, welche Frauen im College-Alter untersuchten. Sie haben dabei versucht herauszufinden, wie das Gehirn durch Nahrung beeinflusst wird, und ob diese Reaktion eine Verbindung zu vorherigen Diäten hat, oder nicht. Sie entdeckten, dass Frauen mit einer Diät-Historie deutlich positive auf Lebensmittel reagierten, als diejenigen, die noch nie eine Diät gemacht hatten

Frauen mit einer Diät-Vergangenheit haben ein erhöhtes Risiko für Gewichtszunahme, und so schlossen die Forscher, dass der Bereich ihres Gehirns, das diese Belohnung assoziiert, möglicherweise anfälliger ist, um sich Nahrung zu wünschen als bei denjenigen, die noch nie eine Diät gemacht hatten.

 

Ergebnisse stehen im Einklang mit der bisherigen Forschun

Aufgrund dieser Erkenntnisse, Ely und Kollegen stellten die Hypothese auf, dass eine Diät-Vergangenheit unterschiedliche Reize auf allgemeine Belohnung auslösen kann. Sie beschlossen ihre Theorie zu ergänzen, indem sie die Hirnaktivierung bei der Betrachtung romantischer Bilder im Vergleich mit neutraler Stimulation und im nüchternen Zustand testeten

Sie beobachteten, dass sowohl Frauen mit einer Diät-Historie und Frauen ohne Diät-Vergangenheit deutlich intensiver auf romantische Bilder reagierten, nachdem sie gegessen hatten. Sie erkannten auch, dass die Reaktion im Vergleich zur Betrachtung der romantischen Bilder bei nüchternem Magen anders ausfielen. Daher konnte der Schluss gezogen werden, dass Frauen für Romantik zugänglicher sind, wenn sie Nahrung zu sich genommen hatten. Ein Candle-Light-Dinner kann also ein guter Einstieg für einen romantischen Abend darstellen.