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Probiotische Formel kann Schlüssel zur Kuhmilchallergie sein

In den entwickelten Ländern wachsen die Nahrungsmittelallergien und weltweit leiden drei Prozent aller Kinder an der Kuhmilchallergie. Einer neuen Forschung zufolge sind strukturelle Unterschiede in den Darmbakterien verantwortlich dafür, dass manche Kinder keine Toleranz erwerben.

Bei einigen Babys wurde von einem Team bestehend aus Forschern von drei Universitäten aus den USA und Italien festgestellt, dass sie eine Toleranz gegenüber Kuhmilch entwickelt hatten.

Nach Angaben des CDC sind Allergien die sechste Hauptursache für chronische Erkrankungen in den USA. Die jährlichen Kosten für die über 50 Milllionen betroffenen US-Bürger belaufen sich für das Gesundheitssystem auf mehr als 18 Milliarden US-Dollar. Eine CDC-Studie aus dem Jahr 2013 ermittelte, dass Nahrungsmittelallergien bei Kindern von 1997 bis 2007 um 18 Prozent zulegten. Zwischen 1997 und 2011 kletterte der Wert um 50 Prozent.

Das National Institute of Allergy and Infectious Diseases berichtet, dass eine Kuhmilch-Allergie vor allem bei Kleinkindern und Säuglingen innerhalb von Tagen bis Monaten nach der Geburt auftritt. Bei den Symptomen handelt es sich um Nesselsucht, Ekzeme, Bauchschmerzen, Blut im Stuhl, Koliken, Schlaflosigkeit und schlechtes Wachstum.

In einer früheren Forschungsarbeit untersuchte Roberto Berni Canani und seine Kollegen von der Universität von Neapel die Reaktion von Kindern mit Kuhmilch-Allergie auf probiotischen und nichtbiotischen Formeln. Die erste Gruppe wurde mit der probiotischen Bakterienspezies Lactobacillus rhamnosus GG (LGG) behandelt, während die Vergleichsgruppe einer Behandlung mit einer nichtbiotischen Formel unterzogen wurde.

Diejenigen, welche die probiotischen Formel nahmen entwickelten ein höheres Maß an Toleranz, was darauf hindeutet, dass diese Formel hilfreich bei der Überwindung der Kuhmilchallergie ist.

Das Team von Cathryn Nagler, PhD, Bunning Nahrungsmittelallergie-Professor an der University of Chicago führte eine Studie durch in deren Rahmen die Beziehung zwischen einer probiotischen Behandlung und Darmbakterienzusammensetzung untersucht wurde. Es wurde festgestellt, dass Unterschiede in der Bakterienstruktur sich auf die Entwicklung von Allergien auswirken. Bei Kindern welche die probiotische Formel erhielten wurde eine Toleranz gegenüber Kuhmilch festgestellt.

Diejenigen, bei denen eine Toleranz festgestellt wurde, entdeckte man eine höhere Konzentrationen bestimmter Stämme von Bakterien, insbesondere die kurzkettige Fettsäuren, wie Butyrat. Diese Bakterien helfen, die inneren Bedingungen (Homöostase) im Darm zu kontrollieren.

Nach den Ergebnissen sind bestimmte Bakterien für die Entwicklung einer Toleranz gegenüber Kuhmilch bei Kindern verantwortlich. Das nächste Ziel der Forscher ist die Entwicklung klinischer Behandlungen basierend auf den bisherigen Erkenntnissen.

 

Chronische Erkrankungen können das Demenz-Risiko erhöhen

In einer Studie mit Senioren mit multiplen chronischen Erkrankungen ließ sich ein Zusammenhang zwischen diesen chronischen Beschwerden und leichter kognitiver Einschränkung oder Demenz erkennen.

Das beteiligte Wissenschaftlerteam untersuchte 2176 kognitiv normal leistungsfähige Testteilnehmer, die im Durchschnitt 78,5 Jahre alt waren und verfolgte ihre Entwicklung etwa vier Jahre lang. Die Testpersonen, die an mehr als einer chronischen Erkrankung litten, hatten eine um 38% höhere Chance, an Demenz zu erkranken. Wer vier oder mehr chronische Einschränkungen aufzuweisen hatte, dessen Demenz-Risiko stieg sogar um 61%. Beide Gruppen wurden verglichen mit vollkommen gesunden oder kaum beeinträchtigen Testpersonen. Das Demenz-Risiko lag bei Männern höher als bei Frauen.

Diese Daten legen nahe, dass der Kampf gegen chronische Krankheiten auf lange Sicht auch zur Erhaltung der mentalen Fitness und Gesundheit beiträgt.

“Wir waren nicht in der Lage, die Mechanismen zu untersuchen, durch die chronische Mehrfacherkrankungen zu kognitiven Abbauvorgängen beitragen – dennoch decken sich die Studienergebnisse mit der Hypothese, dass multiple Krankheitsursachen zu einem Abbau der kognitiven Fähigkeiten im fortgeschrittenen Alter beitragen. Das unterstreicht einmal mehr die Bedeutung wirksamer Prävention“. sagt Dr. Rosebud Roberts dazu, leitender Autor der Studie für das Journal der Amerikanischen Geriatrie-Gesellschaft und ergänzt: „Werden chronische Krankheiten diagnostiziert, sollten sie auch möglichst effektvoll behandelt werden.“

 

Teenager mit Bulimie reagieren besser auf die Behandlung, wenn die Eltern mit einbezogen werden

Werden Eltern in die Behandlung von Heranwachsenden mit Bulimia nervosa mit einbezogen, ist das Ergebnis viel effektiver als wenn der Patient allen in Therapie geht. Dies belegt eine Studie, geführt von Daniel Le Grange, Professor am Benioff Institut für Kinder-Gesundheit an der Fakultät für Psychiatrie und Pädiatrie der Universität von Kalifornien, San Francisco (UCSF). Unterstützt wurde er von James Lock, Professor für Psychiatrie an der Stanfort Universität, Fakultät für Medizin. Die vorliegende Studie ist die dritte und mittlerweile umfangreichste klinische, randomisierte Untersuchung für Heranwachsende mit Bulimia nervosa.

Die Ergebnisse stehen den bisher üblichen Behandlungsmethoden von Bulimie bei Teenagern entgegen: Bislang wurden die Eltern stets aus der Behandlung ausgeschlossen.

„Die Eltern müssen aktiv an der Behandlung der Kinder mit Essstörungen beteiligt werden.” sagt La Grange. “Die Studie zeigt eindringlich, dass das elterliche Engagement notwendig ist für eine erfolgreiche Therapie. Bislang wurden Ärzte und Psychiater völlig anders instruiert. Dabei schob man Eltern die Verantwortung für die Erkrankung zu und schloss sie aus der Behandlung aus.“

Bulimie ist gekennzeichnet durch wiederkehrende Episoden unkontrollierten Über-Essens, oft als „Fressattacken“ bezeichnet. Diese Fress-Anfälle werden von kompensatorischem Verhalten gefolgt, die Gewichtszunahme verhindern sollen. Dazu gehören selbst-provoziertes Erbrechen, der Missbrauch von Abführmitteln oder Entwässerungsmitteln, Fasten oder exzessives Sporttreiben bis zur Erschöpfung.

Ein bis drei Prozent aller Teenager etwa entwickelt während des Heranwachsens diese Art von Essstörung. Weil die Bulimie ihrer Natur nach im Geheimen „betrieben“ wird und die Mehrheit der Betroffenen ein normales Gewicht hält, leben viele Jugendliche jahrelang mit der Störung, bevor die Eltern auch nur Anzeichen entdecken.

In der Studie wurden zwei Behandlungsmethoden verglichen. Eine Kognitive Verhaltenstherapie und eine familienbasierte Therapie.

Bei der ersten Variante konzentriert sich alles auf den Patienten und auf ein Training, das dem Patienten zu einem besseren Selbstverständnis verhilft und die irrationalen Gedanken unter Kontrolle zu bringen, die zu den Fressanfällen und deren Gegen-Reaktionen führen. Indem sie mit diesen irrationalen Vorstellungen konfrontiert werden, können sie ihr Verhalten ändern und eine Heilung kommt in Gang.

Die familienbasierte Therapie dagegen arbeitet mit den Eltern, um ihnen die Bedeutung der Essstörung klarzumachen. Sie müssen lernen, ihre Kinder bestmöglich Tag für Tag zu unterstützen, gesunde, zuträgliche Lebensgewohnheiten anzunehmen.

Die Studie wurde an der Universität von Chicago durchgeführt (wo Le Gange zuvor einen Lehrstuhl innehatte) und an der Stanford Universität. Die Forscher untersuchten 130 Heranwachsende im Alter zwischen 12 und 18 Jahren mit Bulimia nervosa und führen entweder die eine oder die andere beschriebene Therapie durch. Jede Behandlung umfasste 18 Sitzungen mit Patienten zu Hause über sechs Monate hinweg, nach sechs und 12 Monaten überprüfte man jeweils die Ergebnisse.

Die Teilnehmer an der familienbasierten Therapie waren sehr viel erfolgreicher beim Einstellen der Fress- und „Abführ“-Exzesse als die Patienten in der Gruppe mit der individuellen Behandlung. Am Ende des ersten Behandlungsabschnittes waren 39% der familienbasiert therapierten Patienten praktisch geheilt und ernährten sich normal. Demgegenüber standen nur 20% aus der anderen Gruppe. Nach sechs Monaten waren 44% der Probanden aus der Familien-Therapie geheilt, aber nur 25% der einzeltherapierten Jugendlichen. Auch nach 12 Monaten änderte sich nichts an diesem Ergebnis: Noch immer waren die Ergebnisse bei der familienorientiert therapierten Gruppe besser. Sie lagen bei 49% gegenüber 32%.

Das favorisiert die Behandlung unter Einbeziehung der Eltern eindeutig. Sie ist schneller, effektiver und nachhaltiger. Wo sie nicht durchführbar ist, muss auf die konservative Methode zurückgegriffen werden, doch die Nachteile müssen den Therapeuten klar sein, so Le Grange.

Bei der Behandlung von Jugendlichen mit Bulimia nervosa ist es essentiell wichtig, ihre Fress- und Abmagerungs-Anfälle rasch zu unterbinden, den sie können schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesundheit haben und in extremen Fällen sogar tödlich enden. „Jedes Mal, wenn sich ein kranker Jugendlicher übergibt, läuft er Gefahr, eine Ruptur der Speiseröhre zu erleiden, verliert Elektrolyte und riskiert Herzrhythmusstörungen, die zum Tode führen können.” berichtet Le Grange. “Je schneller wir einschreiten, desto bessere Chancen hat der Patient, gesund zu bleiben.“

 

Wissenschaftliche Karte des Gehirns von Parkinson Erkrankten ausgearbeitet

Eine neue Studie bildet den Weg, den Parkinson nimmt, wie eine Karte nach. Dabei wird das betroffene und das gesunde Gewebe berücksichtigt, sodass sich eine Art Karte ergibt. Die Ergebnisse sollen helfen das Verständnis zu fördern, wie sich Parkinson entwickelt und im Gehirn ausbreitet. Das sagen die Forscher der McGill University in Montreal, Kanada, die ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift eLife veröffentlicht haben. Die Karte ist die erste, die das Ausmaß und die Verteilung der Atrophie aufzeigt, welche die Parkinson-Krankheit verursacht und wie sich die Krankheit ausbreitet.

In früheren Studien war es nicht gelungen, übereinstimmend zu zeigen, welche regionalen Atrophie in den frühen Stadien der Parkinson-Krankheit bestehen und wie sie sich entwickeln, weil die Datensätze und Stichprobengrößen zu klein waren. Auch waren die angewandten Methoden nicht empfindlich genug, sagt Senior Autor Dr. Alain Dagher

Die Wissenschaftler hatten Zugang zu mehreren MRT-Aufnahmen und klinischen Daten, als jemals eine andere Studie in diesem Zusammenhang zuvor. Zusammen mit einer besonderes sensiblen Methode konnten sie die Gehirnregionen im frühen Stadium von Parkinson intensiv erforschen. Die Scans und Daten erlauben es, die Struktur des Gehirns von 232 Patienten in den Frühstadien des Morbus Parkinson (PD) mit 117 gesunden Individuen ähnlichen Alters zu vergleichen

Sie fanden heraus, dass die Krankheit von Zelle zu fortschreitet, durch das Gehirn entlang der Zellen. Dr. Dagher, ein Neurologe, spezialisiert auf Bewegungsstörungen und funktionelle Bildgebung des Gehirns erklärt die so

„Das Atrophie Muster der MRT ist mit einem Krankheitsprozess kompatibel, der über Gehirnnetzwerke verbreitet wird. Das ist etwas, das nie in menschlichen Patienten gezeigt worden war, und würde die Hypothese, dass PD durch ein toxisches Altern verursacht wird unterstützen.

Durch die Auswertung der Daten kann eine Art Karte erstellt werden, dies wiederum bietet den Vorteil zur Entwicklung besserer Behandlungsmöglichkeiten

Die Überwachung der Patienten in der Studie werden auch weiterhin, mit jährlichen Auswertungen durchgeführt und bieten eine eine Fülle von Daten, so werden die Forscher auch weiter zur Krankheitsprogression durch das Gehirn forschen und die Karte ausarbeiten können

Das Team hinter der aktuellen Studie hofft, dass die Ausarbeitung der Karte zur Entwicklung neuer Medikamente beitragen kann. Und hoffen sogar darauf, dass die Parkinson-Krankheit irgendwann einmal geheilt, oder der Krankheitsverlauf umgekehrt werden kann.

 

Gen kann Auswirkungen auf die psychische Gesundheit im Leben verstärken

Eine neue Studie legt nahe, dass eine bestimmte Genvariante Menschen für Depression nach schlechten Lebensereignissen, wie Kindesmissbrauch anfällig machen kann. Das gleiche Gen kann aber auch das Glücksgefühl verbessern, wenn schlechte Ereignisse im Leben fehlen

Diese Feststellung, fordert einen traditionellen Blick über den Zusammenhang zwischen Genetik und Depressionen, sagen Dr. Chad Bousman und seine Kollegen von der University of Melbourne in Australien, die ihre Arbeit im British Journal of Psychiatry als Bericht veröffentlichten.

Die traditionelle Sichtweise besagt: Wenn Sie eine Version eines Gens im Körper haben, das mit einem erhöhtem Risiko von Depressionen verbunden wird, dann macht es Sie anfälliger für Depressionen.

Aber die neue Studie legt nahe, dass es weniger ein Fall von Schwachstellen und mehr ein Fall von Plastizität ist, was die negativen Seiten vertieft und gleichzeitig die positiven Seiten erhöhen kann, wie Dr. Bousman, erklärt

„Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass manche Menschen eine genetische Veranlagung haben, die sie anfälliger für negativen Stimmungen macht, aber wenn diese Menschen sich in einer unterstützenden Umgebung oder guten Stimmung aufhalten, kann sich diese positive Eigenschaft auf sie übertragen.“ Das Team von Psychiatern und Allgemeinmediziner sagt, dass die Ergebnisse tiefgreifende Auswirkungen auf die Behandlung von Depressionen haben.

„Sie können Ihren Genotyp oder Ihre Kindheit nicht ändern, aber Sie können Schritte zum Ändern der aktuellen Situation vornehmen“, sagt Dr. Bousman. „Es bedeutet auch, dass es nicht so einfach ist zu sagen, nur weil einen Person ein Risiko-Gen in sich trägt sie automatisch dem persönlichen Untergang geweiht ist. Diese Forschung zeigt, dass das nicht der Fall ist.“

Die Forscher waren daran interessiert herauszufinden, warum manche Erwachsene, die in ihrer Vergangenheit körperlichen oder sexuellen Missbrauch erlebt haben, dazu neigen Langzeit-Depressionen zu entwickeln.

Die Studie ist die erste, die untersuchte, wie bestimmte Gene die Empfindsamkeiten von Menschen in Zusammenhang mit deren Umfeld beeinflussen können. Dazu beobachteten sie eine Teilnehmergruppe über einen gewissen Zeitraum. Das untersuchte Gen heißt SERT. Es kodiert ein Protein, das für das Hormon der Serotonintransporter zuständig ist. Dies wiederum reguliert die Stimmung. Jeder Mensch hat eine der drei Versionen von SERT in sich: Lang-lang (l / l), kurz-lang (s / l) oder kurz-kurz (s / n).

Für die Studie analysierten die Forscher die DNA von 333 Australier mittleren Alter, mit nord- und westeuropäischer Abstammung. Sie beurteilten die Symptome der Depressionen über 5 Jahre. Hierfür wurde ein psychischer Gesundheits-Fragebogen genannt PHQ-9 (das Primary Care Bewertung von Geistesstörungen Patient Health Questionnaire) verwendet.

Die Ergebnisse zeigten, dass der 23% der Teilnehmer mit der s / s-Version von SERT bestückt waren, diejenigen waren, die eine Geschichte von Missbrauch in der Kindheit hatten. Sie neigten am Häufigsten zu schweren depressiven Symptomen.

 

Kaffeekonsum erhöht nicht das Risiko eines unregelmäßigen Herzschlag

Nach neuen Forschungsergebnissen erhöht Kaffeekonsum nicht Risiko von Herzrhythmusstörungen. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift BMC Medicine veröffentlicht. Das Vorhofflimmern (AF) ist die häufigste Art von Herzrhythmusstörungen, die zu einem erhöhten Risiko für Schlaganfall, Herzversagen und Tod führen kann.

Bisherige Forschungen machten einen hohen Kaffeekonsum für dieses Risiko verantwortlich. Jedoch konnte die neue Studie keine Beweise dafür finden. Die Studie umfasste 250.000 Personen und wurde sowohl in den USA als auch Schweden durchgeführt. Der erste Studienteil bestand aus 76.475 Männern und Frauen, die im Jahr 1997 über ihren täglichen Kaffeeverbrauch berichteten und dies wurde zwölf Jahre lang beobachtet.

Der durchschnittliche Kaffeekonsum alle Studienteilnehmer in den USA und Schweden belief sich auf drei Tassen pro Tag. Der Konsum von Kaffee hat sich in den letzten 40 Jahren von rund 3,5 Millionen Tonnen auf 7 Millionen Tonnen verdoppelt, weshalb derartige Studie immer wichtiger werden.

Der zweite Studienteil bestand aus 248.910 Personen und war eine FollowUp-Analyse, die vier weitere prospektive Studien im Zuge der Analyse beinhaltete. Bei 10.406 Personen wurde AF festgestellt. Das Forscherteam konnte allerdings keinen Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und AF erkennen, selbst wenn ein Studienteilnehmer extrem viel Kaffee getrunken hatte.

Die geschlechtsspezifische Analyse ergab, dass, während Kaffee-Verbrauch wurde mit einem nicht signifikanten erhöhten Risiko für AF bei Männern verbunden, gab es eine nicht signifikante Reduzierung des Risikos eines AF bei Frauen. Die Forscher vermuten eine höhere Empfindlichkeit von Männern bezüglich des Kaffeekonsums aber erfordere weitere Untersuchungen. Laut der führenden Studienautorin Susanna Larsson vom schwedischen Karolinska Institut seien keine Beweise gefunden worden, nach denen ein hoher Kaffeekonsum das Risiko von Vorhofflimmern erhöht.

 

Komplikationen während der Schwangerschaft kann die Gefahr von Tod durch Herzerkrankungen im späteren Leben erhöhen

Komplikationen während der Schwangerschaft scheint ein deutliches Zeichen dafür zu sein, dass sich im späteren Leben Herzerkrankungen entwickeln können, so ein neu veröffentlichter Bericht.

Nach Angaben der American Heart Association (AHA), ist die häufigste Todesursache in den USA für Männer und Frauen Herz-Kreislauf-Erkrankungen (CVD). Im Jahr 2013 gab es 399.503 Todesfälle unter Frauen, die an CVD starben.

Es wurden Daten von den Forschern an der Child Health Public Health Instituts und Development Studies (CHDS) in Berkeley, CA analysiert. Sie zeigten eine hohe Korrelation zwischen Frauen, die Komplikationen während der Schwangerschaft aufwiesen und den Personen, die im späteren Leben einen Tod durch Herzerkrankungen erlagen.

 

Während der Schwangerschaft wird Bluthochdruck wie folgt eingestuft:

  • Pre bestehende chronische Hypertonie wird diagnostiziert, wenn der Blutdruck über 140/90 – bis zur 20. Wochen der Schwangerschaft besteht.
  • Gestational Bluthochdruck wird diagnostiziert nach der 20. Schwangerschaftswoche. Dies ist auch als Schwangerschaft Hypertonie (PIH) bekannt.

 

Chronische Hypertonie und Schwangerschaftsbluthochdruck kann zu Präeklampsie führen – eine schwere Erkrankung, die in der Regel nach der 20. Schwangerschaftswoche eintritt. Symptome sind Bluthochdruck und Eiweiß im Urin, und es kann zu schweren Komplikationen führen, wenn es nicht schnell behandelt wird.

Die aktuelle Studie, die von Barbara A. Cohn, PhD geleitet wurde zeigt auf, dass Präeklampsie in der frühen Schwangerschaft einen Zusammenhang zum vorzeitigen CVD Tod darstellt.

 

Langzeitstudie über 5 Jahrzehnte

Die CHDS verwendete Daten von 15.528 schwangeren Frauen in der Studie zwischen 1959 und 1967 und hat sich weiter bemüht, um ihren Lebensweg zu verfolgen. Bis zum Jahr 2010 waren insgesamt 368 dieser Frauen mit einem durchschnittlichen Alter von 66, von CVD verstorben. Somit ergab sich ein Zusammenhang zwischen ihrer Todesursache und den Komplikationen während der Schwangerschaft.

 

Folgende Komplikationen erhöhen das Risiko des Todes durch CVD bei Frauen mit bereits bestehenden Hypertonie:

  • Eine Frühgeburt erhöht CVD Todesrisiko 7,1-mal
  • Präeklampsie erhöht es 5,6-mal
  • Frühe Schwangerschaft stieg er fünfmal.

Außerdem bestehe ein erhöhtes Risiko bei Afro-amerikanische Frauen.

Es wird nun daran geforscht, wie diese Entwicklung gestoppt werden könne und welche Maßnahmen zur Prävention eingesetzt werden können.

Empfehlung gegen die regelmäßige Überprüfung „setzt Männern ein höheres Risiko für Prostatakrebs“ aus

Nach der Kontroverse über die Empfehlung der US Preventive Services Task Force im Jahr 2011 Prostata-spezifisches Antigen-Screening für Prostatakrebs zu verringern, zeigt eine neue Studie die Vor-und Nachteile.

Im Oktober 2011 hat die US Preventive Services Task Force (USPSTF) entschieden, dass die Schäden gegenüber den Vorteilen des regelmäßigen Prostata-spezifischen Antigens (PSA) Screening überwiegen. Dies führte dazu, dass eine Empfehlung gegen regelmäßige Screenings gegen Prostatakrebs ausgesprochen wurde.

Eine Kombination von Strahlentherapie, Chirurgie und Komplikationen im Zusammenhang mit der Untersuchung haben zu große negative Auswirkungen auf die Lebensqualität der vielen Menschen, die so behandelt werden. Ein Team der Abteilung für Urologische Chirurgie des Vanderbilt University Medical Center in Nashville, TN, wollte wissen, welche Auswirkungen die neuen Leitlinien tatsächlich aufwiesen.

Krebserkrankungen, die in der National Cancer Datenbank zwischen Januar 2010 und Dezember 2012 diagnostiziert wurden, wurden hierbei untersucht, um monatliche Trends in neue Prostatakrebsdiagnosen vor und nach der USPSTF Richtlinien zu bewerten. Sie verglichen diese Trends mit denen von Darmkrebs.

Im Monat nachdem der USPSTF Entwurf ausgegeben wurden, sank in allen Altersgruppen, Komorbidität, Rasse, Einkommen und Versicherungen die Zahl der Gesamtprostatakrebsdiagnosen um mehr als 12%, und die Diagnosen werden weiterhin für weitere 11 Monate fallen .

Die Zahl der Nieder-, Mittel- und Hochrisiko-Prostatakarzinome haben sich in den ersten 12 Monaten nach den Empfehlungen geändert. Sie wurden weniger, während die Zahl der neuen Diagnosen der Krankheit stabil blieb.

Die Studie identifiziert jedoch auch einen Rückgang von 28,1% in der Diagnose von Risiko-Krankheit, sowie eine Verringerung der Hochrisiko-Prostatakrebsrate 23,1%, 1 Jahr nach der Veröffentlichung der Empfehlung.

Zum Einen wurde die Rate deutlich gesenkt, doch auch viele Männer, die hätten frühzeitig behandelt werden können, hatten die Chance durch die neue Richtlinie nicht, sich einer Behandlung zu unterziehen, da die weitere Diagnose nicht gestellt wurde.

Während auf der einen Seite die USPSTF Richtlinien die beabsichtigte Wirkung der Verringerung regelmäßiger Überprüfung erreichte und sich als richtig erwies für risikoarme Krebsarten, vor allem im Zusammenhang mit Überdiagnose und Übertherapie, sagt die Studie klar, dass eine Gefahr besteht, dass die Verringerung der Diagnose der Zwischen- und Hochrisiko-Krebsaten zu höherem Risiko Krebserkrankungen führen könnte.

Dr. Barocas sagt: „Zukünftige Forschungen sollten sich auf Prostata-Krebs-Screening Paradigmen konzentrieren, die sowohl die Gefahren minimieren und zur Maximierung der potenziellen Vorteile des Screenings sowie Bilanzierung von einzelnen Patienten Risikofaktoren und Vorlieben führen.“

 

Der Einsatz von Medikamenten mit Biophosphonaten möglicherweise Auslöser für Hüft-Frakturen

Biophosponate sind eine Gruppe von Medikamenten, die Knochenbrüche bei Frauen mit Osteoporose verhindern helfen sollen. Nun geraten die Präparate in den Verdacht, das Risiko atypischer Frakturen im Hüftbereich noch zu verstärken. In der Doktorarbeit von Javier Gorricho-Mendívil, einem Studenten der Pharmazie, vorgestellt an der Universität von Navarra, Spanen, wurde diese Beobachtung dokumentiert.

Der Autor regt dazu an, andere präventive Maßnahmen gegen Osteoporose-Folgen zu fördern. Dazu gehören ein Anti-Sturztraining und ein aktiver Lebensstil, um die Knochendichte und die allgemeine Gesundheit auf Stand zu halten. Der Titel seiner Arbeit: „Effektivität oraler Biphosphonat-Einnahme zur Prävention von Hüftfrakturen bei Frauen über 65 in der klinischen Praxis“.

„Hüft-Frakturen sind die häufigsten Gründe für eine Einlieferung ins Krankenhaus“, berichtet Javier Gorricho. „Diese Frakturen führen zu einer hohen Mortalitätsrate und ihre Folgen verringern nicht nur die Lebensqualität, sie belasten auch das Gesundheitssystem mit enormen Kosten“.

In der Europäischen Union wurden 2010 geschätzte 620.000 Hüftfrakturen behandelt, die Kosten aus osteoporose-bedingten Knochenbrüchen belaufen sich auf über 37 Milliarden Euro. Die meisten Frakturen bei Menschen über 65 treffen Frauen. Im Einklang mit einer zunehmend älter werdenden Gesellschaft ergeben sich daraus zahlreiche Probleme. Die typische Patienten ist über 80, bei den über 85jährigen tritt eine Hüftfraktur bei etwa 20% ein. Um diese komplizierte Art von Knochenbrüchen bei Frauen mit Osteoporose zu verhindern, setzt man im Allgemeinen orale Gaben von Biphosphonaten ein, in Form von Präparate wie Alendronat, Risedronat und Ibandronat.

Diese Medikamente haben immer wieder bewiesen, dass sie die Knochenmineral-Dichte verbessern und das Risiko vertebraler Frakturen reduzieren helfen. Doch als man klinische Tests mit einer Kontrollgruppe ausführte, die ein Placebo einnahm, ergab sich ein anderes Bild: Das Risiko eines Hüftbruches verringerte sich unter Einfluss des Medikaments nicht wie erwartet. In vergangenen Jahren gaben Arzneimittelbehörden unter anderem in Europa, Amerika und Spanien, mehrere Warnungen heraus.

Es bestünde eine Korrelation zwischen der Anwendung dieser Präparate und diversen Problemen bei der Knochenregeneration. Osteonekrose im Kieferknochen und atypische Hüftfrakturen häuften sich. In der neuesten Warnmeldung wurden Ärzte gebeten, nach fünf Jahren der Einnahme von Biophosphonaten eine Kontrolle durchzuführen, ob die Medikation weiter bestehen sollte oder nicht.

 

Studien an Patienten mit atypischen Hüftfrakturen wurden in Nordamerika und Skandinavien durchgeführt, doch bislang gab es noch keine Daten aus Südeuropa.

Diese Lücke füllte der Doktorand nun. ER nutzte unter anderem die Datenbanken für pharmako-epidemologische Forschung in Primärer Gesundheitsvorsorge (BIFAP) mit über 4,8 Millionen klinischen Einträgen der Nationalen Gesundheitsfürsorge in Spanien. Diese Datensammlung wird von über 18000 Ärzten bedient, was bedeutet, dass jährlich Beobachtungen zu 25 Millionen Patienten eingetragen werden.

Diese Form der Langzeit-Aufzeichnung startete im Jahr 2001. Sie umfasst Informationen aus der ärztlichen Praxis, die anonym eingegeben wird, so dass Forscher die Patienten nicht individuell identifizieren können und ist damit streng vertraulich. Die Spanische Agentur für Medikamente und Gesundheitspflege-Produkte (AEMPS) soll mit dieser Datenbank die Möglichkeit bekommen, Studien wie die vorliegende durchzuführen. Sie wird von den autonomen Gemeinden (Regionen) unterstützt und ist den wichtigsten wissenschaftlichen Institutionen im Lande zugänglich.

Gorrichos Studie, die vom Spanischen Gesundheitsministerium im Jahr 2009 befürwortet wurde, untersuchte Frauen über 65 im Zeitraum zwischen dem 1. Januar 2005 und dem 31. Dezember 2008. Javier Garricho identifizierte 2009 Frauen mit typischen Hüftfrakturen und 44 mit atypischen Brüchen. Das Durchschnittsalter betrug 82 Jahre.

Eine der Schlussfolgerungen der Doktorarbeit: Garricho betont, dass die Anwendung von oralen Biphosphonaten nicht mit einer Reduktion von Hüftfrakturen bei Frauen über 65 in Zusammenhang gebracht werden konnte. Vielmehr schien ein Zusammenhang zu bestehen zwischen der Einnahme und atypischen Hüftfrakturen – subtrochantischen (körpernah am Oberschenkelhalsknochen) oder diaphysalen Frakturen. Dieses Risiko stieg, je länger die Biphosponate verabreicht wurden.

Diese Entdeckung ist neuartig und stellt erstmals einen Zusammenhang zwischen atypischen Oberschenkelhalsfrakturen und der Einnahme von Biophosphonaten her.

Das Durchschnittsalter bei den Hüft/Oberschenkelhalsfrakturen (82) und das Fehlen eines Zusammenhanges zwischen der Medikamenteneinnahme und einem gesenkten Fraktur-Risiko zeigt an, dass weitere Forschungen in diesem Bereich notwendig sind. Bei Personen zwischen 75 und 80 Jahren sollte die Effektivität der Medikamente überprüft werden.

Ebenso wichtig ist es für die Prävention, andere Maßnahmen zu fördern. Dazu gehören etwa ein Anti-Sturztraining und die Ermutigung zu Bewegung und einem aktiven Lebensstil. Dies trägt zu mehr Knochendichte und –stabilität und damit letztlich zu einer Erhaltung der Lebensqualität bei.

 

 

Demenz beeinflusst 1 von 3 Personen in Großbritannien

Wenn nicht mehr getan wird, um Demenz zu bekämpfen, wird 1 von 3 Menschen heute in Großbritannien geboren, der Krankheit im Laufe seines Lebens entwickeln wird. Dies ist zumindest das Ergebnis einer Studie, die in Großbritannien durchgeführt wurde.

Derzeit leben 46,8 Millionen Menschen weltweit mit Demenz, so die nach Alzheimer Disease International, und diese Zahl wird voraussichtlich auf 131,5 Millionen im Jahr 2050 steigen und zwar insbesondere in Entwicklungsländern. Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Form von Demenz, allein davon betroffen sind rund 5,3 Millionen Menschen in den USA. Doch die Raten zu Demenz steigen an, und zwar weltweit. Die Zahl der Menschen mit Alzheimer wird in den USA fast auf das Dreifache auf 15,8 Mio steigen.

Seit Jahren ist der größte Risikofaktor für Demenz die immer älter werdende Bevölkerung. Vor allem Menschen im Alter von 65 und älter sind am häufigsten gefährdet und betroffen. Ein neuer Bericht hat offengelegt, dass die Gefahr häufig unterschätzt wird und gleichzeitig offenbart, wie viele Menschen in Großbritannien jedes Jahr geboren werden, welche später an Demenz leiden könnten. Es werden jetzt Anstrengungen unternommen, um das allgemeine Risiko von Demenz und Alzheimer zu senken.

Die Ergebnisse zeigten, dass bei 32% der Menschen, die im Jahr 2015 im Vereinigten Königreich geboren werden, Demenz in ihrem Leben entwickeln werden. Dabei sind es geschätzt 27% der Männer und rund 37% der Frauen, welche später Demenz haben könnten.

 

Aufruf für weitere Forschungen gegen Demenz vorzugehen

Laut Dr. Matthew Norton, politischer Leiter der Alzheimer-Forschung in Großbritannien, stellen diese aktuellen Zahlen eine „harte Realität“ dar, dass die Menschen länger leben, Demenz-Prävalenz steigt und damit auch die Hervorhebung der Notwendigkeit, größere Anstrengungen zur Bekämpfung der Krankheit zu unternehmen. Er verweist auf frühere Forschung der Alzheimer-Forschung in Großbritannien, die die Zahl der Demenzfälle um ein Drittel reduzieren konnte. Der Beginn der Krankheit konnte um 5 Jahre verzögert werden. Dies lege nahe, dass es wichtig ist hier anzusetzen.