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Medikament gegen Lebererkrankungen könnte die Parkinson-Krankheit verlangsamen

Medikament gegen Lebererkrankungen könnte die Parkinson-Krankheit verlangsamen

Forscher haben entdeckt, dass ein Medikament, das lange für die Behandlung von Lebererkrankungen eingesetzt wurde, die Parkinson-Krankheit verlangsamen könnte

Ursodeoxycholsäure (UDCA) hatte positive Auswirkungen auf die Nervenzellen von Fruchtfliegen mit Mutationen im LRRK2-Gen. Dies ist auch die am häufigsten vererbte Ursache der Parkinson-Krankheit. Das Medikament kann positive Auswirkungen auf die Auslöser der Krankheit haben und damit die Nervensysteme, welche davon betroffen sind so steuern, dass die Krankheit langsamer voran schreiten kann

Nach Angaben des Nationalen Instituts für Neurologische Erkrankungen und Schlaganfall (NINDS), Sterben geschätzt mindestens 500.000 Menschen an der Parkinson-Krankheit in den USA. Die Störung der Nerven zeigt sich durch Schüttelfrost und zitternde Glieder, besonders dann, wenn der Körper im Ruhezustand ist. Die Symptome verstärken sich im Verlauf der Krankheit.

 

Zugelassenes Medikament könnte Jahre der Forschung spare

Dr. Oliver Bandmann, Professor für Bewegungsstörungen der Neurologie an der Universität von Sheffield, erklärt die weiteren Auswirkungen für seine Forschung

„Während wir bei Parkinson-Patienten, die LRRK2 Mutation gesucht haben, sind mitochondriale Defekte auch in anderen vererbten und sporadischen Formen der Parkinson-Krankheit zu finden. Bei diesen wissen wir nicht, woher die Ursache kommt. Unsere Hoffnung ist es daher, dass UDCA von Vorteil sein könnte, um andere Arten der Parkinson-Krankheit behandeln zu können und, dass es auch weitere Vorteile für andere neurodegenerativen Erkrankungen zeigt.

In Fruchtfliegen zeigt sich die Wirkungen der LRRK2 Genmutation auf Mitochondrien durch den Verlust der Sehfunktion. Die Forscher fütterten die Fliegen, welche die LRRK2 Mutation in sich trugen mit UDCA. Es wurde festgestellt, dass das Medikament es schaffte, dass die Forscher von den Fliegen eine visuelle Antwort erhielten.

Dr. Chris Elliott, von der University of York, erklärt, dass die UDCA-Behandlung eine deutliche Wirkung auf die neuronale Signalisierung zeigte: „Die Fliegen mit UDCA zu füttern verlangsamte die Geschwindigkeit der Erkrankung. So kann ein mitochondriales Mittel eine vielversprechende neue Strategie für die krankheitsmodifizierende Therapie bei LRRK2 bezogenem Parkinson sein.

Dies könnte die Forschung deutlich erleichtern und auch weitere Forschungen im Bereich der Parkinson-Krankheit Gelder und viel Zeit sparen. Jetzt sollen auch Studien mit menschlichen Patienten durchgeführt werden, welche die Wirksamkeit belegen sollen.

 

Am Tatort im Einsatz – jetzt als Malaria-Medikament wirksam?

Am Tatort im Einsatz – jetzt als Malaria-Medikament wirksam?

Vermutlich kennen Sie die Bilder aus diversen Krimis – ein  Spray hilft, an einem Tatort selbst winzigste Blutspuren zu entdecken. Das betreffende Spray, Luminol, hat jedoch womöglich noch andere Talente – beispielsweise im Kampf gegen Malaria.

Das Spray, Luminol, ist ein chemisches Präparat mit der Eigenschaft, im Dunkeln zu leuchten, wenn es mit einer anderen oxidierenden Substanz in Kontakt kommt, beispielsweise mit dem Blutfarbstoff Hämoglobin. Die roten Blutkörperchen, Proteinstrukturen, transportieren Sauerstoff durch die Blutbahnen. Dieser oxidiert, wenn Blut außerhalb des Körpers an Oberflächen anhaftet.

An der Washington Universität in St. Louis, USA, untersuchte ein Team, wie Luminol es schafft, eine Aminosäure im Hämoglobin dazu zu bringen, den Malaria-Erreger Plasmodium falciparum in den roten Blutkörperchen zu töten.

Gelangt P. falciparum in ein rotes Blutkörperchen ein, bemächtigt es sich der nicht-proteinen, sauerstofftransportierenden Teile des Blutfarbstoffes, bekannt als „Häm“, um zu überleben. Wie es das anstellte, war bislang noch nicht im Detail entschlüsselt.

Im Laborversuch infizierten die Forscher rote Blutzellen mit P. falciparum und beobachteten, wie sich an der Zelloberfläche eine Art Kanal oder Durchgang öffnete.
Fügte man eine Aminosäure aus dem Hämoglobin in eine Lösung, die vollständige rote Blutkörperchen enthielt, stellte man fest, dass die Aminosäure durch den neu entstandenen Kanal und produzierten den nicht-organischen Anteil des Blutfarbstoffs, Häm. Dadurch kam es zu einem gehäuften Auftreten eines Moleküls mimt Namen Protoporphyrin IX.

Luminol in Kombination mit dem Antimalaria-Wirkstoff Artemisinin wurden nun testhalber in mit Malaria infizierte rote Blutkörperchen eingeführt. Dabei reagierte Protoporphyrin IV auf Licht und produzierte freie Radikale, die wiederum die Parasiten P. falciparum abtöteten.

Das Licht, das Luminol aussendet, wurde durch das Artemisinin noch verstärkt, erklärt Studienleiter Dr. Daniel Goldberg.

Laut Berichten der World Health Organisation (WHO) gab es allein im Jahr 2013 weltweit 198 neue Fälle von Malaria und fast 600.000 Tote – etwa 90% davon waren Kinder, vor allem in Afrika.

Derzeit ist Artemisinin die erste wirksame Behandlung nach einer Malaria-Infektion. Die WHO empfiehlt die Anwendung nur in Verbindung mit anderen Behandlungsformen, denn P. falicparum entwickelt bereits starke Resistenz gegen das Medikament.

Das Forscherteam geht nun davon aus, dass es auch noch andere Strategien gegen Malaria gibt. Konzentriert man sich auf die roten Blutkörperchen, die der Parasit nicht verändern kann, ist auch keine Entstehung von Resistenzen zu befürchten.

Die neuen Ansätze sollen demnächst im Tierversuch getestet werden, und man erwartet vielversprechende Ergebnisse.

Alle Komponenten eines künftigen Präparates, die Aminosäuren, das Luminol und das Artemisinin, sind im Einzelnen bereits für Behandlungen von Menschen zu gelassen. Das Sicherheitsrisiko bei der Anwendung ist daher relativ überschaubar, die Hoffnung groß, endlich ein Mittel gegen eine in tropischen und Drittweltländern grassierende und lebensbedrohliche Krankheit zu finden.

High-GI-Diät kann Depressionsrisiko bei postmenopausalen Frauen zu erhöhen

High-GI-Diät kann Depressionsrisiko bei postmenopausalen Frauen zu erhöhen

Eine neue Studie im American Journal of Clinical Nutrition hat eine Diät analysiert, welche mit hohem raffinierte Kohlenhydrate funktioniert. Diese kann zu einem erhöhten Risiko von Depressionen bei Frauen nach der Menopause führen

Kohlenhydrate werden in einer Vielzahl von Lebensmitteln verwendet und stehen daher oft im Mittelpunkt der neuen Diäten. Jedoch sollte der Schwerpunkt nicht darauf liegen, wie viele Kohlenhydrate wir essen sondern welcher Typ es ist

Raffinierte Kohlenhydrate sind in raffinierten Körnern wie weißem Mehl, Weißbrot und weißem Reis enthalten. Sie unterscheiden sich von Vollkornnahrungsmitteln, weil sie gefräst werden. Dies ist ein Prozess, der die Textur und Haltbarkeit erhöht, aber auch viele der Nährwerte entfernt, wie wichtige Ballaststoffe und Vitamine. Viele Diäten arbeiten mit dem glykämischen Index (GI), der messen soll, inwieweit der körpereigene Zuckerspiegel nach dem Essen erhöht wird

Lebensmittel mit einem niedrigen GI brauchen länger, um verdaut und abgebaut zu werden. Daher gehen sie auch langsam in die Blutbahn über. Dies bewirkt, dass der Glukosespiegel des Blutes langsamer über einen längeren Zeitraum erhöht bleibt

Im Gegensatz dazu verursachenLebensmittel mit einem hohen GI einen schnelleren Anstieg des Blutzuckerspiegels. Raffinierte Körner fallen in diese Kategorie, und es ist der Grund, warum eine GI-Diät zu einer Vielzahl von gesundheitlichen Problemen, wie Diabetes und Übergewicht führen können.

Lebensmittel, die einige der erhöhten GI Wert haben sind:

 

◾Weißbrot

◾Cornflakes, Puffreis, Kleie Flocken, Instant-Haferflocken

◾ Weißer Reis, Reis Nudeln, Makkaroni und Käse

◾Bretzeln, Reiskuchen, Popcorn, Salz-Cracker.

 

James Gangwisch, PhD, und Kollegen, von der Abteilung für Psychiatrie an der Columbia University Medical Center (CUMC), NY, haben dargelegt, welche Beziehung zwischen einer Ernährung, die reich an raffinierten Kohlenhydraten und Depression besteht

High-GI-Diät erhöhte Depressionsrisiko um 22

Die Forscher analysierten Daten von mehr als 90.000 postmenopausalen Frauen, die in der National Institutes of Health Womens Health Initiative Beobachtungsstudie, die zwischen 1994 bis 1998 durchgeführt wurde, teilgenommen haben. Die Beobachtungsstudie untersuchte Frauen, in der postmenopausalen Phase im Alter von 50 bis 79. Dabei wurde ihre Gesundheit über durchschnittlich 8 Jahre beobachtet und analysiert

Sie untersuchten auch das Niveau von Depressionen und befragten die Frauen zu der Art der Kohlenhydrate, welche sie zu sich nahmen. Woraus sie den GI Rang und die glykämische Last ermittelten. Dabei wurde klar, dass ein hoher GI ein erhöhtes Risiko für Depressionen bei Frauen nach der Menopause um 22% in sich birgt.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass weitere Forschung unternommen werden sollten, um zu sehen, wie sich eine Low-GI-Diät als Behandlung oder primäre Präventionsmaßnahme für Frauen nach der Menopause, die an Depressionen leiden, eignen würde.

 

Neue Anti-Rauch-Therapie durch Nikotin fressende Bakterien?

Neue Anti-Rauch-Therapie durch Nikotin fressende Bakterien?

Auch wenn es noch ein weiter Weg ist: Ein Wissenschaftlerteam arbeitet derzeit an einer neuartigen Therapie, der Nikotinsucht entgegenzuwirken. Dabei kommt ein Bakterien-Enzym zum Einsatz, das Nikotin „frisst“ bevor es im Gehirn ankommt. Die ersten Studienergebnisse sind vielversprechend.

In einem US-Fachjournal berichtete das Team vom The Scripps Forschungsinstitut (TSR) in La Jolla, Kalifornien, darüber, wie das Enzym m Labor hergestellt werden kann und welches Potential es hat, als Basis für ein hilfreiches Medikament verarbeitet zu werden.

Chemieprofessor Kim Janda, Autor des Artikels, sagt dazu: „Augenblicklich sind wir noch in einer frühe Entwicklungsphase eines Medikaments. Die Studienergebnisse berechtigen zu großen Hoffnungen.“ Gleichwohl sind Janda und sein Team bereits seit über 30 Jahren an der Arbeit, ein solches Enzym im Labor zu züchten.

Doch erst die Rückkehr zu “Mutter Natur” brachte den entscheidenden Fund: Ein Bakterium aus dem Boden eines Tabakfeldes, das Nikotin als einzige Quelle lebenswichtiger Nährstoffe, Kohlehydraten und Stickstoff, nutzt.

Das Bakterium wird Pseudomonas Putida genannt und benötigt ein Enzym mit Namen NicA2, mit dessen Hilfe es herzhaft Nikotin mampft – vergleichbar etwa mit dem gefräßigen kleinen Pac-Man aus dem altbekannten Videospiel.

Die Idee des Teams: Mit Hilfe des Enzyms NicA2 könnte eine Anti-Rauch-Therapie entwickelt werden, die eine erfolgreichere Alternative zu bisher bekannten Methoden der Nikotin-Entwöhnung darstellt. Diese kranken an einer Misserfolgs-Rate von 80 bis 90%.

Die gedachte Enzymtherapie würde das Nikotin filtern und zerstören, noch bevor es m Gehirn ankommt. Damit bliebe auch die Reaktion des Belohnungs-Zentrums im Gehirn aus, das üblicherweise auf die Abhängigkeit erzeugenden Substanzen reagiert.

Professor Janda und Kollegen beschreiben im Studienbericht genau, wie das Enzym beschaffen ist und über welches Potential es für eine solche Rauchtentwöhnungs-Therapie hätte.

Eine Eigenschaft des Enzyms kristallisierte sich in Tests besonders deutlich heraus. Es verkürzt die Zeit, die das Nikotin normalerweise in der Blutbahn verharrt.

Um das zu dokumentieren, kombinierten die Forscher Blutserum von Mäusen mit einer Menge Nikotin, die etwa der einer Zigarette entspricht. Sie fügten das Enzym hinzu. Anstatt der zwei bis drei Stunden, die das Nikotin normalerweise benötigt, um wieder abgebaut zu werden, verblieb es diesmal nur maximal 15 Minuten lang in der Blutbahn.

Professor Janda nimmt an, dass nur wenige chemische Modifikationen notwendig sind, um das Enzym so zu verändern, dass es das Nikotin abbauen kann, lange bevor es die Blut-Gehirn-Schranke überschreitet.

Das Enzym erzeugt beim Nikotin-Abbau keinerlei giftigen Neben- oder Abfallprodukte, weitere wichtige Kriterien für eine medizinische Nutzung. Zudem erweist es sich als äußerst stabil: Im Labor hielt es sich bei etwa 37 °C über drei Wochen lang unbeschadet. Auch im Blutserum waren die Verhältnisse ganz ähnlich.

Dennoch ist noch etwas Arbeit notwendig, um das Potential des Enzyms voll auszuschöpfen. Beispielsweise müssten noch Reste seines bakteriellen Ursprungs entfernt werden, um das Risiko auszuschalten, das sich etwa aus einer Immunreaktion des Körpers ergeben könnte.
Ziel wäre es, aus dem Bakterien-Enzym eine Substanz zu entwickeln, die per Injektion verabreicht werden könnte und deren Wirkung etwa einen Monat lang anhielte.

Kann ein Schlaf auf der Seite das Risiko von Alzheimer reduzieren?

Kann ein Schlaf auf der Seite das Risiko von Alzheimer reduzieren?

In einer neuen Studie wurde die Schlafhaltung in Verbindung mit neurodegenerativen Erkrankungen wie Autismus und Parkinson untersucht. Die Schlafhaltung beeinflusse den Ergebnissen zufolge wie gut das Gehirn die Abfallprodukte wegräumen kann. Die Ansammlung von Abfallprodukten sind hauptverantwortlich für die beiden genannten Erkrankungen.  Die Ergebnisse wurden bisher noch nicht am Menschen getestet.

Wie die Forscher bezüglich der Studienergebnisse berichten, kann ein Schlaf in der seitlichen oder Seitenlage im Vergleich zum Schlaf auf dem Rücken oder Bauch dem Gehirn helfen Abfallprodukte besser zu entfernen, wodurch die Entwicklung neurodegenerativer Erkrankungen reduziert werden könnte.

Die Forschung zeigt immer öfter, wie wichtig Schlaf für die Gesundheit des Gehirns ist  und Studien zufolge arbeitet das Gehirn bei der Beseitigung von Abfallprodukten besser im Schlaf als wachen Zustand. Schlechter Schlaf führt den Forschern zufolge zu einem erhöhten Risiko an Demenz zu erkranken.

Die Frage ob sich die Schlafhaltung auf den Abtransport von Abfallprodukten durch das Gehirn auswirkt, stellte sich das Team von Helene Benveniste, Professorin für Anästhesiologie an der Stony Brook University in New York. Im Rahmen ihrer Studie setzten die Forscher ihren Fokus auf ein komplexes System des Gehirns, welches Schadstoffe entfernt und sowohl die normale Funktion der Zellen als auch Gewebe sicherstellt.

Das System wird glymphatic pathway genannt und ist Zerebrospinalflüssigkeit-Filter (CSF), durch das Gehirn sich mit der interstitiellen Flüssigkeit (ISF) austauscht und Abfälle löscht. Der Prozess ähnelt dem Lymphsystem, welches Abfälle aus Organen in anderen Teilen des Körpers transportiert. Der Glymphatic Pathway arbeitet während des Schlafs am effizientesten und räumt potenziell giftige Chemiekalien inklusive Beta-Amyloid und Tau-Proteine aus dem Gehirn. Diese Proteine sind ein bekanntes Merkmal der Alzheimer-Krankheit.

Das Team verwendete dynamische Kontrastmagnetresonanztomographie (MRI) und Computermodelle um den CSF-ISF Austausch im Gehirn von betäubten Nagetieren in drei Positionen zu messen: Seiten (Liegen auf der Seite), anfällig (liegt auf dem Bauch) und in Rückenlage (liegend auf der Rückseite).

Die Analyse zeigte, dass das Glymphatic System am effizientesten arbeitet, wenn die Nagetiere auf der Seite liegen und nicht wenn sie sich in Bauchlage oder Rückenlage befinden.

Basierend auf diesen Erkenntnissen zog Prof. Benveniste die Schlussfolgerung, dass die Schlafqualität und Körperhaltung bei der Standardisierung künftiger diagnostischer bildgebender Verfahren bezüglich des CSF-ISF-Transports inklusive Beurteilung der Schädlichkeit der Proteine besonders berücksichtigt werden sollte.

Die seitliche Schlafposition ist bei Menschen und Tieren am beliebtesten, wie die Forscher mit Interesse feststellten.

Schlechtes Denkvermögen erhöht Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall

Schlechtes Denkvermögen erhöht Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall

Die Ergebnisse einer neuen Studie verweisen darauf, dass eine Reihe von Denkfähigkeiten bezüglich Planung, Argumentation und Problemlösung  eventuell in Zusammenhang mit einem höheren Risiko für einen Herzinfarkt und Schlaganfall in Verbindung stehen. Die Studie wurde im Magazin Neurology veröffentlicht.

Jedes Jahr erleiden in den USA rund 735.000 Menschen einen Herzinfarkt und rund 795.000 einen Schlaganfall. Ein Herzinfarkt tritt auf, wenn die Herzkranzgefäße, welche das Herz mit Blut versorgen blockiert sind und,dem Herzen Sauerstoff kosten. Bei einem Schlaganfall ist der Blutfluss zum Gehirn blockiert.

Die Hauptrisikofaktoren für einen Herzinfarkt sind  hoher Blutdruck, hohe Cholesterinwerte, Übergewicht und Adipositas und Rauchen. Der neuesten Studie von Dr. Benham Sabayan und Kollegen des Leiden University Medical Center in den Niederlanden offenbart, dass kognitive Funktionen das Risiko einer Person beeinflussen kann.

Wie Dr. Sabayan ausführt, stehen das Herz und die Gehirnfunktion wohl enger in Zusammenhang als es bisher den Anschein hatte. Die Ergebnisse lassen sich seinen Worten zufolge allerdings nicht unmittelbar in der klinischen Praxis umsetzen, jedoch sollte die Beurteilung der kognitiven Funktion ein Teil der Bewertung des zukünftigen kardiovaskulären Risikos sein.

Die Forscher analysierten die Daten von 3926 Personen mit einem durchschnittlichen Alter von 75 Jahren, die noch keinen Herzinfarkt, Schlaganfall oder Demenz hatten. Die Teilnehmer wiesen aber in ihrer Geschichte Herzerkrankungen auf oder zeigten drei Risikofaktoren für Diabetes, Tabakkonsum oder Bluthochdruck.

Im Rahmen der Studie nahmen die Teilnehmer an vier Tests teil, die ihre Exekutivfunktionen bewerteten. Die Probanden wurden dann in eine von drei Gruppen eingeordnet, in Abhängigkeit davon ob ihre Scores über einen Zeitraum von drei Jahren niedrig, mittel oder hoch waren. Sie wurden bezüglich Herzinfarkt und Schlaganfall überwacht.

Es kam während der Follow-Up-Studie zu 375 Herzinfarkten und 155 Schlaganfällen, was 31 Herzinfarkten und 12 Schlaganfällen pro 1000 Personenjahren entspricht. Die Forscher ermittelten, dass Personen mit niedrigen Exekutivfunktionen einem 85 Prozent höheren Risiko ausgesetzt sind, einen Herzinfarkt zu erleiden und beim Schlaganfall soll sich die Risikoquote auf 51 Prozent belaufen.

Von den 1309 Personen mit geringen Exekutivfunktionen hatten 176 in den drei Jahren der Follow-Up-Phase der Studie einen Herzinfarkt erlitten, während von den 1308 Personen mit hoher Punktzahl nur 93 einen Herzinfarkt aufwiesen. Dies entspricht einer Rate von 44 Herzinfarkte pro 1.000 Personenjahre für Menschen mit niedrigem Exekutivfunktion und 22 Herzinfarkte pro 1.000 Personenjahre für Personen mit hohen Führungsaufgabe. Einen Schlaganfall erlitten 69 Personen mit niedriger Exekutivfunktion, während es bei Menschen mit hoher Führungsaufgabe nur 48 waren.

Laut Dr. Sabayan basierend auf den Ergebnissen seien Performance-Tests auf Denken und dem Gedächtnis ein Maß für die Gesundheit des Gehirns. Niedrigere Werte der Denktests zeigen hingegen eine schlechte Funktionsweise des Gehirns. Bei Menschen mit höheren Führungsaufgaben bestehe hingegen eine höhere Wahrscheinlichkeit einen Schlaganfall zu erleiden. Niedrige Testergebnisse deuten auf ein höheres Risiko für Herzinfarkte hin.

Die Forscher verweisen trotz ihrer statistisch signifikanten Ergebnisse darauf, dass die relativen Risiken für Herzinfarkt und Schlaganfall bei Menschen mit niedrigen Führungsaufgaben klein seien.

Was in mancher Nahrungsergänzung so alles enthalten ist?

Was in mancher Nahrungsergänzung so alles enthalten ist?

Um abzunehmen, sich fit zu machen oder die Nerven zu beruhigen, greifen viele Verbraucher zu Nahrungsergänzungsmitteln. Doch einige dieser Produkte enthalten nicht deklarierte Substanzen. Nun haben Wissenschaftler einen Weg gefunden, um ahnungslose Verbraucher zu schützen und um zu enthüllen, welche „geheimen“ Bestandteile in einigen Nahrungsergänzungen lauern.

Mit ihrer Vorgehensweise entdeckten sie beispielsweise den aktiven Bestandteil in Viagra und andere Designer-Wirkstoffe in verschiedensten Produkten. Über die Studie berichteten sie in einer Fachzeitschrift für Landwirtschafts- und Nahrungsmittelchemie.

Nahrungsergänzungsmittel können durchaus sinnvoll sein, um Mangelzustände etwa durch einseitige Ernährung auszugleichen oder in anderen Situationen den Organismus zu unterstützen. Auf der Packung sind meist Kräuter oder eine Reihe natürlicher Bestandteile gelistet: Verbraucher gehen nun ahnungslos davon aus, dass diese Produkte problemlos einzunehmen sind. Doch über die letzten Jahre wurden bei gesundheitsbehördlichen Untersuchungen häufig sogar verbotene Substanzen entdeckt, die auf dem Beipackzettel nicht auftauchten.

Sibutramin ist ein Beispiel dafür: Vor längerer Zeit war es als Hilfsmittel zum Abnehmen zugelassen, dann jedoch zurückgezogen worden – die Einnahme des Präparates erhöhte das Risiko von Herzattacken. Um Nahrungsergänzung mit Sibutramin und anderen nicht deklarierten Inhaltsstoffen zu identifizieren, entwickelte das chinesische Wissenschaftlerteam eine neue Strategie.

Sie benutzten eine fortgeschrittene, farbgebende spektrometrische Mess-Methode. Dazu testeten sie über 100 sirup-artige Mixturen, Kapseln und Nahrungsergänzung in andere Form, die sie in China online bestellt und erworben hatten. Auf den Etiketten der Produkte wurde viel versprochen: Von blutdrucksenkender Wirkung bis hin zu erhöhter sexueller Leistungsfähigkeit. Das farbgebende spektrometrische Verfahren entdeckte bei vielen untersuchten Präparaten geradezu gezielte Täuschungen. Das bereits erwähnte Sibutramin wurde gefunden, oder auch Sildenafil, der aktive Bestandteil in Viagra, der eine stark gefäßerweiternde Wirkung hat.

Zwar sind nicht alle vorgefundenen, nicht deklarierten Substanzen in Nahrungsergänzung schädlich. Doch mit der neuen Analyse-Methode sollten die Hersteller künftig doppelt vorsichtig und korrekt vorgehen – alles, was im Präparat enthalten ist, muss auch angegeben werden. Billige Farbstoffe, konsistenzverbessernde Substanzen, Konservierungs- oder Trennmittel zweifelhafter Herkunft gehören weder in Medikamente noch in Nahrungsmittel noch in Nahrungsergänzung.

10 Gesundheitsrisiken bei starkem Alkoholkonsum

10 Gesundheitsrisiken bei starkem Alkoholkonsum

Zu viel Alkohol, regelmäßig konsumiert, ist schädlich für Ihre Gesundheit. Alkohol ist eine Droge, die sich auf den gesamten Organismus auswirkt. Dabei variieren die nachteiligen Auswirkungen für jeden Einzelnen.

Die Menge des konsumierten Alkohols, genetische Veranlagung, Geschlecht, Body-Mass-Index und der allgemeine Gesundheitszustand haben Einfluss darauf, wie die Gesundheit einer Person auf chronischen übermäßigen Alkoholkonsum reagiert. Wenn der Körper mehr Alkohol aufnimmt, als er verstoffwechseln kann, gelangt der Überschuss in den Blutkreislauf. Das Herz zirkuliert das Blut und somit den Alkohol in den ganzen Körper, was zu Veränderungen in der Chemie und der normalen Körperfunktionen führt

Selbst ein einmaliger Alkoholexzess kann erhebliche Folgen für den Körper haben, schwere Schäden verursachen und sogar tödlich enden. Mit der Zeit kann übermäßiger Alkoholkonsum zur Entwicklung vieler chronischer Erkrankungen und anderen schweren gesundheitlichen Problemen führen.

 

Zahlen und Fakten über regelmäßigen schweren Alkoholkonsum

 

 

Hier sind einige wichtige Punkte zum regelmäßigen schweren Alkoholkonsum.

 

• Übermäßiger Alkoholkonsum ist die vierthäufigste vermeidbare Todesursache in den Vereinigten Staaten.

• Die Definition von schweren Trinkens sind etwa acht Drinks oder mehr pro Woche für Frauen, und 15 oder mehr für Männer.

• Je Anlass, mehr als drei Drinks für Frauen, und mehr als vier für Männer gilt als starker Alkoholkonsum.

• Rauschtrinken bedeutet fünf Getränke oder mehr für Männer, oder vier oder mehr für Frauen, was für ein einziges Mal definiert wird.

• Jeder Alkohol der von schwangeren Frauen konsumiert wird, gefährdet das Kind übermäßig.

• Alkohol ist konsequent mit Gewaltverbrechen verbunden.

• 4% der globalen Krankheitslast ist auf Alkohol zurückzuführen.

• Alkoholkonsum kann erhebliche Schäden für die Gesundheit anderer außer dem Trinker verursachen.

• 59,7 Mio. Personen (fast ein Viertel der Befragten) gaben an, Kampftrinker zu sein und 17 Millionen Menschen berichtet, starkem Alkoholkonsum nicht abgeneigt zu sein.

• Menschen, die bereits in jungen Jahren trinken, sind viermal häufiger gefährdet zu Alkoholismus zu neigen, als diejenigen, die Alkohol erst ab einem Alter von 21 Jahren trinken.

• Individuelle Unterschiede beim Alkohol-Stoffwechsel kann bei einigen Menschen ein höheres Risiko für gesundheitliche Probleme darstellen.

• Je nach Körpergewicht, kann der Blutalkoholspiegel bereits nach nur zwei Getränke stark ansteigen und gefährlich hoch werden.

• Die Mehrheit des Alkoholabbaus erfolgt in der Leber; Doch auch andere Organen tragen zum Alkohol-Stoffwechsel bei.

• Forschungen legen nahe, dass die toxische Wirkung, welche vom Alkohol auf den Körper ausgeht, ein krebserregendes Nebenprodukt während des Alkohol-Stoffwechsels produzieren kann.

 

Die 10 häufigsten gesundheitlichen Risiken bei regelmäßigem starken Alkoholkonsum, sind:

1. Leber-Erkrankungen

2. Pankreatitis

3. Krebs

4. Geschwüre und Magen-Darm-Probleme

5. Fehlfunktionen im Immunsystem

6. Gehirnschäden

7. Unterernährung und Vitaminmangel

8. Osteoporose

9. Herzerkrankungen

10. Unfälle und Verletzungen.

 

Wie beeinflussen verschiedene Methoden zur Energieerzeugung die Gesundheit?

Wie beeinflussen verschiedene Methoden zur Energieerzeugung die Gesundheit?

Wenn es um die Gesundheit geht ist es jedem ein Anliegen, das beste für seinen Körper zu wollen. Doch auch die Umgebung, der man ausgesetzt ist, kann einen großen Einfluss auf die Gesundheit haben.
Kraftwerke sind die größte Quelle für Kohlendioxidemissionen in den USA. Sie produzieren etwa ein Drittel der Treibhausgase des Landes, und es muss sehr viel geändert werden, um die Energieerzeugung sauberer zu machen.

Der Schwerpunkt dieser Politik ist es, die Bedrohung durch den Klimawandel anzugehen. Im Juni wird ein Bericht in The Lancet veröffentlicht, der den Klimawandel als „medizinischen Notfall“ und dem Kampf gegen den Klimawandel als die größte globale Gesundheits-Angelegenheit des Jahrhunderts bezeichnet.

 

Schlechte Nachrichten für Kohle, eine gute Nachricht für die Lunge

Kohle-Kraftwerke verursachen schätzungsweise die doppelte Menge an Kohlenstoffbelastung, im Vergleich zu Anlagen, die Erdgas produzieren. Kohlenstoffverschmutzung ist seit langem als gesundheitsschädlich erkannt worden. Daher sollen nun Pläne zur Verbesserung der Luftbelastung umgesetzt werden

Nicht nur, dass die Luftverschmutzung direkt Krankheiten verursachen kann, aber es kann indirekt das Risiko von mehreren gesundheitlichen Faktoren dadurch erhöht werden. Steigende Temperaturen gelten als eine Folge der Luftverschmutzung. Diese können das Risiko von intensiven und häufiger extremen Wetterereignisse wie Hitzewellen, Überschwemmungen und Dürren erhöhen.

Letztes Jahr hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtet, dass 1 von 8 Todesfällen weltweit im Jahr 2012 auf Luftverschmutzung zurückzuführen waren.

Aktuelle Studien zeigen, potenzielle Risike

Das Problem sind nicht ausschließlich Methoden zur Energieerzeugung, sondern auch Verfahren, wie Fracking und Felsbohrungen. Sie können einen dramatischen Anstieg der Luftverschmutzung ebenfalls beeinflussen. Dabei wurden in Studien statistische Auswertungen erhoben, welche belegt haben, dass Schwangere Kinder mit besonders geringem Geburtsgewicht zur Welt brachten, wenn sie in Fracking-Gebieten lebten

Erneuerbare Energiequellen, wie Solarenergie, Wind- und Wasserkraft nutzen verschiedene natürliche Quellen, um Energie zu erzeugen und verbrennen dabei keine Brennstoffe

Wasserkraft nutzt Dämme, um die Bewegung des Wassers zu kanalisieren, um Elektrizität zu erzeugen. Auch wenn sie nicht direkt Luftemission produzieren kann es dennoch zu einem Verfall der Vegetation kommen, welche durch Wasserkraftdämme in Seen verursacht werden können. Diese produzieren außerdem Methan, das eine Rolle bei der globalen Erwärmung spielt

Solar- und Windenergie verbrennen weder Brennstoffe noch verschmutzen sie die Luft. Die Verwendung dieser Energiequellen ist eine saubere Alternative. Sie könnte die Kohlenstoffemission reduzieren. In den USA sind nun Pläne in der Entstehung, welche alternative Energiequellen beinhalten die vor allem die globale Erderwärmung nicht weiter nach oben treiben und gleichzeitig die Luft saubere halten.