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Test Bewertung bestätigt Antidepressiva ist „unsicher und ineffektiv“ für Jugendliche

Seit 2001 wird das Antidepressiva Paroxetin für viele amerikanische Jugendliche verordnet, dabei wurde oftmals bemängelt, dass das Präparat nicht sicher oder wirksam ist und nicht besser als Placebo. Dies belegt nun auch eine bahnbrechende Re-Analyse der ursprünglichen Studie. Dies ist das erste Mal, dass eine randomisiert-kontrollierte Studie dieser Art auf diese Weise erneut analysiert wurde

Das Forschungsteam führte die Studie unter der Leitung von Prof. Jon Jureidini der University of Adelaide in Australien durch. Der Grund hierfür war, dass sie das Gefühl hatten, dass Studien über das Präparat in der Vergangenheit falsch berichtet haben.

In der zugrunde liegenden Studie, welche von Smithkline Beecham, jetzt Glaxosmithkline (GSK) finanziert wurde, verglichen die Wissenschaftler die Wirksamkeit von Paroxetin und höheren Dosen des Antidepressivum Imipramin mit einem Placebo bei Jugendlichen mit Depressionen.

Die US Food and Drug Administration (FDA) hat im Jahr 2002 festgestellt, dass „unter dem Strich, diese Studie als gescheiterter Versuch betrachtet werden sollte.“ Im gleichen Jahr wurden mehr als 2 Millionen Rezepte für Paroxetin für Kinder und Jugendliche in den USA ausgestellt.

 

Re-Analyse findet Paroxetin, Imipramin ‚keine klinischen Unterschiede zu Placebo‘

Der Hauptzweck der neuen Studie war es, Paroxetin und Imipramin im Vergleich zu Placebo für die Wirksamkeit und Sicherheit bei der Behandlung von Jugendlichen mit unipolaren Depressionen zu vergleichen. Die ursprüngliche Studie hatte 275 Jugendliche ab 12 Jahren im Zeitraum von April 1994 bis Februar 1998 angesehen.

Die überarbeiteten Ergebnisse zeigen, dass Paroxetin und Imipramin unterscheiden sich weder statistisch noch klinisch signifikant von Placebo. Sie zeigen auch, dass es klinisch signifikante Erhöhung der Schäden, einschließlich Selbstmordgedanken geben kann.

Peter Doshi, Associate Editor für das BMJ führt in seiner Veröffentlichung zur Studie durch eine Reihe von Enthüllungen über die Fehler von den ursprünglichen Forschern, die das Personal des Pharmaunternehmen und die akademischen Institutionen gemacht haben.

Laut Doshi soll eine Verbindung zwischen dem Unternehmen und der Studie finanzieller Natur bestehen. Er sagt aus, dass dies sogar teilweise in betrügerischer Weise besteht. Im Jahr 2012 wurden Unternehmen von der GSK zu einer $ 3 Milliarden Geldstrafe verurteilt.

Autoren der Re-Analyse der Studie 329 sagen, dass dies „die Notwendigkeit veranschaulicht, primäre Studiendaten und Protokolle zur Verfügung zu stellen, um die Strenge der Beweisgrundlage zu erhöhen.“

 

Outdoor-Aktivitäten können helfen Kurzsichtigkeit bei Kindern zu verhindern

Kinder die Zeit mit Aktivitäten im Freien verbringen, scheinen ein geringeres Risiko der Entwicklung von Kurzsichtigkeit, oder Myopie zu haben. Dies berichtet eine neue Studie der Sun Yat-sen-Universität in Guangzhou, China. Bei Kurzsichtigkeit können nahe stehende Objekte klar gesehen werden, weiter entfernte Dinge sind unscharf. Dies tritt auf, wenn der Augapfel zu lang ist, oder die Hornhaut zu viel Krümmung aufweist. Dies bewirkt, dass das Licht, welches in das Auge fällt, falsch ausgerichtet wird und so entfernte Dinge unscharf gesehen werden.

Es gibt einige Hinweise darauf, dass Kurzsichtigkeit vererbbar ist, aber Forschungen zeigen auch, dass auch Faktoren wie Stress und starke Belastungen der Augen bei der Arbeit eine Rolle spielen. In der Studie heißt es, dass die Rate der Kurzsichtigkeit zunimmt. Besonders Europa und der Nahe Osten seien davon betroffen. In vielen Stadtgebieten von Ost- und Südostasien, ist Myopie eine „epidemische Ausmaße“ unter jungen Erwachsenen und betrifft dabei 80-90% der Abiturienten.

Das Forschungsteam von Dr. Mingguang Er, PhD, erforschte bei 1903 Grundschülern, mehr als 3 Jahren lang, welchen Unterschied es ausmacht, wenn eine 40-minütige Aktivität im Freien in den Schulalltag integriert würde. Alle Kinder wiesen zu Beginn der Studie keine Kurzsichtigkeit auf. Die Eltern der Testgruppe wurde angehalten, ihren Kindern in der Freizeit Outdoor-Aktivitäten nahezulegen und die freie Zeit möglichst draußen zu verbringen. In der Kontrollgruppe wurde der Alltag wie gehabt gestaltet, ohne die Freizeitgestaltung zu verändern oder mehr Zeit im Freien zu verbringen. Das Durchschnittsalter der Kinder lag bei 6,6 Jahren.

 

Bessere Sicht für diejenigen, die im Freien spielten

Nach 3 Jahren wurden die optischen Messungen von Kindern vorgenommen und analysiert. Die Rate der Kurzsichtigkeit war um 9,1% geringer als bei den Kindern, die nicht im Freien zusätzlich aktiv waren. Bei der Kontrollgruppe entwickelten 39,5% der Kinder Kurzsichtigkeit. Bei der Aktiven-Gruppe waren es lediglich 30,4%. Dies entspricht einer relativen Reduktion von 23% über 3 Jahre.

Zwar beschreibt dies einen „niedriger als der erwarteten Rückgang“, dennoch glauben die Forscher immer noch, es sei „klinisch wichtig.“ Kleine Kinder, die früh Kurzsichtigkeit entwickeln, neigen eher dazu, schwerere Formen im späteren Leben zu entwickeln, so dass die Verzögerung des Ausbruchs einen optischen Nutzen für die Gesundheit auf lange Sicht bieten kann. Das Team empfiehlt, weitere Studien zur Langzeit-Beobachtung für Kinder und um die Verallgemeinerbarkeit der Ergebnisse zu beurteilen.

 

Was ist Nabelschnurblut-Banking?

Nabelschnurblut-Banking ist die Sammlung von lebenswichtigen Stammzellen aus der Nabelschnur bei der Geburt für die zukünftige Verwendung zur Behandlung bei bestimmten Krankheiten und Erkrankungen. In den vergangenen Jahren hat Nabelschnurblut-Banking an Beliebtheit zugenommen. Aber ist es das wert?

Nun, das hängt alles davon ab, warum Sie erwägen Ihr Nabelschnurblut zu deponieren. Möchten Sie es deponieren für den Notfall, oder weil es in der Zukunft eventuell einmal gebraucht werden könnte, oder für die Unterstützung der Behandlung eines kranken Familienmitgliedes, das aus den  im Nabelschnurblut gefundenen Stammzellen profitieren kann? Was immer der Grund ist, die Wahl ist persönlich.

 

Was ist Nabelschnurblut?

Nabelschnurblut enthält hämatopoetischen Stammzellen, die verwendet werden können, um Erwachsene und Kinder bei einer Vielzahl von Krankheiten und Störungen zu behandeln, und in bestimmten Fällen können diese sogar vorteilhafter sein als eine Knochenmarkspende oder periphere Stammzelltransplantation. Fast mehr als 7.000 Erwachsene und Kinder haben sich seit 1988 einer Nabelschnurblut Transplantationen bei einer Vielzahl von Krankheitszuständen unterzogen. Obwohl die Chancen, dass das deponierte Nabelschnurblut jemals  zur Verwendung kommt sehr gering ist, nutzt etwa 1 von 2700 Menschen dieses Potential. Es können Situationen auftreten, in denen ein direktes Familienmitglied von eingelagertem Nabelschnurblut profitieren kann.

Die Sammlung ist einfach und beinhaltet die Entnahme von Blut aus der geklemmten Nabelschnur.

Manchmal kann aber das Nabelschnurblut nicht eingelagert werden. Gründe hierfür sind unter anderem:

 

  • Frühgeburt oder eine Mehrlingsschwangerschaft
  • Notfall-Situationen
  • Infektionen, wie Herpes, Genitalwarzen, Plazenta Infektion oder Amnionflüssigkeits-Infektion.

 

Was sind Stammzellen?

 

Stammzellen sind Zellen, die in der Lage sind in einer Vielzahl von Zellen innerhalb des Körpers zu reifen. Was Nabelschnurblutstammzellen so wichtig macht ist, dass sie „blutbildende Fähigkeiten“ haben und  ältere Blutkörperchen mit neuen ersetzen können. Dies ist sehr nützlich bei der Behandlung bestimmter Erkrankungen des Blutes, Immunsystems und Stoffwechselstörungen. Auch bei der Krebsbehandlung können sie eingesetzt werden.

 

Was ist der Unterschied zwischen öffentlichen und privaten Nabelschnurblut-Banking?

Sie können wählen, ob Ihr Nabelschnurblut öffentlich oder privat gespeichert werden soll.

Wenn Ihr Nabelschnurblut in einer öffentlichen Bank gespeichert wird, ist es  für jeden zugänglich, der in Not ist und die Stammzellen benötigt. Wenn Sie Ihre Nabelschnurblut in einer Privatbank speichern ist es für den persönlichen Gebrauch zugänglich.

Bei der Sammlung und Lagerung fallen jedoch Kosten an. Diese unterscheiden sich von Bank zu Bank und von Einlagerungswunsch, also ob privat oder öffentlich. Wenn Sie erwägen, Nabelschnurblut-Banking in Anspruch zu nehmen, sprechen Sie bei Fragen oder für weitere Informationen mit Ihrem Arzt oder Ärztin.

Forscher beweisen emotionale „Lastverteilung“ in engen Beziehungen

Neue Forschungsergebnisse aus der Universität Queen’s zeigen Beweise der emotionalen Lastverteilung zwischen den Partnern in einer engen Beziehung. Die Studie, die von Doktorandin Jessica Lougheed Co-Autor durchgeführt wurde soll belegen, dass eine starke Beziehung mit einem geliebten Menschen helfen kann, Stress zu reduzieren oder schwierige Situationen emotional leichter zu verarbeiten.

„Wir wollten eine neue Theorie in der Psychologie analysieren. Die Social Baseline-Theorie, die zeigt, dass Menschen, welche anderen nahe stehen, emotional anders funktionineren“, sagt Frau Lougheed. „Die Idee ist, dass Personen eventuell dann auch anders auf emotionaler Ebene reagieren, wenn sie weiter weg von den vertrauten oder geliebten Menschen sind.“

In ihrer Studie, hat das Team um Frau Lougheed die Stressbelastung von 66 heranwachsenden Mädchen gemessen. Sie sollten spontan eine Rede halten. Vor ihrer Rede wurden die Teilnehmer gebeten, die Beziehung zu ihrer Mutter zu bewerten. Während der Rede verfolgten die Forscher die Teilnehmer und analysierten das Maß an Stress über die galvanische Hautreaktion. Um die Wirkung intensiv zu testen, wurden die Teilnehmer dazu angehalten, die Hand der Mutter während der Rede zu halten.

Die Forscher fanden heraus, dass körperliche Nähe es erlaubt, Stress effizienter zu verwalten, unabhängig davon, wie nahe die Mutter-Tochter-Paar-Beziehung tatsächlich im Vorfeld bewertet wurde. Als der Test dann ohne Körperkontakt durchgeführt wurde, zeigten ausschließlich die Teilnehmer mit einer guten Mutter-Tochter-Beziehung klare Anzeichen für die Lastverteilung.

„Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass wir besser gerüstet sind, um schwierige Situationen zu überwinden, wenn wir näher sind – physisch oder in Bezug darauf, wie wir uns fühlen in unseren Beziehungen zu Menschen, denen wir vertrauen“, sagt Frau Lougheed.

Die Ergebnisse legen nahe, dass Körperkontakt in einigen Schwierigkeiten oder stressigen Situationen helfen kann, mit der Situation an sich besser umzugehen, und die Last zu verteilen. Auf emotionaler Ebene jedoch ist es die qualitativ hochwertige Nähe, welche Menschen zu anderen Menschen empfinden, die ihnen Stärke und Sicherheit gibt. In diesem Bezug trifft das Sprichwort: Geteiltes Leid ist halbes Leid aus psychologischer Sicht wohl zu.

Darm Mikroben bestimmen, welche Diät am besten für Sie ist

Verschiedene Diäten arbeiten für verschiedene Menschen, und jetzt zeigt eine neue Forschung, dass es möglich sein kann vorherzusagen, wie die Menschen auf verschiedene Diäten reagieren, bezogen auf die Zusammensetzung der Mikroben in ihrem Darm. Ein Team von Forschern aus der Technischen Hochschule Chalmers in Göteborg, Schweden, hat es geschafft ein mathematisches Modell zu entwickeln, das erklären kann, warum Patienten unterschiedlich auf eine bestimmte Diät reagieren.

„Diese Methode ermöglicht es uns, die Identifizierung des Stoffwechsels jedes einzelnen Bakterientyps zu berechnen und somit Anhaltspunkte zu bekommen, welche die grundlegenden Mechanismen im menschlichen Stoffwechsel betreffen“, berichtet Jens Nielsen, Professor für Systembiologie und Leiter des Forschungsteams.

Zwischen 300 und 1000 verschiedene Arten von Mikroorganismen, werden im menschlichen Verdauungstrakt gefunden. Diese werden im Darm Microbiome bezeichnet. Eine individuelle Darm Microbiome ist in der Regel stabil und es wird angenommen, dass ihre allgemeine Zusammensetzung von Person zu Person unterschiedlich sein kann. Dies begründet sich auf genetischen Faktoren, Ernährung und langfristigen Drogen- oder Medikamentenkonsum.

Während diese Mikroben eine wichtige Rolle im Stoffwechsel spielen, wurden sie oft auch in Studien mit menschlichen Erkrankungen assoziiert.

„Der menschliche Darm und die Microbiome sind bekannt. Man weiß auch, dass sie mit verschiedenen Erkrankungen in Verbindung gebracht werden, aber eine große Herausforderung ist es, über Assoziationsstudien die Kausalitäten zu ermitteln“, erklären die Autoren.

 

Durch klinische Studien am Institut für Cardiometabolism und Ernährung (ICAN) in Paris, Frankreich, war das Forscherteam in der Lage einen solchen Kausalzusammenhang herzustellen. Für die Studie analysierten die Forscher Darm-Microbiome von 45 übergewichtigen Menschen, die in zwei Gruppen aufgeteilt wurden. Eine Gruppe mit vielfältigen Darm- Microbiomen und die andere mit einer geringen Vielfalt von Darm- Microbiomen. 

Die Teilnehmer erhielten für 6 Wochen eine kalorienarme Diät. Während dieser Zeit beurteilten die Forscher Blut und Kot der Teilnehmer und untersuchten den Inhalt nach Substanzen, und Anhaltspunkten für Marker der Krankheit und des schlechten Gesundheitszustandes.

Während alle Teilnehmer, wie erwartet, an Gewicht verloren, fanden die Forscher heraus, dass die Teilnehmer in der weniger vielfältigen Gruppe der Microbiome auch einen reduzierten Gehalt an den bekannten gesundheitlich problematischen Substanzen zeigten. Im Vergleich dazu wurden die Teilnehmer mit einem vielfältigen Darm- Microbiomegehalt in der Art und Weise nicht beeinflusst.

Die Forscher erklären ihre Ergebnisse:“Unter anderem konnten wir nachweisen, dass die Organe der Personen mit niedriger Vielfalt an Darm- Microbiome weniger Aminosäuren produzieren, wenn sie diese Diät befolgen. Dies ist eine Erklärung für die verbesserte Blutchemie.“

Laut Nielsen, werden diese Erkenntnisse helfen, Ärzten für übergewichtige Patienten mit einem erhöhten Risiko von Herz-Kreislauf-Krankheiten eine bessere Ausarbeitung der Ernährung ableiten zu können.

Wie Sie Ihr Baby richtig stillen

Stillen ist vorteilhaft für beide: Mutter und Kind. Doch für die erste Zeit und sogar danach, kann es beim Stillen zu Höhen und Tiefen kommen.

Das Stillen ist eine natürliche Körperfunktion, die Übung und Geduld braucht und manchmal sehr frustrierend sein kann. Vor allem, wenn Sie häufig stillen oder mehrere Kinder füttern müssen.

Es gibt viele verschiedene Positionen zum Stillen. Probieren Sie diese aus und finden Sie die Position, welche für Sie und Ihr Baby die komfortabelste darstellt. Die richtige Position ist wichtig, denn nur so kann das Baby richtig trinken und der Milchfluss funktioniert ohne Probleme.

Stellen Sie immer sicher, dass Sie sich wohlfühlen. Ob Sie lieber liegend oder sitzend stillen, spielt dabei nur für Sie eine Rolle, denn Sie und Ihr Baby entscheiden über die beste Position. Es gibt auch Hilfsmittel wie Kissen oder Möglichkeiten zur Förderung wie der Hautkontakt zwischen Mutter und Kind.

Haben Sie eine gute Position gefunden, so können Sie auf verschiedene Weise Ihr Baby halten. Stützen Sie mit einer Hand die Hüfte des Babys und mit der anderen Hand den Kopf. Die Nase des Babys muss immer frei bleiben. Führen Sie dann den Mund des Kindes vorsichtig zur Brustwarze. Sollte die Brustwarte wenig ausgeprägt sein, oder die Brust von der Form her Probleme machen, gibt es auch Stillhilfen wie Saugaufsätze speziell für stillende Mütter. Führen Sie Ihr Baby langsam an das Stillen heran und haben Sie mit sich und Ihrem Kind Geduld. Manchmal braucht es etwas Zeit, bis es funktioniert. Auch das Kind muss erst lernen, wie es an der Brust trinken kann.

 

Positionen für optimales Stillen

Körperkontakt

Legen Sie sich leicht geneigt nach hinten und entspannen Sie sich. Das Baby kommt nun leicht in Bäuchlingshaltung zur Brust. Halten Sie dabei das Kind in gutem Abstand, denn Kopf und Nacken müssen immer gestützt sein. Auch sollte das Kind möglichst flach liegen können, um sich nicht zu verschlucken. Auch hier immer darauf achten, dass die Nase frei bleibt.

 

Wiegenhaltung

So wie Sie Ihr Baby im Arm wiegen, können Sie es auch stillen. Diese Position ist bei vielen Müttern sehr beliebt und wird oftmals im Krankenhaus empfohlen. Die Position kann sowohl im Sitzen, als auch im Liegen durchgeführt werden. Achten Sie bei der liegenden Variante aber darauf, dass Sie und Ihr Baby weich gepolstert liegen können.

 

Doppelhaltung

Mit dieser Position können zwei Babys gleichzeitig gefüttert werden. Verwenden Sie hierfür ein Kopfkissen, dies kann von Vorteil für Sie sein. Ein Stillkissen unter den Armen kann die Arme entlasten und lässt diese nicht schwer werden. Legen Sie dabei ein Kind links an der Brust an, sodass die Beine unter Ihrem linken arm liegen, und das andere Baby in gleicher Position auf der rechten Seite, so dass die Beine unter dem rechten Arm verschwinden. Sollten Sie Probleme mit dem Stillen haben, so wenden Sie sich an Ihre Hebamme oder lassen Sie sich eine Stillberaterin empfehlen.

Mittelmeer-Diät mit Olivenöl soll Brustkrebsrisiko reduzieren

Brustkrebs ist weltweit die häufigste Krebserkrankung bei Frauen, und die Neuerkrankungen stiegen von 2008 bis heute um mehr als 20%. Eine mediterrane Ernährung, die reich an pflanzlichen Lebensmitteln, Fisch und Olivenöl ist, kann das Risiko von Brustkrebs reduzieren, so eine Studie, welche in Spanien durchgeführt wurde.

Statistisch gesehen ist Brustkrebs bei Frauen, die im mediterranen Raum leben, weniger verbreitet, als bei Frauen in den USA oder dem restlichen Europa. Daher wurde die Ernährung als veränderbaren Risikofaktor untersucht.

Die Lyon Diet Heart Study, die erste klinische Studie, die die positiven Auswirkungen der mediterranen Ernährung bei der Verringerung der Herzkrankheit untersuchte kam zu dem Schluss, dass diese Ernährung das Brustkrebsrisiko im Schnitt um 61% verringert. Doch es gibt Einschränkungen im Ergebnis.

Das Problem bei der Beurteilung eines Lebensmitteltyps ist, dass Lebensmittel nicht isoliert sind, sondern als Teil einer gesamten Ernährung gesehen werden müssen. Die Wirkung eines einzigen Nährstoffes kann variieren, wenn es in Verbindung mit einem anderen Nährstoff aufgenommen wird. Andererseits können auch Kombinationen von Lebensmitteln mit bestimmten Nährstoffbestandteilen synergistisch zusammenwirken, um biologische Wege einzuleiten, die vor Krebs schützen oder das Risiko reduzieren können. Aus diesem Grund schlagen die Autoren der neuen Studie vor, den Blick auf die gesamte Ernährung zu setzen.

 

Mittelmeer-Diät mit Olivenöl reduziert Brustkrebs-Risiko um 62%

Das Forschungsteam von Dr. Miguel A. Martinez-Gonzalez von der Universität von Navarra in Pamplona und Centro de Investigación Biomédica führte in Madrid eine Studie durch, die darauf abzielte, die Wirkung der drei folgenden Diät-Typen zu bewerten, wobei die Teilnehmer nach dem Zufallsprinzip ausgewählt wurden:

  •  mediterrane Ernährung durch extra-natives Olivenöl ergänzt
  •  Mittelmeer-Diät mit Nüssen ergänzt
  •  fettarme Ernährung wie vom Arzt verschrieben.

 

Die Forscher untersuchten dabei 4.282 Teilnehmer im Alter von 60-80 Jahren. Sie wiesen unter anderem Diabetes Typ 2 auf oder hatten einen oder mehrere Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, erhöhter Cholesterin Spiegel, Übergewicht oder Fettleibigkeit, oder in der Familiengeschichte Herzkrankheiten vorzuweisen.

Die Olivenöl Gruppe erhielt 1 Liter extra-natives Olivenöl für sich und ihre Familien je Woche. Die Nuss-Gruppe bekam 30 Gramm gemischte Nüsse pro Tag bestehend aus 15 g Walnüsse, 7,5 g Haselnüsse und 7,5 g Mandeln. Nach fast 5 Jahren wurden 35 Fälle von Brustkrebs für die gesamte Gruppe bestätigt.

Die Ergebnisse zeigten, dass Frauen, die extra-natives Olivenöl konsumieren eine Chance auf eine Risikosenkung bei Brustkrebs von 62% haben. Die Risikoreduktion für die Mittelmeer-Diät mit Nüssen war „nicht signifikant“, aber das Risiko war immer noch weniger als bei der Gruppe mit der fettarmen Ernährung. Insgesamt deuten die Ergebnisse auf eine positive Wirkung einer Mittelmeer-Diät mit nativem Olivenöl in der Primärprävention von Brustkrebs hin.

Roboter-Hand bietet Gelähmten „naturnahen“ Tastsinn

Wissenschaftler zeigen, wie ein 28-jähriger Gelähmter durch eine Roboter-Hand einen natürlichen Tastsinn zurückgewinnen konnte. Die Hand ist direkt mit seinem Gehirn verbunden. Laut der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) – eine Behörde der US Department of Defense, welche die Entwicklung durch ihr Prothetik-Programm aktiviert hat – war der Mann in der Lage festzustellen, mit welchem Finger die Robotervorrichtung etwas berührte. Und das mit nahezu 100 % Genauigkeit.

„An einem Punkt entschied das Team, das er statt der Taste mit einem Finger drücken solle“, sagt Justin Sanchez, Programm-Manager bei DARPA. „Er antwortete im Scherz, ob jemand versuchte ihm einen Streich zu spielen. Da war klar, dass die Gefühle, die er durch die Roboter-Hand wahrnahm dem natürlichen Tastsinn nahe kamen.“

Diese neuesten Ergebnisse sind ein weiterer Schritt hin zu Prothesen die einem Tastsinn aufweisen, für Personen, die gelähmt sind oder mit fehlenden Gliedmaßen.

 

Potenzial für ’nahtlose biotechnologische Wiederherstellung naturnaher Funktion‘

Erstellt von den Wissenschaftlern von der Applied Physics Laboratory der Johns Hopkins University in Baltimore, MD, enthält die Roboter-Hand „Drehmomentsensoren“ in jedem Finger, die erkennen, wenn Druck auf sie angewendet wird. Eine Reihe von Drähten verbinden die Roboter-Hand, um die in den sensorischen Kortex implantierten Elektroden zu steuern. Der Bereich des Gehirns, welcher für die Motorik des Körpers verantwortlich ist, wird gleichermaßen stimuliert. Wenn Druck auf die Sensoren der Roboter-Hand angewendet wird, werden elektrische Signale an das Gehirn gesendet, welche das Berührungsempfinden simulieren. Sanchez und Kollegen testeten die Roboter-Hand an einem 28-jährigen Freiwilligen, der seit 10 Jahren nach einer Verletzung des Rückenmarks gelähmt ist. Die Wissenschaftler berührten sanft jeden Finger der Roboterhand, während der Mann die Augen verbunden hatte.

Er war nicht nur in der Lage, die Bewegung des mechanischen Hand mit seinen Gedanken zu kontrollieren, er war in der Lage, zu erkennen, welcher Finger die Forscher wurden auf Druck setzen mit nahezu perfekter Genauigkeit. Der Mann berichtet Gefühl, als ob seine eigene Hand berührt wurde, so die Wissenschaftler.

Die Forscher glauben, dass ihre Erfindung den Weg für Roboter Gliedmaßen ebnet, die einen natürlichen Tastsinn simulieren. Sanchez, sagt:

„Prothesen, die durch Gedanken gesteuert werden können, sind vielversprechend, jedoch ohne Rückmeldung von Signalen zurück an das Gehirn, kann es schwierig sein das Niveau zu erreichen, das benötigt wird, um präzise Bewegungen auszuführen.

Indem sie einen Tastsinn von einer mechanischen Hand direkt in das Gehirn leiten können steigt das Potenzial für biotechnologische nahtlose Wiederherstellung naturnaher Funktion.

Mukoviszidose: Hefe-Studie bringt erstaunliche Ergebnisse zum Vorschein

Hefe hilft, um die Ursache der Mukoviszidose zu bekämpfen. Eine neue Studie zeigt, wie ein kleines Molekül in Hefezellen mit fehlerhaften Ionenkanälen im Körper agieren kann. Dabei arbeitet das Molekül an der Stelle eines fehlenden Proteins, so dass sie wieder funktionieren können.

Die Studie wurde von Forschern der University of Illinois in Urbana-Champaign, in der Zeitschrift der American Chemical Society veröffentlicht.

Alle Organismen sowie Mikroben im menschlichen Körper, werden durch so genannte Protein-Pumpen und Kanäle versorgt, die Ionen durch die Zellmembranen transportieren. Fehlerhafte Ionenkanäle in Zellen sind häufig der Grund für viele derzeit noch unheilbare Krankheiten des Menschen.

Mukoviszidose wird durch eine genetische Mutation verursacht, die einen Teil der Proteine, aus denen sich Ionenkanäle bilden, beeinflusst. Dies führt zu Funktionsstörungen. Das Ergebnis ist eine dicke Ansammlung von Schleim in der Lunge und anderen Organen, so dass das Atmen schwer fällt.

Aktuelle Behandlungen für Mukoviszidose korrigieren jedoch nicht die zugrunde liegende Ursache. Zu gängigen Methoden der Behandlungen gehören Inhalationsmittel, Enzymergänzungen und das Reinigen der Atemwege, was in der Regel nur mit Hilfe getan werden kann.

Hefe ist ein nützliches organisches Produkt, das für die Erforschung der menschlichen Gesundheit und Krankheiten genutzt wird. Hefe verhält sich sehr ähnlich zu menschlichen Zellen. In der neuen Studie wurde erforscht, wie ein kleines Molekül die fehlenden Proteine ersetzen kann und damit die Funktionen im Ionenkanal verbessern kann.

Hier wurde gezielt für Patienten mit einer zystischen Fibrose und ähnlichen Krankheiten geforscht. Das Molekül – Amphotericin B – wurde ursprünglich aus Bakterien extrahiert und wurde bislang dafür verwendet, um Pilzinfektionen zu behandeln.

In der Studie fügten die Forscher das Molekül zum Zellwachstum hinzu und stellten fest, dass die Hefe annähernd so gut wuchs wie im normalen Vorgang des menschlichen Körpers.

„Wir können von einer kräftigen und nachhaltigen Wiederherstellung durch das Hefe-Zellwachstum berichten. Wir konnten durch Ersetzen von fehlenden Proteins Ionentransporter durch das kleine Molekül imitieren.“ Die Forscher sagen aber auch, dass weitere Forschungen nötig sind, um das Molekül künftig für eine Behandlung bei Krankheiten wie Mukoviszidose einsetzen zu können. Doch sie bietet laut der Autoren der Studie einen „Rahmen für die Verfolgung einer solchen therapeutischen Strategie.“

Social Media – Angstzustände und Depressionen bei vielen Teenagern

Eine Studie wirft aktuell Licht auf die Nutzung der “Social Media” speziell bei Teenagern. Der Drang, 24  Stunden täglich präsent zu sein, um nichts zu verpassen, wirkt sich auf das Schlafverhalten aus und führt unweigerlich zu mentalen Problemen, wie Angstzuständen und Depressionen.

Beteiligt an der Untersuchung waren Dr. Heather Cleland Woods und Holly Scott von der Universität Glasgow, UK. Die Ergebnisse präsentierten sie auf der Jahreskonferenz der Britischen Psychologischen Gesellschaft, Abteilung Entwicklungs- und Sozialpsychologie in Manchester.

467 Teenager im Alter zwischen 11 und 17 Jahren wurden gebeten, einen Fragebogen auszufüllen. Dabei galt es, Fragen zum Selbstvertrauen, zu Ängstlichkeit, Depressionen und Schlafqualität zu beantworten. Auch das jeweilige Engagement in Social Media und auf anderen Plattformen wurde abgefragt. Die tägliche Nutzungsdauer war von besonderem Interesse. Eine der Fragen lautete „ Wie lang benutzt du Social Media noch nach dem Zeitpunkt, zu dem du eigentlich bereits schlafen wolltest?“

Die fraglichen Social Media Plattformen, die die Heranwachsenden nutzen, waren beispielsweise Facebook, Twitter, Tumblr, Pinterest, Instagramm oder auch Youtube.

Junge Menschen, die diese Medien nutzten und sich hier stark emotional engagierten, schliefen durchwegs schlechter, hatten weniger Selbstvertrauen, litten verstärkt unter Ängsten und Depressionen – im Vergleich zu Gleichaltrigen, die auch andere Interessen hatten und sich weniger stark einbrachten. Ganz besonders stark betroffen waren Teenager, die noch bis in die Nacht hinein „surften“.

Dr. Woods erklärte das folgendermaßen: „Es besteht ein gewisser Druck, sieben Tage die Woche 24 Stunden lang verfügbar zu sein. Können Mails oder Posts nicht sofort beantwortet werden, entsteht eine gewisse Ängstlichkeit und geradezu Panik, nicht teilnehmen zu können und etwas zu verpassen.

Dieser Druck kann generelle Ängstlichkeit und Depression verursachen, die Schlafqualität beeinträchtigen und so das Problem weiter verstärken.

Dr. Woods fasst zusammen: “Generell wirkt sich die Verwendung von Social Media auf die Schlafqualität aus. Wer noch spät nachts im Internet präsent ist, ist besonders stark betroffen. Häufig handelt es sich dabei um Individuen, die sich auch emotional engagieren. Eltern sollten daher die Zeit, die ihre heranwachsenden Kinder im Internet verbringen, stärker kontrollieren.